- Brauche Rat wie es weitergehen soll! Beitrag #1
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Purple Peach
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Hallo ihr Lieben,
Ich weiß nicht, ob ich hier im richtigen Thread bin, aber ich brauche dringend euren Rat. Bitte lasst euch nicht von diesem Riesentext abschrecken, es ist einfach eine sehr komplexe Situation...
Und zwar geht es um meine kleine Hauskatze Shiva.. Es handelt sich um eine Schildpatt-Katze, die dieses Jahr wohl ca. 8 Jahre alt werden wird. 2013 habe ich sie aus dem Tierheim geholt und zwar bewusst als Einzelkatze, weil sie als absolut unverträglich mit Artgenossen galt. Eine Katzenpflegerin sagte mir einmal, dass sie vermutlich damals zu früh von ihrer Mama weggenommen wurde und daher nie richtig mit anderen Katzen sozialisiert wurde.
Leider muss ich mir schweren Herzens eingestehen, dass ich ihr nicht das Leben bieten kann, was sie braucht und verdient… ich arbeite neben dem Studium viel und bin auch oft durch Jobs für einige Tage oder auch mal Wochen weg. Ich wohne seit letzem Jahr bewusst in einer WG, weil ich dachte, dass sie dadurch immer Gesellschaft hat. Leider ist sie aber komplett auf mich fixiert und macht laut meinen Mitbewohnern ziemlich Radau und leidet, wenn ich länger, manchmal auch wenn ich nur über Nacht weg bin… Ich möchte nicht, dass sie leidet! Und ich habe noch nie eine Katze gesehen, die so fixiert auf eine einzelne Person ist, deswegen habe ich nicht erwartet, dass es solche Probleme geben würde, als mein damaliger Freund und ich sie damals aus dem Tierheim geholt haben. Es ist sowieso seltsam, dass sie mich als ihre Mama ausgewählt hat und nicht meinen Ex, denn wir haben sie gemeinsam abgeholt und während ich damals schon viel arbeiten war, war er fast den ganzen Tag mit ihr zuhause, deswegen hätte sie sich doch eigentlich mit ihm viel besser sozialisieren müssen als mit mir?
Sie ist leider ein etwas anspruchsvolleres Tier. Sie miaut viel und hat einen empfindlichen Magen, weswegen sie seit ca. einem halben Jahr jetzt nur noch hypoallergenes Futter bekommt und alle paar Tage Intestinum Liquid nehmen muss, weil sie auch schnell Probleme mit ihrer Analdrüse hat. Diese Sachen stören mich nicht! Und ich bezahle sogar weniger für das Futter seit wir auf das Hypoallergene umgestiegen sind, weil sie das Trockenfutter liebt und es sie besser sättigt als Nassfutter. Aber sie soll nicht leiden wenn ich weg bin und es bricht mir das Herz, aber ich glaube dass es einfach besser für sie ist wenn sie ein neues liebevolles Zuhause findet, mit Menschen, die ein geregelteres Leben haben und mehr für sie da sind.
Ins Tierheim zurück ist für mich definitiv auch keine Option! Ich möchte, dass der nächste Besitzer für sie einfach mal die Endstation ist, und nicht riskieren, dass sie den Rest ihres Lebens herumgereicht wird. Da sie allerdings relativ schwierig ist, bin ich recht ratlos, wo ich diesen Menschen finden kann, der sich ihrer annehmen will. Dafür brauche ich eure Hilfe! Vielleicht habt ihr eine Idee?
Hinzu kommt noch, dass ich nicht mehr so viel Zeit habe. Im August werde ich für 6 Monate zu einem Auslandssemester nach Portugal gehen. Mein Plan war ursprünglich, sie mitzunehmen und bei meinen Großeltern zu lassen, die ebenfalls in Portugal ein kleines Stück Land in einem Dorf haben. Mit in meine Unterkunft kann ich sie nämlich leider nicht nehmen. Meine Großeltern sind bereit, sie aufzunehmen, allerdings haben sie einen großen dunklen Hund, weswegen ich verunsichert bin, ob es wirklich der richtige Ort für sie ist. Es könnte zwar sein, dass sie in deren Garten das absolute Paradies findet, wo sie sich frei Schnauze austoben kann. Kann aber auch sein, dass ich sie (aus ihrer Perspektive) in einer großen unbekannten Hölle mit einem gruseligen Monster und fremden Menschen „aussetze“. Mein Plan wäre gewesen, ca. 3 Wochen früher mit ihr anzureisen, damit sie sich mit mir eingewöhnen kann, bevor ich meine Unterkunft beziehe. Jedoch würde natürlich irgendwann der Moment kommen, an dem ich gehe und ich kann natürlich auch nicht jedes Wochenende wiederkommen und nach ihr schauen.
Zudem werden meine Großeltern ab November 2020 zum Überwintern für ca. 4 Monate in den Süden fahren, wohin sie Shiva leider auch nicht mit hinnehmen könnten. Das alles bereitet mir Magenschmerzen. Das ist eine lange Zeit, um allein zu sein. Sie hätte auf jeden Fall jemand, der sie füttert, aber sie ist doch so menschenbezogen??
Deswegen habe ich meinen Plan verworfen und denke es ist wahrscheinlich doch besser wenn ich hier in Deutschland jemanden finde, der sich um sie sorgt. Habt ihr eine Idee??
Bevor die Vorschläge nun kommen, direkt vorweg gesagt: Ja, vermutlich maunzt sie so viel weil sie einsam und unterfordert ist, das wurde mir bereits schon mal gesagt. Ich habe auch schon in Erwägung gezogen, eine zweite Katze dazu zu holen, aber habe es nie gemacht, weil sie ja als so unverträglich galt und ich dann im schlimmsten Fall hier zwei Katzen herumlaufen gehabt hätte, die sich dulden, deren Anwesenheit einander aber gar nichts bringt. Außerdem glaube ich nicht, dass ich mir die Kosten für eine weitere Katze leisten könnte. Man sagt ja immer, wenn man es sich nicht leisten kann, dass die Katzen plötzlich krank werden, sollte man es sein lassen und ich glaube so ist es einfach.
Und bevor Leute mich gegebenenfalls unterrichten wollen, wie unverantwortlich ich mich verhalte und dass es Tierquälerei sei, eine Katze unter diesen Bedingungen zu halten: Ich weiß, dass ich die Lage damals falsch eingeschätzt habe! Mein Leben sah damals noch ein wenig anders aus, als ich sie geholt habe und ich habe eine derartige Wendung nicht erwartet. Genau deswegen aber versuche ich ja hier, Verantwortung für mein Handeln damals zu übernehmen! Ich möchte sie nicht loswerden, sondern einfach ein schönes Zuhause für sie finden, wo sie glücklich werden kann!
Falls ich niemanden Geeignetes finde, werde ich sie trotzdem erst mal mitnehmen und mir so mehr Zeit verschaffen. Da diese Reise und der ganze Prozess der Umsiedelung aber einen wahnsinnigen Stress für Shiva bedeutet, wäre es mir lieber, wenn hier vielleicht einfach jemand ein paar hilfreiche Tipps hätte.
Danke an alle, die sich die Mühe machen, diesen langen Text zu Ende zu lesen!
Ich hoffe, ihr könnt mir irgendwie helfen.
Ganz liebe Grüße,
Kira
Ich weiß nicht, ob ich hier im richtigen Thread bin, aber ich brauche dringend euren Rat. Bitte lasst euch nicht von diesem Riesentext abschrecken, es ist einfach eine sehr komplexe Situation...
Und zwar geht es um meine kleine Hauskatze Shiva.. Es handelt sich um eine Schildpatt-Katze, die dieses Jahr wohl ca. 8 Jahre alt werden wird. 2013 habe ich sie aus dem Tierheim geholt und zwar bewusst als Einzelkatze, weil sie als absolut unverträglich mit Artgenossen galt. Eine Katzenpflegerin sagte mir einmal, dass sie vermutlich damals zu früh von ihrer Mama weggenommen wurde und daher nie richtig mit anderen Katzen sozialisiert wurde.
Leider muss ich mir schweren Herzens eingestehen, dass ich ihr nicht das Leben bieten kann, was sie braucht und verdient… ich arbeite neben dem Studium viel und bin auch oft durch Jobs für einige Tage oder auch mal Wochen weg. Ich wohne seit letzem Jahr bewusst in einer WG, weil ich dachte, dass sie dadurch immer Gesellschaft hat. Leider ist sie aber komplett auf mich fixiert und macht laut meinen Mitbewohnern ziemlich Radau und leidet, wenn ich länger, manchmal auch wenn ich nur über Nacht weg bin… Ich möchte nicht, dass sie leidet! Und ich habe noch nie eine Katze gesehen, die so fixiert auf eine einzelne Person ist, deswegen habe ich nicht erwartet, dass es solche Probleme geben würde, als mein damaliger Freund und ich sie damals aus dem Tierheim geholt haben. Es ist sowieso seltsam, dass sie mich als ihre Mama ausgewählt hat und nicht meinen Ex, denn wir haben sie gemeinsam abgeholt und während ich damals schon viel arbeiten war, war er fast den ganzen Tag mit ihr zuhause, deswegen hätte sie sich doch eigentlich mit ihm viel besser sozialisieren müssen als mit mir?
Sie ist leider ein etwas anspruchsvolleres Tier. Sie miaut viel und hat einen empfindlichen Magen, weswegen sie seit ca. einem halben Jahr jetzt nur noch hypoallergenes Futter bekommt und alle paar Tage Intestinum Liquid nehmen muss, weil sie auch schnell Probleme mit ihrer Analdrüse hat. Diese Sachen stören mich nicht! Und ich bezahle sogar weniger für das Futter seit wir auf das Hypoallergene umgestiegen sind, weil sie das Trockenfutter liebt und es sie besser sättigt als Nassfutter. Aber sie soll nicht leiden wenn ich weg bin und es bricht mir das Herz, aber ich glaube dass es einfach besser für sie ist wenn sie ein neues liebevolles Zuhause findet, mit Menschen, die ein geregelteres Leben haben und mehr für sie da sind.
Ins Tierheim zurück ist für mich definitiv auch keine Option! Ich möchte, dass der nächste Besitzer für sie einfach mal die Endstation ist, und nicht riskieren, dass sie den Rest ihres Lebens herumgereicht wird. Da sie allerdings relativ schwierig ist, bin ich recht ratlos, wo ich diesen Menschen finden kann, der sich ihrer annehmen will. Dafür brauche ich eure Hilfe! Vielleicht habt ihr eine Idee?
Hinzu kommt noch, dass ich nicht mehr so viel Zeit habe. Im August werde ich für 6 Monate zu einem Auslandssemester nach Portugal gehen. Mein Plan war ursprünglich, sie mitzunehmen und bei meinen Großeltern zu lassen, die ebenfalls in Portugal ein kleines Stück Land in einem Dorf haben. Mit in meine Unterkunft kann ich sie nämlich leider nicht nehmen. Meine Großeltern sind bereit, sie aufzunehmen, allerdings haben sie einen großen dunklen Hund, weswegen ich verunsichert bin, ob es wirklich der richtige Ort für sie ist. Es könnte zwar sein, dass sie in deren Garten das absolute Paradies findet, wo sie sich frei Schnauze austoben kann. Kann aber auch sein, dass ich sie (aus ihrer Perspektive) in einer großen unbekannten Hölle mit einem gruseligen Monster und fremden Menschen „aussetze“. Mein Plan wäre gewesen, ca. 3 Wochen früher mit ihr anzureisen, damit sie sich mit mir eingewöhnen kann, bevor ich meine Unterkunft beziehe. Jedoch würde natürlich irgendwann der Moment kommen, an dem ich gehe und ich kann natürlich auch nicht jedes Wochenende wiederkommen und nach ihr schauen.
Zudem werden meine Großeltern ab November 2020 zum Überwintern für ca. 4 Monate in den Süden fahren, wohin sie Shiva leider auch nicht mit hinnehmen könnten. Das alles bereitet mir Magenschmerzen. Das ist eine lange Zeit, um allein zu sein. Sie hätte auf jeden Fall jemand, der sie füttert, aber sie ist doch so menschenbezogen??
Deswegen habe ich meinen Plan verworfen und denke es ist wahrscheinlich doch besser wenn ich hier in Deutschland jemanden finde, der sich um sie sorgt. Habt ihr eine Idee??
Bevor die Vorschläge nun kommen, direkt vorweg gesagt: Ja, vermutlich maunzt sie so viel weil sie einsam und unterfordert ist, das wurde mir bereits schon mal gesagt. Ich habe auch schon in Erwägung gezogen, eine zweite Katze dazu zu holen, aber habe es nie gemacht, weil sie ja als so unverträglich galt und ich dann im schlimmsten Fall hier zwei Katzen herumlaufen gehabt hätte, die sich dulden, deren Anwesenheit einander aber gar nichts bringt. Außerdem glaube ich nicht, dass ich mir die Kosten für eine weitere Katze leisten könnte. Man sagt ja immer, wenn man es sich nicht leisten kann, dass die Katzen plötzlich krank werden, sollte man es sein lassen und ich glaube so ist es einfach.
Und bevor Leute mich gegebenenfalls unterrichten wollen, wie unverantwortlich ich mich verhalte und dass es Tierquälerei sei, eine Katze unter diesen Bedingungen zu halten: Ich weiß, dass ich die Lage damals falsch eingeschätzt habe! Mein Leben sah damals noch ein wenig anders aus, als ich sie geholt habe und ich habe eine derartige Wendung nicht erwartet. Genau deswegen aber versuche ich ja hier, Verantwortung für mein Handeln damals zu übernehmen! Ich möchte sie nicht loswerden, sondern einfach ein schönes Zuhause für sie finden, wo sie glücklich werden kann!
Falls ich niemanden Geeignetes finde, werde ich sie trotzdem erst mal mitnehmen und mir so mehr Zeit verschaffen. Da diese Reise und der ganze Prozess der Umsiedelung aber einen wahnsinnigen Stress für Shiva bedeutet, wäre es mir lieber, wenn hier vielleicht einfach jemand ein paar hilfreiche Tipps hätte.
Danke an alle, die sich die Mühe machen, diesen langen Text zu Ende zu lesen!
Ich hoffe, ihr könnt mir irgendwie helfen.
Ganz liebe Grüße,
Kira
