Hi,
ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht, weil sich innerhalb von wenigen Jahren immer wieder meine Arbeitszeiten geändert haben (mal hatte ich 15h/Woche, mal 35h/Woche plus Fahrtzeit) bin aber froh, dass ich das seit drei Jahren nicht mehr so handhaben muss, die Hunde mehr als 7h alleine zu lassen. Allerdings beginne ich im Sommer eine Ausbildung, wo sie auch wieder zwischendurch acht Stunden alleine sind (aber durch Kamera überwacht) und danach werde ich, so wie du auch, Nachtwachen haben und mit Fahrzeit 10-11h außer Haus sein. Das ist zu viel und da werde ich mir zumindest für die paar Nächte im Monat (es werden maximal fünf pro Monat sein) jemanden suchen, der sie über Nacht beaufsichtigt und auch ggf. noch mal Pipi machen lässt. Sollte es so sein, dass nur noch mein Rüde lebt, darf er in der Nachtwache mitkommen. Das hab ich schon abgesprochen, da er nachts im Büro schlafen oder auf leisen Pfoten mit mir durch das Haus laufen wird.
Wobei ich auch nach der Ausbildung keine Vollzeitstelle annehmen werde, sondern Teilzeit und sich die Zeit ohne mich und die Nachtwachen sehr im Rahmen halten werden.
Vielleicht gibt es jemanden, der ihn über Nacht nehmen kann? Da müssen Hunde in der Regel ja nicht raus und es gibt viele Menschen, die Übernachtungsgäste auf vier Pfoten zu sich nehmen. Eventuell ein Nachbar oder Freunde oder es findet sich jemand über ein Inserat. Eventuell habt ihr auch jemanden, der des Nachts an der Pforte im Krankenhaus sitzen muss und sich über einen kleinen Vierbeiner als Gesellschaft freut.
Bedenke: auch, wenn er das aktuell gut packt, er wird älter, muss häufiger (auch nachts) raus und auch tüddelig. Demenz gibt es auch bei Hunden und ich kenne einige Hunde (von Trainern und auch Privatpersonen), die gut alleine bleiben konnten, mit zunehmendem Alter aber Stress hatten. Deswegen habe ich für meine Hunde eine Kamera und den Relaxopet besorgt. So bekomme ich mit, wenn sich etwas verändert und sie nicht mehr gut alleine bleiben können - das kann auch durch neue Nachbarn so sein. Das Beruhigungshalsband hat bei einigen Hunden gute Erfolge, bei meiner Hündin nutzte ich den Duftstecker und das Resultat war: meine Hündin heulte ständig, weil sie das mit ihrer Läufigkeit und Scheinschwangerschaft abgespeichert hatte, wo sie selbst dieses Beruhigungshormon ausgeströmt und alles in der Wohnung danach gerochen hat. Bei Rüden ist das was anderes
Man sagt, damit es keine gesundheitlichen Schädigungen gibt, sollte der Hund ca. alle vier bis sechs Stunden zumindest die Möglichkeit zum Pipi machen bekommen können. Über Nacht ist es aber wie bei uns Menschen: da muss man nicht so oft, weil man schläft und die Bewegung eher harntreibend ist (z.B. über Tag bewegen wir uns mehr, trinken und essen). Ein Beispiel aus meinem Pflegestellenalltag. Ich übernahm einen Junghund von einer anderen Pflegestelle. Dort kam er die letzte Runde abends um sieben und die erste Runde morgens um zehn raus. Er hat nichts vollgepieselt. Über Tag jedoch hielt er es maximal (!) eine Stunde aus und wenn er zwischendurch spielte, passierte es auch gerne mal mehrfach pro Stunde, dass er Urin absetzte (und das waren nicht gerade kleine Pfützen).
Wenn du ein schlechtes Gefühl dabei hast, leih dir mal ein Babyphone aus oder lade dir die App aufs Handy, dann kannst du zwischendurch nachschauen, ob alles gut ist und in Ruhe nach wem suchen, der ihn nachts nehmen kann.