Hundeausbildung

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  • Hundeausbildung Beitrag #1
Eni

Eni

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Hallo, wußtet ihr das JEDER eine Hundeschule aufmachen kann, auch wenn er garkeine Ahnung von den Tieren hat? Man braucht keine Ausbildung oder ähnliches! Da geht man blauäugig in die HUndeschule bezahlt viel Geld und holt sich Tips von einem Laien?

Habt ihr einen Hundeführerschein gemacht und wieviel hat der gekostet?

LG Eni
 
  • Hundeausbildung Beitrag #2
Das liegt daran, dass jeglicher Tierberuf wie tierheilpraktiker, tiertherapeut oder eben hundeausbilder kein anerkannter Beruf ist..

Es gibt also keine vorgeschriebene Ausbildung. :wink:

Man muss sich also leider selbst davon überzeugen, wie gut die jeweilige Schule ist.
 
  • Hundeausbildung Beitrag #3
Ich finde das eine Frechheit. Man gut das wir eine super Hundeschule haben
 
  • Hundeausbildung Beitrag #4
Hallo @ all,

sie schiessen wie Pilze aus dem Boden und immer mehr Hundehalter ohne wirkliche Qualifikation eröffnen eine eigene Hundeschule.
Deutschland wimmelt von „Experten“. Täglich fühlen sich Leute dazu berufen eine eigene Hundeschule zu eröffnen. Man braucht ja nur via TV zu sehen, welche Marktlücke da vorhanden ist. Die Einschaltquoten sprechen für sich. „Die Superfrauchen,“ und „Die Tiernnanny“ zeigen uns doch, wie einfach das ist. Also, warum auch nicht mal eben schnell auf den fahrenden Zug aufspringen. Eine Ich-AG kann sich ja doch mal rentieren!
Selbsternannte Kynologen (es gibt noch keinen Lehrstuhl für Kynologie und auch keine Ausbildung zum Kynologen), oder auch Hundepsychologen (ein Fernstudium über einen gewissen Zeitraum und man hat sein „Diplom“ in der Tasche) oder auch „Hundeflüsterer“, die sich „mental“ mit dem problematischen Hund über dessen Befinden oder die Ursache seiner Probleme unterhalten.....alles ist möglich! Sind ja alles anerkannte Sachverständige!... Fragt sich nur, wo anerkannt !?
Eine kleine Anekdote dazu:
Die Besitzerin einer jungen, knapp 4 Monate alten Groenendael-Hündin, wollte auf Nummer sicher gehen und testen lassen, ob ihre, gegenüber fremden Personen äusserst ängstlich reagierende Hündin, nicht evtl. mal, aus ihrer Angst heraus, zubeißen würde.
Sie vereinbarte einen Termin mit einem Diplom-Hundepsychologen.
Und was tat dieser Mann?.... Er bedrängte die sowieso extrem unsichere Hündin, trieb sie in die Ecke und zwickte sie auch noch. Da die Hündin nicht nach ihm schnappte...sein Urteil: „Kein Angstbeißer!“
Zu bewerten, ob diese Hündin in einer anderen, für sie evtl noch bedrohlicher wirkenden Situation, nicht doch mal zubeißen würde, maße ich mir nicht an.
Aber:
Was ist das für ein Volltrottel, der eine, auch noch so junge Hündin, bedrängt und zwickt?
Was hat denn die Kleine daraus gelernt?
Fremde Menschen waren/sind mir nicht grundlos unheimlich, denn sie tun mir auch noch weh!

Ich frage mich dabei, wie es im ungünstigen Falle in der Realität aussehen wird. Wenn sogenannte erfolgreich therapierte Problemhunde, sich dann doch nicht so mustergültig verhalten, wie es nach abgeschlossener Schulung/Therapie den Anschein hatte? Wie sieht es im Ernstfall aus? Ist den “Warum eigentlich nicht”-Betreibern dieser Hundeschulen auch bewusst, welches Risiko sie eingehen? Oder anders gefragt: „Tragen sie dann auch die Verantwortung mit ?“
Es gab nach den Sendungen „Die Superfrauchen“ einen Ansturm auf Zoofachgeschäfte, weil viele für ihren Hund ein Halti kaufen wollten. Ist ja auch sehr praktisch und leicht in der Anwendung. Da freut sich der Handel! Durch solche Sendungen boomt die Tierindustrie. Dann noch ein bisschen „Klickern“ hier, genug “Leckerle” da...und fertig!
Mir sind mittlerweile die tollsten Tips, von Betreibern von Hundeschulen an Hilfesuchende, zu Ohren gekommen.
Nur ein Beispiel:
„Wenn Besuch kommt, sperren sie ihren Hund weg!“
Ich finde das wirklich unmöglich. Der damit gemeinte Hund ist alles andere als problematisch, zeigt ein sehr gutes Sozialverhalten gegenüber Kindern, Erwachsenen und Artgenossen. Aber der Besitzerin wurde ständig suggeriert, dass er ja mal ein Problemhund werden könnte!
In meinen Augen sind wirkliche „Kynologen“ Menschen, wie Erik Ziemen, Eberhard Trumler, Dorit-Feddersen-Petersen, Heinz Weidt/Dina Berlowitz (um hier ein paar zu nennen), aber nicht Ausbilder, die mit ihren Hunden die VPG Prüfung erreicht haben oder darauf hin arbeiten und sich aufgrund dessen berufen fühlen, an Problemhunden herumzudoktern und sich für Experten halten.
So kenne ich eine Dame aus Pfungstadt mit der ich noch vor knapp 6 Jahren gemeinsam "gassi" ging und die mir damals Löcher in den Bauch fragte (alles rund um den Hund). Vor ca. 5 Jahren, also 1 Jahr später eröffnete sie dann eine Hundeschule ! Ein Blitzbesuch in den Staaten zum "Wolfing" und das nötige "know how" war anscheinend vorhanden. Ich wurde Zeuge wie sie arbeitete, denn sie traf sich mit den "Schülern" und deren Besitzern mal da, mal dort. Dagegen ist nichts einzuwenden. Aber ich versuche heute noch zu eruieren, wieso der Mischlingshund mit zwei Halsbändern und einem Halti also an insgesamt drei Leinen von "Ausbilderin" und Besitzerin geführt wurde, der Hund in der Mitte.

Ich finde es ebenso unmöglich, dass bereits beim Vorgespräch viele Hundeschulen/Verhaltenstherapeuten oder wie immer sie sich nennen mögen, fleißig abkassieren. Ich meine das erste gegenseitige "Beschnuppern" sollte gratis sein!
Da gibt es eine Seite im www, welche das große Geld (bis zu 4000,-- im Monat, freiberuflich) verspricht. „Machen Sie ihr Hobby zum Beruf“! Außerdem wird auf eine „weltweit einzigartige Erziehungsmethode“ hingewiesen. („Ohne Erziehungshilfen und ohne Motivation (Leckerli, Spiel usw.) Auf dieser Seite hat man die Möglichkeit 4 kleine Videos anzusehen. In wenigen Sekunden sieht man dort, wie die einzelnen Hunde „brav“ nebenher traben. Allerdings sieht man bei näherer Betrachtung auch, dass die Hunde ein Meideverhalten, sowie dadurch bedingte Konfliktreaktionen zeigen. (züngeln, gähnen usw).
Ja...klar...Natürlich klappt es auch ohne Erziehungshilfen, es muss halt nur sehr unangenehm sein oder weh tun!



Also ganz ehrlich...mir sind da die normalen Hundeplätze lieber, denn diese Vereine bestehen zum Teil seit Jahrzehnten und neue Leute profitieren von den alten Hasen, die sich im übrigen ja auch immer weitergebildet haben.

Gruss
Bettina

P.S. Selbst über 30 Jahre Hunde ausgebildet und dennoch keine Hundeschule eröffnet! :wink:
 
  • Hundeausbildung Beitrag #5
Über das Thema habe ich mich auch sehr lange mit unserem Hundelehrer unterhalten, der mir das erst erzählte. Aber von der Dorit-Feddersen-Petersen halte ich persönlich absolut garnichts. Es ist traurig das gegen die vermeintlichen Hundeschulen nichts unternommen wird. Alles schreit nach Tierschutz und Artgerechter HAltung, aber weil immer mehr Vollpfosten ihre Nullahnunghundeerziehung für viel Geld an Frauchen und Herrchen bringen, und diese damit total überfordert sind, gibt es doch schon fast überall den Leinenzwang. Was hat das denn noch mit Artgerecht zu tun wenn ich meinen Hund nicht mal auf der Wiese laufen lassen darf, weil das durch falsche Hundehaltung bzw Erziehung zu nichte gemacht wurde?! Ich bin froh das mein Freund Jagd-Mitpächter ist, wir nen großes Grundstück haben und unser Hund soviel laufen darf wie er will. Ich bin genauso froh das wir ne tolle Hundeschule gefunden haben, und das ich jetzt weiß das jeder eine Hundeschule aufmachen darf. Da gucke ich in Zukunft lieber 3x hin. Mein Kind würde ich ja auch an keine Schule geben wo der Bäcker von neben an auch noch unterrichtet weil es jeder darf!
 
  • Hundeausbildung Beitrag #6
Was du schreibst, erkenne ich als richtig an, aber ich finde, du nimmst jedem evtl. GUTEN Tierpsychologen die Lust und vllt sogar den guten Ruf.

Ich mache eine Lehre als Tierarzthelferin und nebenbei ein Fernstudium zur Tierpsychologin. Ich werde auf mein Diplom verzichten, weil es in meinen Augen quatsch ist. Nicht anerkannt ist eben nicht anerkannt. Ich möchte aber gut sein und wirkliches, gutes Wissen weitervermitteln! Auf das große Geld bin ich sicher nicht aus, wäre ich sonst in dieser mießbezahlten Ausbildung?

Ich mache dieses Studium, weil ich verdammt gerne mit Tieren arbeite und sowieso über jede verhaltensauffälligkeit grübele. Ich habe Fachabi, hätte also mit etwas mehr arbeitsaufwand locker auch Tiermedizin studieren können - wollte ich aber nicht, ich möchte es nicht mit kranken zutun haben und nur rein-raus-Patienten haben. Ich möchte mit den Tieren arbeiten und Erfolge erleben. Menschen und Tiere froh vereint, DAS ist mein Ziel!

Leider gibt es keine andere Möglichkeit der Ausbildung, da dieser Zweig nunmal nicht anerkannt ist. das ist weißgott nicht unsere Schuld - viele von uns wären sicher froh, das wäre mal alles richtig geregelt. Aber so bleibt uns nunmal nichts anderes übrig als diesen Weg des Fernstudiums zu gehen..

Ich hoffe ich konnte dir helfen, die Sache auch mal von der anderen Seite zu sehen! :wink:
 
  • Hundeausbildung Beitrag #7
Nochmal Hallo,

also mir fehlt z.B. bei einem Fernstudium die Praxis. Papier ist geduldig, aber jeder Hund (Problemhund) ein Individum.
Was bei dem einen Hund greift, kann bei einem anderen Grundverkehrt sein. Es gibt ja z.B. verschiedene Möglichkeiten der Umkonditionierung.

Mich nervt es, dass da mit so wohlklingenden Namen wie z.b. Akademie (hört sich ja gigantisch an) den Leuten suggeriert wird, es handele sich um etwas ganz besonderes.

Ich bleibe dabei, es muss ein Lehrstuhl für Kynologie geschaffen werden, damit sich die Spreu vom Weizen trennt.

@ Max&Moritz,

bin auch kein Fan von Dr. Dorit Feddersen-Petersen...aber sie ist dennoch eine "Kynologin" bei der GfH.

Gruss
Bettina
 
  • Hundeausbildung Beitrag #8
Hallo Senta, mir geht es ja auch nur darum das JEDER ne Hundeschule aufmachen darf, und das darf schon allein aus der Tierschutzsicht nicht sein. Dann soll der Staat das bitte als Berufsbild (wie auch immer) anerkennen und wer sowas machen will sollte eine Ausbildung vorweisen können.
 
  • Hundeausbildung Beitrag #9
Eigentlich möchten die meisten von uns das wohl auch. Denn viele haben einen Ruf, der durch "falsche" Ausbilder zu verlieren ist.
 
  • Hundeausbildung Beitrag #10
Eben genau das meine ich ja.
 
  • Hundeausbildung Beitrag #11
Was? Wirklich jeder darf eine Hundeschule aufmachen? Auweia, gibt es denn kein Amt oder so dass das kontrolliert? Komisch, wenn man einen Klamottenladen oder ähnliches aufmachen will wird man überhäuft von Anträgen und Auflagen, so dass man schon fast keine Lust mehr drauf hat und bei so was eher wichtigem legt keiner Wert drauf. Ist eigentlich eine Schweinerei.
 
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