Fuchs im Wohngebiet

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  • Fuchs im Wohngebiet Beitrag #1
Crissi

Crissi

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Hallo,

wir haben hier seit einigen Wochen einen Fuchs mitten im Wohngebiet.
Eigentlich ist es ein wunderschönes Tier. Bin ihm selbst schon mehrmals auf meinem Hundespaziergang begegnet. Aber er geht halt frech auf Streifzug durch unsere Gärten und räubert unsere Kleintiere und das zu allen möglichen und unmöglichen Tageszeiten. Selbst vor unseren Hunden hat er keine Angst.
Die Stadt will vorerst nichts unternehmen. "Da seit 20 Jahren kein Fall von Tollwut mehr in diesem aufgetreten ist..."

Was nun???
 
  • Fuchs im Wohngebiet Beitrag #2
hey also ich glaube selbst könnt ihr da so nichts machen,also ihr dürft es zuminist nicht ! ich würde an deiner stelle stellvertretend für deine nachbarschaft mal zum stadtrat und zum bürgermeister gehen. die haben ja jahrelange erfahrung , ich denk die wissen was man da macht.
am besten sammelst du dafür unterschriften von deinen nachbarn und am besten schreibe diese auch auf was bei ihnen so kapput gegangen ist und welche tier er gerissen hat etc...
ich denke die werden da schon handeln... schliesslich möchte die stadt auch keine bürger verlieren..
aber ich finds wichtig das man erst versucht den fuchs irgendwie auszusiedeln ,aber nicht gleich zu erlegen. aber weiterhin gehts ja auch nicht wenn er ständig streunert und etwas zerstört..
liebe grüße
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EDIT (automatische Beitragszusammenführung):
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oh sorry habe den satz mit der stadt vollkommen überlesen...
aber ich denke solch eine unterschrift oder sogar dann demonstration mit der "drohung" auszuziehen ist dann angebracht..
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Fuchs im Wohngebiet Beitrag #3
Sicher will hier keiner den Fuchs töten oder töten lassen. Wie gesagt, es ist ein sehr schönes Tier. Wir sind alle hin und her gerissen. Einerseits ist es "unser Fuchs", der sich langsam zur Sehenswürdigkeit unseres Viertels entwickelt, aber andererseits haben wir auch Angst um unsere Tiere und nicht zuletzt um unsere Gesundheit. Das Thema Fuchsbandwurm ist nach den Verlustmeldungen von Kleintieren zur Zeit das heißeste Thema hier.
Wie groß ist die Gefahr wirklich???

Umziehen wird hier definitiv niemand. Wer verlässt schon sein Haus wegen einem Fuchs... Aber wir machen uns Sorgen.

Die Idee beim Forstamt anzuregen, den Fuchs umzusiedeln finde ich gut.

Weiß jemand, ob sich ein Fuchs einfach so umsetzten lässt... oder kommt er wieder zurück in sein Revier???
 
  • Fuchs im Wohngebiet Beitrag #4
Ähnliche Beobachtung

Hallo,

auch ich hätte Fragen wegen eines Fuchses in der Nähe der "Zivilisation":

Vor ca. 1 Woche und heute habe ich in einer kleinen Bergbauernsiedlung (Bayerische Alpen, 900 m, Südseite, von Wald umrahmte Wiesen) einen Fuchs ganz in der Nähe der wenigen Häuser beobachtet. Ich wohne zwar nicht dort, aber es hat mich schon gewundert, dass das Tier (als ich es vor einer Woche sah) so mir nichts, dir nichts MITTEN AM TAG über die im Moment überwiegend schneebedeckten Wiesen schnürte - und das ca. 100 Meter von dem einen und 200 bis 300 Meter von dem anderen Haus. Ich war mir damals auch noch nicht ganz sicher, ob es wirklich ein Fuchs (worauf ich wegen des buschigen Schwanzes tippte) war oder doch ein Hund, der zu einem der Höfe gehört.

Doch heute Vormittag (so gegen 8.30 Uhr) habe ich wieder in dieser Bergbauernsiedlung ein hundeartiges Tier gesehen, und diesmal war ich ihm so nahe, dass ich es eindeutig als einen Fuchs identifizieren konnte. Er war nur etwa jeweils 20 Meter von der Zufahrtsstraße und einem der Häuser entfernt.

In der Nacht oder in der Dämmerung einen Fuchs zu sehen ist in unserer Region ja nichts Ungewöhnliches. Und es ist mir auch klar, dass sich Füchse zumindest bei Dunkelheit in die Nähe von derart abgelegenen Häusern wagen. Aber dass sich dieses Tier bei Tag anscheinend öfter völlig deckungslos auf derselben schneebedeckten (= keine Tarnung) Wiese zeigt, macht mich schon ein wenig stutzig.

Konkret hätte ich folgende Fragen:

Glaubt Ihr, dass dieser Fuchs tollwütig ist? Das würde mich wundern, denn meines Wissens ist die Tollwut im bayerischen Alpenraum so gut wie ausgerottet - oder irre ich mich da?

Muss/soll man einen Fuchs, der sich auffällig verhält, beim Forstamt melden - für den Fall, dass er doch krank ist?

Die Anwohner zu informieren dürfte etwas schwierig sein. Denn erstens kenne ich sie nicht, zweitens komme ich meistens zu so unmöglichen Zeiten wie Sonntag um halb neun an dieser Siedlung vorbei.

Danke für Eure Antworten. Wenn ich das nächste Mal dort hinauffahre, werde ich auf jeden Fall meinen Fotoapparat auf den Beifahrersitz legen. Vielleicht zeigt sicher Meister Reineke ja wieder ...

Liebe Grüße

FM
 
  • Fuchs im Wohngebiet Beitrag #5
aber ich denke solch eine unterschrift oder sogar dann demonstration mit der "drohung" auszuziehen ist dann angebracht..

Findet ihr solche Reaktionen wegen einem Fuchs, der durch die Gegend streunt, nicht etwas übertrieben?
Wenn er Kleintiere räubert, ist das sicher schlimm und traurig. Aber vielleicht sollten die Besitzer ihre Tiere einfach irgendwie sicherer unterbringen? Es gibt ja in der Natur nicht nur Füchse sondern auch Marder und andere Tiere, die Kleintiere holen.
Und ein Fuchs, der in die Nähe von Menschen kommt, muss auch nicht zwangsläufig Tollwütig sein.
Hier, mitten in Berlin rennen auch Füchse rum. Heute war ein Bild von einem Fuchs am Brandenburger Tor in der Zeitung. Ich habe noch nie erlebt, das hier irgend jemand deshalb in Panik verfällt.

Einen Fuchs beim Forstamt melden? Das würde ich nur tun, wenn das Tier krank aussieht oder sich so auffällig verhält, das es vor Menschen nicht wegläuft oder sich sogar anfassen lässt.
Ansonsten lasst doch den Tieren auch ihren Lebensraum.
 
  • Fuchs im Wohngebiet Beitrag #6
Hallo Simone,

danke für Deine Antwort. Versteh mich bitte nicht falsch: Ich bin jetzt nicht in Panik oder Hysterie. Im Gegenteil: Ich finde es immer schön, ein Tier in seiner natürlichen Umgebung zu Gesicht zu bekommen.

Es ist mir auch bekannt, dass viele Füchse und andere Wildtiere in der Großstadt ihr Glück versuchen und dabei die Scheu vor dem Menschen verlieren, weil ihnen so viele Zweibeiner begegnen, die ihnen (den Füchsen) nichts tun.

Hier bei uns (Alpen) sieht die Sache allerdings ein bisschen anders aus. Obwohl es eine ziemlich große Fuchs-Population gibt, wagen sich zumindest die älteren, erfahrenen Füchse (und auch die in diesem Frühling geborenen Tiere sind jetzt schon erfahren genug) eigentlich nur in der Dämmerung oder bei Dunkelheit aus ihrer Deckung. In der Nacht ist es beileibe nicht ungewöhnlich, vom Auto aus einen über die Straße huschenden oder auf dem parallel verlaufenden Radweg entlangtrabenden Fuchs zu sehen.

Aber dass sich ein Fuchs am Tag so nah bei menschlichen Siedlungen aufhält und dabei keinerlei Deckung sucht, ist in unserer Region schon die Ausnahme. Denn hier wird ziemlich intensiv gejagt, zumindest intensiver als rund um das Brandenburger Tor - und deshalb kommt kaum ein Fuchs auf die Idee, sich den Grünröcken derart auf dem Silbertablett zu präsentieren. Und genau aus diesem Grund wirft sich bei einem derart tollkühnen Fuchs die Frage nach einer eventuellen Krankheit auf.

Oder sind die Tiere jetzt einfach wagemutiger, da Paarungszeit ist und die Hormone und der Trieb sie unvorsichtig werden lassen?

Liebe Grüße

FM
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PS: Wenn mich ein Fuchs so nah an sich herankommen ließe, dass ich ihn anfassen könnte, dann würde ich davon sicherlich Abstand nehmen. Denn spätestens an diesem Punkt sollte mir klar sein, dass da was nicht ganz stimmt - es sei denn, es handelt sich um einen Wachfuchs.

Kein Scherz: Früher haben manche Bauern Füchse gezähmt und als Abwehr gegen eindrigende Wildfüchse gehalten. Als Grund, warum man für diese Aufgabe den Fuchs dem Hund vorgezogen hat, vermute ich den Umstand, dass ein Fuchs seine Artgenossen auf weitere Distanz als solche identifizieren kann als ein Hund oder dass der Wildfuchs das Revier eines Hausfuchses eher respektiert als das Revier eines Hundes. Oder gibt es dafür schlüssigere Erklärungen?

LG FM
 
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  • Fuchs im Wohngebiet Beitrag #7
Der Schnee wird wohl die Futtersuche soweit erschweren, dass die Tiere etwas mehr Risiken in Kauf nehmen (müssen). Was anderes würd ich da gar nicht hinter vermuten...
 
  • Fuchs im Wohngebiet Beitrag #8
Umziehen wird hier definitiv niemand. Wer verlässt schon sein Haus wegen einem Fuchs... Aber wir machen uns Sorgen.
Macht das und zieht schön in die Stadt, Rückgewinnung des Lebensraumes der Tiere nenn ich sowas, ich komm auch helfen;)

Muss/soll man einen Fuchs, der sich auffällig verhält, beim Forstamt melden - für den Fall, dass er doch krank ist?
Was ist Auffällig? Hat er Schaum vor dem Mund und fällt Menschen an? :D
Spass bei seite, Nein du brachst nichts melden, es ist so wie Okapi schreibt.
Ihr könnt trotzdem dem örtlichen Förster einen Tipp geben, alleine schon für ihn im Rahmen seine Wildpflege/hege zu wissen wo sich die Tiere rumtreiben.
 
  • Fuchs im Wohngebiet Beitrag #9
Hallo Okapi, hallo Dogman,

daran (größeres Risiko wegen erschwerter Nahrungssuche) habe ich auch schon gedacht.

Was mich an dieser Theorie zweifeln lässt: Der Fuchs müsste nur ca. 100 bis 200 Höhenmeter absteigen, um weitgehend schneefreie Wälder und Wiesen abseits der Zivilisation zu finden.

Richtig ist allerdings, dass er in der Nähe des Menschen ganz sicher was Fressbares findet - in der freien Wildbahn kann er dagegen (besonders im Winter) auch mal leer ausgehen. Und wenn er mit Menschen bisher noch keine schlechten Erfahrungen gemacht hat, würde auch dieser Hemmschuh entfallen. Da ist schon was dran.

Und die Möglichkeit, dass ihn die Anwohner bewusst füttern, besteht ja auch. Zumindest kenne ich Leute, die jeden Abend ein halbes Dutzend Dachse verköstigen ...

Interessant sind solche Beobachtungen schon.

Danke für Eure Antworten/Tipps! Wenn ich Zeit und Lust habe, Dogman, dann werde ich den Förster informieren.

LG FM
 
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