Mich nervt in letzter Zeit in diversen Foren (auch hier), dass offenbar zunehmend die Bedeutung des Fragezeichens vergessen wird.
steht.
- "Mein Hund frisst Katzenfutter?"
- "Ich kriege den Backofen nicht sauber?"
- "Meine Mutter hat ihr Hochzeitsvideo überspielt?"
Durch das Fragezeichen kriegt das beim Lesen einen ungläubigen und zum Teil an Homer Simpson erinnernden Unterton. Mich juckt es da immer in den Fingern, mich ganz dumm zu geben und auf die offenbar gestellte Frage auch wirklich direkt zu antworten. Einmal hab ich auf meiner 1-Euro-Stelle tatsächlich mal zuviel gekriegt, als auf unserem Regal ein verpacktes Bügeleisen auftauchte, auf dessen Verpackung stand: "Bitte testen, ob Bügeleisen noch geht?"
Ich hab darunter geschrieben: "Tja, müsst ihr schon selbst entscheiden. Sollen wir?" und habe es wortlos zurück ins Regal gestellt. :x
Ah ja, und wo ich gerade dabei bin: Der Sinn von Klammern ist es, Nebenbemerkungen vom Hauptsatz abzugrenzen. Soll heißen: Das, was außerhalb der Klammern steht, ist ein Satz, und das, was in den Klammern steht, ist eine zusätzliche Ergänzung. Der Satz funktioniert auch ohne sie, sie ist nur zur weiteren Information gedacht. Beispiel: "Meine Tante Elfriede (65, aus Hamburg) kommt mich am Samstag besuchen."
Hauptsatz: Meine Tante Elfriede kommt mich am Samstag besuchen.
Nebensatz: Sie ist übrigens 65 und kommt aus Hamburg, aber das nur nebenbei.
Ich kriege das kalte Kribbeln, wenn Leute ständig sowas schreiben wie: "Meine Katze (Minka hat eine Maus gefangen)" oder "Herischnöt (mein Gold)hamster, hat einen schönen Strich auf der Nase."
Da kommen dann völlig sinnentstellte, verwurstelte oder schlichtweg sinnfreie Hauptsätze bei raus. Warum überhaupt Klammern verwenden, wenn man den Sinn davon nicht versteht? Dann nehmt doch einfach Kommas oder macht einen neuen Satz. An diesen Halbsatzfetzen bleibt man einfach nur hängen, sie erleichtern das Lesen nicht.