- Es sollte einfach nicht sein.. Beitrag #1
Silberfeder
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Mein Name ist Samain.
Ich bin 1 Jahr und einen Monat alt, wenn es sowas wie Zeit hinter der Regenbogenbrücke überhaupt zählt.
Warum ich schon hier bin?
Ich weiß es nicht.
Ich erinnere mich nur sehr dunkel daran, dass meine geliebte Mutter so bitterlich weinte, aber ich sah alles nur sehr verschwommen und verstand nur jedes zweite Wort, doch jene, die ich ganz deutlich verstand, waren Aids und unheilbar, sowie einschläfern.
NEIN!
Ich will nicht!
Meine leibliche Mutter hat mir erzählt, dass Katzen, die man nichtmehr will, oder die alt und krank sind, "einschläfert" und die dann nie wiederkommen.
Ich will meine Mama nicht verlassen!
Ich habe sie doch so lieb.
Ich maunze: Laß mich nicht los, ich kann weitermachen!
Sie drückt mich, ich spüre ich salzigen Tränen auf meiner Nase. Immer mehr sinke ich ab in eine Welt, die gänzlich verschwommen ist. Die Schmerzen sind unerträglich, ich möchte schlafen, aber auch wieder aufwachen.
Papa legt mich in eine Box, ich hasse diese Box.
Ich rufe immer wieder Nein und bitte lasst mich, aber ich kann nichtmehr lauter rufen. Wann immer ein Ton meinen Mund verläßt, weint Mama lauter und intensiver. Ich habe Sie noch nie weinen gesehen.
Nun geht alles ganz schnell. Dieser Ort, an jenem war ich die letzten Tage sehr häufig. Ich kann mich nichtmehr bewegen, ich nehme alles nur sehr unbewusst wahr, es scheint, als hätte ich bereits meinen Körper verlassen und schwebe über jenem um zu sehen, was geschieht.
Der komische Mann kommt raus, sagt etwas zu Mama, sie bricht unter Tränen zusammen. Eine Spritze kommt, eine Narkose, damit ich nichtmehr leide, denn ein Hund war gerade dran.. Mama hält mich nun im Arm und streichelt mich, leer auf den Boden starrend.
Solange, bis ich eingeschlafen bin.
Ich sehe noch, wie eine weitere Spritze mir gegeben wird, dann ist alles vorbei, ich werde gerufen von einer lieblichen Stimme, ich sehe den Regenbogen..
..und bin frei, frei von Schmerz, frei von Trauer, ich kenne nur noch Freude, doch wenn ich meine Mama sehe, mich erinnere, bin ich erfüllt von Sehnsucht nach ihrer Nähe, ihrem Duft..
Euer Samain
--------------
Nach einem langen Leidensweg mussten wir am Dienstagabend vergangener Woche Samain verabschieden. Durch Arbeitsumstellung bemerkten wir Wochenlang nicht, dass Samain das Futter verweigerte, und nun war es zu spät. Katzen-Aids, FIP, raffte ihn dahin, mir zuliebe fraß er immer einen kleinen Happen, wäre ich am Dienstag nicht erst zum Pferd und dann heim gegangen, hätte ich ihm wahrscheinlich 1,5 Std. mit zerfetzter Leber ersparen können. Als ich heimkam, war es zu spät, er lag komatös dort.. es konnte nichtsmehr getan werden.
In mir ist ein Loch, riesig, denn Samain war mein erster Schritt in mein eigenes Leben gewesen, mein erster eigener Kater, mein Ebenbild.
Ich vermisse ihn.
Ich vermisse dich..
In Trauer
Janine
Ich bin 1 Jahr und einen Monat alt, wenn es sowas wie Zeit hinter der Regenbogenbrücke überhaupt zählt.
Warum ich schon hier bin?
Ich weiß es nicht.
Ich erinnere mich nur sehr dunkel daran, dass meine geliebte Mutter so bitterlich weinte, aber ich sah alles nur sehr verschwommen und verstand nur jedes zweite Wort, doch jene, die ich ganz deutlich verstand, waren Aids und unheilbar, sowie einschläfern.
NEIN!
Ich will nicht!
Meine leibliche Mutter hat mir erzählt, dass Katzen, die man nichtmehr will, oder die alt und krank sind, "einschläfert" und die dann nie wiederkommen.
Ich will meine Mama nicht verlassen!
Ich habe sie doch so lieb.
Ich maunze: Laß mich nicht los, ich kann weitermachen!
Sie drückt mich, ich spüre ich salzigen Tränen auf meiner Nase. Immer mehr sinke ich ab in eine Welt, die gänzlich verschwommen ist. Die Schmerzen sind unerträglich, ich möchte schlafen, aber auch wieder aufwachen.
Papa legt mich in eine Box, ich hasse diese Box.
Ich rufe immer wieder Nein und bitte lasst mich, aber ich kann nichtmehr lauter rufen. Wann immer ein Ton meinen Mund verläßt, weint Mama lauter und intensiver. Ich habe Sie noch nie weinen gesehen.
Nun geht alles ganz schnell. Dieser Ort, an jenem war ich die letzten Tage sehr häufig. Ich kann mich nichtmehr bewegen, ich nehme alles nur sehr unbewusst wahr, es scheint, als hätte ich bereits meinen Körper verlassen und schwebe über jenem um zu sehen, was geschieht.
Der komische Mann kommt raus, sagt etwas zu Mama, sie bricht unter Tränen zusammen. Eine Spritze kommt, eine Narkose, damit ich nichtmehr leide, denn ein Hund war gerade dran.. Mama hält mich nun im Arm und streichelt mich, leer auf den Boden starrend.
Solange, bis ich eingeschlafen bin.
Ich sehe noch, wie eine weitere Spritze mir gegeben wird, dann ist alles vorbei, ich werde gerufen von einer lieblichen Stimme, ich sehe den Regenbogen..
..und bin frei, frei von Schmerz, frei von Trauer, ich kenne nur noch Freude, doch wenn ich meine Mama sehe, mich erinnere, bin ich erfüllt von Sehnsucht nach ihrer Nähe, ihrem Duft..
Euer Samain
--------------
Nach einem langen Leidensweg mussten wir am Dienstagabend vergangener Woche Samain verabschieden. Durch Arbeitsumstellung bemerkten wir Wochenlang nicht, dass Samain das Futter verweigerte, und nun war es zu spät. Katzen-Aids, FIP, raffte ihn dahin, mir zuliebe fraß er immer einen kleinen Happen, wäre ich am Dienstag nicht erst zum Pferd und dann heim gegangen, hätte ich ihm wahrscheinlich 1,5 Std. mit zerfetzter Leber ersparen können. Als ich heimkam, war es zu spät, er lag komatös dort.. es konnte nichtsmehr getan werden.
In mir ist ein Loch, riesig, denn Samain war mein erster Schritt in mein eigenes Leben gewesen, mein erster eigener Kater, mein Ebenbild.
Ich vermisse ihn.
Ich vermisse dich..
In Trauer
Janine