Da liegst du und kämpfst wie eine Löwin gegen den Tod...

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laiwumao

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Es ist so schrecklich! Bin gerade im Urlaub und hab am Sonntag zusammen mit meinem Freund auf dem Weg zum Mittagessen ein kleines Kätzchen schreien gehört und bin dem Geräusch dann nachgegangen. Haben dann in einem Müllcontainer ein ganz winziges Kätzlein entdeckt, das furchtbar verdreckt und mager war. Mein Freund wollte eigentlich nicht, dass ich es anfasse, weil es wirklich total schmutzig war und er Angst hatte, dass es mich mit irgendwas anstecken könnte. Hab natürlich nicht auf ihn gehört sondern bin mit dem Kätzchen zurück ins Hotel gelaufen und hab es erst mal im Waschbecken gebadet. Mein Freund hat extra im Supermarkt Desinfektions-Flüssigseife gekauft, obwohl das meiner Meinung nach übertrieben war. Naja, war jedenfalls schon etwas eklig denn Mauzi hatte Flöhe, aber die hab ich alle einzeln gekillt. Dann haben wir sie zu einem Tierarzt gebracht der zufälligerweise hier gleich um die Ecke wohnt / praktiziert. Bei so kleinen Kätzchen kann man aber noch kein Blut zur Untersuchung abnehmen oder so. Er hat sie also nur äußerlich (Augen, Nase, Mund und After) untersucht und dann gemeint, dass sie gesund, weiblich und ca. einen Monat alt ist. Haben dann noch Milchpulver für Tiernahrung und ein Mittel gegen Flöhe gekauft und sie wieder mitgenommen. Naja, Mauzi wollte aber nichts fressen und hat die ganze Nacht gejammert. Ruhe hat sie erst gegeben nachdem ich sie auf meinem Bausch schlafen lassen habe. Am nächsten Tag hat sie immer noch nichts gefressen, also bin ich nochmal mit ihr zum Tierarzt. Der hat ihren Bauch abgeklopft, ihr ein Röhrchen in den Hintern gesteckt und ihr dann mit den Worten, sie habe Verstopfung, ein Medikament in den Mund geträufelt. Außerdem hat er mir noch ne Pipette mitgegeben und gemeint, dass ich sie damit füttern soll. War übrigens ein sehr netter Tierarzt, für die zweite Untersuchung wollte er gar kein Geld. Tatsächlich hat Mauzi Abends dann gefressen und mit dem Dauermaunzen aufgehört. Sie hat sogar angefangen ein bisschen zu spielen und ich dachte echt es geht ihr gut. Gestern Vormittag wurde sie dann aber immer apathischer und es lief ihr ständig Wasser aus dem Mund. Bin also gegen Mittag nochmal zum Tierarzt und musste erfahren, dass sie stark dehydriert ist. Wenn ein Tier / Mensch zu lange keine Flüssigkeit und Nahrung bekommt fehlen seinem Körper Nährstoffe um Wasser aufzunehmen. Ist dieser Grad erst einmal erreicht hilft es auch nichts mehr ihm zu trinken zu geben, weil der Magen die Flüssigkeit nicht absorbieren kann. Deshalb lief Mauzi auch das Wasser wieder zum Mund heraus. Einem Menschen oder größeren Tier würde man sofort eine Kochsalzlösung spritzen aber Mauzis Adern sind dafür viel zu winzig. Man kann ihr also nicht mehr helfen...
Sie war wohl einfach schon zu lange von ihrer Mutter getrennt. Das Schlimmste ist ihr beim Todeskampf zuzusehen. Sie tut mir so leid. Sie liegt jetzt in ihrem Körbchen und ich streichle ihr ganz leicht über den Bauch damit sie weiß, dass sie nicht alleine ist. Meist liegt sie regungslos und mit offenen Augen da und man sieht kaum, dass sie atmet. Ihre Pupillen riesengroß und sie starrt ins Leere als wäre sie schon tot. Gestern Nachmittag dachte ich sogar schon mal sie sei bereits tot. Doch dann hebt sie plötzlich den Kopf, ihre Pupillen werden schmal, ihre Augen verdrehen sich nach oben und sie zieht ihren Kopf ruckartig nach oben. Ihre Beinchen beginnen in die Luft zu treten und manchmal schnalzt sie auch mit dem Schwanz. Dann öffnet sie ihren kleinen Mund und ihre rosa Zunge macht Trinkbewegungen, als würde sie bei ihrer Mutter saugen. Habe mich daraufhin schon einmal dazu verleiten lassen ihr etwas Milch einzuflößen, aber es ist nutzlos: läuft alles wenig später wieder aus dem Mund heraus...
Versuche mich damit zu trösten das der Tod hier im Körbchen bestimmt angenehmer für sie ist als draußen in der Kälte (mittlerweile ist auch hier der Herbst hereingebrochen und in den letzten Tagen regnet es öfters mal). Es ist so schrecklich, dass sie weder leben noch sterben kann. Sie hat doch bestimmt Schmerzen, sie quält sich ja schon seit eineinhalb Tagen so herum...
Ach Mann... wir hatten sogar schon jemanden gefunden, der sich um sie gekümmert hätte, nämlich ein älteres Ehepaar im Ruhestand das sich sowieso demnächst eine Katze anschaffen will. Hätte sie auch gerne mit zurück nach Deutschland genommen, aber das geht nicht, weil sie vorher gegen Tollwut geimpft werden muss, dafür aber noch zu klein ist. Sie ist ja so winzig! Hat bequem auf einer Handfläche Platz! Und ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so ein dürres Tierchen gesehen. Wenn man sie streichelt, muss man ganz behutsam sein. Obwohl sie schon ein sehr dichtes Fell hat sieht man jede einzelne Rippe und jeden Knochen am Rückrat, so dünn ist sie. Im wahrsten Sinne des Wortes nur Haut und Knochen.
Verrückt, wie sehr einem so ein kleines Wesen in nur so kurzer Zeit ans Herz wachsen kann… Fühl mich echt miserabel! Weiß gar nicht so genau, warum ich hier bin, eigentlich bin ich der Community vorgestern nur beigetreten, um mir ein paar Tipps für Mauzi zu holen, aber irgendwie hilft es ein wenig sich das alles von der Seele zu schreiben.
Arme Mauzi!
 
  • Da liegst du und kämpfst wie eine Löwin gegen den Tod... Beitrag #2
Meine mit gefühle sind mit dir. Lilly meine 4 monate altes Kätzchen hat auch gekämpft bis zum ende. Leider ist es mal so im Leben. Man gewinnt und man verliert. Als trost immer daran denken wie sie war.
 
  • Da liegst du und kämpfst wie eine Löwin gegen den Tod... Beitrag #3
Oh gott, dass ist hart :(

Drück dich ganz fest!!
 
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