Katzen ticken anders. Sie bleiben nicht nur dort, wo es ihnen am Besten gefällt, oft sind sie unfähig, sich ein eigenes neues Zuhause zu suchen, auch wenn sie noch so schlecht behandelt werden.
Auf der anderen Seite, kann auch eine rundum Glückliche Katze mit Streunern anfangen, wenn es nur irgendwie gefördert wird. Es gab sogar einmal einen Fall wo eine Katze über mehrere Jahre (!) bei zwei Familien gleichzeitig lebte. Sie war dann mal hier mal da, hat gefressen wo sie Lust hatte und so weiter. Aufgeflogen ist die Geschichte erst, als die Katze verschwunden ist und man Suchplakate ausgehängt hat.
Daher muss man vorsichtig sein und sich genau überlegen ob man ein Tier anfüttert oder nicht. Mit meinen Nachbarn musste ich auch schonmal sprechen, damit sie meinen Katzen kein Futter rausstellen. Meine Große hat zB eine Futterunverträglichkeit auf viele Marken, fressen tut sie zwar alles, aber danach kommt es wieder hoch.
In einem Fall wie diesem ist es doch ohne Zweifel gut, wenn sich jemand um die Katze

kümmert. Ich habe auch keine Skrupel, einer Bauernhofkatze ein Entwurmungsmittel zu verpassen oder auch mal (dann allerdings mit Absprache) den Kitten ein ordentliches Futter zu besorgen.
Eine Katze anzufüttern ist immer eine Gratwanderung.
Es gibt da keine klare Antwort, sondern ist von Fall zu Fall verschieden.