Romananfang:uups:
Hallo Bordermix,
wie es aussieht, weißt Du aus ihrem Welpenalter, bevor Du sie bekommen hast nicht wirklich viel. Es wäre denkbar, dass Dein Hund im Babyalter schon schlechte Erfahrungen mit dem Autofahren gemacht hat, weil vielleicht die Mutter schon kein Auto mochte und ihm das so beigebracht hat (durch evtl. Ta-Besuche) Oder Deine Hundemaus hat als Welpe die Trennung von seiner Mutter mit dem Autofahren als sehr schimm eingestuft. Hast Du die Mutter zu Deiner Kleinen mal gesehen?
Da hilft nur eins, immer und immer wieder mit Ihr Autofahren und immer mit schönen Erlebnissen kombinieren. Wenn sie dabei erbricht, nie schimpfen, Wortlos aus dem Auto nehmen und saubermachen. Und danach halt wie gewohnt mit ihr toben usw... Wichtig, immer Wasser mitführen, dass sie das verlorene Wasser wieder aufnehmen kann. Auch so sollte man ja immer Wasser für Hundi mithaben, das vergessen leider immer viel zu Viele.
Meine hat die ersten paar Jahre auch ständig erbrochen, man konnte echt auf den tacho gucken, nach Strich 50 km war es soweit:roll:, bei ihr war es einfach Angst.
Eine Version: Du kannst ihr die Angst nehmen, indem sie auf dem Rücksitz angeschnallt wird und sich einer, den sie gerne mag danebensetzt. Derjenige sollte dann die Ruhe selber sein und sie ganz nirmal behandeln. Für den Fall, dass sie sich erbrechen will, hilft ein kleiner Eimer, der ihr dann untergehalten wird.
Dunkelt am besten im Fond des Wagens die Scheiben ab, manche Hunde können die zahllosen Eindrücke (Vorbeirauschen der Landschaft) nur schwer verkraften.
2. Version:
Mit der Transportbox dürfte es schwierig sein, damit hättet Ihr echt früher anfangen sollen. Man könnte es versuchen... aber nicht mit Futter locken, sonst verweigert sie evtl. das Futter, gebt ihr ein Kommando , wie " rein in die Box" oder so und schiebt sie Notfalls unter Wiederholung des Kommandos da rein und lasst sie da drin Sitz oder Platz machen und das Kommando "bleib". Die Tür auflassen. Wenn sie rauskommt wiederholen. Wartet, bis sie sich dadrin beruhigt hat, aber... Ihr dürft sie bei den ersten paar Malen üben nie alleine lassen und auch nicht bedauern. Ihr könnt das ja zum Beispiel probieren, während ihr Euer Wohnzimmer gründlich saubermacht. Wichtig ist, sie muss ganz relaxt sein, ehe sie wieder rausdarft. Erst dann hat sie gelernt, dass sie in der Box nichts zu befürchten hat. Wenn sie da drin brav sitzen bleibt, loben und vielleicht auch ein Leckerlie geben.
Jede Aufmerksamkeit, die sie beim Winseln in der Box von Euch bekommt, bestärkt sie nur noch mehr, dass es halt richtig ist, wenn sie da drinnen winselt. Wenn sie ohne Probleme in der Box Platz macht und völlig entspannt dabei ist, dann könnt ihr anfangen die Käfigtür für kurze Zeit zu schließen. Wieder warten, bis sie sich beruhigt hat, falls sie dadurch aufgeregt ist. Ihr müsst Euch genauso relaxt geben, wie da, wo die Tür noch auf war und sie selben Kommandos geben. Ihr sollltet Euch immer sogeben, als wäre es das Normalste von der Welt, dass sie da drin sein muss.
Erst wenn sie auch mit geschlossener Tür total ruhig ist, kommt die Gewöhnungsphase im Auto. Erst die Tür offen lassen im Auto (auch die Keckklappe oder wo ihr die drin habt), dann später mal schließen und erst wenn sie da ganz ruhig ist, irgendwann mal den Motor starten. Wenn sie auch da nach ein paar Mal üben ganz ruhig ist, dann ein kurzes Stück fahren. Dreht sie da drin ab, dann solange fahren, bis sie sich wieder beruhigt hat. Schnelles Beschleunigen und starkes Abbremsen möglichst vermeiden, das fördert den Brechreiz und damit auch die Unruhe.
Wichtig ist auch, dass sie Autofahren immer mit etwas Schönem verbindet, gerade in der Anfangszeit. Wenn sie öfter zum Ta damit muss, dann auch mal mit ihr zum Ta fahren, wo gar nichts gemacht wird mit ihr, einfach nur, dass sie merkt "okay, es ist nicht jedes mal schlimm". ...und wenn Ihr nur zum Ta mal eben reingeht und ihm die Hand schüttet und wieder geht.
Wenn es geht, dann laufe mit ihr zum Ta hin, wenn die Kastra ist und fahre sie zurück, weil sie da sowieso betäubt sein wird. Sie wird von der Autofahrt nicht viel oder gar nichts mitbekommen. Wichtig ist, dass dann jemand neben ihr sitzt, den sie gut kennt, denn den gewohnten Geruch nimmt sie auch im Dämmerschlaf noch wahr. Das lässt sie ruhiger sein, während sie erwacht.
Erwartet keine Wunder in der Anfangszeit, dadurch, dass sie schon Bammel hat, bedarf es eher den längeren Weg.
Klar, man könte sie auch gleich in die Box sperren und solange mit ihr umherfahren, bis sie völlig entkräftet aufgibt, aber das würde ihr Vertrauen zu Euch komplett zu Nichte machen, also lasst lieber solche Brutalaktionen, auch wenn sowas durch Tiernannys im TV schon gezeigt wurde. :eusa_doh:
Romanende:uups: :lol:
LG Mikki