Zum Thema ausgesetzt oder nicht - bitte lies Dir das folgende durch, denk drüber nach, und verhalte Dich entsprechend
Zuerst sollte man sich sicher sein, daß die gefundene Katze kein Freigänger ist sondern wirklich ein Fundtier ist.
Abgrenzen zwischen „herrenlos und verwahrlost“ zu „fürsorgender“ Besitzer ist nicht immer so einfach wie man auf den ersten Blick meint.
Ein abgemagertes Tier muss nicht gleich herrenlos sein, sondern kann auch eine Katze sein die schon eh und je Freigänger war und nun eine entsprechende Erkrankung hat. Deshalb sollte man eine Fundkatze immer melden.
Besondere Merkmale
Wie gesagt, es gibt mehr oder weniger sichere Anzeichen.
- abgemagert
- räudiges Fell
- offene Wunden
Wenn man eine Katze in Verdacht hat weil die Merkmale unsicher sind, oder es auch nur eine Vermutung ist könnt ihr evtl. euch erst mal in der Nachbarschaft umhören. Vielleicht gehört die Katze ja wirklich jemandem.
Was machen wenn man eine solche Katze in Aussicht hat?
Wenn sich die Katze nicht so einfach einfangen lässt könnt ihr bei eurem regionalen Tierschutzverein mal erkundigen, ob diese Katzenfallen haben. Viele TSV haben diese Katzenfallen, da auch oft Kastrationsaktionen von verwilderten Katzen durchgeführt werden.
Habt ihr die Katze eingefangen, egal ob freiwillig oder unfreiwillig stellt sie bitte schnellstmöglich dem TA vor. Eine fehlende Tätowierung und Halsband heißt noch lange nicht, daß sie niemandem gehört. Viele Freigänger haben auch nur einen Chip, den man nicht sehen kann.
Fahrt mit der Katze zum TA und lasst überprüfen ob sie einen Chip besitzt über den man den Besitzer ausfindig machen kann.
Meldet euch bei Tasso und/oder dem Haustierregister und gebt die Chipnummer eurer Fundkatze durch. Tasso bzw. das Register rücken die Adressen wegen Datenschutzgründen nicht selbst raus, sondern informieren selbst den Halter.
Sollte die Katze kein Chip haben, heißt das aber nicht, daß sie niemandem gehört.
Denkt nur mal an Wohnungskatzen die ausgebüchst sind, oder bspw. einer älteren Dame gehört, die von Chip und Co. keine Ahnung hat.
Der Fund der Katze sollte deshalb immer bein zuständigen Fundbüro und bei den Tierheimen in der Umgebung gemeldet werden.
Ist es euch nicht möglich die Katze selbst unterzubringen muss die Behörde Sorge tragen, daß die Fundkatze artgerecht untergebracht wird (meist wird die Unterbringungen in einem Tierheim beauftragt).
Auch sollte man örtliche Tierschutzvereine, Tierärzte und der Polizeil Bescheid geben.
Erst wenn sich nach 6 Monaten niemand meldet hat man als Finder Anrecht auf „Eigentum“ der Katze.
Dies waren jetzt nur die gesetzlich vorgeschriebene Anweisung.
Zusätzlich kann man noch in der Umgebung Zettel bzgl. des Fundes aushängen. Bitte achtet aber darauf, daß ihr gewisse besondere Merkmale nicht gleich veröffentlicht, sondern als „Pfand“ zurückhaltet. Es soll ja nicht der erstbeste kommen und sagen können, das sei seine Katze. Er muss es auch beweisen können aufgrund einer besondere Fellzeichnung oder ähnliches.
Mittlerweile gibt es auch die Möglichkeit im Internet auf speziellen Homepages die Fundkatze zu melden.
http://www.tiernotruf.org/
http://www.tierschutzbund.de/
http://www.katzensuchdienst.de
Bitte denkt daran, daß es vielleicht wirklich jemandem gibt der diese Katze sehr vermisst.
Stellt euch nur eine alte Dame vor deren Hauskatze ausgebüchst ist. So eine 80-Jährige Dame weiß oft nicht was sie jetzt machen soll und vermisst vielleicht ihren Moritz.
Oder ich stelle mir vor man geht zum TA, die Box ist nicht wirklich geschlossen gewesen und die Katze kann ausbüchsen. Schlägt sich ein paar Tage durch die Gegend, sieht dementsprechend dann auch aus, wird aber schmerzlich 30 Autominuten entfernt vermisst.
Stellt euch vor wie es euch gehen würdet wenn eure Katze ausbüchsen kann, vermisst wird und irgendwo denkt sich eine junge Familie „Ein Streuner, den nehmen wir doch auf“
hab ich nicht selber geschrieben, sondern von einer guten Bekannten mit deren Erlaubnis aus einem anderen Forum geborgt - finde diesen Text absolut klasse!