Horsemanship etc. / Was haltet ihr davon?

Diskutiere Horsemanship etc. / Was haltet ihr davon? im Pferde Ausbildung und Reiten Forum im Bereich Pferde Forum; Hallöchen, meine Güte, hier ging ja 'ne Menge ab. @ Elly: Schön, dass deine Methode Früchte trägt. Was brauchst du denn? Manche Sachen bekommt...
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  • Horsemanship etc. / Was haltet ihr davon? Beitrag #101
Hallöchen,
meine Güte, hier ging ja 'ne Menge ab.

@ Elly: Schön, dass deine Methode Früchte trägt.

Aber zu dem Materialien lässt sich sagen: Alles von Pat ect. ist TEUER. So, zu teuer ;) Allerdings, sind die Sachen wirklich besser, aber sie zu den Preisen anzubieten halte ich für übertrieben...

Was brauchst du denn? Manche Sachen bekommt man über Pferdesporthäuser erheblich preiswerter oder du machst es selber.

@ Nena:

Ich will dich ja nicht angreifen, aber meines Erachtens sind diese Spiele nichts anderes als Bodenarbeit, eine GHP und klassische Ausbildung fröhlich zusammengemixt.

Kannst du mir den Sinn bzw. die "Andersartigkeit" (im Sinne von Neuheit und noch-nie-da-gewesen) erklären? Mir leuchtet das im Moment nicht ein.

LG
 
  • Horsemanship etc. / Was haltet ihr davon? Beitrag #102
Ich will dich ja nicht angreifen, aber meines Erachtens sind diese Spiele nichts anderes als Bodenarbeit, eine GHP und klassische Ausbildung fröhlich zusammengemixt.
Das seh ich genauso.
Aber wie schon gesagt ich finde das eigentlich nicht schlecht. Leuten, die sich noch nicht so sehr mit Pferdeverhalten auseinandergesetzt haben, gibt es einen Anhaltspunkt, auf den man aufbauen kann.
Und wenn das alles so schön in "Spiele" verpackt ist, interessieren sich wahrscheinlich mehr Leute dafür:mrgreen:
 
  • Horsemanship etc. / Was haltet ihr davon? Beitrag #103
hat denn irgendjemand behauptet, dass parelli hier neuartige dinge entdeckt hat?

nein oder?
 
  • Horsemanship etc. / Was haltet ihr davon? Beitrag #104
Hm... ich würde jetzt nicht sagen, dass die Bodenarbeit aus der klassischen Reitlehre oder einer GHP die gleichen Früchte trägt wie die Bodenarbeit im Round-Pen oder die am Seil. Nach er "NHP-Bodenarbeit" (ich sags einfach mal so um die beiden Dinge zu differenzieren) kann ich später bspw. mein Pferd frei um mich Zirkel ziehen lassen oder es nur durch Blickkontakt wegschicken und wieder "ansaugen" (sei es im Rückwärts, in freien Seitengängen und und und)... Im Round-Pen arbeite ich gleich frei und achte ausschließlich die Körpersprache des Pferdes und meiner... also ich weiß nicht ob man das wirklich so zusammenschließen kann.

Andererseits gibt es sicherlich auch viele klassisch orientierte Reiter die tolle Bodenarbeit machen (freie, zirzensische Lektionen). Für andere ist Bodenarbeit longieren.

Versteht ihr was ich meine? Ist grad verwirrend ;)
 
  • Horsemanship etc. / Was haltet ihr davon? Beitrag #105
@ Svanja: Ich verstehe ^^ ;)
Aber das sehe ich genau so. Es sind ja keine neuen Sachen, die Pat oder sonst wer erfindet, ich sag mal das mit den Spielen ist mM nach nicht falsch. So kann man am Anfang sich ein bisschen an einem "System" orientieren. Z.B ich fange immer mit Friendly-game an, arbeite dann ein bisschen mit Driving oder Porcupine. Was mich an der klassischen Dressur oder Bodenarbeit ein bisschen stört ist, dass man keine Phasen anwendet. Die Hilfen bleiben immer gleich intensiv. So kann das Pferd ja gar nicht feiner werden?! (z.B eine halbe Parade ist so und so, aber vlt. würde das Pferd ja schon bei einer viertel Parade die gewünschte "Sache" machen?)
Das wiederum finde ich an dem HMS-System gut, also die 4 Phasen. Das Pferd bekommt die Chance früher zu reagieren.
Ich hab übr. mal ausprobiert beim freien longieren nur meine Körpersprache zu benutzen, es ist echt total genial, wie mein Pferd darauf reagiert hat. Sie hat auf mich geachtet und lief nicht einfach so im Kreis. Das habe ich übr. schon bevor ich mit dem HMS-Zeugs anfing gemacht.

@Brillenschlange:
Also man braucht ein KH, ein Seil einen Stick und einen "String" (Das ist das Bändchen, das an den Stick kommt, so ähnlich wie bei einer Longiergerte)
Ich habe mom, keine originalen Sachen, das heißt einen Seil von Loesdau, den Stick selbst gemacht, den String auch Loesdau und das KH hab ich i-wo im Spint gefunden ;) Das einzige was man gebrauchen kann, ist das KH.
Ich wollte es zuerst ja auch nicht glauben, aber es ist echt ein Unterschied WAS für Sachen das sind. (bekomme die Sachen zur Stunde von meiner "Trainerin" geliehen)
Ich glaube, das hat was mit dem Material zu tun. Die billigen Sachen haben zu viel Nylonanteil, die originalen sind eig. Segelseile, daher sowieso schon teuer, und haben mehr Baumwollanteil.
 
  • Horsemanship etc. / Was haltet ihr davon? Beitrag #106
Andererseits finde ich, dass man bei NHS nicht gleich an Parelli oder M. Roberts denken sollte. Auch im NHS gibt es nicht immer die vier Phasen und ich arbeite nicht mit diesen "7-Games".
Es gibt so viele andere Möglichkeiten der Bodenarbeit und andere tolle Pferdemenschen die super Bodenarbeits- und Reitkurse anbieten.

Parelli oder Roberts haben die Bodenarbeit hier in Deutschland "populär" gemacht und immer mehr Menschen arbeiten danach. Andererseits finde ich es schade in einem "festgefahrenen Muster" zu arbeiten. Dh wenn manche Menschen bspw. einen Parelli-Instructor gefunden haben, arbeiten sie ausschließlich danach, gucken sich aber nicht nach anderen Möglichkeiten der Bodenarbeit um. Man sollte sich einfach informieren schauen was einen noch so anspricht (mal über den Tellerrand hinwegesehen).

Ich bin bspw. absoluter Fan von Judith Mauss, war aber neulich bei einer Barocktrainerin die auch ganz tolle Bodenarbeit gemacht hat. Der Mix und die Erfahrung machts, finde ich.
 
  • Horsemanship etc. / Was haltet ihr davon? Beitrag #107
Ja, da hast du Recht. Wie ich schon i-wo ganz am Anfang geschrieben habe, möchte ich jetzt einfach für mich und für meine Erfahrung mir dieses System anschauen. Ich finde halt die 4 Phasen gut und könnte mir vorstellen bei anderen Sachen auch danach zu arbeiten. Die 7-Games sind ja auch mehr für den Einstieg gedacht, später läuft doch eh alles zusammen. Ich finde es viel zu komliziert alles bach Spielen, Regeln oder einem Muster zu machen. Manchmal/oder eig. immer muss man seine Reitweise an das Pferd anpassen, nicht umgekehrt.
 
  • Horsemanship etc. / Was haltet ihr davon? Beitrag #108
Wer sein Pferd nicht individuell trainieren kann, ist kein guter Pferdemensch oder Trainer. Und letztendlich werden wir alle zu Trainern, sobald wir uns auf unser Pferd setzen.

Die Gesundheit, die Fitness sowie die Ernährung und das Wohlbefinden der Pferde sollte das wichtigste sein. Und da geht "Horsemanship" eigentlich schon los.

Ich kann kein Pferd in ein Muster stecken und nach Schema F arbeiten. Es gibt zwar Leitlinien bspw. die klassische Reitkunst, aber trotzdem kann das eine Pferd länger oder kürzer in der ersten Ausbildungsphase bleiben.
 
  • Horsemanship etc. / Was haltet ihr davon? Beitrag #109
Darum geht es sich ja nicht, sondern darum, dass es auch bei NHM oder der klasssischen Dressur "Regeln" gibt, die sich nicht auf jedes Pferd anwenden lassen. Wo man vlt. auf eine "Regel" aus einer ganz anderen Reitweise zurückgreift.
Das man nicht alles nach einem Muster machen kann ist sicherlich jedem klar. Ein Pferd ist ein Tier keine Maschiene. Um Ausbildungsphasen geht es sich ja nicht, das das eine Pferd länger braucht als das andere ist auch klar.
 
  • Horsemanship etc. / Was haltet ihr davon? Beitrag #110
So klar ist das für viele Menschen leider nicht! Schau dir das "Showgestrampel" auf den Dressurplätzen an! Spektakuläre Show für Laien aber mit klassischer Reitkunst hat das nichts mehr zu tun.. und wieso kommt es soweit? Weil extrem junge Remonten schon in die "Versammlung" gezwungen werden und der klassische (lange) Ausbildungsweg mit Füßen getreten wird und somit allgemein die klassische Reitlehre (nach hohen Meistern dieser Kunst) mit Füßen getreten wird!
Auch auf den Dressur-, Spring- oder Westernabreiteplätzen sollte das NHS in die Arbeit miteinfließen. Somit hängt das, wie schon erwähnt, alles zusammen.

Es geht nicht darum verschiedene Reitweisen zu mischen oder Regeln von der einen Reitweise auf ein bestimmtes Pferd anzuwenden. Die Sache ist nicht was ich meinem Pferd sage, sondern wie ich es sage.

Ich kann nicht von einer Remonte eine perfekte Piaffe verlangen wenn ich davor nicht sauber gearbeitet habe..
-> Also jeder sollte ein Gewisse Maß an NHS mitbringen, egal ob ich dann speziell in der Bodenarbeit (frei oder am Seil) weiterarbeiten möchte. Meine Meinung.

LG
 
  • Horsemanship etc. / Was haltet ihr davon? Beitrag #111
Eben, das sehe ich genau so. Keiner sagt etwas gegen die klassische Dressur, soweit sie nicht "verunstaltet" wird.
Du sagts selber, es kommt darauf an WIE ich es dem Pferd sage, ist das nicht das gleiche? (Okay, vlt. war das Wort" Regeln" eher kontraproduktiv) Was ich meine ist, dass z.B beim Western die Zügel an den Hals gelegt werden um die Richtung zu bestimmen, in der Dressur sind es dann die Paraden. Ich will bei beiden aber genau das gleiche, ich sage es meinem Pferd nur anders. Es gibt Pferde, die kommen mit der einen Art besser zurecht als mit der anderen, das mein ich damit. Gerade bei Pferden mit schlechten Erfahrungen ist das besonders wichtig.


Noch mal zu NHS / oder HMS:
Dabei geht es sich im Grunde ja um eine gute Beziehung zwischen Mensch und Pferd. Das das Pferd den Menschen als Leittier anerkennt und ihm vertraut. NATÜRLICH sollte das bei jeder Reitweise der Fall sein. Nur ist fraglich ob ein Pferd, das , wie du beschreibst, zu früh angeritten wurde oder mit Hilfszügeln runtergequält wurde, einem Menschen (bzw. seinem Reiter) vertrauen kann...
Jede Reitweise sollte aber auf Vertrauen aufbauen. Vertrauen steht aber VOR dem Einreiten. Das heißt ich muss mit meinem Pferd vom Boden aus arbeiten.
 
  • Horsemanship etc. / Was haltet ihr davon? Beitrag #112
Im Western als auch in der klassischen Dressur ist mein Ziel "mit dem eins zu werden". Ich steuer beim Western nicht nur indem ich einen Zügel an den Hals lege, genauso wenig wie ich beim Klassischen steuere in dem ich Paraden gebe. Es spielt meine Körperhaltung etc eine große Rolle.
Bspw. ist die Hifengebung für das "Grupperein" beim Western- als auch beim klassischen Reiten die Gleiche!

"Problem"-Pferde sind da wieder ein ganz anderes Kapitel. Zumal dies oft auf körperliche Schmerzen zurückzuführen ist. Ich sage nicht "immer" sondern "oft".

Aber ich glaube im Prinzip meinen wir das Gleiche ;)
 
  • Horsemanship etc. / Was haltet ihr davon? Beitrag #113
Ja ;)

Schon klar, dass außer den Hilfen mit den Zügeln Gewichts- und Schenkelhilfen noch dazu kommen. (Wollte das jetzt nur mal als Bsp. nehmen)
Der Grundgedanke sollte eig. bei jeder Reitweise der sein, mit meinem Pferd eins zu werden. Western - und Dressurreiten unterscheidet sich in den Grundzügen auch nicht viel.
LG =)
 
  • Horsemanship etc. / Was haltet ihr davon? Beitrag #114
Hallo,
So klar ist das für viele Menschen leider nicht! Schau dir das "Showgestrampel" auf den Dressurplätzen an! Spektakuläre Show für Laien aber mit klassischer Reitkunst hat das nichts mehr zu tun..

Dito!
Für viele Gurus ist es wichtig, den Showeffekt aufrecht zu erhalten. Also lieber ein bisschen Wedeln mit der Peitsche hier und ein bisschen Glitzer da... Ich beziehe das jetzt nicht ausschließlich auf Mr. Roberts oder Parelli, sondern auf diese ganze Guru-Szene allgemein. (Möchte hier auch niemanden zu nahe treten, das ist meine persönliche Meinung, man muss diese nicht teilen!)

@ Elly: Ich hätte dir auch geraten, zu vergleichen. Wenn man ein Knotenhalfter braucht, muss man es ja nicht unbedingt für den teuersten Preis erstehen, wenn man es zu einem günstigeren Preis für dieselbe Qualität kaufen kann.

LG
 
  • Horsemanship etc. / Was haltet ihr davon? Beitrag #115
Off-Topic
Was mich an der klassischen Dressur oder Bodenarbeit ein bisschen stört ist, dass man keine Phasen anwendet. Die Hilfen bleiben immer gleich intensiv. So kann das Pferd ja gar nicht feiner werden?! (z.B eine halbe Parade ist so und so, aber vlt. würde das Pferd ja schon bei einer viertel Parade die gewünschte "Sache" machen?)
Nur mal so nebenbei:
Auch in der klassischen Dresssur sollen die Hilfen immer feiner werden und irgendwann soll das Pferd auf unsichtbare Hilfen reagieren.
Und grundsätzlich wird jede Parade "halbe Parade" genannt, die das Pferd nicht zum halten bringt. Die Parade, die das Pferd zum halten bringt, ist eine "ganze Parade". Es gibt keine "viertel Parade", da die Begriffe "halb" und "ganz" nicht die Stärke der Parde bezeichnen.
 
  • Horsemanship etc. / Was haltet ihr davon? Beitrag #116
Auch in der klassischen Dresssur sollen die Hilfen immer feiner werden und irgendwann soll das Pferd auf unsichtbare Hilfen reagieren.

Genau.
Die Dressur fördert zum einen die Gymnastizierung des Pferdes, zum anderen die Durchlässigkeit und die feine Hilfegebung.

Aber ich denke, dass, wenn man alle Reitweisen in einen Topf schmeißt, da nichts Vernünftiges dabei rauskommt. Klar, ein bisschen hiervon und davon, aber irgendwann sollte man sich doch für eines entscheiden.
Beispiel:
Zuerst reitet man sein Pferd klassische Dressur. Nach zwei Jahren entdeckt man plötzlich "ach, die Westernreitweise ist aber toll" und schult sein Hotte um - irgendwann mixt man dann Schulterherein mit einem Sliding Stop.

Irgendwie ist das auch nicht das Gelbe vom Ei, oder? :eusa_think:

LG
 
  • Horsemanship etc. / Was haltet ihr davon? Beitrag #117
Wenn es ordentlich gemacht wird ist es kein Problem, Apart wurde von seiner Vorbesitzerin rein Western geritten, ich habe in auf englisch umgeschult. Er ist sogar Reitabzeichen mit einigen Mädels bis zum silbernen gegangen!
 
  • Horsemanship etc. / Was haltet ihr davon? Beitrag #118
Tja, die Frage ist nur, ob man es ordentlich macht.
Wenn man so einige Crossover-Reiter sieht, fragt man sich auf des Öfteren, was sie eigentlich wollen: Western, Englisch oder doch gar nichts von beiden?

LG
 
  • Horsemanship etc. / Was haltet ihr davon? Beitrag #119
@Shigi: Warum kann man dann in jedem Buch nachlesen, dass die "halbe Parade" eine, sagen wir, 45°Drehung der Hand ist? Warum besteht eine ganze Parade aus zwei halben? Ich weiß, dass (eig.) auch in der Dressur die Hilfen feiner werden soll(t)en, nur ist der WEg dahin anders.(finde ich)
Ich finde auch in der Dressur kann man mit diesen 4 Phasen super arbeiten. (zumindest ist es für einen selber im Kopf einfacher...)

@Brillenschlange :
Naja, ich habe auch Dressur mit Westerntrense geritten ;) Wie weiter oben schon steht unterscheiden sich Western- und Dressurreiten ja nicht im wesentlichen. Lassen wir diese tollen Westernlektionen wie Sliding Stop mal weg. Wo unterscheidet sich die Westernreitweise mit der "englischen"? Ich sehe gymnastizierte Pferde, der einzige Unterschied ist der, dass die Zügel nicht anstehen. Ich glaube nicht, dass die Hilfen anders sind als in der Dressur. (Bin aber selber kein Westernreiter, also kann ich das nicht so genau beurteilen)
 
  • Horsemanship etc. / Was haltet ihr davon? Beitrag #120
Eine halbe Parade soll, wenn sie fein ausgeführt sein, nicht mehr als ein Fingerzucken, ein Ganz Parade nicht mehr als ein kurzes zumachen der Hände, dabei natürlich Gewichts- und Schenkelhilfe, einsitzen und Beine anlegen ohne zu pressen, damit das Pferd mit der Hinterhand auch untersetzt.
 
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