ungebrochen [Bearbeiten]
Die ungebrochene Trense hat ein einfaches Stangengebiss. Es wird heute selten ganz gerade gefertigt, sondern meist durch einen leichten Bogen oder mehrfache Biegungen dem Pferdemaul angepasst. Ein Zug am Zügel übt Druck auf die jeweilige Seite des Unterkiefers, aber auch auf die gegenüberliegende Seite des Oberkiefers aus. Daher kann diese Gebissform insbesondere für junge Pferde verwirrend sein. Einseitige Lenkhilfen sind ausgeschlossen, außerdem kann sich bei beidhändiger Zügelführung das Gebiss im Maul verkanten. Für einhändige, gekonnte Zügelführung perfekt geeignet. Allerdings gibt es Pferde, die es schaffen, das Gebiss mit den Lippen festzuhalten und sich so seiner Wirkung zu entziehen.
einfach gebrochen [Bearbeiten]
Die einfach gebrochene Trense, auch Wassertrense - da sie das Saufen erlaubt - (österreichisch Wischzaum), hat zwei gleich lange Gebissstangen, die über ein bewegliches Gelenk miteinander verbunden sind. Mit ihr wurde dem Reiter ein relativ scharfes Instrument zur Beherrschung des Pferdes in die Hand gegeben. Bei starkem Zug an den Zügeln formt dieses Gebiss eine Art Nussknacker, der dem Pferd starke Schmerzen zufügen kann. Außerdem drückt in diesem Fall das Gelenk schmerzhaft gegen den Gaumen des Pferdes. Aufgrund der einfachen Bauweise gehört sie zu den ersten historisch belegten Trensentypen. Zum Beispiel wurde bei einer Ausgrabung im keltischen
Oppidum von Manching eine solche Trense gefunden.
doppelt gebrochen [Bearbeiten]
Die zweifach gebrochene Trense hat drei Gebissteile, die beweglich miteinander verbunden sind. Das mittlere Teil ist dabei in der Regel kürzer als die beiden äußeren Teile. Dieses Mittelteil wird außerdem gerne mit Spielern versehen, um das Pferd zu verstärkter Kautätigkeit anzuregen. Solche Anhängsel (Zungenspieler) wie auch "Löffel" (Löffeltrense für Zungenstrecker), um das Pferd daran zu hindern, die Zunge über das Gebiss zu legen, sind aber eher schädlich und können die Zunge verletzen, außerdem sollte man sich erst einmal Gedanken über die Gründe für diese Eigenart machen. Die Nussknackerwirkung ist bei dieser Gebissform gegenüber der einfach gebrochenen Trense stark abgemildert, bei grober Einwirkung aber nach wie vor vorhanden. Die negative Einwirkung auf den Gaumen des Pferdes entfällt bei dieser Gebissform allerdings so gut wie vollständig. Allerdings ist die doppelt gebrochene Trense bei vielen Reitern nicht so sehr beliebt, da ihnen die Einwirkung zu schwammig ist. Dies dürfte aber nur in weitgehend geringem Maße der Fall sein. Pferde nehmen diese Art von Gebiss lieber an, da sie sich viel besser der anatomischen Form des Pferdemauls anpasst. Doch sollte man bei einer doppelt gebrochenen Trense zur Version mit abgerundetem bzw. olivenförmigem Mittelglied greifen, denn ist stattdessen ein flaches Plättchen integriert (Scharniertrense, Dr. Bristol Gebiss), kann sich dieses bei Zügelzug auf der Zunge drehen und mit der schmalen Kante auf Zunge und Gaumen drücken. Wichtig ist auch immer, dass man sich die seitliche Einwirkung der seitlichen Mundstücke auf den Unterkiefer klarmacht und dass sich ein doppelt gebrochenes Gebiss - da mit zwei Gelenken versehen - sehr schnell im Maul so verschieben kann, dass das Gelenk schmerzhaft auf den Ladenknochen einwirkt.
Kettentrense [Bearbeiten]
Hier hat das Pferd, wie der Name deutlich macht, ein Stück Metallkette im Maul. Besonders bei harten Zügelhänden wirkt diese Trense wie Messer im Pferdemaul und ist daher als tierquälerisch einzuordnen.
Doppeltrense [Bearbeiten]
Eine Trensenform, die entweder sehr vorsichtig (von erfahrenen Reitern) angefasst werden muss oder grundsätzlich aus Reiters Sattelkammer verbannt gehört. Zwischen den Trensenringen sind zwei Gebisse übereinander angebracht, beide sehr dünn und asymmetrisch gebrochen, das eine Gebiss links, das andere rechts. Damit wirkt das Gebiss sehr punktuell und scharf auf Gaumen, Laden und Zunge ein.
Rollentrense [Bearbeiten]
Jedes Trensengebiss kann beliebig mit Rollen ausgestattet sein, um seine Wirkung zu verstärken. Kupferrollen erzeugen zusammen mit anderen Metallen winzige Mikrovoltspannungen, die das Pferd durch ihr leichtes Kribbeln zum Zungenspiel anregen sollen. Sind die Rollen so in das Gebiss integriert, dass die Oberfläche glatt ist, ist die Trense nur leicht schärfer, bilden die Rollen aber Unregelmäßigkeiten in der Oberfläche, so wirkt das Gebiss sehr stark und kann bei groben Reiterhänden dem Pferd heftige Schmerzen bereiten. Man sollte diese Trensenart lieber nur zur Kenntnis als in Gebrauch nehmen.
Crescendotrense [Bearbeiten]

Crescendotrense
Dies ist ein sehr scharfes Gebiss und wird im Rennsport bei heißen und somit schwer kontrollierbaren Pferden verwendet.
Löffeltrense [Bearbeiten]

Löffeltrense
Durch flache, runde Metallplättchen, die in der Mitte des Mundstückes befestigt sind, soll verhindert werden, dass das Pferd die Zunge über das Gebiss legt und sich somit der Einwirkung größtenteils entziehen kann. (Auch Zungenstreckertrense genannt).
Schlangengebiss [Bearbeiten]
Diese Gebissform besteht aus einem Lederriemen, der dem Pferd um den unteren Laden gelegt und mit den Zügeln verbunden wird. Je nach Krafteinwirkung der Reiterhand liegt die Schlinge locker oder wird enger zugezogen.
Zusatzkette [Bearbeiten]

Zusatzkette
Zusatzketten für Gebisse werden oft bei Rennpferden verwendet.
Ring- und Schenkelformen [Bearbeiten]
Ring [Bearbeiten]
Die einfachste Form: Durch die Enden des Gebissstücks geht jeweils ein geschlossener Ring, in den die Zügel eingehängt werden können. Dies ist die Standardform (Wassertrense). Hier kann es aber leicht zur Ausleierung an der Stelle kommen, wo das Gebissstück vom Ring durchbohrt wird. Scharfe Grate verletzen dann die Maulwinkel des Pferdes. Dann können Gummischeiben eingesetzt werden, bei zu großer Ausleierung gibt man aber ein Trensengebiss (egal welcher Sorte) besser zum Alteisen. Die Variante der Westernreitweise heißt Snaffle Bit, wird meist aus leicht rostendem Eisen gefertigt und ist grundsätzlich dünner (und damit schärfer) als die klassische Wassertrense. Die Trensenringe sind größer, sodass das Gebiss nicht durch das Maul gezogen werden kann.
Olivenkopf [Bearbeiten]

Olivenkopftrense
Bei der Olivenkopftrense werden an den Enden des Gebisses olivenförmige Metallstücke quer angebracht, die dann in Ringform fortgesetzt werden. Sinn dieser Konstruktion ist es, zu verhindern dass die Mundwinkel des Pferdes eingeklemmt werden können, oder die Trense durchs Maul gezogen wird.
Da das Mundstück nicht wie bei der Wassertrense auf den Gebissringen verschiebbar ist, kann die Zügeleinwirkung hebelartig auf das Mundstück wirken. Die Olivenkopftrense ist daher etwas schärfer als die Wassertrense.
Die Variante der Westernreitweise unterscheidet sich nur durch ihren Namen Eggbutt Snaffle Bit von der klassischen Ausfertigung.
D-Ring [Bearbeiten]

D-Ring Trense gebrochen
Bei der D-Ringtrense ist der Ring zum Maul hin abgeflacht, die Zielrichtung ist dieselbe wie bei der Olivenkopftrense. Sie liegt sehr ruhig im Maul.