Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung

Diskutiere Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung im Pferde Zubehör Forum im Bereich Pferde Forum; Schau eher, wie groß die Zunge ist ;) Wie steht ihr eigentlich zum Thema Nussknackereffekt?? Denke aber schon, dass so eine Stange unangenehm...
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  • Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung Beitrag #21
Schau eher, wie groß die Zunge ist ;)

Wie steht ihr eigentlich zum Thema Nussknackereffekt??

Denke aber schon, dass so eine Stange unangenehm ist. Einfach weil sie ja nicht flexibel ist.
Also ich war noch nie Pferd, aber....
 
  • Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung Beitrag #22
Sagt mir nichts, Elly, aber der soll mir egal sein ^^
Wie gesagt, Pak ist sehr sehr fein im Maul, ich bin froh, dass ich nach 7 Monaten endlich die Zügel aufnehmen kann ohne das er Panik bekommt.
Er läuft eigentluc sehr gut in Selbsthaltung ohne große Einwirkung meinerseits durch die viele Bodenarbeit, aber allgemein gesehen würde ich doch ein Gebiss nehmen, das dem Pferd ein Hauch von Nichts vorgaukelt und man trotzdem was hat :)

Und ab wann ist eine Zunge groß? Mal im ernst, wie soll ich das messen? xD
Zollstock in den Hals oder wie? XD
 
  • Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung Beitrag #23
Mit der Maul-/Zungengröße würde ich einfach schauen, ob er noch viel Platz hat, wenn das Gebiss drin ist. Wenn nicht, dann wäre wahrscheinlich ein kleineres besser.

Ich hab mit Gebissen auch nicht besonders viel Erfahrung, habe ja (leider) kein eigenes Pferd und muss mir nicht überlegen, welches Gebiss am besten wäre. Bzw. habe bei den Pferden, die ich reite, bei sowas nicht besonders viel Mitspracherecht.

Ich denke wenn er erschrickt und losrennt, ist es egal welches Gebiss du benuzt (außer so Teile mit Hebelwirkung usw.). In solchen Extremsituationen spielt es keine Rolle, ob das Gebiss doppelt oder einfach gebrochen ist usw. Da kommt es hauptsächlich auf dich an und wenn du ihn mit deinem bisherigen Gebiss halten kannst, dann kannst du das auch mit einem dünneren oder doppelt gebrochenem.
Diese Feinheiten kommen beim Dressurreiten raus. Und welches Gebiss da für welches Pferd geeignet ist, findet man soviel ich weiß nur durch probieren heraus.
 
  • Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung Beitrag #24
Mh, also ich bekomme ihn schon gehalten, er ist ja eigentlich wie ich bereits erwähnte sehr fein.
Es reicht ja sogar ein verbales Kommando :)

Ich denke, ich werde einfach mal in den Hengst-Reitshop fahren (den habe ich vor kurzem entdeckt.. super genial, 2 Dörfer weiter) und da mal weiter nachfragen.
Allerdings weiß ich auch nicht die Breite?
Habe das Gebiss auf Geheiß meiner Bekannten drin, die seit 30 Jahren Pferde ausbildet..
Dassteht links und rechts jeweils ca. einen halben-ganzen schmalen Fingerbreit hervor, ehe die Ringe kommen.
 
  • Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung Beitrag #25
Messen ? ^^ (also die Breite)

Nussknackereffekt ist, wenn : (hehe, jetzt komm ich)

Man eine einfach gebrochene Wassertrense nimmt (die passt sich bekanntlich ja nicht sooo gut dem Maul an)
& dann Druck erzeugt----> Dann:

Drückt sich der "Treffpunkt der beiden Enden", also das "Gelenk", nach oben gegen die Mundhöhle. Das tut natürlich weh.
Deshalb wird teilweise von Wassertrensen abgeraten.
(hoffe konnte es verständlich erklären)

Aber über die Existenz dieses Effektes streiten sich die Wissenschaftler und Ausbilder.
Deshalb fragte ich.

Wie ShiGi schon sagte: Da hilft nur ausprobieren.

Schau dir just for fun einfach mal das Maul deines Pferdes, von innen, an. Und dann mit einem Gebiss drinne.
Wie sieht die Zunge aus? Gequetscht?
Drückt das Gebiss?
ect.

Votti, z.B hat da extrem wenig Platz.
 
  • Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung Beitrag #26
Ich für meinen Teil war bisher immer glücklich, dass er das Maul geschlossen hat und fröhlich rumkaut?
Früher hat der immer gesperrt und das Maul aufgerissen.. Angst halt.

Sollten denn die Gebissringe am Mundwinkel leicht anliegen, oder ist das so wie ich das beschrieben habe auch ertragbar (wie gesagt, mir wurde dazu geraten)?

Edit: Hier mal ein Bild von seiner Alten Trense mit dem jetzigen Gebiss.
Edit²: Zwei aktuelle.
 

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  • Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung Beitrag #27
Sieht doch ganz gut aus.

Ehrlich gesagt verstehe ich dein Problem gerade nicht....

Wozu wurde dir geraten? (bisschen schwer von Begriff heute)

Eine normale Wassertrense (obwohl ich wie gesagt eher zu doppelt gebr. tendieren würde) ist vollkommen in Ordnung.
Wenn er gut kaut, wie du beschreibst, und das Maul nicht aufsperrt ist ja alles okay.

Warum wolltest du jetzt gleich ein neues Gebiss haben? (oder hab ich das überlesen)

Wie es im Maulinneren aussieht, kann man auf den Foto´s ja schwerlich erkennen, das musst du dann selber rausfinden.





Edit: (zum Nussknacker) Hatte vergessen, dass die Schenkel noch die Zunge als solche "einquetschen"....

Nochmal Edit:

Meinst du das mit dem "rausstehen"?
Das Gebiss sollte sogar an den Seiten noch ein klein bisschen raus gucken.
 
  • Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung Beitrag #28
Huhu!

In erster Linie wollte ich nur etwas über die versch. Gebisse erfahren, weil ich halt gerne zu allen ein wenig bescheid weiß :)
Und da ich ja nicht doof bin, und auch meinem Pferd alles angenehm machen möchte, kam ich auf die Idee, wenn nichts dagegen spräche, mal ein anderes, feineres Gebiss auszuprobieren.

Das "Problem" mit dem jetzigen ist eigentlich nur, das meine Bekannte (s.o.) meinte, da er so panisch auf die Ringe am Mundwinkel reagierte, ein Gebiss zu nutzen, das definitiv breiter ist und Platz läßt.
Es läßt wie gesagt ca. 1/2 - 1 schmalen Finger Platz zwischen Maul und Ring.
Aber wenn das ok ist?

Ich werde, denke ich, einfach mal ein dünners doppeltes ausprobieren. Schaden kann es ja nicht, oder?
Oder haben dünnere Gebisse auch Nachteile?

Liebe Grüße
Eure Feder
 
  • Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung Beitrag #29
Außer dass sie punktueller und dadurch ein wenig schärfer wirken nicht.
Aber du reitest ja hauptsächlich mit langen Zügeln, da wird Pak das wahrscheinlich kaum merken und solange man keine harte Hand hat, sind die dünneren Gebisse auch nicht unangenehmer fürs Pferd.
 
  • Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung Beitrag #30
Hallöchen =)

Aha. Jetzt blick ich langsam durch. Hatte jetzt gedacht du wolltest nur mal generell über Gebiss was wissen & dann auf einmal was von ausprobieren & kaufen... Da war ich dann etwas verwirrt ;)

Das panische kommt von dem ehemaligen D-Ring Gebiss? (denke ich mal, oder?)

Mhm. Und bei deiner jetzigen Trense hat er das auch?

Was heißt schaden.... eigentlich kannst du damit nicht viel falsch machen. Wie gesagt mM nach ist eine doppelt gebrochene Wassertrense am weichesten.
Die Dünne kann zwar, wie ShiGi schon sagte, schärfer wirken, aber ich denke nicht, dass das bei euch ein Probelm werden könnte.

Aber wie meinst du das jetzt mit "feiner"? Willst du ein schärferes Gebiss?

Auch mit einer Wassertrense kannst du ja feine Hilfen geben. Mit einer doppelt gebrochenen kommen diese sogar besser an, als mit einer einfachen. (Teilt das Maul besser in "zwei Hälften")
Du schreibst ja, dass er sehr fein ist.
Daher würde ich an deiner Stelle bei einer Wassertrense bleiben. (dopp. gebr. oder einfach gebr.)


Wie das mit der Dicke aussieht, das probierst du einfach aus.
Meine hat glaub ich 1,2´... (?).
1,4 find ich aber auch okay.

Nur diese Dicken 1,6 -1,8 finde ich persönlich (jetzt für mein Pferd) zu dick.
 
  • Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung Beitrag #31
Wie gesagt mM nach ist eine doppelt gebrochene Wassertrense am weichesten.
Meiner Meinung nach auch. Ich reite ja auch fast ausschließlich mit oben genanntem Gebiss oder mit Olivenkopf (je nachdem, welches Pferd ich gerade unter dem Sattel habe). Der Druck bricht sich durch die drei Teile der gebrochenen Stange, das macht es zu einem weichen Gebiss.

Ich vergleiche es immer so, dass ich mir vorstelle, wie es ist, eines der Gebisse selbst im Mund zu haben. Will ich eine scharfe Kandare oder eine unbewegliche Stange oder will etwas gebrochenes?
Dadurch bekommt man mM nach einen guten Eindruck darüber, wie es in der Realität sein könnte - und im Pferdemaul ist so wenig Platz, dass ich lieber auf einem schmaleren (15mm) (16mm oder 18mm ist das Normale - stimmt das? :eusa_think: Ist schon ewig her, dass ich ein neues Gebiss gekauft habe) Gebiss reite als auf irgendeinem Teil, das wie eine Maulsperre anmutet.

LG
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung Beitrag #32
Huhu!

Nein, keine Sorge Elly, so ein Typ Mensch bin ich nicht.
Und "feiner" heißt ja auch nicht direkt "schärfer".
Ich meinte damit eher etwas, das in die Richtung geht, wie du es bereits sagtest: Eine Doppelte unterteilt. Heißt, die Hilfen kommen präziser an.
Und das möchte ich ja eigentlich.
Ob und wann jetzt tatsächlich ein neues Gebiss kommt, ist dann die andere Frage.
Aber gebrochen, das wird die Trense definitiv sein. Die Fragen allgemein bezogen sich ja wirklich nur auf Interesse, für mich und Pak kommt z.B. Kandarre oder ähnliches niemals in Frage.

Das Problem das ich oben beschrieb, hat sich, wie auch seine allgemeine Angst vor dem Gebiss, gelegt. Ich darf ihn jetzt auch am Maul anfassen.
Daher auch der Grundgedanke, vllt. mal zu wechseln.
Ich denke, hätten wir damals ein Doppeltes da gehabt, hätte meine Bekannte mir wohl das empfohlen, aber so kam halt die Einfache dicke dran.

Ich denke, ich nehme einfach mal seine Trense mit zum Laden und vergleiche direkt. Einen zu heftigen Wechsel will ich auch nicht haben.

Aber nochmal zurück zu Stangengebissen: Da diese ja weder Nusskacken noch Hebeln können, wenn Sie geschnallt sind wie o.b., sind sie eigentlich etwas sehr harmloses/feines, wenn das Pferd damit kein Problem hat und der Reiter kein Monster ist, oder?
Weil die Traberstute muß ich trotzdem mit Stange reiten..

Und wofür hat die Kandarre das Rad?
Bin eine Stute geritten, die war super im Neck Reining (im Sinne von Kurven), aber tot in jeder anderen Hinsicht. Sie war lebensgefährlich dahingehend -.-
Aber die Besitzerin meinte immer, Sie sei ja so fein wegen dem Rädchen, das ist ja eine Ausbildungskandarre und die Dame liefe ja jetzt soo toll..
Was hat das Teil für einen tieferen Sinn?

Und bei dieser komischen Doppeltrense, wie funktioniert die überhaupt? Kann ich mir nichtmal vorstellen..

Liebe Grüße
Federchen
 
  • Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung Beitrag #33
Und "feiner" heißt ja auch nicht direkt "schärfer".
Lustiges Interpretieren mit Schlange:

Sowohl "feiner" als auch "schärfer" kann man insofern miteinander gleichsetzen, dass beide im Grunde dasselbe bezeichnen, wenn wir von der Thematik "Gebiss" ausgehen. Punktuell genauer und somit feiner wird das Gebiss schärfer und dadurch auch möglicherweise gefährlich im Gebrauch und in Gefahrensituationen.
Wenn wir von der generellen Bedeutung sprechen, ist "feiner" gleichsam viel sanfter und freundlicher für das entsprechende Objekt, in unserem Falle Tier (Pferd), das klobigere Gegenstück müsste dementsprechend "schärfer" sein.

Hat das jetzt jemand überhaupt verstanden?! :mrgreen:

Und bei dieser komischen Doppeltrense, wie funktioniert die überhaupt? Kann ich mir nichtmal vorstellen..
Doppeltrense? Muss ich mal eben auf der Tabelle nachschauen, was du meinst.
 
  • Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung Beitrag #34
Huhu!

Letzters meinte ich Schlange, feiner im Sinne von Sanfter und Zwangloser :)

Ich habe mir grad Gebisse bei Kraemer angeschaut, meine Güte, Sprenger ist ja mal schick, aber teuer.
Da sind die Gebisse aber allgemein alle mind. 16mm, sog. Ausbildungsgebisse sogar bis zu 21mm o_O
Das kommt mir komisch vor -^.^-

Wie wirkt denn diese Trense, die im Gebissring 2 "Ringe" hat um die Zügel etc. anders zu befestigen (3 Möglichkeiten?!)..

Liebe Grüße
Feder

edit: Grad bei Loesdau geschaut.. das ist ja das, was ihr meint, nech? 16mm, Doppelt gebrochen?
 
  • Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung Beitrag #35
Wie wirkt denn diese Trense, die im Gebissring 2 "Ringe" hat um die Zügel etc. anders zu befestigen (3 Möglichkeiten?!)..
Ich denke, die wirkt wie eine normale Kandare, da sie ja auch fast so aussieht (wenn wir dieselbe meinen).

ist ein Link für eine Doppeltrense; wirkt auf mich im ersten Moment fragwürdig, ob sie den gewünschten Effekt überhaupt erzielen kann oder nur sperrt.
Werde mich mal näher informieren.

EDIT:

Mit so einer Wassertrense bin ich jahrelang geritten, heute habe ich für meine eigene Stute eine ähnliche von Everline, die . Habe die 15mm einfach mal ausprobiert, funktioniert ganz gut.
 
  • Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung Beitrag #36
Ist es also Humbug 100€ für ein Gebiss auszugeben?

Habe mal einige bei Loesdau rausgesucht:

Die hier finde ich sieht irgendwie Barbiehaft aus, so künstlich, aber doch ansprechend:


Die hier hat mich etwas gegruselt, wenngleich mich die Technik dahinter interessiert (evtl. was für meinen Durchgänger?):


Das persönlich schickste und interessanteste der gefundenen Gebisse:


Das ist ein Apple-Mouth, richtig? Sieht komisch aus!


Was zur Hölle ist DAS?!


Gefällt mir gut, da ich gerne Goldsachen habe -^.^-


Die Trense die ich meintee war die 3-Typ-Trense, Schlange. Da hat man gegenüberliegend zwei Ringe an der Innenseite des Gebissringes, und das Gebiss bewegt sich dazwischen. Dann kann man halt entweder die Zügel in 1 Ring einschnallen (sprich Zügel gleitet nichtmehr am ring umher) oder halt wie bei einem normalen Gebiss einschnallen.
Ich finde das Fragwürdig!

Und wie findet Ihr Ledergebisse?

Liebe Grüße
Feder
 
  • Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung Beitrag #37
Ist es also Humbug 100€ für ein Gebiss auszugeben?

Man muss das Gebiss in der Hand haben. Klar ist es ein Unterschied zwischen 15 und 70 Euro (an der Verarbeitung etc. -> da muss man eben drauf achten), aber für kleines Geld ist das schon in Ordnung.
100 Euro müssen es mM nach nicht sein.

So, hier noch eine kleine Erklärung aus

ungebrochen []

Die ungebrochene Trense hat ein einfaches Stangengebiss. Es wird heute selten ganz gerade gefertigt, sondern meist durch einen leichten Bogen oder mehrfache Biegungen dem Pferdemaul angepasst. Ein Zug am Zügel übt Druck auf die jeweilige Seite des Unterkiefers, aber auch auf die gegenüberliegende Seite des Oberkiefers aus. Daher kann diese Gebissform insbesondere für junge Pferde verwirrend sein. Einseitige Lenkhilfen sind ausgeschlossen, außerdem kann sich bei beidhändiger Zügelführung das Gebiss im Maul verkanten. Für einhändige, gekonnte Zügelführung perfekt geeignet. Allerdings gibt es Pferde, die es schaffen, das Gebiss mit den Lippen festzuhalten und sich so seiner Wirkung zu entziehen.

einfach gebrochen []

Die einfach gebrochene Trense, auch Wassertrense - da sie das Saufen erlaubt - (österreichisch Wischzaum), hat zwei gleich lange Gebissstangen, die über ein bewegliches Gelenk miteinander verbunden sind. Mit ihr wurde dem Reiter ein relativ scharfes Instrument zur Beherrschung des Pferdes in die Hand gegeben. Bei starkem Zug an den Zügeln formt dieses Gebiss eine Art Nussknacker, der dem Pferd starke Schmerzen zufügen kann. Außerdem drückt in diesem Fall das Gelenk schmerzhaft gegen den Gaumen des Pferdes. Aufgrund der einfachen Bauweise gehört sie zu den ersten historisch belegten Trensentypen. Zum Beispiel wurde bei einer Ausgrabung im keltischen eine solche Trense gefunden.

doppelt gebrochen []

Die zweifach gebrochene Trense hat drei Gebissteile, die beweglich miteinander verbunden sind. Das mittlere Teil ist dabei in der Regel kürzer als die beiden äußeren Teile. Dieses Mittelteil wird außerdem gerne mit Spielern versehen, um das Pferd zu verstärkter Kautätigkeit anzuregen. Solche Anhängsel (Zungenspieler) wie auch "Löffel" (Löffeltrense für Zungenstrecker), um das Pferd daran zu hindern, die Zunge über das Gebiss zu legen, sind aber eher schädlich und können die Zunge verletzen, außerdem sollte man sich erst einmal Gedanken über die Gründe für diese Eigenart machen. Die Nussknackerwirkung ist bei dieser Gebissform gegenüber der einfach gebrochenen Trense stark abgemildert, bei grober Einwirkung aber nach wie vor vorhanden. Die negative Einwirkung auf den Gaumen des Pferdes entfällt bei dieser Gebissform allerdings so gut wie vollständig. Allerdings ist die doppelt gebrochene Trense bei vielen Reitern nicht so sehr beliebt, da ihnen die Einwirkung zu schwammig ist. Dies dürfte aber nur in weitgehend geringem Maße der Fall sein. Pferde nehmen diese Art von Gebiss lieber an, da sie sich viel besser der anatomischen Form des Pferdemauls anpasst. Doch sollte man bei einer doppelt gebrochenen Trense zur Version mit abgerundetem bzw. olivenförmigem Mittelglied greifen, denn ist stattdessen ein flaches Plättchen integriert (Scharniertrense, Dr. Bristol Gebiss), kann sich dieses bei Zügelzug auf der Zunge drehen und mit der schmalen Kante auf Zunge und Gaumen drücken. Wichtig ist auch immer, dass man sich die seitliche Einwirkung der seitlichen Mundstücke auf den Unterkiefer klarmacht und dass sich ein doppelt gebrochenes Gebiss - da mit zwei Gelenken versehen - sehr schnell im Maul so verschieben kann, dass das Gelenk schmerzhaft auf den Ladenknochen einwirkt.

Kettentrense []

Hier hat das Pferd, wie der Name deutlich macht, ein Stück Metallkette im Maul. Besonders bei harten Zügelhänden wirkt diese Trense wie Messer im Pferdemaul und ist daher als tierquälerisch einzuordnen.

Doppeltrense []

Eine Trensenform, die entweder sehr vorsichtig (von erfahrenen Reitern) angefasst werden muss oder grundsätzlich aus Reiters Sattelkammer verbannt gehört. Zwischen den Trensenringen sind zwei Gebisse übereinander angebracht, beide sehr dünn und asymmetrisch gebrochen, das eine Gebiss links, das andere rechts. Damit wirkt das Gebiss sehr punktuell und scharf auf Gaumen, Laden und Zunge ein.

Rollentrense []

Jedes Trensengebiss kann beliebig mit Rollen ausgestattet sein, um seine Wirkung zu verstärken. Kupferrollen erzeugen zusammen mit anderen Metallen winzige Mikrovoltspannungen, die das Pferd durch ihr leichtes Kribbeln zum Zungenspiel anregen sollen. Sind die Rollen so in das Gebiss integriert, dass die Oberfläche glatt ist, ist die Trense nur leicht schärfer, bilden die Rollen aber Unregelmäßigkeiten in der Oberfläche, so wirkt das Gebiss sehr stark und kann bei groben Reiterhänden dem Pferd heftige Schmerzen bereiten. Man sollte diese Trensenart lieber nur zur Kenntnis als in Gebrauch nehmen.

Crescendotrense []


Crescendotrense


Dies ist ein sehr scharfes Gebiss und wird im Rennsport bei heißen und somit schwer kontrollierbaren Pferden verwendet.


Löffeltrense []


Löffeltrense


Durch flache, runde Metallplättchen, die in der Mitte des Mundstückes befestigt sind, soll verhindert werden, dass das Pferd die Zunge über das Gebiss legt und sich somit der Einwirkung größtenteils entziehen kann. (Auch Zungenstreckertrense genannt).


Schlangengebiss []

Diese Gebissform besteht aus einem Lederriemen, der dem Pferd um den unteren Laden gelegt und mit den Zügeln verbunden wird. Je nach Krafteinwirkung der Reiterhand liegt die Schlinge locker oder wird enger zugezogen.

Zusatzkette []


Zusatzkette


Zusatzketten für Gebisse werden oft bei Rennpferden verwendet.


Ring- und Schenkelformen []


Ring []

Die einfachste Form: Durch die Enden des Gebissstücks geht jeweils ein geschlossener Ring, in den die Zügel eingehängt werden können. Dies ist die Standardform (Wassertrense). Hier kann es aber leicht zur Ausleierung an der Stelle kommen, wo das Gebissstück vom Ring durchbohrt wird. Scharfe Grate verletzen dann die Maulwinkel des Pferdes. Dann können Gummischeiben eingesetzt werden, bei zu großer Ausleierung gibt man aber ein Trensengebiss (egal welcher Sorte) besser zum Alteisen. Die Variante der Westernreitweise heißt Snaffle Bit, wird meist aus leicht rostendem Eisen gefertigt und ist grundsätzlich dünner (und damit schärfer) als die klassische Wassertrense. Die Trensenringe sind größer, sodass das Gebiss nicht durch das Maul gezogen werden kann.


Olivenkopf []


Olivenkopftrense


Bei der Olivenkopftrense werden an den Enden des Gebisses olivenförmige Metallstücke quer angebracht, die dann in Ringform fortgesetzt werden. Sinn dieser Konstruktion ist es, zu verhindern dass die Mundwinkel des Pferdes eingeklemmt werden können, oder die Trense durchs Maul gezogen wird.
Da das Mundstück nicht wie bei der Wassertrense auf den Gebissringen verschiebbar ist, kann die Zügeleinwirkung hebelartig auf das Mundstück wirken. Die Olivenkopftrense ist daher etwas schärfer als die Wassertrense.
Die Variante der Westernreitweise unterscheidet sich nur durch ihren Namen Eggbutt Snaffle Bit von der klassischen Ausfertigung.


D-Ring []


D-Ring Trense gebrochen


Bei der D-Ringtrense ist der Ring zum Maul hin abgeflacht, die Zielrichtung ist dieselbe wie bei der Olivenkopftrense. Sie liegt sehr ruhig im Maul.
 
  • Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung Beitrag #38
Das hab ich mich auch schon sehr oft gefragt:eusa_think:

sieht (finde ich) sehr angenehm für das Pferd aus, aber was daran 100€ wert ist, frage ich mich auch:roll:
Und dass die Gebisse sich untereinander von der Wirkung her sehr unterscheiden bezweifel ich.


---
EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

ShiGi schrieb nach 3 Minuten und 2 Sekunden:

Soll diese Zusatzkette beim Pferd ins Maul?:shock:
Das sind ja keine Gebisse mehr, sondern Folterwerkzeuge!
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung Beitrag #39
Sieht aus, als läge die Zunge am Gaumen, wenn man es hochkant stellen würde. :eusa_eh:

Sprenger-Gebisse sind toll, aber leider sehr teuer.

Und dass die Gebisse sich untereinander von der Wirkung her sehr unterscheiden bezweifel ich.

Die unterscheiden sich nur durch ihre Verarbeitung. Es sollte schon wesentlich sein, dass keine Kanten etc. das Pferdemaul reizen.

LG
 
  • Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung Beitrag #40
Ok, wir hatten dann eine D-Ring-Trense.. aber das Gebiss-Ring Übergängelchen war trotzdem "tunnelartig" (also einklemmend, wie halt bei der Ringtrense, aber halt nicht ganz winzig und schmal sondern halt senkrecht hoch.. wie erklär ich das?)

Ich denke wenn ich zum probieren 30-40€ ausgebe, reicht das oder?
Breite nehme ich dann dieselbe die ich jetzt habe?
 
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Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung

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