Die richtige Dicke zu ermitteln, ist schwieriger, da es hier auf Ihr Gefühl ankommt. Früher wurde pauschal gesagt: Ein dickes Gebiss ist ein weiches Gebiss. Das stimmt so heute nicht mehr. Durch die eingekreuzten Vollblüter haben die meisten Pferde ein deutlich kleineres Maul als die Pferde vor 50 Jahren. Daher ist auch der Abstand zwischen Ober- und Unterkiefer geringer, wenn das Maul geschlossen ist. Dicke Gebisse sind oft so hoch, dass das Pferd das Maul gar nicht mehr richtig schließen kann oder schon beim schließen des Mauls Druck auf das Gebiss ausübt. Mit einem solchen Gebiss wird kaum ein Pferd entspannt laufen und die Zügelhilfen gehen einfach unter.
Um zu prüfen wie viel Platz im Maul Ihres Pferdes ist, sollten Sie mal versuchen, Ihre Finger zwischen die Laden (das ist die Zahnlücke zwischen Schneidezähnen und Backenzähnen) zu schieben, wenn Ihr Pferd das Maul geschlossen hat.
Haben hier zwei Finger übereinander Platz, brauchen Sie sich keine Gedanken um ein zu dickes Gebiss machen. Früher wären die meisten Gebisse 20-22 mm dick. Mittlerweile setzt sich eine Dicke von 18 mm durch. Hat Ihr Pferd ein sehr niedriges Maul, also nur einen Finger hoch, sollten Sie ein extra dünnes Gebiss verwenden. Solche Gebisse gibt es mit 16 oder 14 mm Durchmesser. Dünner als 14 mm darf ein Gebiss auf dem Turnier laut LPO nicht sein. Ausnahme sind Ponys. Hier gilt ein Mindestdicke von 10 mm.
Es gibt auch noch dünnere Trensen. Dabei handelt es sich aber um Unterlegtrensen für eine Dressurkandare. Hier gilt ein Mindestdurchmesser von 10 mm.