Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung

Diskutiere Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung im Pferde Zubehör Forum im Bereich Pferde Forum; Sorry, Feder, wenn ich deinen Thread mal eben missbrauche: Was ist das denn für ein Foltermittelchen?! :shock: Kann mir jemand mal erklären, was...
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  • Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung Beitrag #41
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Brillenschlange

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Sorry, Feder, wenn ich deinen Thread mal eben missbrauche:

Was ist das denn für ein Foltermittelchen?! :shock: Kann mir jemand mal erklären, was das ist, wie es heißt, wofür man es braucht und ob es dem Pferd wehtut.
 
  • Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung Beitrag #42
Silberfeder

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Schon ok Schlange!

Ich kenne das Teil, sieht schlimmer aus, als es ist.
In erster Linie ist das eine Kandarre mit Spielrad, der "dünne" Faden da ist eine Art Nasenband und kann mittels Zügel auch in die Reiterhand eingeführt werden --> angeblich mehr Präzision und mehr Einwirkung.
Dann ein Lederkinnriemen (besser als Kette).
Die ganzen Ringe sollen das Teil nutzbar wie ein Pelham machen.
Meiner Meinung nach zuviel..
 
  • Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung Beitrag #43
ShiGi

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  • Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung Beitrag #44
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Danke, Feder, für die Erklärung. Ich surfe so fröhlich durch die Seite und bekomme fast einen Schock, als ich das Teil sehe. :eusa_shhh:

Die armen Hengste, ich kann mir schon gut vorstellen, was passiert, wenn die guckig werden und die Führer am Strick ziehen...
 
  • Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung Beitrag #45
Silberfeder

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Genau das dachte ich mir ShiGi (alleine der Name).
Habe mir gedacht, das kommt ins Maul, links und rechts die Halfterriemen dran, und unten der Führstrick.
Wenn das Pferd steigt kommt enormer Druck durch die Welle oben auf die Zunge..?
 
  • Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung Beitrag #46
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Ich denke schon. Und enormer Druck auf den ganzen Kiefer - na, ich brauche so ein Zeug nicht. Verdammter, leistungsorientierter Sport... :?
 
  • Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung Beitrag #47
Silberfeder

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Kommen wir zurück auf meinen Thread o_O
Oder das, was davon übrig ist..

Was sagt ihr zu den einzelnen Gebissen oben?
Mir persönlich sagt Gold am meisten zu, da ich in Zukunft alles bei Pak mit goldenen dingen verziere..
 
  • Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung Beitrag #48
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Brillenschlange

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Mir persönlich sagt Gold am meisten zu, da ich in Zukunft alles bei Pak mit goldenen dingen verziere..

Feder, was willst du jetzt eigentlich genau wissen?
Also, wir haben über Gebisse gesprochen, weil du ja alles über Gebisse wissen wolltest. :eusa_think:

Interessierst du dich jetzt für das Material?
Hier noch etwas aus wikipedia.de, hoffe, es hilft dir zunächst ein bisschen:
Materialien [Bearbeiten]


  • Aurigan: Aurigan ist eine von der Firma Sprenger patentierte (und somit auch ausnahmslos von ihr vertriebene) Messing-Legierung. Es enthält einen hohen Anteil (etwa 85 %) an reinem Kupfer und kein Nickel. In der Regel findet man Kupfer immer in Verbindung mit Nickel, da es ein spezielles Reinungsverfahren erfordert, Kupfer von Nickel zu befreien. Der Kupfer-Anteil in Gebissen soll die Kautätigkeit fördern. Durch das Oxidationsverhalten von Kupfer entsteht ein süßlicher Geschmack („Sweet Iron“), welchen die Pferde gerne annehmen und deshalb auch besser darauf abkauen. Dennoch ist ein hoher Kupferanteil keine Garantie für die kaufördernde Oxidation. So werden die Oxidationseigenschaften deutlich vermindert, wenn Nickel in Verbindung mit Aluminium steht. Kupfer ist ein sehr weiches Material, weshalb im Normalfall auch die Abnutzung recht hoch ist. Aus diesem Grunde wurde der Legierung Silizium, welches eine extrem hohe Festigkeit hat, beigemischt.

  • Argentan: Argentan ist eine handelsübliche Legierung, auch bekannt als „Neusilber“ oder „German silver“, und besteht aus Kupfer, Nickel und Zink. Sie enthält meist 47-65% Kupfer, 12-25% Nickel und Zink. (Sprenger verwendet 60-65% Kupfer, 12-15% Nickel, und der Rest ist Zink). Argentan enthält einen verhältnismäßig hohen Anteil an Nickel, welches bekannt dafür ist, Allergien auszulösen.

  • Edelstahl: Intakte Edelstahlgebisse sind wegen ihrer Glätte und Haltbarkeit beliebt und außerdem unproblematisch in der Pflege.

  • Eisen: Fördert den Speichelfluss durch den Geschmack des Metalles.

  • Gummi: Gut eingespeichelt sicherlich ein weiches pferdefreundliches Material, aber bei schlecht kauenden Pferden hat es die Wirkung eines Radiergummis, der das Pferd ernsthaft verletzen kann. Es ist beobachtet worden, dass Pferde mit Gummigebissen im Laufe der Zeit abstumpfen können und schlechter auf die Reiterhilfen reagieren. Ein Gummigebiss sollte immer einen Metallkern haben, sonst kann es durchgebissen werden.

  • Kupfer: Kupfer selbst ist zu weich als Gebissmaterial, wird wegen seines guten Geschmacks aber gerne von Pferden angenommen. Daher wird es in vielen Gebissen entweder eingebettet oder als Grundlage für Legierungen verwendet.

  • Leder: Wenn gut gepflegt, das wohl pferdefreundlichste Material, bei schlechter Pflege aber sehr hart und rauh.

  • Nathe: Nathe ist ein Kunststoff, der gerne für Gebisse verwendet wird, da er auch trocken sehr gut im Pferdemaul gleitet und von diesen gerne angenommen wird. Da er aber sehr weich ist, ist er wenig haltbar und wird recht schnell „durchgekaut“. Da die meisten Nathegebisse einen Drahtkern besitzen, sollte man sie deshalb häufig auf abgenutzte Stellen kontrollieren.

  • Schaumstoff: Diese Gebisse mit einem Metallkern und einer dicken Schaumstoffummantelung werden im Rennsport verwendet für äußerst empfindliche Pferde, aber auch für Pferde, die eher heiß sind.
 
  • Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung Beitrag #49
Silberfeder

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Nicht aufregen, Schlange :eusa_eh:

Ich habe ja oben Beispiele gepostet und würde halt gerne wissen, zu was ihr eher tendieren würdet vom Material etc.
Erfahrungen habe ich nur mit den gewöhnlichen Gebissen :(
 
  • Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung Beitrag #50
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Brillenschlange

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Off-Topic
Nicht aufregen, Schlange :eusa_eh:

So schnell geht das nicht. :mrgreen: Dazu braucht es schon 5 naive 12jährige, die im Chor am Ohr meines sensiblen Prachtstückes in Form von Pferd mit ihren hellen Kinderstimmen schreien: "Darf ich mich mal draufsetzen?!"
Klar, was mein Pferd dann gemacht hat... :roll:


Ah, okay, ich schaue mir die Links noch einmal genauer an, kann leider im Moment auch nur mit Wassertrense, Olivenkopf und Löffeltrense dienen.


---
EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

Brillenschlange schrieb nach 17 Minuten und 57 Sekunden:

Ist es also Humbug 100€ für ein Gebiss auszugeben?

Habe mal einige bei Loesdau rausgesucht:

Die hier finde ich sieht irgendwie Barbiehaft aus, so künstlich, aber doch ansprechend:
http://www.loesdau.de/websale7/Neu!...d6ca4407f466ccc313c0086d40cdeb24/md5}#product

Okay, mit Kupfer habe ich noch keine Erfahrungen gemacht. Doppelt gebrochene Wassertrense eben - muss man einfach mal in die Hand nehmen, ich finde sie ganz in Ordnung.

Die hier hat mich etwas gegruselt, wenngleich mich die Technik dahinter interessiert (evtl. was für meinen Durchgänger?):
http://www.loesdau.de/websale7/Korr...648b716811d3515e10c77c7ade0c5c17/md5}#product

Sieht wie eine normale 2fach gebrochene Wassertrense aus, nur dass das Mittelteil etwas dicker ist - fragt sich nur, ob sich die Wirkung bewährt... :eusa_think:

Das persönlich schickste und interessanteste der gefundenen Gebisse:
http://www.loesdau.de/websale7/Wass...3b758c2a88f78f563f6c7d4f5c90f388/md5}#product

Auch hier sehe ich nichts besonderes, außer dass das Mittelteil eben entsprechend größer aussieht - besser aussehen tut es aber auf jeden Fall als das obere. Muss man ausprobieren, denke ich.

Das ist ein Apple-Mouth, richtig? Sieht komisch aus!
http://www.loesdau.de/websale7/Apfe...ac180e2144427a5c8cacabbab4782896/md5}#product

Ein Apfel-Mündchen, genau. :D
Die sehen aber wirklich so aus; sind eben ein wenig dicker durch diese künstliche Geschmackseinlagerung oder wie du es nennen möchtest. Soll angeblich den Pferden schmecken, na ich weiß nicht.
Ansonsten ist das dieselbe wie die normale gebrochene für 15 und 'n Keks.

Was zur Hölle ist DAS?!
http://www.loesdau.de/websale7/Stei...11f3e89ab72eecc940aaad5bec5b0911/md5}#product

Hatten wir schon diskutiert. ;)

Gefällt mir gut, da ich gerne Goldsachen habe -^.^-
http://www.loesdau.de/websale7/Ausb...1b61c7eaa3eab12c9fefe23515f0f256/md5}#product

Find' ich auch gut. Gold ist wohl sehr angenehm im Maul, nimmt meine auch gerne an.

Ich war so frei, deinen Post zu kommentieren. :mrgreen: Hoffentlich war's der Richtige.

LG
 
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  • Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung Beitrag #51
Silberfeder

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Genau :)

Das wo du meitnest das sei dasselbe aber nicht so gutaussehend:
Das "Olivchen" soll sich wohl in der Mitte drehen können.. Dadurch wohl besser sein.. sinn??
 
  • Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung Beitrag #52
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Der Speichelfluss wird angeregt? Es fügt sich besser an die Anatomie des Tieres an? :eusa_doh:
Keine Ahnung...

Gebiss sind auch eine Wissenschaft für sich. :eusa_eh:
 
  • Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung Beitrag #53
Silberfeder

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Gebiss sind auch eine Wissenschaft für sich. :eusa_eh:

Wie eigentlich alles am Pferd? :eusa_think:

Ich fahre nachher mal zum Hengst und schau mir Gebisse an und frag gegebenenfalls mal nach.
Wenn sich was findet sehen wir weiter :)

Wie findet Ihr denn Leder, Gummi oder Schaumstoffgebisse?
 
  • Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung Beitrag #54
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Wie eigentlich alles am Pferd? :eusa_think:

Ich glaub's auch. Früher wäre ich ja schon beim Benennen der Sattelteile verzweifelt, aber das ist mittlerweile das wohl kleinste Übel. :005:

Wie findet Ihr denn Leder, Gummi oder Schaumstoffgebisse?

Ich hätte Angst, dass sie allergisch darauf reagiert. Edelstahl etc. ist ja antiallergen (oder wie das heißt). :eusa_think:
 
  • Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung Beitrag #55
Silberfeder

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Also wenn dein Pferd auf Leder allergisch reagiert, darfst keine Trense, kein Sattel, etc. nicht mehr benutzen -^.^-

Das Merothische Reithalfter gibt's ja auch mit Ledergebiss, deswegen.
Ich habe nur bedenken, da es definitiv doch genäht wird, ob das nicht schneidet? Egal wie weich es ist..
 
  • Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung Beitrag #56
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Brillenschlange

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Also wenn dein Pferd auf Leder allergisch reagiert, darfst keine Trense, kein Sattel, etc. nicht mehr benutzen -^.^-

Jau, das habe ich gar nicht bedacht. :eusa_eh:
Aber Gummi im Pferdemaul? Ach, nee... ich weiß nicht.

Ich habe nur bedenken, da es definitiv doch genäht wird, ob das nicht schneidet? Egal wie weich es ist..

Daran hatte ich auch schon gedacht. Aber das Leder von Chapsletten ist ja zum Teil auch sehr weich (Rindsleder), wahrscheinlich gibt es da schon Unterschiede von Leder zu Leder. Gerade im Kopfbereich muss es ja besonders weich sein.
 
  • Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung Beitrag #57
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Ja aber wenn es zu weich ist, kann es reißen.
Grade durch den Speichel.
Und auf dem Rest des Leders, also jetzt Pferdekopf oder auch Menschenbeine, kommt ja kein Druck etc.
 
  • Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung Beitrag #58
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Brillenschlange

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Ich habe mal ein bisschen gestöbert und die Seite hier gefunden. Klar wollen auch die von etwas leben, aber die Gründe sind gemeinhin verständlich.

Ich glaube, bei dem Modell speziell ist die Edelstahlstange darunter, es ist nur mit Leder verkleidet, oder?
 
  • Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung Beitrag #59
Silberfeder

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Deine erste Zeile kapiere ich nicht :eusa_think:

Auf jedenfall ist in dem Gebiss ein Edelstahlseil drunter, damit das durchbeißen und reißen verhindert wird. Also flexibel.
 
  • Gebisse, Bezeichnungen und Wirkung Beitrag #60
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Brillenschlange

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Ich auch nicht. :mrgreen:
Ich meinte die Gründe, die aufgelistet werden, also:

Warum?


  1. vegetabil gegerbtes Leder quillt im Pferdemaul auf und veranlasst das Pferd zum kauen!
  2. Speichelfluss wird nicht durch den von Metallen hervorgerufenen Ionenaustausch unnatürlich beeinflusst! Durch die vermehrte Kautätigkeit treten die Pferde leichter ans Gebiss heran und nehmen die Paraden willig an.
Quelle: Oben schauen!

Natürlich ist das alles ein bisschen aufgeputscht, damit es sich besser verkauft - aber im Großen und Ganzen klingt es plausibel, was die Herren und Damen da schrieben.

Auf jedenfall ist in dem Gebiss ein Edelstahlseil drunter, damit das durchbeißen und reißen verhindert wird. Also flexibel.
Dann dürfen nur nicht die Nähte reißen. :eusa_think:


---
EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

Brillenschlange schrieb nach 14 Minuten und 27 Sekunden:

So, das habe ich gerade noch gefunden zum Thema "schmaleres Gebiss = schärfer".

Quelle

Früher galt bei Gebissen immer der Grundsatz, je dicker desto weicher. Aus phsikalischer Sicht ist das auch richtig, da sich bei einem dicken Gebiss der Druck des Zügels auf eine größere Fläche verteilt.

Im Pferdemaul ist jedoch viel weniger Platz als allgemein angenommen wird. Dieser Trend wird durch den Einfluss von Arabern und Vollblütern in der modernen Sportpferdezucht noch verstärkt, da dadurch die Köpfe der Warmblüter zierlicher werden. Daher sind heute vielen Pferden die üblichen 2,3 cm dicken Gebisse schon zu dick. Das hat unangenehme Folgen für die Pferde.

Ist das Gebiss zu dick, kann das Pferd das Maul nicht schließen, ohne sich die Zunge einzuquetschen. Eine eingeklemmte Zunge ist für das Pferd unangenehm und hindert es am Kauen. So ist aber eine konstante Anlehnung und ein losgelassenes gehen unmöglich.

Im schlimmsten Fall, kann es sogar zu Druckstellen an Laden und Gaumen kommen.

Hinweise auf ein zu dickes Gebiss können Unwillen beim Aufzäumen, häufiges Sperren beim Reiten, ein Zungenfehler oder sogar tastbare Kerben in den Laden sein.


---
EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

Brillenschlange schrieb nach 3 Minuten und 30 Sekunden:

Und hier noch etwas zur Dicke des Gebisses:

Quelle

Die richtige Dicke zu ermitteln, ist schwieriger, da es hier auf Ihr Gefühl ankommt. Früher wurde pauschal gesagt: Ein dickes Gebiss ist ein weiches Gebiss. Das stimmt so heute nicht mehr. Durch die eingekreuzten Vollblüter haben die meisten Pferde ein deutlich kleineres Maul als die Pferde vor 50 Jahren. Daher ist auch der Abstand zwischen Ober- und Unterkiefer geringer, wenn das Maul geschlossen ist. Dicke Gebisse sind oft so hoch, dass das Pferd das Maul gar nicht mehr richtig schließen kann oder schon beim schließen des Mauls Druck auf das Gebiss ausübt. Mit einem solchen Gebiss wird kaum ein Pferd entspannt laufen und die Zügelhilfen gehen einfach unter.

Um zu prüfen wie viel Platz im Maul Ihres Pferdes ist, sollten Sie mal versuchen, Ihre Finger zwischen die Laden (das ist die Zahnlücke zwischen Schneidezähnen und Backenzähnen) zu schieben, wenn Ihr Pferd das Maul geschlossen hat.

Haben hier zwei Finger übereinander Platz, brauchen Sie sich keine Gedanken um ein zu dickes Gebiss machen. Früher wären die meisten Gebisse 20-22 mm dick. Mittlerweile setzt sich eine Dicke von 18 mm durch. Hat Ihr Pferd ein sehr niedriges Maul, also nur einen Finger hoch, sollten Sie ein extra dünnes Gebiss verwenden. Solche Gebisse gibt es mit 16 oder 14 mm Durchmesser. Dünner als 14 mm darf ein Gebiss auf dem Turnier laut LPO nicht sein. Ausnahme sind Ponys. Hier gilt ein Mindestdicke von 10 mm.

Es gibt auch noch dünnere Trensen. Dabei handelt es sich aber um Unterlegtrensen für eine Dressurkandare. Hier gilt ein Mindestdurchmesser von 10 mm.
 
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