In dieser Situation hätte Markus wirklich einen anderen Hund wählen müssen. das ist wirklich vertrackt. Nun ist das Kind schon in den Brunnen gefallen und es ist schwierig, es da wieder rauszuholen. Er sollte mit dem Hund trainieren, so oft er mit ihm alleine ist. iIch habe meine beiden auch zusammen spielen lassen, habe mir Skippy aber mindestens ein Mal am Tag 15 bis 20 Minuten alleine vorgeknöpft und habe mit ihm ganz bestimmte Dinge konsequent geübt, die er zu lernen hatte. Es dauert alles und Geduld und Ruhe muss die oberste Priorität haben.
Um Ina abzutoben, bringt ihr bei, über das ausgestreckte Bein zu springen, das bringt ungeheuer viel. Dazwischen aber immer wieder Sitz und Platz machen lassen, zur Ruhe kommen lassen. Viel loben. Wenn sie wieder ruhig geworden ist, darf sie wieder springen. Das macht den Hunden viel Spaß, man kann es gut kontrollieren. Immer mal zwischendurch machen, das geht eventuell auch im Büro und es powert die Energie etwas runter. Wenn sie für Entspannungsmassagen nicht still hält, wäre es gut, das ganz langsam zu üben. Fange mit ein paar Sekunden an. Platz machen lassen, Leckerchen (kann man später weg lassen) und mit einer Hand in einem langen, langsamen Strich über das Fell steichen, von den Ohren über den Rücken bis zum Schwanz, ohne abzusetzen. Dabei wiederhole immer in beruhigendem Tonfall ein Entspannungskommande, z.B. "reeeelaaax". Das Abstreichen immer wieder wiederholen. Wirklich gaaaanz langsam. Anfangs wird sie schon nach kurzer Zeit wieder aufspringen, da sie noch keine Ruhe hat und noch zu sehr unter Stress steht, dass sie mit vielen Dingen noch nicht zurecht kommt. Aber wenn man beginnt, das täglich zu einem Ritual zu machen, wird sie bald merken, dass es angenehm ist. Dann wird sie langsam lernen, zu entspannen und man kann die Zeitspanne verlängern. Angenehme Dinge lernen Tiere äußerst schnell. Unser Skippy konnte anfangs auch keine 20 Sekunden still liegen bleiben. Ich habe das dann immer wieder so geübt und inzwischen lässt er sich auf die Seite fallen, legt sich ab und genießt die langen Striche mit der Hand über den ganzen Körper, einschließlich Bauch und Beine, wobei er dann am liebsten noch seinen Kopf auf den Schoß legt.
Bellen kann man eventuell abgewöhnen mit Klapperdose. Wenn Hund bellt, losklappern. Sobald der Hund aufhört, dolle loben. Auch das dauert lange und erfordert konstantes Training. Wenn der Hund anspringt, niemals mit den Armen furchteln. Das sieht ein Hund als Spiel an. Einen Schritt zur Seite machen, rumdrehen (Rücken zum Hund) und den Hund ignorieren. Sobald alle vier Pfoten auf dem Boden sind, loben und nochmal loben.