Stimmt, es gibt Zwingerhaltung und Zwingerhaltung - gegen ein stundenweises Verweilen im Zwinger habe ich nichts, wenn er denn groß genug ist und vernünftig eingerichtet.
Allerdings habe ich lange auf dem Land gelebt und dort gesehen, wie verführerisch es für viele Halter ist, den Zwinger irgendwann als bequemen "Aufbewahrungsort" für den Hund anzusehen, und das darf nicht sein !
Der Hund ist schlecht erzogen,der Ärger mit Postboten, Nachbarn und Spaziergängern häuft sich, also bleibt er im Zwinger - damit machen es sich manche Halter dann einfach und bequem, und das hat mit Hundehaltung meines Erachtens dann nicht mehr viel zu tun.
Noch schlimmer sind diejenigen, die den Hund als lebende Alarmanlage im Zwinger halten, wobei der Nutzen gleich null ist. Ich kannte damals einen weiter entfernten, sehr wohlhabenden Nachbarn, der 2 Schäferhunde im Zwinger hielt - sie sollten Haus und Grundstück bewachen. Jeder Anwohner hatte sich daran gewöhnt, dass die beiden ständig bellten, ob ein Fahrradfahrer vorbeifuhr oder eine Katze am Zwinger vorbeistrich - insofern wurden sie auch absolut nicht mehr ernst genommen.
Das Ende vom Lied : Der wohlhabende Nachbar fuhr mit seiner Familie 2 Wochen in Urlaub, der direkte Nachbar erbot sich, die Hunde zu füttern, den Zwinger zu säubern und ab und zu mit den beiden rauszugehen.
Eines Nachts bellten die Hunde wieder wie verrückt, natürlich war man das schon gewohnt und achtete nicht weiter darauf - am nächsten Morgen war das Haus komplett ausgeräumt, wertvolle Bilder usw. wurden nie wieder gefunden. :? So viel zu Zwingerhunden als Bewacher...