Eingewöhnung einer ängstlichen Katze

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  • Eingewöhnung einer ängstlichen Katze Beitrag #1
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Tigrib

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Hallo,
wir benötigen Rat, daher haben wir uns hier angemeldet.

Vorgestern (Freitag) haben wir eine etwa 4 Jahre alte Katze (kastriert), welche auf den Namen Gretchen hört, aus dem Tierheim zu uns nach Hause geholt.

Leider ist Gretchen extrem ängstlich und schüchtern. Sie zeigt sich nie, sondern versteckt sich immer nur. Sie hat auch weder gestern noch heute etwas gegessen und auf das Katzenklo ist sie bisher auch noch nicht gegangen. Ist das normal? Heute morgen haben wir Gretchen erst gar nicht gefunden bis wir dann dahinter gekommen sind, dass unser Fernseher an der Hinterseite eine Ausbuchtung hat, in die sie sich dann regelrecht "reingequetscht" hat.

Mir tut die Katze richtig leid. Wir möchten ihr ja nichts böses.

Vorhin haben wir die Katze dann kurz mal aus einem Zimmer ins nächste laufen sehen und dabei festgestellt, dass sie doch von ganz schön stattlicher Statur ist. Sie hat definitiv Übergewicht. Aber die Katze bekommen wir leider auch nicht zum wiegen. Was sollen wir hier am besten machen? Das Problem ist, dass Gretchen den ganzen Tag nur irgendwo versteckt herum liegt und ihr daher natürlich jegliche Bewegung fehlt ...

Jetzt habe ich schon etwas über die Therapie mit Aromaöl oder auch Bachblüten gelesen. Macht so etwas Sinn?

Wir sind für Tipps und Anregungen jeglicher Art dankbar.

Viele Grüße
Birgit.
 
  • Eingewöhnung einer ängstlichen Katze Beitrag #2
Hallo Birgit, herzlich Willkommen im Forum!

Ich denke, das Hauptproblem ist hier erstmal die Tatsache, dass die Katze so scheu ist.
Das Gewicht sollte sich dann mit mehr Bewegung und festen, rationierten Mahlzeiten allmählich regeln lassen.

Weißt du vielleicht, ob Gretchen im Tierheim mit anderen Katzen zusammen war?

Versucht die Katze erstmal nicht zu stören. Sie braucht einen sicheren Rückzugsort.
Von dort aus kann sie dann nach und nach die Wohnung erkunden - erstmal sicher nur, wenn ihr nicht da seit. Deshalb ist es vorerst auch am Besten, Futter und Katzenklo so zu positionieren, dass sie sie schnell und einfach von ihrem Versteck aus erreichen kann.

Das sie bisher nichts gefressen hat ist wohl Umzugsstress, sollte sich aber hoffentlich bald legen.
Was fütterst du denn? Dasselbe wie das Tierheim?

Sobald Gretchen erstmal den ersten Schock überwunden hat muss man weitersehen, denn erst dann zeigt sich, ob sie wirklich so scheu ist.
Vielleicht ist ja tatsächlich alles eher auf den Umzug zurückzuführen und sobald sie einmal merkt, dass ihr hier kein Unheil droht kommt sie von selbst heraus.

Auf jeden Fall die Katze nicht bedrängen: Ruhig sprechen, langsame Bewegungen machen, nicht in die Augen starren...
Vielleicht sogar die Katze erst einmal ein wenig ignorieren. Sie ist offensichtlich nicht begeistert davon, plötzlich im Mittelpunkt zu stehen. ;)
Traut sie sich erstmal ein bisschen aus ihrem Versteck kann man dann versuchen mit Leckerchen und Spielzeug sie aus ihren Reserven zu locken.
Was auch immer gut hilft ist, sich flach auf den Boden zu legen: dadurch wirkt man weniger bedrohlich, weil man viel kleiner ist.

Viel Glück!
LG
by blackcat
 
  • Eingewöhnung einer ängstlichen Katze Beitrag #3
Hallo Blackcat,

zunächst einmal Danke für deine schnelle Antwort. :)

Stimmt, die scheu und Angst der Katze ist wirklich das Hauptproblem.

Im Tierheim wurde sie allein gehalten in einem kleinen Zwinger. Im Raum selbst waren mehrere Zwinger mit Katzen, aber da diese alle verschlossen waren, konnten die Katzen gegenseitig keine Verbindung herstellen.

Ich habe Gretchen einen "Unterschlupf" aus einem Karton gebastelt. Habe vorne ein kleines Loch reingeschnitten und innen ein Handtuch reingelegt. Da ist sie gleich reingekrabbelt. Das fand sie toll. Und nun "haust" sie in ihrem Versteck in der Küche, da steht übrigens auch die Toilette in der Näe sowie Wasser und Futter. Und erstmal ist die Küche auch der Raum, in dem sie immer bleibt. Ich glaube da fühlt sie sich sicher und momentan am wohlsten.

Im Tierheim habe ich extra noch mal wegen dem Essen gefragt. Sie meinten nur zu mir, dass Gretchen unproblematisch sei mit ihrem Essen. Und eigentlich so gut wie alles frisst. Ob es das selbe wie im Tierheim ist weiß ich allerdings nicht. Aber da würde ja ein Anruf genügen und ich könnte das erfragen.

Noch mal eine andere Frage. Die Leiterin des Tierheims hat uns noch mitgeteilt, dass Gretchen noch einmal entwurmt werden muss. Und das am Besten in nächster Zeit. Was meint ihr? Kann/Sollte ich jetzt schon mit ihr zum Tierarzt oder lieber noch etwas warten? Ist es schlimm, wenn ich noch etwas warte?

Lieben Gruß Birgit.
 
  • Eingewöhnung einer ängstlichen Katze Beitrag #4
Im Tierheim wurde sie allein gehalten in einem kleinen Zwinger. Im Raum selbst waren mehrere Zwinger mit Katzen, aber da diese alle verschlossen waren, konnten die Katzen gegenseitig keine Verbindung herstellen.
Schade, eine zweite Katze hätte vieles erleichtert.
Meiner Erfahrung nach kommen Katzen, die sehr scheu gegenüber Menschen sind umso besser mit anderen Katzen aus. Aber wenn sie bisher alleine war ist die Zusammenführung wohl vorerst nur zusätzlicher Stress.

Ich habe Gretchen einen "Unterschlupf" aus einem Karton gebastelt. Habe vorne ein kleines Loch reingeschnitten und innen ein Handtuch reingelegt. Da ist sie gleich reingekrabbelt. Das fand sie toll. Und nun "haust" sie in ihrem Versteck in der Küche, da steht übrigens auch die Toilette in der Näe sowie Wasser und Futter. Und erstmal ist die Küche auch der Raum, in dem sie immer bleibt. Ich glaube da fühlt sie sich sicher und momentan am wohlsten.
Super! :clap:
Wirst schon sehen, wenn du mal für ein paar Stunden außer Haus bist oder in der Nacht, wenn alles ruhig ist traut sie sich dann schon heraus um die neue Umgebung mal zu begutachten.

Im Tierheim habe ich extra noch mal wegen dem Essen gefragt. Sie meinten nur zu mir, dass Gretchen unproblematisch sei mit ihrem Essen. Und eigentlich so gut wie alles frisst. Ob es das selbe wie im Tierheim ist weiß ich allerdings nicht. Aber da würde ja ein Anruf genügen und ich könnte das erfragen.
Wenn sie bis morgen abend noch nichts gefressen hat würde ich das schon machen.
Meistens bekommt man mit einer neuen Katze ja auch ein bisschen von ihrem gewohnten Futter mit. Manche Katzen sind extrem heikel und eine so plötzliche Futterumstellung ist sowieso nie das Beste.
Das Gretchen unproblematisch ist haben sie eher einfach nur behauptet, als gewusst - Tierheime wechseln die Futtersorte für gewöhnlich nicht so häufig. :roll:
Wenn sie jetzt anfängt zu fressen kannst du dir das aber auch sparen.

Was fütterst du denn nun derzeit?

Noch mal eine andere Frage. Die Leiterin des Tierheims hat uns noch mitgeteilt, dass Gretchen noch einmal entwurmt werden muss. Und das am Besten in nächster Zeit. Was meint ihr? Kann/Sollte ich jetzt schon mit ihr zum Tierarzt oder lieber noch etwas warten? Ist es schlimm, wenn ich noch etwas warte?
Zum entwurmen musst du nicht unbedingt mit der Katze zum TA, das Mittel kannst du auch selbst verabreichen.
Praktisch wäre es dazu allerdings, wenn du eine Kotprobe zum TA bringen könntest. So kann festgestellt werden, welche Würmer die Katze hat, denn nicht jedes Wurmmittel hilft gegen alle Würmer.

Wenn der TA die Katze trotzdem lieber zuerst sehen will solltest du aber lieber noch eine Weile warten.
An Unterernährung scheint die Katze ja nicht zu leiden, da können die Würmer ruhig noch ein, zwei Wochen warten.

LG
by blackcat
 
  • Eingewöhnung einer ängstlichen Katze Beitrag #5
Hallo Birgit,

mit Gretchen habt ihr ja regelrecht einen Glücksgriff getan, wenn sie schon in der Küche rumäuft;)

Mein Möhrchen Nr, 1 kam auch aus dem Tierheim, wo sie in "Einzelhaft" hockte..

Die kleine Maus hat sich geschlagene 8 Wochen (in Worten: acht) nicht aus der Kratzbaumhöhle getraut!
Sie kam nur kurz raus, um ihre Geschäftchen auf dem Teppich!! (ins Klo traute sie sich nicht) zu erledigen und sauste dann ganz schnell wieder in die Höhle.
Da sass sie dann und fauchte mich fürchterlich an....
Ich habe ihr Futter und Wasser in die Höhle geschoben, was sie auch annahm. Aber das war auch alles. Ich habe mit ihr gesäuselt und lieb mit ihr gesprochen, aber sie fauchte und fauchte...

Das ging wirklich 2 Monate so.
Bis auf einmal!
Plötzlich raffte sie sich auf und fing an, die Wohnung zu erkunden und wurde von Tag zu Tag mutiger. Sie beschnupperte die anderen Katzen und sie entwickelte sich dann zu einer richtigen Schmusemaus!:D
Manchmal brauchen solche scheuen Katzen ein wenig länger, um Vertrauen aufzubauen, aber wenn es dann soweit ist, ist es umso schöner.

Ich wünsche Dir jede Menge Geduld! Aber Du wirst sehen, es lohnt sich.
 
  • Eingewöhnung einer ängstlichen Katze Beitrag #6
@ blackcat:

Seit Freitag habe ich es zunächst mit Trockenfutter bei Gretchen probiert, aber das scheint sie mir nicht angerührt zu haben. Im Katenklo waren auch immer nur die Häufchen, welche duch das Pinkeln entstanden sind.
Aber heute haben wir wieder einen Fortschritt gemacht. Ich habe ihr Nassfutter hingestellt. Und habe mich in der Nähe auf eine Wolldecke gesetzt und ein Buch gelesen. Kaum zwei Minuten später reckte sie den Hals aus ihrem Versteck und hat gegessen. Bis sie mich gesehen hat... :| Da ist sie dann wieder zurück ins Versteck.
Beim zweiten Mal hat sie dann erst geschaut, bevor sie zum Essen geht. Ich bin dann auch raus, denn mein Hauptziel ist es ja zunächst das sie isst. Und siehe da, nach ca. ne 3/4 Stunde war der Teller fast leer. Ein Beutelchen aufgegessen. :D

Mhm, ich glaube mit dem TA warte ich dann wirklich noch etwas. Ich möchte ihr ja den zusätzlichen Stress zunächst ersparen. Sie muss sich ja auch erstmal an die neue Umgebung und an uns gewöhnen.

@ die 5 M`s:

Danke auch für deine Antwort. Stimmt, Geduld werde ich wohl sehr viel brauchen. Aber ich weiß jetzt schon, dass es sich lohnt. *gg*
 
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