@xpheex: hallo nochmal!
also ich denke, dein hund hat, nach dem was du mit dem essen und dem spielzeug sagst, wirklich ein dominanzproblem. ihr solltet schleunigst zusehen, dass er nur noch spielen darf, wenn IHR das wollt. das heißt, er darf nicht mehr an sein spielzeug ran. er muss erkennen, dass das spielzeug nicht SEIN spielzeug ist, sondern euers und ihr gebt es ihm (überspitzt gesagt) gnädigerweise auch mal ab, aber nur, wenn IHR dazu lust habt (genau das macht euch interessant!!). nehmt es aus seinem blickfeld. wenn er so sehr anfängt zu jammern, schickt ihn auf seinen platz, wenn er gehorcht, lobt ihn. dann ist er abgelenkt und bekommt trotzdem liebe und aufmerksamkeit von euch (wahrscheinlich wird er trotzdem anfangs noch jammern und schimpfen, aber er hat nicht mit euch zu schimpfen, weil er nichts zu sagen hat

ihr müsst trotzdem hanz dringend euch nicht erweichen lassen und dagegen ankämpfen). ich würde ihn auch öfter mal auf seinen platz schicken. denn sicherlich wird er sich dem wiedersetzen, nämlich irgendwann "ungefragt" aufstehen. hier durchbricht er schon die erste grenze. trainier mit ihm, dass er erst wieder aufstehen darf, wenn DU es ihm erlaubst. wenn er von sich aus aufsteht, schick ihn zurück und lob ihn, wenn er sich wieder hinlegt. wenn er dann endlich liegen bleibt (kann ein längerer "kampf" werden), dann kannst du ihn rufen und streicheln. SINN: der hund lernt, dass DU bestimmst, wann er gestreichelt wird, wann er liegenzubleiben hat etc. Wenn ER das spielen oder streicheln fordert, hat er schon gewonnen. es ist wirklich wichtig, dass man so etwas täglich mehrmals trainiert.
er ist nunmal ein rüde, sicherlich habt ihr das auch so ausgesucht. aber dann solltet ihr wirklich mit einer konsequenten erziehung anfangen. versucht herauszufinden, wann er die grenzen testet und dann reitet darauf herum, bis ihr gewonnen habt!! geht zb. unbedingt zuerst durch die tür, lasst ihn vorher "sitz" machen und ruft ihn dann. wenn das schon nicht klappt, weil er einfach hinterherrennt und nicht sitzen bleibt, zeigt das schon, dass er euch veräppelt und die oberhand hat. diese klitzekleinen erfolgserlebnisse, die er in dem moment erlebt, steuern schon dazu bei, dass er sich überlegen fühlt und lebt das natürlich auch an seinen artgenossen aus. schließlich denkt er, er ist der king

eine läufige hündin, das ist ganz klar, kann das ganze natürlich noch verstärken.
das ist alles wozu ich dir raten kann...ich hoffe, du testest mal solche sachen aus...es ist wirklich ratsam! viel glück

Was das fressen betrifft, kann ich gut nachvollziehen, dass ihr ihn füttert, wie es grade passt, weil ihr selber unregelmäßig esst. Aber grade deshalb rate ich dir dazu, ihm nur noch futter aus der hand zu geben, damit er merkt, dass er abhängig von dir ist und du die wichtigste person in seinem leben bist. schick ihn beispielsweise ins körbchen und wenn er hört, gibst du ihm eine kleine portion ect. das ist nicht sehr zeitaufwändig, aber super- effektiv!!
eine andere, meiner meinung nach nicht ganz so effektive, aber immerhin bessere methode als ihn einfach nur fressen zu lassen ist, ihm sein futter an den gewohnten platz zu stellen, ihn kurz fressen zu lassen und ihm dann den napf weg zu nehmen. bevor du den napf wieder hinstellst, lass ihn etwas machen, zb. sitz oder platz oder ganz wichtig "bleib" und dann kurz mit dem napf in ein anderes zimmer gehen und dann wieder zu ihm kommen etc. dann darf er wieder kurz fressen und so weiter...
das betteln ist auch so nen durchbrechen einer grenze. es wird zwar ein risenkampf werden, aber er MUSS weg vom tisch, auf seinen platz ohne diskussionen. trainiert das unbedingt!! fressen ist das wichtigste im leben eines hundes. wenn er meint, der familie, die ja eigentlich oberste mitglieder sind, etwas wegzubetteln...also das geht gar nicht!! theoretisch müsstest du ihn die ganze zeit anknurren, die lefzen heben und ihm in die schnauze zwicken (so machen das hunde untereinander, wenn ein niederes mitglied einem höherem zu nahe kommt, grade beim fressen)

wieder also das gleiche spielchen: geh mit ihm zu seinem platz, lass ihn sich dort hinlegen, steichel ihn kurz und sag ruhig "fein" und schenk ihm danach keine beachtung mehr. beim essen wird der hund grundsätzlich ignoriert. wenn er aber von seinem platz aufstehen sollte oder sich woanders hinlegt, als du es wolltest, schimpf kurz mit ihm ("nein"), leg ihn zurück auf seine platz und dann lob ihn wieder, damit er weiß, dass er richtig handelt, wenn er auf seinem platz liegt! dann ignoriert ihn wieder. selbst wenn er in eure richtung schaut, einfach ignorieren! ganz wichtig!!!
@alex: das tolle ist, hunde sind so leicht zu lesen (also meiner meinung nach). meist hängt vieles mit der dominanz zusammen

ich würde dir das gleiche raten, wie xpheex. probier mal aus, welche klitzekleinen grenzen deine hündin schon zu hause gewinnt und arbeite daran. denn wenn du dich gegen sie durchsetzt, verstärkt das das vertrauen und sie kann auch draußen mehr relaxed an die sache ran gehen.
natürlich wird das das trauma, das sie scheinbar hat, dadurch nicht verschwinden. ich rate deshalb auch dir, dich draußen interessant zu machen. fressen und spielereien würde ich nach und nach nur noch nach draußen verlegen, damit deine hündin weiß, dass draußen ganz viele positive dinge passieren. zu hause musst du sie aber deshalb, so leid es mit tut, mehr und mehr ignorieren. dann bekommt das "draußen" eine super gewichtung. ich würde auch dir raten, mit hilfe einer leine oder scheppleine ablenkungen zu finden, die dein hund über alles liebt. am besten lies dir dazu die anregungen durch, die ich schon im ersten beitrag aufgeführt habe.
du solltest die nähe zu weißen hunden suchen und deinen hund mit den ablenkungen "bombadieren", damit er hoffentlich irgendwann mit weißen hunden etwas positives, nämlich spielen mit dem "chef" verbindet

ich hoffe, ich konnte dir damit weiterhelfen. probier es aus, es macht wirklich spaß, vor allem, wenn sich nach einiger zeit fortschritte erkennen lassen
gruß an euch beide, petite