Kauf/Besitz von 'krankem' Pferd

Diskutiere Kauf/Besitz von 'krankem' Pferd im Pferde Haltung und Pflege Forum im Bereich Pferde Forum; Zu erst einmal will ich hier keinen Angreifen und hoffe auch nicht, dass mich wer so verstehen könnte... Doch ich höre oder lese immer so...
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DyingDream

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Zu erst einmal will ich hier keinen Angreifen und hoffe auch nicht, dass mich wer so verstehen könnte...

Doch ich höre oder lese immer so verdammt häufig, dass Pferde die nicht ganz gesund sind, nicht zu 'gebrauchen' sind. Klar - wenn ein Pferd beim reiten Schmerzen hätte, kann es nicht geritten werden. Aber ist ein Pferd nur zum Reiten da? Ist ein Wert nichts wert, wenn man nicht damit auf Turniere gehen kann?
Warum werden Pferde gekauft? Nur zum reiten? Nur als sogenanntes 'Nutztier' für das Hobby vom Menschen?

Als ich damals mein Pferd kaufte. Ich kannte es ein Jahr aus dem Schulpferdebetrieb sollte es geschlachtet werden, weil ein Verdacht auf eine Rückenerkrankung getätigt wurde. Ich wurde ganz nett vor der Wahl gestellt: "Entweder kaufst du die oder sie landet beim Schlachter."
Ja, was soll ein Reitbetrieb auch mit einem Pferd, was man nicht gut reiten kann?!
Alles schön und gut - aber dann all die Reaktionen von anderen beim Stall oder aus der Verwandschaft oder von vollkommen Laien tat so wahnsinnig weh. Was glaubt ihr, musste ich mir da alles anhören... :(
Das Pferd war und ist nichts weiter als ein Sportobjekt. Und wie kann jemand für ein kaputtes Sportobjekt auch noch Geld ausgeben? Und was da nicht alles an Kosten aufkommen könnte? Und dann hat die auch noch nicht mal so viel übermäßig viel Geld. Das Pferd könnte sie vielleicht nie wieder reiten.

Aber mal ganz ehrlich "Na Und??" Was ist so schlimm daran einem Pferd viele noch schöne Jahre zu schenken, nur weil es nicht ganz gesund ist?

Was sind Pferde noch Wert, wenn sie nicht geritten werden können?
Wie viele Menschen geben so ein Pferd dann schnell ab und holen sich ein Neues. Oder sie behalten das alte und überlassen es dem Beistell-Pferde-Dasein (was sicherlich auch ganz angenehm für mache Pferde sein kann) - aber die Beschäftigung für diese Tiere wird dann oftmals nach hinten geschoben.


Ich hatte Glück mit meinem Pferd und kann es inzwischen auch wieder reiten, wenn ich wollen würde. Aber inzwischen mache ich schon viel lieber lange Spaziergänge vom Boden aus oder mache Bodenarbeit auf dem Platz oder der Weide...
Dennoch bekomme ich deswegen öfter mal die irritierten Fragen, ob das Pferd denn nicht 'reitbar' wäre...
Was ist denn so schlimm daran, wenn es so wäre?
~§~
 
  • Kauf/Besitz von 'krankem' Pferd Beitrag #2
Ich hab mal eine Islandstute von meinem Opa geschenkt bekommen. Der Tierarzt hat sie auf Ende 30/Anfang 40 geschätzt.

Irgendwann bekam sie starke Hufrehe oder einen Abzess am Huf (war damals erst 10, weiß es nicht genau).
Mein Opa hat alles versucht um ihr zu helfen. Sie wäre, wenn sie es geschafft hätte, nicht mehr zu reiten gewesen (vorher bin ich immer ohne Sattel auf ihr geritten). Mein Opa hätte sie trotzdem behalten.

Er hat auch mal Haflinger gezüchtet. Ein Fohlen war blind, die anderen hatten keine Rassestandart-Mäßige Zeichnung (meinem Opa wurde mal von nem "züchter" gesagt, dass das Fohlen zum Schlachter gehört). Er hat sie trotzdem geliebt und alle haben Plätze bei Liebhabern gefunden.
 
  • Kauf/Besitz von 'krankem' Pferd Beitrag #3
Seh ich genauso ...

Kenne leider zu viele Menschen die es anders sehen ... *seufz*
 
  • Kauf/Besitz von 'krankem' Pferd Beitrag #4
Ich muss ehrlich sagen, dass ich das nicht könnte. Ich könnte mir nicht vollkommen bewusst ein krankes Tier anschaffen. Egal welches. Es sei denn ich wüsste, dass diese Krankheit nur von kurzer Dauer ist (beispielsweise kauften wir Katzen mit Katzenschnupfen). Ich denke für ein krankes Tier muss man mental bereit sein. Eine Emotionsbombe tut mit einem kranken Tier nichts gutes für sich. Es war letztens erst eine alte Dame im Fernsehen, die sich alte Hunde kaufte um ihnen ein schönes Restleben zu schenken. Als ihr Hund NUR geimpft wurde, brach sie bereits in Tränen aus. Das finde ich dann schon etwas... übertrieben.
Ich finde es schön, dass es Leute gibt, die sich mit kranken Tieren auseinandersetzen. Ich selbst halte mich für sowas nicht gut genug.
Natürlich würde ich aber mein alt oder krank gewordenes Tier nicht abgeben, habe ich auch noch niemals getan.

Und ich reite nunmal gerne. Ich könnte mein Pferd nicht von einem auf den anderen Tag einfach nicht mehr reiten. Ich glaube sogar, dass mein Pferd das gar nicht wollte. Er findet viel Spaß am Reiten. Er stupst mich sogar wehleidig, wenn er nur geführt werden kann.
Darum ist mein Pferd für mich noch lange kein Sportobjekt. Ich sehe schließlich auch das Tier als solches in ihm. Es ist nicht meine Gesinnung ein Pferd dafür zu verwenden meine Turniererfolge zu pushen (die ich im Übrigen nicht mal habe, weil ich keine Turniere mit ihm reiten möchte).

Ich würde mein Pferd aber auch nicht verkaufen oder herumgammeln lassen, sollte es einmal alt und krank werden und nicht mehr reitbar sein. Allerdings würde ich mir wohl im selben Atemzug ein neues Reitpferd kaufen.
 
  • Kauf/Besitz von 'krankem' Pferd Beitrag #5
Hi, ich seh das ähnlich wie Soylent. Klar, wenn ich ein Pferd hab das krank wird, dann kommt es nicht eher zum Schlachter bis es nicht mehr anders geht (bzw es wird dann nicht einfach abgeschoben und umgebracht, Schlachter oder Eutha ist ja jetzt mal egal). Man hängt ja auch an dem Tier, baut eine Beziehung auf.
Aber so leid mir ein krankes Tier auch tut - ich würde mir glaube ich auch nie aus Mitleid bewusst ein krankes Tier anschaffen. Es sei denn wie gesagt ich kenne das Pferd schon viele Jahre und habe eine innige Beziehung zu ihm. Dann ist das wieder was anderes.

LG
 
  • Kauf/Besitz von 'krankem' Pferd Beitrag #6
hey ,
also wir haben damals schon geschaut gehabt das er "gesund " ist ,
allerdings würde ich ihn nie hergeben wenn es heißen würde er ist nicht mehr reitbar ,
auch wenn wir mit ihm auf turniere gehn ( reiterwettbewerb - E Dressur )

was allerdings nicht heißt das wir ihn als sportobjekt sehen ,
denn wenn es nicht mehr machbar is richten wir uns nach m pferd anstatt es dann weiterhin zu machen oder uns gleich ein neues pferd zu kaufen !!!



ich hatte auch 2 jahre ein pflegepferd( ich weis es ist nicht zuvergleichen wie ein eigenes pferd - hätte ich aber des genügende geld gehabt hätte ich auch ihr den TA zukommen lassen ... )

naja aufjedenfall hat sie nie jemand um sie gekümmert und mir tat sie voll leid - aber naja pflegepferd hat ja nichts mit pferd kaufen zu tun .....



öhm - ich wollt noch was schreiben weis aber nich mehr was - vll fällts mir nachher noch mal ein

grüßle
 
  • Kauf/Besitz von 'krankem' Pferd Beitrag #7
Mein kleiner Zwerg ist im Moment auch nicht reitbar, es ist auch noch nicht sicher, ob sie jemals wieder geritten werden kann - und das mit 6 Jahren...
Trotzdem würde ich sie deswegen nie hergeben.
Bei mir kommen dann aus dem Familien- und Bekanntenkreis oft Sprüche wie "gib den (!) doch her, ist doch schade, so viel Geld für den Stall, Schmied etc. zu bezahlen, wenn du eh nicht reiten kannst und kauf dir ein gesundes Pferd, mit dem du auf Turniere kannst" :eusa_doh:
Dann geh ich eben nur noch spazieren oder mache Bodenarbeit, na und? Reiten kann ich genügend andere Pferde, wenn ich Lust hab.


lg
 
  • Kauf/Besitz von 'krankem' Pferd Beitrag #8
Meine Pferde bleiben bis sie über die Regenbrücke gehen. Egal ob Reitbar oder nicht.
 
  • Kauf/Besitz von 'krankem' Pferd Beitrag #9
Meine Pferde bleiben bis sie über die Regenbrücke gehen. Egal ob Reitbar oder nicht.
Bin Deiner meinung meine Lieblinge bleiben auch hatte schon oft vor der entscheidung gestanden da 50 zu 50 stand und auch nicht sicher war ob die op was bringt doch ich hab mich immer für das Pferd entschieden obwohl es nicht immer leicht war besonders auch finanziell aber es ist ein lebewesen und jedes meiner Pferde ist genauso wie meine Kinder der wichtigste Punkt in meinem leben.
 
  • Kauf/Besitz von 'krankem' Pferd Beitrag #10
Nur als Anmerkung: was wenn man ein erkranktes Pferd zb nicht mehr finanzieren kann? Auch solche Fälle gibt es.
Und sich selber verschulden und dann das Pferd doch abgeben müssen ist ja auch keine Lösung...

Prinzipiell ist mein Statement: solange behalten wie man seinem Tier ein Leben bieten kann, dass artgerecht ist und solange man sich das auch leisten kann - es hilft niemand, wenn man ein Tier behält aber den TA nicht bezahlen (=holen) kann... oder den Schmied nicht oder oder oder

Und das Leben spielt manchmal so, dass man eben nicht länger für ein Tier sorgen kann.

Allerdings darf man es sich auch nicht zu leicht machen, das Wohl des Tieres geht IMMER über die eigene Bequemlichkeit/Luxus.

LG Lilly
 
  • Kauf/Besitz von 'krankem' Pferd Beitrag #11
...

Oh, ich denke, dass Pferde die beim Kauf gesund sind mindestens die selben Tierarztkosten verursachen könnten wie schon Pferde die eine Erkrankung/Behinderung im Vorfeld haben.

Aber natürlich sollte man sich weder ein Pferd noch ein anderes Tier 'anschaffen', wenn man nicht die entstehenden Kosten tragen kann. Und da fallen beim Pferd ja doch leichter höhere Kosten an als beim kleinen Wellensittich.

Mir geht es wohl einfach darum, dass Pferde viel zu oft (meiner Meinung nach) in erster Linie als 'Reitpferd' gesehen werden. Und wenn man ein Pferd nicht reiten kann ist es vielen leider kaum noch etwas wert... :(
~§~
 
  • Kauf/Besitz von 'krankem' Pferd Beitrag #12
Hallo

Also würde ich mir ein ein Pferd kaufen wäre mir die Gesundheit schon wichtig. Ganz einfach weil ich auch reiten will. Natürlich liebe ich es einfach beim Pferd zu sein, Bodenarbeit und Spaziergänge. Aber ich persönlich will halt auh reiten können. Und wenn es was ist was mich finanziell nicht in den Ruin treibt und überschaubar ist, nehme ich gerne auch "Mängel" hin. Habe meine Kaninchendame auch mit Schnupfen geholt, das wird sie ihr leben lang haben. Aber ich weiß das ich es finanziell tragen kann.

Bei einem Pferd sehen die Kosten schnell anders aus. Klar kann mir das auch mit einem gesunden Pferd passieren, und natürlch hat man dafür ein Polster. Aber die Chance bei einem eh schon kranken Pferd das ich viel Geld bezahlen muss ist nun mal höher, und ich schwimme halt nicht in Geld.

Wenn ich das Pferd schon lange und gut kenne sieht das ganze vielleicht anders aus - so wie bei dir. Allerdings liebe ich halt Pferde, aber auch das reiten. Daran finde ich nichts schlimmes. Auch wenn man gerne Turniere gehen will (was ich nicht will), dann sind es nun mal die Bedürfnisse des Menschen. Und das heißt doch nicht das diesem Menschen nichts am Pferd liegt. Nur wenn ich doch Turniere bzw reiten und das Pferd haben kann, wieso sollte ich dann ein Pferd nehmen was ich nicht reiten kann? Vorausgesetzt halt immer ich kenne das Pferd noch nicht wirklich gut. Ist eine emotionale Bindung schon stark vorhanden, sieht man es denke ich immer anders.

allerdings wenn mein bereits vorhandenes Pferd unreitbar werden würde, würde ich es nie abgeben. Denn es ist wie du schon sagtest kein Sportobjekt, sondern mein Freund! Und der bleibt, so lange ich es finanziell auch trage kann, bis zum Lebensende bei mir! Das ist dann wieder was anderes.

Allerdings finde ich das Leben als Beistellpferd nicht schlecht. Vorausgesetzt es ist in einer Herde und auf einer groooßen Wiese, und nicht hauptsächlich Box. Ich bezweifle das Pferde da wirklich die Arbeit vermissen, wenn sie rund um die Uhr Pferdefreunde haben. Nur vielleicht die menschliche Zuneigung, aber wer sagt das sie die nicht bekommen.

Liebe Grüße
 
  • Kauf/Besitz von 'krankem' Pferd Beitrag #13
@ DyingDream
Ich bin grad in einer ähnlichen Situation ...
Kenne das Pferd seit ca. 5 Jahren, reite und pflege es. Ein Pflegepferd sozusagen.
Es ist mir in der Zeit unheimlich ans Herz gewachsen und auch total anhänglich.
Nun ist es schon länger krank, geht mehrere Monate schon nichtmehr im Reitunterricht.
Ich gehe so oft wie möglich spazieren oder bewege es anderweitig.
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es "weg" muss. Die Aussage steht ganz klar so im Raum.

Ich überlege, sie zu kaufen und ihr einen schönen Platz auf einer Koppel zu suchen, wo sie mit Artgenossen hoffentlich relativ unbeschwert leben kann, denn das hat sie auf alle Fälle verdient.

lg
 
  • Kauf/Besitz von 'krankem' Pferd Beitrag #14
...

Ich steckte zuvor auch schon mal in so einer Lage, bzgl. Schulpferd, was verkauft werde sollte...
Aber damals bei 'Darling' war ich noch zu jung und meine Eltern hatte nicht verstanden, was für einen Wert dieses Tier für mich hatte...
*seufz* ...mache mir noch heute Vorwürfe, dass ich nicht 'mehr' machen konnte...

Als ich dann ein paar Jahre später erneut vor die Wahl gestellt wurde, gab es für mich eigentlich gar nichts zu überlegen. Es war dann zwar nicht geplant, mir zur Volljährigkeit ein Pferd aufzunehmen und dafür dann mein Ausbildungsgeld auszugeben. Aber sie war es mir einfach Wert. Selbst wenn sie 'nur' ein schwieriges, nicht ganz gesundes Schulpferd mit Verhaltensproblemen war.

Mir war das 'Reiten' früher auch unheimlich wichtig... Aber grade durch das erste gemeinsame Jahr, konnte ich mit diesem Pferd ganz andere Erfahrungen sammeln und spüren dürfen auf was für unterschiedliche Weise man sich noch mit dem Pferd beschäftigen kann. Einfach als Pferd-Mensch-Beziehung ohne eine leider weit verbreitete Sportgerät-Reiter-Beziehung. (-> Und damit meine ich in erster Linie die Leute, die mir im reale Leben begegnet sind...)

Ihr glaubt gar nicht, wie wenige Menschen überhaupt einen Funken Verständnis für eine Entscheidung 'für' ein krankes Tier... *seufz*
~§~
 
  • Kauf/Besitz von 'krankem' Pferd Beitrag #15
Hmmm ... das versteh ich nur zu gut :/
Sie hat halt (wahrscheinlich) chronischen Husten. Die Lunge ist verschleimt. Nur Außenhaltung, also frische Luft können da helfen. Das ist in einem Reitbetrieb einfach kaum möglich. Wenn ich reite überhaupt noch reite, dann hauptsächlich nur ins Gelände und sogut wie nur Schritt. Dann kommt der Schleim oftmals aus den Nüstern rausgelaufen, insofern der Kopf relativ weit unten ist.
Die Frage ist nur, ob es wirklich gut ist, das so zu "strapazieren", dass sich der Schleim löst. Das Gefährliche daran ist ja, wenn sie danach den Kopf wieder sehr hoch hat, läuft es wieder zurück in die Lungte/Bronchien:(

Ich finde, ein so krankes Pferd, dem man die Aufmerksamkeit schenkt, die es verdient, gibt einem mindestens genausoviel Liebe zurück wie ein Pferd, mit dem man Tuniere reitet und Schleifen sammelt. :)
 
  • Kauf/Besitz von 'krankem' Pferd Beitrag #16
Der Brandy ist auch so ein Pferd.
Für das Turnier nicht mehr zu gebrauchen, also mußte er weg.
Was ja auch kein Verbrechen ist.
Als Freizeitpferd ist er vollkommen in Ordnung und die Britta ( RB ) und ich lieben ihn so wie er ist mit all seinen Zipperlein.
Durch die Arthrose ist er nicht immer reitbar. Wenn er einen akuten Schub hat, lasse ich ihn gewähren, wird dieser zu schlimm, bekommt er was vom TA.
Aber seit ich ihn nun im Offenstall halte, geht es ihm durch die permanente Bewegung sichtbar besser.
Er wird im April 20 J. alt, hat viele Schleifen für seine Vorbesitzer eingeheimst, nun darf er überwiegend wie er möchte und wird bestmöglich versorgt.
Manchmal, an sehr guten Tagen, erahnt man noch was von seiner tollen Form.
Dann läuft er so prima unterm Sattel und scheint selber Freude zu haben.
Er ackert dann selber, will richtig vorwärts und wartet nur auf die Hilfen.
Eine Freude ihm dann zu zu sehen.

In guten wie in schlechten Zeiten...

geht es ihm schlecht bekommt er alles was er braucht.
Geht es ihm gut, erfreue ich mich.
Sollte es mal gar nicht mehr gehen, begleite ich meinen großen Freund auch mit zur Regenbogenbrücke, ganz klar!
 
  • Kauf/Besitz von 'krankem' Pferd Beitrag #17
ich finde es schlimm, ein nicht mehr reitbares pferd einfach abzuschieben...

klar ist es eine finanzielle frage, und wenn ich weiß ich kann mir die behandlung nicht mehr leisten würde ich es in erwägung ziehen. aber nur dann...

aber bewusst ein krankes tier kaufen... :eusa_think: eher nicht...

jedenfalls würde ich es nicht tun... außer es sind kleinigkeiten, aber ein richtig schwer krankes tier kaufen und am ende wieder ohne geld dastehen? (und da kann man sich richtig fies verrechnen...)

ich hab selber ein meerschwein mit rückenproblemen. was mich das kleine monster schon gebissen hat (jaja, medis in ein schwein bekommen ist ne kunst für sich), tierarztkosten und aufpassen, stress (der dicke darf nicht hüpfen, nicht klettern,..). weggeben werde ich ihn sicher nicht, aber bewusst so ein schweinchen hätte ich mir NIE geholt (das würden meine nerven nicht mitmachen)
 
  • Kauf/Besitz von 'krankem' Pferd Beitrag #18
Hallo,
also ich gehöre zu denen die ein ständig krankes Pferd besitzen.
Sicherlich ist es eine Selbstverständlichkeit für mich mein Pferd zu behalten auch wenn ich sie nicht Reiten kann.
Allerdings ist es auch so, das die enormen Tierarztkosten mich oftmals an den Rande der Verzweiflung bringen. Klar sollte man etwas Geld zur Seite gelegt haben wenn man sich ein Pferd anschafft,aber ich kann nur sagen das meine Stute im den Jahr en 2007/ 2008 alleine 3 mal Operiert werden musste, und lange Klinikaufenthalte nötig waren.
wieoft der Doc in dieser Zeit zusätzlich im Stall war,und was das alles gekostet hat, darüber mag ich gar nicht mehr nachdenken:(.
In den 11 Jahren in denen ich sie jetzt habe, war sie so etwa 7 Monate reitbar,also ich bin nur bei ihr um ihren "Dreck" wegzumachen, und freue mich wenn ich wenigstens mal mit ihr spazieren gehen kann.
Ich will damit sagen, das man auch manchmal den Mut und die Kraft verliert,wenn ein Tier ständig krank ist,und meistens kauft man halt ein Pferd um damit zu Reiten....
Aber ich finde auch das sehr schnell die Entscheidungen des tötens gefällt werden wenn ein Pferd nicht mehr Reitbar ist,
in den meisten Fällen zu schnell!

Verständnis meinerseits hält sich da in Grenzen.

Liebe Grüße
 
  • Kauf/Besitz von 'krankem' Pferd Beitrag #19
Hi florett,

nur weil ein Pferd nicht mehr reitbar ist, *darf* es nicht getötet werden (ausgenommen zum Schlachten, wenn es denn im EP eingetragen wäre)
In Dtl *darf* kein Tier getötet werden nur weil es nicht mehr "funktioniert"

Zitat aus Wikipdia:
Laut Tierschutzgesetz ist das Einschläfern von Tieren ohne zwingende Notwendigkeit nicht gestattet. Eine zwingende Notwendigkeit ist nur dann gegeben, wenn das Tier nicht ohne schwerwiegende Beeinträchtigung seiner artspezifischen Verhaltensweisen weiterexistieren kann. Häufigster Grund für eine Euthanasie ist folglich eine nicht behebbare gesundheitliche Störung des Tieres. Ein Einschläfern aus Gründen mangelnder Fürsorgebereitschaft des Besitzers ist nicht gestattet und strafbar.

Das nur nebenbei, weil immer wieder behauptet wird, dass man Tiere 'einfach so' einschläfern läßt/lassen kann.
Das es sicher auch schwarze Schafe gibt, steht außer Frage, aber diese sind nicht die Norm!

Viel schlimmer finde ich es, dass manche Pferde mit div. Erkrankungen unter Schmerzen austhreapiert werden, sich kaum noch richtig Bewegen können aber es wird immer und immer noch was versucht.
Ein Pferd das sich den großteil seines täglichen Daseins über einen längeren Zeitraum hin, ohne realistische Aussicht auf Besserung, nicht richtig bewegen (ohne Reiter! zb Offenstall & Koppel) kann, quält sich in meinen Augen nur. Pferde sind Lauftiere, solange sie - ohne Reiter - schmerzfrei laufen können ist es ok, wenn nicht mehr, sollte man als Besitzer mal in sich gehen.
(Und nein florett, das geht nicht gegen dich ;) ich kenne ja deine Situation mit deinem Pferd nicht!)

LG Lilly
 
  • Kauf/Besitz von 'krankem' Pferd Beitrag #20
Huhu Lilly,
nein, ich fühle mich da nicht angegriffen.
Ich denke das es für mein Pferdchen durchaus vertretbar ist zu leben, da sie nicht ständig Schmerzen hat, und es auch sehr viele Tage gibt wo sie die komplette Weide "umpflügt" wenn sie mal wieder einen Clown gefrühstückt hat,und buckelt und galoppiert,und wirklich gut drauf ist.
Nur Reitbar ist sie halt nicht mehr.

Zu der Sache das ein Tier hier nicht einfach so getötet werden darf, mag ich anmerken, das dieses Gesetz scheinbar nur auf dem Papier besteht, da es hier immer wieder vorkommt, das die Tiere getötet werden wenn sie nicht mehr die Erforderliche Leistung bringen, und zwar ohne das der Tierarzt große Einwände hat.
Hier in der Nähe wurde vor kurzem erst wieder ein unheimlich tolles Turnierpferd eingeschläfert, weil er eine lange Zeit Ruhe brauchte, und danach sein Einsatz nicht mehr gewährleistet war.
Die Besitzerin hat mit dem Doc besprochen, das ihr der ganze Aufwand und die damit entstehenden Kosten zu viel wären und sie ein Pferd zum Reiten will,und nicht gewillt ist das Tier behandeln zu lassen, und gegebenenfalls eine gewisse Zeit spazieren zu führen.
Also wurde 2 Tage später dieses wirklich tolle gesunde Pferd getötet, und eine Woche später stand der neue Crack im Stall.
Das ist ein Fall von vielen, die ich in meiner ganzen Pferdezeit so miterlebt habe,wo schon kleine "Ausfälle" zum töten geführt haben.
Wenn die Besitzer sich nicht bereit erklären den Arzt zu bezahlen,wird das Tier zwangsläufig getötet,oder wie geht das bei Euch?
Aber das sind nur meine Erfahrungen, hoffentlich habt ihr andere gemacht.

Liebe Grüsse...
 
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