Hundebesitzer - verirrt

Diskutiere Hundebesitzer - verirrt im Katzenkörbchen Forum im Bereich Katzen Forum; ja mag vllt sein, dass sich viele von meiner emotionalen und vorallem direkten Art angegriffen fühlen, aber ich bin eben so, ich red nicht um den...
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  • Hundebesitzer - verirrt Beitrag #61
ja mag vllt sein, dass sich viele von meiner emotionalen und vorallem direkten Art angegriffen fühlen, aber ich bin eben so, ich red nicht um den heissen Brei herum, sondern sag was ich denke!

das heisst in keiner Weise dass ich böse bin, hier Unruhe stiften möchte oder sonst was, wenn man sich immer gleich angegriffen fühlt dann ist das nicht mein Problem, dann ist es das Problem der Person die keine Kritik vertragen kann und sich immer gleich als Opfer sieht...

und ganz ehrlich, ich gehöre eben nicht zu denen die die hier im Forum ihren Ärger zwar luft machen, aber das ganze dann schön mit Smileys verpacken um nicht auf boshafte Reaktionen zu stoßen...

ich nehm mir eben alles sehr zu Herzen, ein Fehler von mir, aber wo kämen wir denn da hin wenn es nicht Tierliebhaber mit Herz und Verstand gäbe. Ich nehm mir lieber etwas zu sehr zu Herzen bevor ich total gefühlskalt bin.

und das Thema Freigang hatten wir einfach schon zu oft, es wurde schon so oft durchgekaut und jedesmal gibts Stress... da treffen Welten aufeinander...

aber es ist eben eines Fakt:

es ist eine große Gefahr der man seine Katzen aussetzt, egal wo man wohnt, wenns nicht grad in der Wüste is und eine Katze wird auch ohne Freigang super glücklich, also setzt man seine Katze unnötig der Gefahr aus, es gibt da draussen nämlich nichts lebensnotwendiges was sie dringend brauchen, ganz im Gegenteil...

natürlich ist es jedem seine eigene Entscheidung was er tut und was nicht, aber aus gewissen Gründen komm ich einfach nicht drumrum ein bisschen Überredungskunst zu betreiben damit der eine oder andere sich vllt das mit dem Freigang nochmals überlegt.

einen der Gründe hab ich schon genannt... dass ich diese Katzen von der Straße aufkratze, ich da unter Tränen zum TA fahre und Tage später noch Alpträume habe, obwohl es nicht meine Katze ist, aber sowas geht mir eben verdammt nochmal nahe und ich könnte eine Katze die mit dem Leben kämpft nicht unter schmerzen liegen lassen und einfach weiter fahren.

und das macht mich eben so sauer, schön und gut es ist jedem selbst überlassen, aber dann soll man seine eigene Katze selbst von der Straße kratzen, dann soll man auch schauen dass man der Katze hilft, sie schnellstmöglichst behandeln lässt, aber meistens müssen das andere tun, weil der jeweilige Besitzer ja keine Ahnung hat was mit der Katze ist...

jeh mehr ich höre wieviel Katzen grausame Tode durch den Freigang sterben, desto mehr stelle ich mir die Frage wieso das sein muss, wieso man das den Katzen nicht erspart...

ich habe nie gesagt dass es nichts schönes draussen für die Katzen gibt, aber eben nichts notwendiges, nichts das sie vermissen würden wenn sie nur Wohnungshaltung kennen...

und ist es der Verzicht auf Vögel und Mäuse jagen und sein Revier zu verteidigen nicht wert wenn man dafür nicht solchen Gefahren ausgesetzt ist, wenn nicht so viele Schmerze und so viel Leid ertragen muss und wenn man dann als alte Katze einfach eines Tages einschläft und nicht qualvoll im Straßengraben verreckt???

hm...
 
  • Hundebesitzer - verirrt Beitrag #62
Hallo,Ich lasse meine beiden (Lady 8J. und Luna 6J.) schon von Anfang an raus , weil ich glaube das Katzen dann glücklicher sind (aber wer weiß das schon genau) wenn sie ihren Jagdtrieb nachgehen können. Und das es eine Schutzbehauptung ist (um sein eigenes Gewissen zu beruigen), wenn man sagt "Katzen stört es nicht eingesperrt zu sein" (früher sagte man auch Goldfische sind in einem kleinen Glas zufrieden) Meine können raus, müssen es aber nicht.(Fenster ist immer auf ,Ich wohne mitten in der Stadt) @Soylentgreen (Nr.26) Die größte Gefahr für Kinder geht nicht von Fremden, sondern von der Familie, Freunde, Nachbarn und Bekannte aus.
 
  • Hundebesitzer - verirrt Beitrag #63
Als Kind hatten wir nacheinander 3 Freigänger, eine wurde vergiftet, eine überfahren und eine wurde uns gestohlen. Meine Katzen lasse ich nicht raus. Ich habe einen gesicherten Balkon und eine sehr große Wohnung. Ich hätte weder tags noch nachts auch nur eine ruhige Minute, wenn auch nur eine meiner Samtpfoten draußen herumlaufen würden. Auch laut Statistik ist es bewiesen, dass im Durchschnitt Freigänger keine wirklich hohe Lebenserwartung haben (1 -2 Jahre !), es lauern zu viele Tierquälter und sonstige Gefahrenquellen da draußen.
Meine Katzen kennen es allerdings auch nicht anders.
Der einzige, der mir mal entwischt ist, ist Ramses. Wir haben hunderte von Flyern aufgehangen und die ganze Nacht gesucht. Am nächsten Morgen bekam ich den Tipp von Nachbarskindern, dass ein gewisser Nachbar meinen Rammi mit reingenommen hat.
Ich hörte ihn auch ständig in der Nähe, als ich ihn rief, konnte ihn aber nicht lokalisieren. Als er merkte, dass er auffliegen würde, hat er ihn nicht rausgelassen oder zurück gebracht, nein, er hat ihn aus dem Badezimmerfenster heraus auf sein Vordach gesetzt, wo er nicht runter kam.
War zum Glück nur einige Häuser weiter und ich hatte innerhalb von Minuten eine Leiter aus unserer Garage geholt und konnte meinen Rammischatz wieder in meine Arme schließen. Seitdem passen wir doppelt so vorsichtig auf. Alle anderen Katzen schauen nur neugierig kurz raus, wenn die Türe mal offen ist, sind aber auch ganz schnell wieder zurück in der Wohnung.
Und wenn mir jemand was davon erzählt, dass das keine artgerechte Haltung ist, so lautet meine Antwort stets: Was ist heute wirklich artgerecht ? Die zugepflasterten und verbauten Gegenden, lässt jeder seinen Hund morgens einfach so ohne Leine und Halsband rauslaufen und hofft darauf, dass ihm nichts passiert und er wieder kommt und an die Leute mit Aquarium: Lasst Ihr Eure Fische regelmäßig im Rhein schwimmen ?
 
  • Hundebesitzer - verirrt Beitrag #64
weil ich glaube das Katzen dann glücklicher sind (aber wer weiß das schon genau) wenn sie ihren Jagdtrieb nachgehen können. Und das es eine Schutzbehauptung ist (um sein eigenes Gewissen zu beruigen), wenn man sagt "Katzen stört es nicht eingesperrt zu sein"
Dann dürfte keiner mehr Kleintiere wie Hasen, Hamster oder auch Vögel halten.

Es regen sich viele auf, wenn man Katzen in reiner Wohnungshaltung hält, aber es sind Hauskatzen und keine Wildkatzen. Hier bei uns ecke ich immer an, hier sind die meisten der Meinung, das die Katze raus muß. Plattgefahren?? Egal, der Bauer hat ja genug.
Und hier werden viele Katzen totgefahren. Dabei wohne ich ländlich und in einer 30er Zone.

Meine kommen nicht raus und ich hab kein schlechtes Gewissen und muß es auch nicht beruhigen.
Ich lass meine Hunde auch nicht draussen rumstromern (was hier auch einige zulassen), nur weil sie dann vielleicht glücklicher sind.

Ich persönlich hätte ein schlechtes Gewissen wenn sie draussen wären, wo ich weiß das der Jäger sie zb abschießen darf. Meine Katzen lieben Hunde, was man von den Hunden hier in der Umgebung allerdings nicht sagen kann.

Nee, meine bleiben drinnen.
 
  • Hundebesitzer - verirrt Beitrag #65
Es ist dann ebenso eine Schutzbehauptung, dass Katzen draußen glücklicher sind, weil sie ihrem Jagdtrieb nachgehen können, wenn sie Freigang haben. Dann müsste eben auch jeder Hund mit Jagdtrieb einfach laufen gelassen werden. Wie gesagt, die Umwelt ist nicht mehr so, dass man Katzen ungestört und gefahrlos Freigang ermöglichen kann. Und ob meine Katzen glücklich sind, kann ich ja wohl am besten beurteilen, jedenfalls leben sie bei mir glücklich und verrecken nicht vergiftet oder halb plattgefahren auf der Straße oder in den Händen einen Tierschänders oder vor der Flinte eines Jägers oder im Maule eines unangeleinten Jagdhundes ...etc.
Und ich denke nicht, dass eine 1 oder 2jährige überfahrene Katze sehr glücklich ist und ein erfülltes Leben hatte. Wir haben übrigens 15 Jahre lang ausgesetzte Katzen auf dem Firmengelände des Arbeitgebers meines Mannes gefüttert und versorgt. Das waren dann natürlich Freigänger. Glücklich ?
Nein, glücklich waren diese Katzen bestimmt nicht. Obwohl gerade das Leben nach Ansicht einiger Leute ja das perfekte, artgerechte Freigängerleben gewesen sein muss, oder ? Artgerecht wäre dann übrigens auch kein Dosenfutter, lassen wir sie sich doch selber ernähren, draußen, von Mäusen, die sie fangen, wenn sie Glück haben.
 
  • Hundebesitzer - verirrt Beitrag #66
Und das es eine Schutzbehauptung ist (um sein eigenes Gewissen zu beruigen), wenn man sagt "Katzen stört es nicht eingesperrt zu sein"

Nein, das ist keine Schutzbehauptung.
Katzen sind sehr eigenwillige Tiere, die wissen, was sie mögen und was nicht.
Und jeder weiß, wie Verhaltensauffällig Katzen werden können, wenn sie sich eben nicht wohl fühlen und nicht glücklich sind.
Katzen zeigen einem das schon. Und man kennt seine Tiere ja auch.

Früher war es besser für Katzen, wenn sie stromern durften. Aber heutzutage ist es einfach zu gefährlich geworden.
Mit früher mein ich, vor 100 Jahren und davor. Einfach da, wo die Autos noch nicht erfunden oder noch nicht so viele davon auf den Straßen unterwegs waren.
Sicher gab es auch damals schon Unfäll, wo die Katzen bei starben, aber das war doch sehr viel geringer und auch einfach anders.

Eher benutzen die Freigängerbesitzer den Jagdtrieb als Schutzbehauptung. Denn in der Wohnung wird der Jagdtrieb umgelenkt durch Spiele, Artgenossen oder auch Fliegen, usw.

Und wie meine Vorgänger schon schrieben, dürfte man dann garkeine Haustiere mehr halten. Denn jedes dieser Tiere wird ein Stück weit eingesperrt. Wir alle versuchen nur es ihnen dennoch so angenehm wie irgend möglich zu machen.
Und das mache ich auch bei meinen Katzen. ;)
 
  • Hundebesitzer - verirrt Beitrag #67
Und wie meine Vorgänger schon schrieben, dürfte man dann garkeine Haustiere mehr halten. Denn jedes dieser Tiere wird ein Stück weit eingesperrt. Wir alle versuchen nur es ihnen dennoch so angenehm wie irgend möglich zu machen.
Und das mache ich auch bei meinen Katzen. ;)


@Petlove, Du sprichst mir aus der Seele.
 
  • Hundebesitzer - verirrt Beitrag #68
Das ist eine Berechtigte Frage und die stelle ich mir, bin selber Katzenbesitzerin, täglich,wie man Katzen heutzutage noch raus lassen kann.:roll:

Es ist ja nicht nur die Straße die so gefährlich ist,sondern Rattengift,Hunde die Katzen angreifen, Menschen die Katzen extra quälen usw. da könnte ich nichts anderes denken,"was ist mit mein Kater/Katze, ist was passiert? Warum kommt sie nicht heim ? Liegt sie irgendwo verletzt? Usw." außer das mein Kater/Katze was schlimmes passiert ist.

Auch wenn man auf dem Land wohnt,würde ich meine Katze nicht raus lassen,da es auch da gefährlich sein kann. Ich bin der Meinung das man für eine Katze auch ein Gehege bauen kann ,wo sie halt selber entscheiden können ob rein oder raus,denn da sieht man die Katze täglich und man muss sich keine Gedanken/Vorwürfe machen,warum man sie raus gelassen hat.
 
  • Hundebesitzer - verirrt Beitrag #69
mir tut es immer ein wenig leid, ass sie nciht raus können, aber ichg ebe mir größte Mühe, gleich katzen zu wählen, die nicht unbedingt raus können - also kater mit Athaxie, halb-perser die bei leichtem nieselregen auf dem balkon schon ne Blasenentzündung kriegt, ältere ruhige Kätzin und Angstkätzin.

es ist einfach zug efährlich, und ich kenne auch keinen katzenhalter, der seine Katze nicht schon mal eine Woche vermisst hätte, und nur eine einzige Freigängerkatze, die älter als 15 geworden ist. Das sagt schon was aus, die meisten freigänger schaffen wohl nciht mal die 10 jahre.

Ich versuche eben, es meinen so schön wie nur möglich zu machen - aber eben innen.
 
  • Hundebesitzer - verirrt Beitrag #70
es ist einfach zug efährlich, und ich kenne auch keinen katzenhalter, der seine Katze nicht schon mal eine Woche vermisst hätte, und nur eine einzige Freigängerkatze, die älter als 15 geworden ist. Das sagt schon was aus, die meisten freigänger schaffen wohl nciht mal die 10 jahre.

Genau so ist es!

Ich kenn auch nur eine Freigängerkatze, die wurde 17 Jahre alt. Das war die von den Nachbarn, die erschossen wurde.
Tja, da brachte es leider nicht viel, das sie die Straße wirklich gemieden hat.

Und von den Katzen meiner Eltern (die ja alle überfahren wurden :() wurde nur ein Kater 8 Jahre. Die andern wurden alle nicht einmal 4 Jahre. :silence:
 
  • Hundebesitzer - verirrt Beitrag #71
Es gibt bei jeder Haltungsart Vor- und Nachteile. Um die Bedürfnisse der Katze weitgehendst nachvollziehen zu können, müssten wir mind. bis zur Domestikation zurückgehen. Ich denke, das führt zu weit.

Ich bin weder ein absoluter Verfechter des Freigangs noch spreche ich mich gegen Wohnungshaltung aus. Ich unterstelle jetzt einfach mal, dass wir alle dasselbe Ziel haben: Wir möchten, dass es unseren Katzen gut geht.
Wie der Einzelne das letztendlich umsetzt, was er für richtig hält und vor allem, ob die Katze sich dabei wohl fühlt, sollte doch dem Katzenbesitzer überlassen bleiben. Bei solchen Grundsatz-Themen werden nie alle auf einen Nenner kommen, aber es sollte doch möglich sein, etwas Toleranz für die andere Haltungsweise aufzubringen.

Ich selbst habe 5 Freigänger und ja, ich empfinde manche Posts hier schon als Angriff, weil ich mir nicht nachsagen lassen will, dass ich deswegen ein unverantwortlicher Tierhalter bin. Ebenso finde ich es völlig unnötig, dass die "Freigänger"-Fraktion über die Wohnungshalter schimpft.

Inzwischen sind die Standpunkte ja ziemlich ausführlich hier breitgetreten worden. Vielleicht ist es uns nun möglich wieder zum eigentlichen Thema zurückzukommen.
 
  • Hundebesitzer - verirrt Beitrag #72
Wie man sieht, ist das wohl ein sehr kontroverses Thema...
Ich kenne übrigens eine Freigängerkatze, die in einer Großstadt lebt und inzwischen 17 Jahre alt ist. Soweit ich weiß, hatte sie bisher immer Glück und war noch nie verletzt...

Wir haben ja nun auch zwei Katzen, die im Freien geboren wurden und ihre ersten Lebenswochen als Streunerkatzen verbracht haben....
Wir hatten auch geplant, unsere Katzen nach der Kastra zu Freigängern zu machen...
Aber ehrlich gesagt hab´ ich da ziemlich Schiss vor... Hier auf der Straße laufen mindestens 3 andere Freigänger herum, die man manchmal wirklich erst im letzten Moment sieht (und das, obwohl es eine 30er-Zonen-Sackgasse ist, die zudem so eng und kurvig ist, dass man gar nicht schneller als 30 fahren kann, weil man dann entgegenkommende Autos zu spät sehen würde... Ich schleich´ da also wirklich meist mit Giraffenhals und maximal 20km/h durch...)

Wenn ich die Katzen rauslassen würde, hätte ich also permanent eine Heidenangst, dass ihnen was passiert...
Wenn ich sie in der Wohnung lasse, habe ich Angst, dass es ihnen zu langweilig ist... Bisher sind sie superlieb, haben noch nichts kaputtgemacht und haben auch noch nicht versucht, durch die Haustür oder Terrassentür nach draußen zu kommen...
Aber was, wenn sie demnächst doch rauswollen?

Ich bin da noch hin- und hergerissen und würde die Katzen eigentlich lieber drinnen halten... Meine bessere Hälfte möchte sie eigentlich lieber zu Freigängern machen...
Wir werden den Winter abwarten und dann im Frühjahr entscheiden....
*seufz*

LG, seven
 
  • Hundebesitzer - verirrt Beitrag #73
meine sind und bleiben wohnungskatzen. hier wäre es ausserdem
mehr als grob fahrlässig sie raus zu lassen.
geschweige der angst die ich um leben und gesundheit habe.
seppl darf ich schon vom kaufvertrag her garnicht raus lassen auch
wenn ich es wollen würde.

ich kann auch nur sagen dass meinen offensichtlich nichts fehlt.

bailey ist sogar so dass er nicht mal ansatzweise in wohnungstürnähe
kommt wenn sie auf geht.

und ehrlich: das rumgehacke auf goldchen fand ich auch nicht so witzig.
ich bin da in mancher beziehung genauso.
Off-Topic
grade in hinblick auf so
tolle themen wie freigänger unkastriert....upps nu sind babies da.
mein tier ist halbtot was soll ich machen.....öhm was von ta gehört :silence:


ich kannte auch eine freigängerin. tja sie hat es bis zum 21. lj geschafft
und wurde dann erst überfahren :silence:
 
  • Hundebesitzer - verirrt Beitrag #74
Hallo suno,

so, nun will ich auch mal auf das eigentliche Thema eingehen.

Ich hab 5 Freigänger. Meinen ältesten Freigänger habe ich bekommen als er den Freigang bereits kannte. Und er ist wirklich Freigänger mit Leib und Seele. Bei meinen beiden Umzügen in der Zeit habe ich immer darauf geachtet, dass die Gegebenheiten für den Freigang da sind.
Mir ist klar, dass draußen mehr Gefahren lauern, aber das Raubtier Katze hat auch nur draußen die Möglichkeit, sich völlig auszuleben. Wenn ich sehe, wieviel Spass die Katzen haben, wenn sie durch den Garten toben oder wie spannend es für sie ist, der Beute aufzulauern, dann weiß ich, dass es für meine Tiere die richtige Entscheidung war.
Alle 5 Katzen kommen häufig über Tag zur Stippvisite oder zum Mittagsschläfchen wieder ins Haus und falls ich eine Katze mal etliche Stunden nicht gesehen habe oder sie nicht spätestens Abends erscheint, bin ich natürlich beunruhigt. Aber trotzdem fände ich es nicht fair, den Katzen diese Freiheit zu nehmen, nur weil ich in Sorge bin.

Katzen, die den Freigang richtig kennen gelernt haben, lassen sich oftmals nur noch sehr schwer an reine Wohnungshaltung gewöhnen. In manchen Fällen funktioniert es überhaupt nicht mehr.

Und der Anspruch deiner Katze auf fremdes Gut lässt ja auch schon vermuten, dass es ihr wohl zu Hause eventuell mangelt. Selbst wenn es überflüssiger Mangel sein sollte (will euch ja nicht unterstellen, dass ihr zu wenig füttert). Wenn eine Katze nach ihrem Belieben gefüttert wird, dann zieht sie gar nicht in Erwägung von anderen zu nehmen. Allerdings sind hier auch charakterliche Eigenschaften zu fördern.
Ich denke, das lässt sich so pauschal nicht sagen. Katzen haben einen ganz individuellen Charakter, der sich nicht nach Bedarf formen lässt. Mein Hector z.B. spaziert auch gerne mal bei den Nachbarn ins Haus, wenn bei denen im Sommer die Terrassentür offen steht. Katzen sind nun mal sehr neugierige Tiere und Futter stibitzen ist auch klasse.

Das Tier muss auf die Familie fixiert sein und zwar ganz und gar.
Wie meinst du das?
 
  • Hundebesitzer - verirrt Beitrag #75
Unsere Tapsi ist im Februar von draußen zu uns gekommen und es war für mich keine Frage, dass sie auch weiterhin draußen sein dürfte. Sie konnte kommen und gehen wie sie wollte, ich denke, es steht mir nicht zu, ihr die Freiheit zu nehmen.
Seit unserem letzten Urlaub, der nur eine Woche gedauert hat, ist sie nun weg...ich traue ich zu, dass sie sich jemand anderen gesucht hat...zuzutrauen wär's ihr. Ich habe immer gesagt, wenn sie das tut, muss ich es hinnehmen....in dem Sinne "gehört" sie uns ja nicht. Trotzdem haben wir uns ihr verbunden gefühlt, in der Zeit, die sie hier war, uns um Baby-Aufzucht und Kastra gekümmert.

Zur Zeit wohnt bei uns ein Streuner-Baby (ca. 7 Monate alt), dass auch von draußen zu uns gekommen ist. Sie ist kaum zum Freigang zu bewegen, liegt lieber hier im Hundkörbchen rum....hin und wieder setze ich sie vor die Tür, damit sie mit ihrer Schwester spielt, die ich draußen füttere (sie ist scheu und kommt nicht ins Haus).

Angst habe ich nicht....ich hege keinen Eigentumsanspruch an sie, sie wird immer kommen und gehen können, wie sie mag. Eine gewisse Kompetenz im Umgang mit den Gefahren draußen (wir wohnen direkt am Feld und hier sind reichlich Freigänger unterwegs, die sich bester Gesundheit erfreuen) traue ich ihr zu.

Für die Haltung in der Wohnung gibt es sicher genug Katzen (wie schon erwähnt), die aus verschiedenen Gründen mit Freigang nicht anfangen können. Allen, die ausschließlich Wohnungshaltung wünschen, würde ich diese ans Herz legen.

Eine Freundin von mir hatte immer Katzen...ein Kater ist ausgewandert, sie hat ihn nochmal ab und zu gesehen aber nach Hause kam er nicht mehr.
Einer wurde überfahren (trotz ruhiger Straße), einer ist Rattengift zum Opfer gefallen...zwei hatten ein langes aktives glückliches Leben....schwer zu sagen, ob man bereit sein sollte, dies in Kauf zu nehmen...
Inzwischen hat sie eine Wohnungskatze aus schlechte Haltung befreit, die eigentlich raus dürfte aber nur einen allmorgendlichen kurzen Spaziergang wagt...so kann's auch gehen.
 
  • Hundebesitzer - verirrt Beitrag #76
und hatten wir das Thema auch schon mal, und es endet immer wieder gleich.
Schade eigentlich.

Wieso ist es so schwer zu akzeptieren, dass die einen ihre Katzen rauslassen und andere lieber in der Wohnung halten?
Wieso muss man immer so heftig aufeinander losgehen und sich am ende beleidigen und anprangern.
Sorry, aber genauso empfinde ich das, von beiden Seiten.
Jetzt nicht unbedingt nur hier, sondern allgemein, wenn dies Thema aufkommt.
In den anderen beiden Threads ist es doch genauso.

Wieso muss man sich gegenseitig an den Kopf werfen, was für ein unverantwortlicher Tierhalter man doch ist.
Die Dosis mit Wohnungstigern benutzen als Argument, man setzt seine Katze bewusst Gefahren aus oder gar man liebt seine Katze nicht so sehr, dass einem die Sicherheit egal ist (hab ich in nem anderen Forum mal gelesen, also nicht hier, kommt aber aufs gleiche bei raus).
Die Dosis mit Freigängern behaupten, Wohnungskatzen wären unglücklich, unausgelastet und müssen künstlich mit clickern oder anderen Spielen bei Laune gehalten werden.

BEIDE Argumentationen sind völlig daneben, unfair und triefen von Intoleranz.
Sicher sind Freigängern draußen mehr Gefahren ausgesetzt, dafür können sie auf grünen Wiesen nach Schmetterlingen haschen.
Klar, die Wohnungskatze läuft nicht Gefahr unters Auto zu kommen, dafür kann sie nie auf Bäume klettern.

Ist es denn wirklich so schwer zu akzeptieren, dass beide Arten der Haltung möglich sind und dass jeder Katzenbesitzer für sich, seine Katze/n und den eigenen Lebens-/Wohnumständen entscheiden muss welche Art der Haltung in Frage kommt?
Auch wenn man selber schon schlechte und traurige Erfahrungen mit Freigang gemacht hat, das ist trotzdem kein Grund jedem Freiganghalter so an den Kragen zu gehen.
Anders herum, auch wenn man Freigang gewährt und als das Beste hält, ist das kein Grund den Wohnungshaltern vorzuwerfen, sie würden ihre Katzen zu lebenslanger Haft und einem unglücklichen Leben verdammen.


@Suno
Mit deiner Frage haste voll ins Wespennest gestochen :mrgreen:
Ich für meinen Teil habe hier zwei Wohnungskatzen, seit unserem Umzug haben sie einen gesicherten Balkon zur Verfügung, aber richtigen Freigang bekommen sie nicht, weil:
1. Es hier zu gefährlich ist, meiner Ansicht nach. Hier fahren viele LKWs und Autos durch unsere Straße, obwohl hinterm Haus nur noch grün ist.
(Aber schön zum Gassi gehen, sehe immer ganz viele Hundehalter mit ihren Wauzis da spazieren)
2. Ich persönlich mit der Angst nicht umgehen könnte, wenn sie mal nicht nach Hause kämen.

Auf der anderen Seite aber, bewundere ich auch jeden Dosi, der seinen Katzen Freigang gewährt und finde es auch für die Katzen schön, wenn sie raus können.
Trotzdem sage ich guten Gewissens, meine Katzen sind als Wohnungs-/Balkontiger nicht unglücklich.
 
  • Hundebesitzer - verirrt Beitrag #77
Wobei wir unseren Maßstab von Glück oder Unglück nicht 1:1 auf die Katze übertragen sollten. Auch unsere Vorstellung von Fürsorge ist doch bei aller Sachkenntnis oft eine sehr menschliche. Wir sollten schon mal in uns gehen und uns fragen, wie groß doch der Anteil an eigenem Kuschelbedürfnis oder Freude am Beobachten ist, wenn wir ein Haustier bei uns aufnehmen. So ganz uneigennützig sind wir nicht, oder?
 
  • Hundebesitzer - verirrt Beitrag #78
Also ich hatte ja auch mal eine Katze namens Priska.
Sie durfte auch raus, wann sie wollte. Dabei hatte ich weniger Angst, dass sie sich überfahren lässt, sondern mehr dass sie sich irgendwo einsperren lässt.
Vor Autos und der Straße hatte Priska großen Respekt und war sehr vorsichtig an der Straße. Sobald ein Auto kam, ist sie sogar von der Straße zurück gesprungen. Sie hat immer nach Autos geschaut, wie ein Mensch, der über die Straße gehen möchte.
Aber mit offenen Türen und so war das anders.. Sie war immer so neugierig und hat überall rein geschaut und ist rein gelaufen. Normal war sie immer nur ein paar Stunden draußen und irgendwann kam sie den ganzen Tag und die ganze Nacht nicht. Ich hab natürlich Rotz und Wasser geheult, bin durch das ganze Dorf gelaufen, hab nach ihr gerufen und versucht zu hören, ob irgendwo eine Katze heult.
Danach hat sich irgendwann raus gestellt, dass Priska neue Katzenfreunde gefunden hatte und immer in der gegenüberliegenden Scheune mit denen "abgehangen" ist..:mrgreen: Ab da kam es dann öfter vor, dass sie mal länger weg war, aber das war dann nicht mehr schlimm, weil sie war ja "nur" in der Scheune gegenüber..
 
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