Lo, dass kenn ich. Meine Gassihündin bellte früher immer an der ganzen Wohnblocklänge lang, weil sie zu Beginn des Spaziergangs immer so erfreut war und die ganze freudige Energie irgendwie raus musste.
Bert macht das auch manchmal. Er ist ja eher unsicher. Und wenn er das Haus oder Auto verlässt, braucht er kurz, um sich zu orientieren udn sicher zu fühlen. Wenn alles ruhig ist, ist er auch ruhig. Wenn in dem Moment irgendwas scheppert oder jemand plötzlich um die Ecke kommt oder sonstwas komisch ist, bellt und wufft er auch erstmal ne halbe Minute lang. Ich schicke ihn dann meist hinter mich (da fühlt er sich sicherer, weil ich die "Gefahrenstelle" ja zuerst passieren werde) und ignoriere ihn ansonsten. Manchmal lenke ich ihn auch mit Sitz - Platz - Sitz ab.
Im neuen Haus habe ich jetzt schon, wo es noch Baustelle ist, eingeführt, dass wir nach verlassen des Hauses erstmal absitzen und ein paar kleine Übungen machen. In der Zeit kann er sich in Ruhe umgucken und sehen, dass ihn keiner fressen wird. Dort hat das bislang ohne Probleme geklappt und er hat noch nie gebellt.
Ich will nämlich versuchen, das neue Haus so gut es geht zu nutzen, um etablierte doofe Verhaltensweisen abzutrainieren. An einem neuen Ort sind die Chancen auf neue Verknüpfungen ja deutlich besser. *find* Diskriminition lässt grüßen. Generalisierung wirke ich fleißig entgegen. Mal gucken, ob's klappt.
edit:
Schatti, ist er jetzt zum zweiten Mal jagen gewesen oder war das noch das eine Mal, dass ich schon kannte?
Uuuuund, ich widerspreche. Terrier können brav sein. Bestimmt. Im Sommer musste meine Bekannte ihren Pudelmix anleinen, wegen einer wegrennenden Katze. Cuno hab ich ohne Leine vorbei bekommen, obwohl er sie wegrennen sah.