DyingDream, das Video mit den Rehen ist zu gut. :mrgreen: Sieht bei meinen Hunden genauso aus, naja, gut, sie gucken noch etwas interessierter als Deine.
"Dumdidum" :lol:
Ich selbst betreue ja Wildvögel und habe da deutlich mehr Probleme mit Freigängerkatzen als mit Hunden. Was mir alles an Katzenopfer-Vögeln angeschleppt werden, das ist zum Heulen. :evil: Mit Hunden habe ich, zumindest in Bezug auf Wildvögel, kaum Probleme. Einmal ein Schwan mit einem zerbissenen Flügel, war ein Hundeangriff, Zeugen erzählten später, der Hund wäre an der Leine gewesen. Super... :roll:
Ich selbst habe meine Hunde auch während der Leinenzwangzeit (ja haben wir hier auch, mit Polizeikontrollen--die haben ja sonst nichts zu tun, der Russenmafia in Basel geht es prima ohne die Bullen....:roll

höchst selten an der Leine. Und hatte bisher auch selten Probleme und ernstzunehmende sowieso nicht.
Einmal rief ich die Hunde zu mir, als ein Auto kam. Nahm sie an die Leine, beide lagen hinter mir. Das Auto hielt an, Wildhut. Fenster auf, freundliches "Grüezi" beiderseits und da meinte der doch ganz entsetzt: "warum sind denn die armen Hunde an der Leine? Lassen sie die doch laufen".
Ich: "naja, aber ist doch Setzzeit"
Er: na hören sie mal, ich habe sie und die Hunde schon so oft beobachtet, die hören aufs Wort, solche Hunde dürfen laufen. Wissen Sie, diese Regel ist ja nur, weil die meisten Menschen eben nicht fähig sind, ihre Hunde zu erziehen und viele Hunde auch Jagdtrieb haben. Wer aber die Hunde in der Nähe, auf dem Weg und jederzeit unter Kontrolle hat, darf die doch laufen lassen----wissen Sie, viele Menschen sind dies dann auch nicht mehr..." :mrgreen:
Ich habe nur noch gestaunt. Was für ein netter Kerl. :clap:
Im Emmental hatte ich mit dem Wildhüter zu tun, weil ich vor Jahren in einem strengen Winter eine alte Rehgeiss fand, die er erlösen musste. Kylja hatte ich dabei, er sah sie, wir standen nebeneinander, als er das Reh schoss. Danach haben wir noch zusammen einen Tee getrunken (makaber, was?) und haben uns fast 2 Stunden lang über das Thema Wild und Hund und Jagd unterhalten. Habe einiges, sehr interessantes erfahren. Zum Beispiel, dass die meisten wildernden Hunde, die Rehe wirklich hetzten oder gar reissen, ausgebüchste Hunde von Jägern sind. Und dass Wildhüter und Jäger meist nicht gute Freunde sind, da der Wildhüter eben alles ausbaden darf, was die Jäger verbocken. Ebenfalls ist der Wildhüter der, welcher die Tiere das ganze Jahr über betreut, der auch bestimmt, welche Tiere geschossen werden dürfen---und der auch mitbekommt, dass sich die Jäger kaum dran halten.
Er meinte dann abschliessend nur zu mir: "Ihre Hündin ist so toll erzogen, lassen sie die laufen. Und wenn einer der Jäger mal ne Dumme Klappe hat, soll er mich anrufen... :mrgreen: Das war im Emmental, ist einige Jahre her, war aber genial.
Letzendlich kann ich den Text von DyingDream unterschreiben. Jeder Hundehalte ist für seinen Hund verantwortlich. Und für die Rehe ist es nicht weniger Stress und schädlich, wenn sie, mager und geschwächt, in einem harten Winter von einem gut trainierten Hund durch den Tiefschnee gescheucht werden. Und genau das ist es ja: auch das darf nicht sein. Also spielt es doch gar keine Rolle, zu welcher Jahreszeit. Der Hund hat unter Kontrolle auf dem Weg zu bleiben---basta! :silence: