Turtle, darauf hätte ich ja gar keine Lust. Akira hat aber auch früh gelernt, dass so was bei mir keinen Sinn hat, morgens bin ich nämlich unausstehlich.
Priya, im ersten Jahr lag unser Hauptaugenmerk auf Alltagstauglichkeit, wir haben alles gemeinsam kennengelernt, was eben ging. Akira durfte mit mir überall hingehen, besonders konzentriert haben wir uns auf Bus-, Bahn- und Autofahren, Akira hatte große Angst vor glatten Böden, im Auto wurde gekotzt, in Bahnen wollte sie nicht einsteigen, manche Geräusche am Bahnhof machten ihr Angst usw. Sie ist jetzt 11 Monate alt und ich kann behaupten, ich kann sie mittlerweile problemlos transportieren.

Ein anderes Ziel waren die Grundkommandos Sitz, Platz und eben bleiben; Sitz und Platz funktioniert problemlos, bleiben ist ehrlich gesagt noch ein Problem. Finde ich mit 11 Monaten aber vollkommen okay und wir üben da weiter dran.

Ansonsten gab es halt noch ein Problem, das mit 7 Monaten oder so auftrat und zwar hat sie damals bei einem Seminar angefangen, einfach rumzuschreien, weil sie nicht stillsitzen wollte. War mir sehr unangenehm, aber gut, bei einem Seminar mit Hundetrainern hatte ich da schnell Hilfe und daran arbeiten wir seitdem.
Sie war mit mir auch schonmal in der Uni, da ist sie gar nicht aufgefallen, sie kommt mit in Restaurants, in Cafés und zu Freunden, wo sie eben auch mal einfach liegen muss, das funktioniert einigermaßen. Es kündigt sich halt an, wenn sie aufdreht und ist deshalb kontrollierbar. Schöner wäre, sie würde in Ruhephasen gar nicht erst aufdrehen, aber gut, man kann nicht alles haben.
Und das führt im Prinzip zu den wichtigsten Dingen, die sie gelernt hat. Direkt von Anfang an hat Akira gelernt, dass Action wenn sie stattfindet, draußen stattfindet. "Wenn sie stattfindet" bedeutet für mich einfach, dass sie trotzdem auch draußen ruhig sein kann, wenn ich das möchte. Das funktioniert allerdings nicht immer so gut, aber auch hier finde ich es für einen 11 Monate alten Hund vollkommen in Ordnung.
und sie hat gelernt, an der Leine abzuschalten. Wenn sie also mal übertreibt (z.B. im Spiel), kann ich sie im Zweifelsfall anleinen und dann ist Ruhe im Karton. Funktioniert aber auch noch nicht immer, je nach Reiz, aber das wird noch.
Ansonsten war mir noch wichtig, dass Akira erkennt, dass ich Resourcen verwalte. Hat sie so weit verstanden.
Joa, ich denke mal, einiges habe ich jetzt einfach vergessen, aber das war so grob unser erstes Jahr.
Und nächstes Jahr steht dann noch an, dass sie ihre Freude besser kontrollieren kann, sprich Besuch wird nicht vor Frust angebellt, weil sie ihn nicht sofort begrüßen darf (Stichwort Frustrationstoleranz) und ansonsten fällt mir gerade gar nichts so wirklich ein.
EDIT: Ich bin mal wieder total langsam...
