Das tut mir sehr Leid für dich/euch

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Ich kann das sehr gut verstehen. Ich verstehe auch, dass du Angst hast, dass der Hund dich dann nicht kennt. Schließlich will man sich ja mit dem Tier verstehen und alles soll so sein wie früher, aber eben nicht mit einem neuen, sondern mit seinem geliebten eigenen Hund.
Ich kann dir nur sagen, was ich gelernt habe: Jeder geht mit Trauer anders um. Während die einen sich wochenlang im Haus einsperren, mit keinem reden und auf die ganze Welt wütend sind, gehen andere am nächsten Tag aus dem Haus und tun so als wäre nichts, in der Hoffnung, dass das irgendwann wahr wird. So unterschiedlich sind die Menschen auch, wenn es darum geht, einen neuen Hund zu holen. Bekannte von mir sowie auch mein Vater sind nicht der Typ, um auch nur darüber nachzudenken, gleich wieder einen Hund zu holen und das finde ich auch völlig in Ordnung und richtig, manche brauchen die Zeit alleine einfach, um zu trauern und nochmal an ihren Hund zu denken, damit sie ihn nicht vergessen.
Ich bin der andere Typ, ich habe mir recht schnell wieder einen Hund geholt, da ich gemerkt habe, dass ich ohne nicht kann. Ich wollte keinen Ersatz, keinen Tröster, einfach wieder einen Hund, einen Kameraden, ein Individuum, der sich so entwickeln kann, wie es in seiner Natur liegt, um den ich mich kümmern kann. Trotzdem habe ich Max nie vergessen und das werde ich auch nicht, ich habe hier immer noch Bilder von ihm hängen und das bleibt auch so. Ich war auch mit Leo an seinem Grab und hab die beiden einander vorgestellt.
Schwierig finde ich es nur dann, wenn deine Eltern nicht nur versuchen, ein Loch zu füllen, sondern eure Senta zu ersetzen, denn das wird nicht gehen.
Ich hoffe, ihr werdet alle mit eurer Trauer fertig, jeder auf seine Weise und ohne die anderen dabei zu verletzen.
Liebe Grüße