Ich bin immer hin- und hergerissen. Mein Gewissen möchte nicht unbedingt arme tote Tiere essen. Geschafft habe ich es vegetarisch aber nur einmal und das auch nicht allzu lang. Andererseits war ich in Kindheit und Jugend viel auf dem Dorf und habe dort bei den Bauern auch die Schlachtung miterlebt und das auch von Tieren, die ich vorher kannte. Und irgendwie war das so natürlich und gehörte dazu. So wie ich auch Hühnern frisch gelegte Eier gemopst habe, um sie roh auszuzutschen. - Heute schüttelt mich der Gedanke daran. :shock:
Aber auf Lasagne könnte ich nicht verzichten. Und gelegentlich mal ein Rinderfiletsteak. Und überhaupt. Ich schaffe es einfach nicht. Aber das schlechte Gewissen isst doch regelmäßig mit.
Peverserweise ist das schlechte Gewissen größer, wenn das Fleisch die Herkunft deutlich erkennen lässt, wie bei nem gebratenen Hähnchen. So eine hübsche Wurstscheibe oder Leberwurst rufen weniger schlechtes Gewissen hervor, obwohl dafür genauso Tiere sterben mussten.
Und ganz dringend würde ich mir für meinen Sohn wünschen, dass er die Schlachtung auch mal miterleben kann. Es ist nämlich wirklich schwer, Kindern richtig zu vermitteln, dass die süße Bärchenwurst aus totem Tier ist und es doppelmoralisch ist, die Maus zu bemitleiden, die von einer Katze gefressen wird.
Als ich ihm neulich erzählt habe, dass Wurst aus totem Tier gemacht wird, hat er ernsthaft geglaubt, dass für die Bärchenwurst Bären sterben müssen.
Ansonsten: Infano, du schaffst das. Nichtrauchen macht Spaß. Hol dir ein schönes Buch von den 20 Euronen, die du sparst, und mach statt Raucherpausen Lesepausen.