Tierheim-Hund mit sehr viel Angst

Diskutiere Tierheim-Hund mit sehr viel Angst im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo! :D Ohne euch mit einer langen Vorstellung gleich mit meinem ersten Post zu "nerven" ;) - nur so viel: Ich war schon immer ein riesiger...
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
  • Tierheim-Hund mit sehr viel Angst Beitrag #1
Löwin

Löwin

Beiträge
160
Punkte Reaktionen
0
Hallo! :D

Ohne euch mit einer langen Vorstellung gleich mit meinem ersten Post zu "nerven" ;) - nur so viel: Ich war schon immer ein riesiger Hundenarr (als ich klein war, hatten wir auch einen eigenen Familienhund, leider schon lange gestorben), und meine Lebenssituation lässt es jetzt und auf lange Zeit gesehen zu, dass ich mir nun tatsächlich einen eigenen Hund anschaffe.

Ich war letzte Woche im Tierheim und habe mich auf Anhieb in eine bestimmte Hündin verliebt.
Sie ist ein Fundhund, ca- 4-5 Jahre alt, und wurde im Januar irgendwo in den Wäldern hier aufgegriffen. Niemand weiß, was ihr passiert ist - ob sie ausgesetzt wurde, ob sie ausgerissen ist (niemand hat sich aber wegen ihr gemeldet), ob sie vorher schlecht behandelt wurde...

Man hat mir gesagt, dass man mit ihr erst einmal ein paar Wochen spazierengehen sollte, um ihr Vertrauen zu gewinnen, da sie sehr schüchtern und zurückhaltend ist.
Ich finde das gut und prima vom Tierheim-Personal - einen solchen Hund nicht einfach abzugeben! :) So kann sie sich vielleicht erst einmal an einen bestimmten Menschen gewöhnen, und der Mensch sich an sie. Und beide Seiten können feststellen, ob man wirklich "zusammenpasst". ;)
Ich bin gerne dazu bereit, das zu tun, und ich war am Montag und heute bereits mit ihr unterwegs.

Nun überlege ich, was ich tun könnte, um allmählich das Vertrauen dieser Hündin zu gewinnen. Nicht, weil ich mich bei ihr "einschmeicheln" möchte - sondern weil es mir irgendwie wehtut, zu sehen, wieviel Angst sie in bestimmten Situationen hat, und weil ich mir so wünsche, dass sie sich irgendwann bei einem Spaziergang auch einmal entspannen und diesen einfach genießen kann! :(

Sie erschrickt manchmal furchtbar, nur weil man sich beispielsweise die Mütze zurechtrückt (Angst vor erhobener Hand?). An der Leine zerrt sie oft und hartnäckig, man hat das Gefühl, sie will möglichst viel Abstand zum Menschen halten. Es gibt zwar auch die Momente, wo sie sich etwas entspannt und locker nebenherläuft - leider nur sehr selten.
Sie weicht Berührungen zunächst aus, wenn man auf sie zukommt, duckt sich auch etwas weg, lässt sich aber dann doch anfassen und entspannt sich ein wenig, wenn man sie länger streichelt. Manchmal wird sie dann doch neugierig und beginnt an einem zu schnuppern.
Völlig ausgeflippt ist sie heute leider, als es ein Stück durch ein Wohngebiet ging. Jedes Auto und jeder andere Mensch auf der Straße waren eine Katastrophe. Sie wusste zum Teil nicht einmal mehr, ob sie flüchten oder sich einfach nur am Boden zusammenkauern soll. Es tat mir furchtbar leid, das mitanzusehen. :(

Ich habe aber den Eindruck, dass sie zum Tierheim-Personal durchaus schon ein gewisses Vertrauen hat (freundliche Begrüßung nach dem Spaziergang, kommt bereitwillig auf die Pfleger zu), und habe daher viel Hoffnung, dass sie beim richtigen Umgang mit ihr auch zu anderen Menschen wieder Vertrauen fassen könnte.

Was kann ich dafür tun?
Ist es zum Beispiel gut, während des Spazierengehens viel mit ihr zu reden - oder verspannt sie das ständige "Plappern" eher noch mehr? Machen gelegentliche Leckerlis Sinn? Wie reagiere ich am Besten, wenn ich merke, dass sie akut wirklich viel Angst hat?

Ich hoffe, ihr könnt mir vielleicht ein bisschen helfen. Sie ist eine tolle Hündin, die es verdient hat, dass man sich für sie einsetzt und sich bemüht. Ich will mein Bestes tun und bin für jede Hilfe so dankbar! :D
 
  • Tierheim-Hund mit sehr viel Angst Beitrag #2
Hallo.
Ich finde es toll, das du dich für eine "nicht so einfache Hündin" entschieden hast. :)
Als ich mal im Tierheim gearbeitet habe, war da auch so eine kleine niedliche und wirklich ängstliche Hündin. Ich hab mich gleich in sie verliebt. Und nach ein paar Spaziergängen war sie aufgetaut und ist sogar schmusen gekommen. Ich war mega traurig, als ich gehört hab, das sie dann ein neues Zuhause gefunden hat (also natürlich ist es toll, aber für mich war es schrecklich^^)

Na zu dir: An deiner Stelle würde ich viel mit Körpersprache arbeiten. Sprich, sie nicht gleich frontal zu begrüßen. Vielleicht seitlich wegdrehen, kein Augenkontakt suchen, sie nicht von oben streicheln, sondern ehern am Hals unten. Das wirkt nicht dominant. So kann sie langsam Vertrauen aufbauen. Mit Leckerlie würde ich auch arbeiten. (Darf man das in dem Tierheim bei euch?). vielleicht in eine ruhige Gegend gehen, sich hinsetzen, die Leckerlies auf dem Boden verteilen und immer näher zu dir legen oder so. Das sie auch merkt, dass sie dann von dir kommen. Käse oder Wurst ist da bestimmt ganz toll. ;)

Das wären erst einmal meine Vorschläge, wie ich mit ihr umgehen würde.
Ich hoffe für dich, dass sie bald Vertrauen in dich fasst und ihr ein tolles Team werdet und es ihr endgültiges Heim ist.

Ps. Bilder dann nicht vergessen.;)
 
  • Tierheim-Hund mit sehr viel Angst Beitrag #3
Es müsste mehr so menschen wie dich geben!
Also, soweit ich weiß soll man einen Hund der akut Angst hat nicht streicheln, sprich beruhigen weil man dann seine Angst bestätigen würde und er denkt "aha, ich muss also wirklich Angst haben"!
Man sollte mit ihm sofort aus der Situation rausgehen die ihm Angst macht.
So hat mir das jedenfalls eine Dozentin von mir erklärt die einen tauben, mega ängstlichen Hund übernommen hat.
Wenn dies falsch sein sollte BITTE korrigieren!!!!

LG
Dalia
 
  • Tierheim-Hund mit sehr viel Angst Beitrag #4
Schön, dass du ihr eine Chance geben willst :)

Wirkt bissl so, als ob sie bei ihren Vorbesitzern vielleicht nicht oft rauskam, wenn sie recht menschenscheu ist und angst vor Autos hat. Mein erster Hund kam auch aus dem Tierheim und hatte auch ne mega panik vor Autos und Menschen (wer kanns verdenken, er wurde an der Autobahn ausgesetzt -.-). Haben den "stress" langsam erhöht, also geh nicht gerade an dicht befahrene Straßen, sondern lieber in eine ruhige Gegend. Ist ja wichtig, dass sie erstmal zu dir Vertrauen fasst, dann sind die anderen Situationen vielleicht nicht ganz so stressig für sie.

Also wenn du mit Leckerchen arbeiten darfst, würde ich damit arbeiten. Vielleicht kannst du es ihr ja schon aus der Hand geben, wenn du die Hand bissl von deinem Körper weghälst, damit es nicht "bedrohlich" wirkt und sie merkt, dass eine Hand nicht immer Gewalt auslöst (wenn sie denn tatsächlich solche Erfahrungen gemacht hat).

Vielleicht mag sie ja auch Spielzeug, man könnte ihr ja mal einen Ball zurollen und mal gucken, wass sie damit macht. Am besten nicht gerade ein Quietschspielzeug, wenn sie schreckhafter ist, ist es vielleicht bissl stress für sie. Hoffe sie durfte Spielzeug kennenlernen, mein erster Hund kannte es leider nicht und hat auch bis zum Ende keins genommen... nur angepinkelt^^
 
  • Tierheim-Hund mit sehr viel Angst Beitrag #5
Hallo und erstmal herzlich willkommen hier im Forum!

Ich finde es klasse, daß Du einem TH Hund ein neues zu Hause geben möchtest! Die armen Seelen haben es verdient. Außerdem finde ich supi, daß Du solch einen "Problemhund" nehmen möchtest; die haben es noch mehr verdient und werden ja meistens nicht so leicht und schnell vermittelt.

[SCHILD]RESPEKT[/SCHILD]

Aber Du mußt Dich darauf einstellen, daß die Kleine Dich einiges an Geduld, Nerven und Zeit kosten wird ... :? Ich habe selbst solch einen Kerle hier und denke ich weiß, wovon ich rede. Ob Du die Angst jemals gänzlich aus ihr herausbekommst, sei dahingestellt. Aber es ist die Sache auf jeden Fall wert!

Verena hat ja schon einiges genannt. Leckerli ist immer gut, vorausgesetzt, sie ist ein verfressenes Exemplar. Falls sie nicht so auf Leckerli steht, vielleicht auch mal ein Spielzeug probieren. Aber in diesen Paniksituationen verweigern die Hunde meistens die Leckerlis, das ist nun mal so...

Wichtig finde ich, daß Du den Hund nicht bedrängst. Sei geduldig, gib ihr Zeit, sich an Dich zu gewöhnen. Sie muß erstmal Vertrauen fassen, wer weiß, was die Kleine durchgemacht hat. Also keine "doofen" Bewegungen, kein lautes Reden oder Schreien, möglichst kein direkter Augenkontakt, kein Darüberbeugen etc. Körpersprache ist sehr wichtig, hier können Dir die TH-Leute sicher auch noch Tipps geben. Zur Begrüßung am besten in die Hocke gehen und den Hund erstmal gucken und schnuppern lassen. Wenn sie Kontakt aufnimmt mit ruhiger, fester Stimme ansprechen, aber nicht zu laut.

Wenn sie akut Angst vor irgendwas hat, am besten ignorieren. Also nicht bemitleiden oder tätscheln. Das ist schwer, ich weiß. Aber wenn Du sie in solchen Situationen bemitleidest, bestätigst Du sie. Sie hat Angst vor dem Auto, Frauchen tut auch ganz schrecklich, daraus folgt: Oh ja, so ein Auto ist was ganz Schlimmes. Am besten weitergehen, versuchen, den Hund nicht zu beachten (so schwer wie das ist). Wenn sie sich z. B. auf den Boden oder in die Ecke wirft, wenn ein Auto kommt: Abwarten, sie ein wenig an der Leine vorsichtig mitziehen (nicht zerren wie wild;)), wenn sie weitergeht dann ganz viel Loben.

Anfangs würde ich auch versuchen, in möglichst reizarmer Umgebung zu laufen. Sie muß vielleicht erst lernen, daß Gassigehen was Tolles ist.

Ansonsten laßt Euch beiden wirklich Zeit. Wenn sie zum Personal schon Kontakt und Vertrauen hat, ist das ein gutes Zeichen; sie hat den Glauben an das Gute im Menschen wohl nicht ganz verloren.

Ich wünsche Dir und dem Mädels ganz viel Glück und daß Ihr beiden ein tolles Team werdet!

LG Ida

P. S. Und Bilder nicht vergessen .... :D
 
  • Tierheim-Hund mit sehr viel Angst Beitrag #6
Vielleicht wäre dann zukünftig auch eine Hundeschule was für euch. Die haben da bestimmt ein paar Übungen für euch, wie ihr eine schöne, enge Bindung zueinander bekommt, dürfte bei so einem ängstlichen Hund genau das richtige sein.
 
  • Tierheim-Hund mit sehr viel Angst Beitrag #7
Vielen, vielen Dank für die herzliche Begrüßung und die guten Tipps! :D

Ich werde versuchen, einiges davon zu beherzigen, so gut ich kann.

Leckerlis beim Spaziergehen sind (natürlich in Maßen) erlaubt, und ich werde vor dem nächsten Ausflug morgen mal welche besorgen. :)
Besonders gut finde ich den Hinweis, dass man den Hund in Angstsituationen nicht "trösten" sollte - wenn man mal logisch darüber nachdenkt, macht es ja absolut Sinn. Bei den ersten vorbeifahrenden Autos habe ich das "instinktiv" vielleicht gar nicht so falsch gemacht, ich bin nämlich wirklich einfach normal weitergegangen und habe weder den Hund noch das Auto groß beachtet. Sie hat dann zwar gezuckt, ist aber noch nicht völlig ausgeflippt. Aber als wir dann an einem parkenden Autos plus Frau vorbeikamen, hat sie sich dermaßen auf den Boden gekauert und nicht mehr vom Fleck bewegt, dass ich automatisch zu "trösten" angefangen habe. Vielleicht hat es das in dem Moment schlimmer gemacht!

Falls die Süße und ich uns für einander entscheiden (ich gebe ihr und mir selbst da noch ein paar Wochen Zeit :)), dann möchte ich auf jeden Fall mit ihr in die Hundeschule. Ich denke nicht, dass sie schon zu "alt" ist, um noch einiges zu lernen und dadurch vielleicht auch selbstbewusster zu werden!

Wie ihr ja auch sagt, auf jeden Fall wird es viel, viel Zeit brauchen. Und ich mache mir viele Gedanken.
Die TH-Leute haben zum Beispiel vorgeschlagen, dass ich sie auch einmal für einen Tag (morgens bis abends) "auf Probe" mit nach Hause nehme - aber wenn die Ärmste schon vor einer Spaziergängerin im Wald so viel Angst hat, wie wird sie dann erst auf mein Wohnviertel und unser Haus reagieren, mit Autos und Mofas, spielenden Nachbarskindern, Nachbarshund, Telefon, Kaffeemaschine... Ich mache mir echte Sorgen, dass ich ihr damit gar nichts Gutes tun würde, sondern sie nur komplett verängstigen. :(
 
  • Tierheim-Hund mit sehr viel Angst Beitrag #8
Ist der Hund noch im Tierheim ? Dann sprich die doch einfach mal an. Die kennen sich mit dem Hund sicher besser aus, als wenn wir dir von der Ferne was raten. Unser Tierheim hat auch einen Hundetrainer der in solchen Fällen unterstützung gibt. Der würde dann mit dir kostenlos trainieren. Das ist bestimmt der beste Weg. Denn der kann vor Ort sagen warum ein Tier so reagiert und wie du dich verhalten kannst. Ich habe das bei meiner Hündin aus dem Tierheim so gemacht. Weil sie extrem gejagt hat. Mit dem Hundetrainer haben wir es super in den Griff bekommen.
 
  • Tierheim-Hund mit sehr viel Angst Beitrag #9
Ganz toll finde ich dass du dir für diesen Hund Zeit nehmen willst und bereit bist auf länger mit ihm zu arbeiten bevor du dich entscheiden willst,

findet man heute nur zu selten.

Hast du erst ihr Vertrauen gewonnen, wirst du merken wie schnell auch die Angst nachlässt und dann sind so einzelne Tage Probewohnen der nächste Schritt zur „Normalität“ und sollte sie dann ganz bei dir einziehen ist der Umzug für sie auch nicht so heftig.


Bleibt vielleicht die Frage ob das TH mit einer Hundeschule zusammenarbeitet und du vielleicht schon mit ihr hin kannst und dir auch dort Hilfe holst, damit würden auch ungewollte Fehler vermieden.

Ich wünsche dir viel Erfolg.
 
  • Tierheim-Hund mit sehr viel Angst Beitrag #10
Unser Tierheim hat keinen "eigenen" Hundetrainer, aber ich frage mal an, ob sie eventuell mit der örtlichen Hundeschule kooperieren.

Ich finde es irgendwie ganz selbstverständlich, dass man sich die Entscheidung, einen Hund zu sich zu nehmen (und ganz besonders bei einem "Problemhund") nicht leicht machen sollte. :uups: Trotzdem danke für die lieben Worte!! ;)
Weder die Süße noch ich haben schließlich irgendetwas davon, wenn ich sie jetzt einfach aus dem TH "reisse" und wir beide nach ein paar Tagen merken, dass es hinten und vorne nicht klappt. Der Hund hätte einen neuen Schock zu verkraften, und mir würde es fast das Herz brechen, glaube ich... :(
 
  • Tierheim-Hund mit sehr viel Angst Beitrag #11
Ich finde es wirklich toll wie du an die Sache rangehst.
Ich bin grad auch selbst auf Hundesuche und möchte auch nichts überstürzen.
Klar, am liebsten möchte man den Hund sofort mitnehmen, ihm ein Heim geben und einfach lieb haben! Ich musste mich selbst schon wieder zurückpfeifen und mir sagen, "Geh nicht nur mit dem Herzen ran sondern auch mit dem Verstand", denn wenn ich nur nachmeinem Herzen gehen würde, hätte ich warscheinlich schon mein eigenes Tierheim. Doch damit ist keinem geholfen, weder dem Tier noch dem Menschen!

Wollte eigentlich nur verdeutlichen, wie klasse ich es finde das du mit Herz und Verstand handelst!!!

LG
Dalia
 
  • Tierheim-Hund mit sehr viel Angst Beitrag #12
Hallo,

und von mir auch erstmal ein Lob für deine Herangehensweise! :clap:
Ich habe selbst zwei Jahre lang während meiner Ausbildung im Tierheim mit einem "Angsthund" gearbeitet. Vielleicht hast du ja die Möglichkeit mit ihr in einem Auslauf oder eben einem anderen gesicherten Gelände einfach mal ungezwungen Kontakt auf zu nehmen? Du setzt dich irgendwo hin, hast Leckerlis oder Spielzeug und lässt sie deine Nähe erkunden! (vielleicht kannst du ja auch ihre Futterration per Hand verfüttern, einfach mal beim Personal fragen!)

Und wenn sie dann Vertrauen zu dir hat (was sicher einige Zeit gehen kann), dann kannst du anfangen mit ihr das Gelände zu verlassen und dir ruhig und souverän die weiteren Schritte erarbeiten. Stell dich mit ihr einfach mal an eine Straße (mit 3-4m Abstand), ignoriere sie und lasse immer mal wider ein Stückchen Futter fallen. Oder motiviere sie zu einem Spiel auf einer Wiese etc. Immer nur kurz und immer freudig-ruhig!
Vorraussetzung hierfür ist allerdings, dass sie Futter von dir nimmt und dir vertraut, diese Grundlage würde ich wenn möglich eben auf dem Tierheimgelände schaffen, wo sie sicher fühlt und wo sie nicht mit der Leine "gezwungen" wird in deiner Nähe zu sein!

Rede einfach mal mit dem Personal was für Möglichkeiten da gelände- und futtertechnisch bestehen!
 
  • Tierheim-Hund mit sehr viel Angst Beitrag #13
Wie reagiert die Hündin denn, wenn du an ihren Zwinger kommst?

Ich hatte auch mal einen solchen "Problemhund" zur Betreuung. Anfangs hab ich mich einfach nur in den Zwinger gesetzt und nichts gemacht. Ne Woche lang jeden Tag, nur damit sie lernt, dass meine Anwesenheit nichts böses bedeutet. Nach dieser Woche ist sie dann freiwillig gekommen und hat sich neben mich gesetzt und ich konnte sie anfassen und sie hat es richtig genossen.
Genießt deine Hündin es, wenn du sie anfasst? Wenn nein, ich würd mal das probieren, was ich gemacht habe. Man braucht viel Geduld und darf nichts überstürzen, aber das dürfte für dich kein Problem sein ;)

Und wenn das Spazieren gehen so stressig ist, dann würde ich es erstmal bleiben lassen, bis sie dir vollkommen vertraut. Dann fühlt sie sich auch gleich sicherer, wenn irgendetwas Erschreckendes, wie ein Auto, an ihr vorbei fährt, du gibst ihr die Sicherheit, die sie jetzt eben noch nicht ganz hat.

Ansonsten finde ich es echt klasse, dass du die Kleine aufnehmen willst, es sollte mehr Menschen wie dich geben!
 
  • Tierheim-Hund mit sehr viel Angst Beitrag #14
Hy,
so richtig , richtig Vertrauen wirst Du erst im laufe der zeit gewinnen - sobald der Hund bei Dir zu hause ist.

Alle Vorschläge hier sind richtig und wichtig....ganz toll ist auch Tompinas Vorschlag - so habe ich das mit dem vollkommen verängstigen (zukünftigen) Heimhund einer Freundin gemacht:

Sie z.B. in eine Ecke des Zwingers setzten mit was leckerem (gekochte Hühnerherzen sind Top). AB und zu mal mit ruhiger und langsamer Bewegung von ihr weg aber nicht in Richtung Hund geworfen...das über Tage und dann irgendwann die Leckerli vor sie gelegt, ruhig sitzen bleiben und wenn er kommt ganz ruhig und lieb loben - Nie nach dem Hund "greifen".

Entspannte Spaziergänge .... kommen mit der Zeit - aber dazu muss der Hund erst mal zu Dir und gaaaaanz langsam Vertrauen aufbauen. das klappt mit Liebe und Geduld.
 
  • Tierheim-Hund mit sehr viel Angst Beitrag #15
Ich finde die Idee, mich erst einmal ungezwungen in ihrer Nähe aufzuhalten, ganz prima und habe mir das selbst schon überlegt - leider weiß ich aber nicht, inwieweit das Tierheim da mitspielen würde! :( Sie haben mir ein diesbezügliches Angebot jedenfalls bisher nicht gemacht (sondern mir den Hund eben gleich zum Spaziergehen "in die Hand gedrückt"), was mir schon ein wenig Kummer macht.

Ich möchte hier nichts "Böses" über das Tierheim sagen, aber ein klein wenig habe ichn insgesamt inzwischen doch den Eindruck, dass sie ihre Tiere möglichst schnell vermitteln wollen. Es ist sehr voll und beengt dort (erschreckend für eine so kleine Stadt wie die unsere), die Öffnungs- und Gassigehzeiten sind relativ streng geregelt, und dass man jetzt einfach mal so für ein paar Stunden kommen kann, um sich nur in der Nähe der Hunde aufzuhalten, ist scheinbar nicht ohne Weiteres vorgesehen... :(

Auch hatte ich es dort bisher jedesmal mit einem anderen Zweibeiner zu tun. Es wäre sicher einfacher, wenn ich einen konkreten Ansprechpartner hätte, an den ich mich mit Fragen und Bitten wenden könnte!
 
  • Tierheim-Hund mit sehr viel Angst Beitrag #16
Ich würde trotzdem einfach mal fragen. Solche Tierheime haben wir hier auch. In der Nähe habe ich insgesamt 5 Tierheime... 1 davon macht seinen Job gut. Die einen geben entweder gar keine Tiere ab (sagten zu meinem Vater, er habe zu wenig Erfahrung, obwohl er zu diesem Zeitpunkt jahrzentelange Erfahrungen mit Hunden hatte :eusa_doh:), die andern schmeißen se dir förmlich hinterher, von wegen man MUSS unbedingt einen Zweithund haben :eusa_eh:
 
  • Tierheim-Hund mit sehr viel Angst Beitrag #17
Ich war heute wieder mit der Süßen unterwegs, diesmal in Begleitung eines anderen TH-Hundes und einer Gassigängerin, die sie schon länger kennt (ca. 4 Wochen). Sie war gleich viel entspannter! :D Mit der anderen Frau geht sie ganz locker um und freut sich sogar sichtlich, wenn diese sie anspricht und streichelt.

Es gibt mir einfach Hoffnung, dass, wenn ich ihr nur genug Zeit gebe, sie sich auch an mich gewöhnen kann.

Ich muss euch ganz ehrlich gestehen - ich bin inzwischen total in die Kleine verliebt. :uups: Und irgendwie fehlt sie mir schon, sobald ich sie wieder am TH abgegeben habe!
Jetzt heisst es wohl ganz viel Verstand einschalten und etwas weniger Herz... ;)
 
  • Tierheim-Hund mit sehr viel Angst Beitrag #18
Ich wünsch dir viel Erfolg und hoffe, dass alles klappt! :)
 
  • Tierheim-Hund mit sehr viel Angst Beitrag #19
Danke, das ist so lieb. :D

Sobald ich nicht das Gefühl habe, dass die Kleine mir dabei "durchdreht", werde ich mal versuchen, ein paar schöne Fotos zu machen. ;)

Edit: Inzwischen halt mal ein Bild von mir - bei weitem nicht so süß wie die Kleine! :lol:
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Tierheim-Hund mit sehr viel Angst Beitrag #20
Hallo,

ich war mal neugierig :uups::uups::uups::uups: und habe Tante Google gefragt .... Heißt die Kleine Bonnie? Deine Beschreibung paßt jedenfalls .... Wenn ja, ist das ja eine supersüße Zuckerschnute!! Gib ihr Zeit, Geduld und Liebe, dann schafft Ihr beiden das.

Ich sagte ja schon, daß ich selbst auch so einen "Angstschisser" hier habe. Er kannt nichts, hat sich bei jedem lauteren Wort und jeder falschen Bewegung sofort angesprochen gefühlt und sich zitternd hinters Sofa verkrochen. Mittlerweile ist er zwar immer noch kein Draufgänger (wird er sicher auch nie werden), aber er hat ganz viel Vertrauen und ist die größte Schmusebacke aller Zeiten. Es lohnt sich auf jeden Fall!

Hier sind alle Daumen und Pfoten gedrückt!!

LG Ida
---
EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

übrigens, das "Ersatzfoto" von Dir ist auch sehr nett!
 
Zuletzt bearbeitet:
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Thema:

Tierheim-Hund mit sehr viel Angst

Tierheim-Hund mit sehr viel Angst - Ähnliche Themen

Weihnachten ohne Gina: Gina Heute ist der Vierte Advent und der Schneeregen und kalte Wind spiegeln unsere Stimmung. Seit 34 Tagen ist unser Familienmitglied, die...
Angst/Aggression bei meinem Hund: Hallo ihr Lieben, ich bin am Ende.. Monte ist ein jetzt 1 1/2 jähriger Mischling aus Bulgarien. Er kam mit ca. 3-4 Monaten zu mir. Als Welpe...
Tierschutz Hund - Was kann ich tun?: Hallo ihr Lieben! Ich bin neu hier und würde mich und meinen kleinen Neuankömmling gerne kurz vorstellen bevor ich zu meiner Frage komme! Ich bin...
Hund knurrt - gezielt üben oder einfach warten?: ☺ Hallo allerseits, Ich hatte bereits mehrfach über unsere Hündin geschrieben. Sie ist aus Rumänien, seit gut 1 Jahr bei uns und hat sich zu...
Welche Rasse könnte gut passen?: Welche Erfahrung mit Hunden ist vorhanden? Hattest du bereits einen Hund? Ja ich hatte bereits Hunde zusammen mit meinen Eltern. Insgesamt sind...
Oben