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Trixi4

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Hey ihr :)
Also ich fang am Besten mal von vorne an...
Ich war heute mal wieder im örtlichen Tierheim und diesmal auf der Stelle für Hunde (Ist bei uns in Erfurt getrennt: Kleintiere und Katzen in der Stadt und die Hunde am Stadtrand mit ausreichend Gelände drumherum.) Ich war sonst immer in der Stadt auf der Stelle, um Futterspende o.Ä. abzugeben. Doch ich wollte mir auch mal die sog. Außenstelle ansehen.

Es ist wirklich berührend, was für Schicksale im Tierheim sitzen. Ich könnte wirklich heulen. :roll:
Ich frage mich wirklich, was für Menschen es über`s Herz bringen solche grundguten und bildhübschen Hunde einfach so auszusetzen.
Habe mich dann auch mit der Mitarbeiterin von dort unterhalten und sie hatte scheinbar bemerkt, dass ich von ein paar Hunden etwas angetan war, weil es waren wirklich so liebe Tiere dabei. Oh man.
Ein Schäferhund war grad 2 Tage da - einfach ausgesetzt. Alles um ihn rum bellt und er sitzt ganz brav da und schaut, als würde er fragen "Darf ich auch bellen?"

Und ja, ein bisschen verliebt habe ich mich auch in einen kniehohen Mix.
Eigentlich garnicht so der Typ Hund, den ich "schön" finde. Was heißt schön, jeder mag ja spezielle Hunde und ich halt eher etwas größere (z.B. Dobermann, Dogge, Schäferhunde...). Im Tierheim läuft der kleine unter "Foxterriermix" und ist 5 Jahre alt und weiß / rot - braun. Er wäre am liebsten zum schmusen durchs Gitter gekrabbelt, glaub ich. :shock: Ich durfte dann auch mit ihm ein Stück gehen und spielen. Er war so süß ich hät ihn am liebsten sofort mitgenommen. Was natürlich mehr als naiv ist. 1. Möchte ich momentan eigentlich nicht unbedingt einen Hund (es wäre außerdem der erste eigene). 2. Würde ich erst mehrmals ins Tierheim kommen, um den Hund kennenzulernen.

Jetzt kommt der riesengroße Haken: der Hund kann nicht alleine bleiben; was er jedoch bis zu maximal 6 Stunden am Tag müsste :/
Ich habe gegrübelt, wie lange es dauern könnte, bis er das erlernt hat; was natürlich sehr unterschiedlich sein kann. Was habt ihr damit für Erfahrungen gemacht? Das es nicht von heute auf morgen geht und in kleinen Schritten erfolgen muss ist mir klar. Denn ansonsten ist er für mich der Traumhund irgendwie. Ok, ein bisschen an der Erziehung müsste man noch feilen .... :eusa_think:
Es ist grad mehr so ein Wunschtraum, denke ich.
Ich ziehe eher eine Patenschaft in Erwägung. Denn ich denke, das ist das Problem vieler Dauerbewohner im Tierheim, dass sie nicht gut alleine sein können. So ist zumindest einem Hund vielleicht ein bisschen geholfen und das Tierheim ETWAS entlastet. Auch wenn ein Platz vor der Heizung bei der eigenen Familie dadurch selbstverständlich nicht zu ersetzen ist - leider. Aber ein paar schöne Leckerchen und ein neues Geschirr anstatt dem alten Halsband können auch schon ein bisschen helfen, denke / hoffe ich.:uups:

*grüüüüüübelt*:eusa_think:

lG
die grübelnde Trixi :eusa_think:
:)
 
  • Tierheim ...

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  • Tierheim ... Beitrag #2
Also selbst wenn er es lernen würde, wären 6 Stunden jeden Tag zu viel. Allerdings würde ein Tiersitter es möglich machen, dem müsstest du dann einen Schlüssel geben. Du könntest dir auch einen Tiersitter suchen, wo du ihn morgens ablieferst und abends holst.

Ich bekomme meinen einen Gassi-Hund auch gebracht, aber nur manchmal, sonst fahre ich zu ihm. Er müsste sonst 8 Stunden allein sein.
 
  • Tierheim ... Beitrag #3
Man muß es ganz langsam machen! Fängt mit Minuten an und steigert es dann Minute für Minute! Man barucht dafür viel Geduld und ausdauer und vor allem Zeit! Es vergehen Monaten bis man Ihn mal für eine Stunden allein lassen kann! Aber wenn du es geschafft hast lohnt es sich da Tierheim bewohner unendlich dankbar sind das man sie da raus holt!
Lg Yvi
 
  • Tierheim ... Beitrag #4
Oh man ... ich würde ihm gerne ein schöneres Leben bieten - wirklich. Nur einem von den vielen tausend Tierheimhunden (nicht, dass mir andere Tierheimtiere weniger leid tun!). Ich hab hier im Forum schon öfters gelesen, dass 6 Stunden wirklich die maximale Obergrenze sind, die ein Hund alleine sein kann.
Ich weiß auch, dass der Weg dahin lang ist und sowohl Geduld, als auch Ausdauer erfordert und nicht immer nur mit Erfolgen geschmückt ist - gerade wenn der Hund es nicht von klein auf kennt.
Ich weiß nicht, aber ich denke in dem Fall wäre wirklich erstmal eine Patenschaft besser, oder? :/

lG und danke für die bisherigen Antworten :)
Ihr merkt schon, ich bin etwas hin und hergerissen:/
 
  • Tierheim ... Beitrag #5
Ohje blöde Sache :(
Also ich persönlich würde erstmal eine Patenschaft in Erwägung ziehen. Bei einem Hund, der sowieso schon schlechte Erfahrungen in der Hinsicht gemacht hat, wird es länger dauern mit dem allein sein üben, als vielleicht bei einem unbeschriebenen Junghund.

Also Jerry konnte ich so nach 2 Monaten üben mal 1-2 Stunden allein lassen, was man aber an einer Hand abzählen konnte. Kannst dir also vorstellen, selbst, wenn er ganz schnell lernt, dass es einige Monate beanspruchen wird, bis du ihn auf diese 6 Stunden bekommst.
 
  • Tierheim ... Beitrag #6
Es ist wohl so, dass er als Welpe im Tierheim war und die Besitzerin hat es dann versäumt ihn konsequent genug zu erziehen. Dann war er wohl an eine Hand voll anderer Leute vermittelt, die meinten, sie würden das hinbekommen. Hm, nichts war`s, alles was er davon hat sind schlechte Erfahrungen und ich will da eigentlich nicht auch noch "dranrumprobieren" und bekomms dann am Ende vielleicht doch nicht hin.

Ich weiß es nicht, schließlich hatte ich nie einen eigenen Hund - nur mal zur Pflege oder so halt ...

Ich denke auch, dass eher die Patenschaft meine Entscheidung sein wird ... :)
 
  • Tierheim ... Beitrag #7
Schön, dass du nicht nur mit dem Herzen handelst ;) Will dir deine Fähigkeiten nicht absprechen, aber bei so einem armen Hund wäre ich wohl auch eher vorsichtig. Glaube, dass ist so ein Hund, der lieber zu einem Paar kommt, wo einer immer daheim ist.
 
  • Tierheim ... Beitrag #8
Pewee, würd ich nach meinem Herzen gehen hätte ich gestern alle Hunde mitgenommen, weil alle etwas besseres verdient haben, als so zu leben - das Dackelpäärchen, aber auch der durchaus kräftige, unerzogene und deswegen z.T. aggressive Dobirüde. :/
(Natürlich geben die Arbeitskräfte im Tierheim ihr Bestes! Doch das kann für mich ein - wie man es heute definiert - normales Hundeleben nicht ersetzen...)

Hmmm, ich trau es mir ja selbst nicht zu 100% zu. Man will ja nicht mehr "kaputt" machen, als manche Seelen dort eh schon sind :(

Hab eben nochmal angerufen und der (unfreundlichen!) Frau am Telefon in Ruhe erklärt, worum es mir geht: Dass ich gestern da war und den kleinen leider nicht aufnehmen kann. Dann hab ich gefragt, ob es sowas wie Patenschaften gibt und wenn ja, dann würde ich gerne sofort eine für ihn übernehmen.

Sie war der Meinung das geht nicht :eek: weil sie sind ja bestrebt die Tiere zu vermitteln.
Hä?! :eusa_doh: Das war mir durchaus auch klar aber ich versteh` nicht ganz, wieso es keinen Paten bzw. eine Bezugsperson geben kann, solange der Hund im Tierheim ist. Es weiß ja keiner wielange manche Tiere warten müssen, bis das richtige Herrchen/Frauchen kommt. :/
Das mehr oder weniger Schlechte daran ist für mich halt, dass der Hund im Falle einer Vermittlung sich wieder von der Bezugsperson trennen muss und andersrum. Aber ich denke, dass soetwas auch wiederum gut wäre, denn man kann dem Hund vielleicht noch ein bisschen Erziehung beibringen oder so :eusa_think:

Wirklich schade, aber es ist wirklich nicht möglich ihn hier aufzunehmen :(
 
  • Tierheim ... Beitrag #9
Mmmh ach gott, dass ist echt nicht so einfach, und komisch vom Tierheim, dass sie sich da irgendwie gar nicht "helfen" lassen wollen - so wie ich das verstehe, wäre es ja nichts anderes??? Aber wenn es deine Lebenssituation nicht zulässt, geht es eben nicht anders! Vielleicht ergibt sich ja doch etwas? Du hast nicht zufällig Eltern/Freunde/Verwandte, die dir da die erste zeit mit dem neuen Hündchen drüber helfen würden? So ein zwei Jahre, bis es mit dem alleinsein klappt? Ich muss ehrlich sagen, ich "trau" mich momentan selber nicht ins Tierheim.... ich würd schlussendlich mit 25 Hunden nach Hause gehen und ab dann in ner Hunde WG auf 70m² ....aber dafür mit riiiiiiiiiiiesigem Garten....leben!
 
  • Tierheim ... Beitrag #10
Hä, die Tante raff ich nicht. Der Hund kann doch trotzdem vermittelt werden, auch wenn er einen Paten hat *verwirrt*. Ich hätte bei so einem Hund sogar eher gesagt, dass es gut ist, wenn regelmäßig jemand kommt. Er hat große, berechtigte Verlustängste, da muss er doch auch mal erfahren dürfen, dass es Menschen gibt, die ihn nicht verlassen. Ich denke, solche positiven Erlebnisse, erhöhen eher seine Vermittlungschancen, aber gut, wenn sie meint :eusa_eh:
 
  • Tierheim ... Beitrag #11
Ja, ich hab es auch nicht verstanden :(
Die Frau mit der ich mich unterhalten hatte war so freundlich und auch sehr ehrlich dabei, was ich schon sehr wichtig finde; weil was bringt es denen zu sagen "Ja na klar ist der Hund mit anderen superverträglich, stubenrein und kann alleine bleiben", wenn der Hund dann nach einer Woche wieder im Tierheim landet weil das eben nicht so ganz der Wahrheit entsprach.

Ich fand den Hund nachdem ich ein Stück mit ihm gegangen bin einfach nur klasse. Hab dann gesagt "Ich würd ihn so gerne nehmen, aber es geht leider einfach nicht."
Die Frau vom Tierheim hat dann auch gesagt, dass es sein kann, der Hund lernt schnell, es kann aber auch sein, er lernt sehr langsam oder so. Und man sollte sich mindestens die ersten 2-3 Monate frei nehmen und dann heißt es üben, üben, üben. Und ob es en Zweithund "tut", weiß man auch nicht ...:eusa_think:
Aber ich denke das Beste für ihn wäre echt, wenn er wohin kommen könnte, wo er es nicht "neu" lernen muss, sondern einfach so sein kann wie er halt ist.
Nur was ist, wenn das Frauchen/Herrchen dann wieder Arbeit findet/hat?
Dann geht es wieder von vorn los für den Kleinen. :(
Ein älteres Ehepaar müsste, glaube ich, schon sehr fit sein, denn sie meinte, er ist sehr gut zum Fahrradfahren und Joggen geeignet, denn das macht ihm richtig Spaß. Das war natürlich bei mir noch ein Pluspunkt für ihn :/



Und dann die Tante am Telefon, bor die hät ich am liebsten durch den Hörer gezogen :shock:
Ich werd, denke ich, trotzdem immermal vorbeischauen und ein paar Leckerchen vorbeibringen...
 
  • Tierheim ... Beitrag #12
und wenn dus mal beim Tierschutzverein versuchst ;)
Der TSV Erfurt wird sicher stark im Zusammmenhang mit dem Tierheim stehen und bei einer Mitgliedschaft im Verein dich sicher ehrenamtlich im Tierheim beschäftigen können!
Ich habe nämlich gerade mal auf der Seite nachgeschaut und mich wundert es auch, dass unter dem Button "Helfen" nur die Möglichkeiten der Sach- und Geldspenden aufgelistet sind..
In allen Tierheimen, die mir bekannt sind, ist Mithilfe beim Hundeausführen oder in Form von patenschaften sogar erwünscht..


Der Hauptgrund allerdings, warum TH-Langzeitinsassen kein Zuhause finden, ist , dass sie entweder unter die Gefährlichkeitseinstufung der Landeshundeverordnung ( Erfurt wird damit kein problem haben, denn Thüringen und Niedersachsen besitzen keine Kampfhundelisten), fortgeschrittenes Alter besonders bei großen Hunden oder auch sehr häufig Aggressivität gegen Menschen und andere Hunde - diese Hunde sitzen meist bis zu ihrem Tod..
Nicht alleinebleiben zu können ist zwar in der Vermittlung nicht gerade förderlich, solang der Hund allerdings kein ausgewachsener junger Rottweiler ist, der die Steckdosen aus der Wand zieht , findet sich aber trotzdem meist verhältnismäßig schnell ein Zuhause!

LG Jana
 
  • Tierheim ... Beitrag #13
Naja Hunde ausführen kann man ja schon, wenn man im Verein ist. Aber halt der der grad raus muss und kein bestimmter. Obwohl ich Patenschaften nichtmal so schlecht finde. Z.B. gibt`s eine Schäferhündin dort, die arge Hüftprobleme hat und Medikamente braucht (sie sitzt auch schon eine halbe Ewigkeit).

Großartige Probleme mit so genannten "Kapfhunden" sind mir auch nicht bekannt. Als ich da war gab`s einen Dobi, 2 Staffmischlinge und ein Dogo Argentino.
Aber manche haben es wirklich schwer, hat mir die Frau auch erzählt - viele Hunde freuen sich halt, wenn mal jemand "anderes" vorbei kommt und bellen dann und springen auch mal am Gitter hoch, was manche Leute einfach einschüchtert. :/
 
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