Wir werden die Hefen nicht los

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Hanahxoxo

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Eines meiner Kaninchen frisst schon länger sehr schlecht. Jetzt fängt das Weibchen auch noch an.

Tierarzt hat alle untersucht. Ohne Befund. Dann kam der Kotbefund.


Hochgradiger Hefebefall. Der flüssige Kot sprach für sich. Nun ist es aber so, dass es trotz Nystatingabe nicht besser wird. Seit Montag gebe ich und sie fressen eher immer schlechter als besser. Liegen auch den ganzen Tag herum.


Eigentlich müsste es doch viel besser sein? Alles andere hat der Tierarzt aber ausgeschlossen. Zähne sind okay, Bauch okay. Der Kot wird einfach nicht fester.
 
  • Wir werden die Hefen nicht los Beitrag #2
Hallo,

Vorweg: lass dir unbedingt zumindest noch BeneBac geben.
Es ist immer sinnvoll den bisherigen Krankheitsverlauf und alles was es sonst noch an Symptomen gibt zu kennen.:eusa_think:

Also fange ich jetzt auch bei null an:
Was wurde beim Tierarzt alles untersucht und wie? Bauch Abtasten, In den Mund gesehen, Röntgenaufnahme von Bauch UND Kopf (oben und seitlich wegen Zähne), Ultraschall, Kotprobe von 3 Tagen?, Blutabnahme, etc.

Wurde auch auf Giardien getestet? Das ist ein separater Test den die wenigsten Tierärzte mit durchführen, weils halt extra kostet.

Bei wie vielen Tierärzten warst du bisher? Auch speziell zu diesem Problem? Was haben sie gesagt?
Was hat dein Tierarzt jetzt vor?

Wie ist die Vorgeschichte?
Es gab irgendwann mal Kokzidien und irgendwann mal was sie vom Verhalten „komisch“? Wie war das nochmal?

Wie leben sie? Innenhaltung in einem eigenen Zimmer war das oder? War da was mit zusätzlichem Auslauf mit oder ohne umsetzen? Benutzt du Reiniger, Lufterfrischer; welchen und wie oft? Verdacht auf Schimmel in der Wohnung? Gab es irgendwelche Veränderungen?

Ich bezweifle ehrlich gesagt dass der massive Durchfall von Hefen alleine kommt, erst recht jetzt, da du Nystatin gibst...



Hefen sind an sich kein Auslöser sondern mehr oder weniger „Begleiterscheinung“. Nystatin hilft nur um den akuten Zustand zu mildern. Die Hefen werden erst dann verschwinden, wenn die Ursache behoben ist.
Hefen kommen z.B. wenn schon eine Krankheit vorliegt, was dein Tierarzt aber bis jetzt ausschließt? Es kann auch von starkem Stress kommen. Am Häufigsten kommt es aber von falscher Fütterung.

Also, was fütterst du genau? Ich will es wirklich gaaaaaaanz genau bis ins Detail wissen.
Wiese - da reicht es mir vorerst wenn du mir sagst wie viele Pflanzenarten du ca. täglich in der Mischung hast (bei Bedarf frage ich dann noch genauer nach)
Wenn du Gemüse fütterst brauche ich klare Gemüsesorten! Welche du meistens verfütterst und wie viele verschiedene Sorten pro Tag.
Falls du zusätzlich „Trockenfutter“ gibst - welche Bestandteile (auf der Verpackung unter „Zusammensetzung), welche Verarbeitung (Pellets, geschrotet, Samen etc.)

Und dann natürlich wieviel, wie oft, in welchem Verhältnis?

Ein wild gewähltes Beispiel:
ca. 2/3 Wiese, täglich zwischen 8 und 12 Arten
1/3 Gemüse 2-4 Sorten; häufig: Endivie, Karotte, Kohlrabiblätter, Mairüben, Paprika, Radischen mit Blätter, Broccoli, Blumenkohl, Kopfsalat, Zucchini
1 EL Trockenfutter 2 mal die Woche; bestehend aus Haferflocken, Erbsenflocken, Leinsamen geschrotet, Sonnenblumenkerne geschält und Kürbiskerne geschält
24 Stunden nicht staubendes, trockenes, grünliches Heu direkt vom Bauern zur freien Verfügung
Wasser täglich frisch aus dem Napf
2 Fütterungen pro Tag. Das Frischfutter ist bis zur nächsten Fütterung fast komplett weg.


Gab es irgendeine Umstellung in der Fütterung? Wäscht du das Gemüse?

Ja, ich will es ganz genau wissen – um deinem Tier helfen zu können. Ohne diese wichtigen Informationen ist es mir nicht möglich dir bzw. deinem Tier zu helfen. :)


Liebe Grüße

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Zudem solltest du dir überlegen, je nachdem wie gut/schlecht gefressen wird, auf Zwangsfütterung umzusteigen.
Außerdem wären Infusionen wohl sehr sinnvoll, wenn ihr Flüssigkeitsverlust so hoch ist...
Natürlich in Absprache mit dem Tierarzt.
 
  • Wir werden die Hefen nicht los Beitrag #3
Tierarzt hat jetzt Cortison gespritzt, weil sie trotz Behandlung mäkeln. Bin ja kein Fan davon. Dexamethason haben sie ganz wenig bekommen.
Bird Benebac geben wir schon

Wir haben alles bereits untersuchen lassen Bauch, geröntgt wurde mittlerweile, Maul wurde geröntgt und untersucht, Kot, Blut, Urin. Bis auf Hefen okay und der eine hat einen hohen ec Titer.
Getestet wurde der Kot auf Kokzidien, Würmer, Giardien, Hefen. Hatten eine große Kotprobe machen lassen.

Gewesen sind wir bisher bei 4 verschiedenen Ärzten. Tierarzt meinte ich soll päppeln und Nystatin hingeben und er hat Cortison gegeben, was ich nicht so toll finde.

Ich hab die ganze Gruppe mehrfach auf Kokzidien behandelt. Das war aber ein Jahr her.


Sie leben momentan in Außenhaltung, nachdem nun alle geimpft wurden. Kein Schimmel nirgendwo.


Zu fressen bekommen sie morgens Dill, Petersilie, Zweige, Möhren, getrocknetes Möhrenkraut, Gras, Cuni Complete, Möhrenkraut, getrocknete Kräuter.

Liebe Grüße
 
  • Wir werden die Hefen nicht los Beitrag #4
Ich habe mir mal die Zusammensetzung und die Erklärungen des Herstellers zu CuniComplete angeguckt. Trockenfutter ohne die Nachteile eines herkömmlichen Trockenfutters, obwohl in der Form einem Pellet ähnlich, doch keiner und strukturiert. So in etwa hier zu lesen:



Liest sich klasse. Ob es ein Werbeversprechen ist oder stimmt, kann ich nicht beurteilen. Ich habe aber meine Zweifel, wenn ich bei einem anderen Anbieter das hier lese:


Zitat: " Dafür werden alle Zutaten zermahlen und in einem Extrusions-Kochverfahren zu kleinen Brocken verarbeitet."
Quelle:



Allein beim Wort "zermahlen" gehen meine Warnlampen an. Kaninchen brauchen strukturiertes Futter und nichts Zermahlenes. Ich würde dieses Futter langsam absetzen und durch frisches Grünfutter ersetzen - wohlgemerkt frisches, kein bzw. nur wenig getrocknetes Futter. Bei getrocknetem Futter (also auch bei getrockneten Kräutern und Heu) ist immer ein Problem der geringe Wassergehalt des trockenen Futters. Auch das kann zu Fütterungsproblemen führen, insb. bei empfindlichen Tieren. Deshalb sollte möglichst der größte Futterteil aus Frischfutter bestehen.

Nachzuslesen zB hier:
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Wir werden die Hefen nicht los Beitrag #5
Mit anderen Worten: Komplett weglassen?
Wie ist das mit dem Cortison? Ist es vertretbar wenn der TA es einmalig spritzt, dann nach einigen Wochen wieder?
 
  • Wir werden die Hefen nicht los Beitrag #6
Mit Cortison bei Kaninchen kenne ich mich nicht aus...es reduziert akute Entzündungsreaktionen. Beim Menschen kann es richtig sein, wenn es bei sehr starken Entzündungen kurzzeitig gegeben wird.

Ich würde in dieser Hinsicht durchaus dem Rat des TA vertrauen, wenn du dich sonst bei ihm gut aufgehoben fühlst.

Mit anderen Worten: Komplett weglassen?

Das wäre mein Rat hinsichtlich der Fütterung, ja. Aber bitte jetzt nicht abrupt weglassen und nur noch Grünzeug anbieten, sondern langsam vom Cuni-Complete weniger und genauso langsam täglich mehr Grünfutter. Gerade weil die Tiere ja offenbar Probleme mit der Verdauung haben, sollte eine Fütterungsänderung nicht abrupt geschehen.
 
  • Wir werden die Hefen nicht los Beitrag #7
Danke, dann werden wir das so machen.
 
  • Wir werden die Hefen nicht los Beitrag #8
Ich würde endlich auf Wiese umsteigen damit die Tiere nicht weiter immer das gespritzte Zeug bekommen (Dill, Möhren, Petersilie ist gespritzt). Dann dürften die ja angeblich seit Monaten vorliegenden Hefen von selber weggehen.
Außerdem würde ich meinem Tier nie bei "Mäkeligkeit" und/oder Durchfall oder Hefen Cortison spritzen lassen, das kann für Kaninchen tödlich sein.
 
  • Wir werden die Hefen nicht los Beitrag #9
Starker Durchfall kann auch tödlich sein...vielleicht solltest du mal begründen, feiveline, warum du davon nichts hältst oder welche Erfahrungen du damit gemacht hast.

Hahnahxoxo, Wiesenfutter wäre in der Tat das Allergesündeste für deine Tiere. Vielleicht könntest du ja mit zunehmendem Weglassen von CuniComplete zunehmend mehr Grünzeug in Form von frischer Wiese geben? Wenn du beim Sammeln unsicher bist oder dich (noch) nicht auskennst, nimm erst einmal das, was du kennst, also z.B. Löwenzahn, Gras, Gänseblümchen. Du musst ja eh langsam anfüttern und kannst dir dann nach und nach Kenntnisse über Pflanzenbestimmung und gute Sammelplätze verschaffen...
 
  • Wir werden die Hefen nicht los Beitrag #10
Cortison schwächt/unterdrückt die körpereigene Immunabwehr und kann genau das Gegenteil hervorrufen was man bezweckt.
Das Tier hat dann anderen Infektionskrankheiten nichts entgegen zu setzen, bei Außenhaltung denke ich da besonders an RHD oder Myxo...
Bei der Gabe von Cortison ist es schon zu plötzlichen Todesfällen gekommen die auf das Cortison zurückzuführen waren.

Cortison auf "Verdacht" (ohne ausreichende Diagnostik) zu geben weil "nur" Durchfall mit Hefen und Mäkeligkeit vorliegt halte ich für grob fahrlässig.


Auch BeneBac ist bei Hefen mit Vorsicht zu genießen da es Zucker enthält, also die Lieblingsnahrung der Hefen...
 
  • Wir werden die Hefen nicht los Beitrag #11
Ich habe mit Cortison nicht die schlechtesten Erfahrungen gemacht, auch wenn ich den Gebrauch kritisch sehe. Seitdem es gespritzt wurde wird wieder ordentlich gefressen und man haut richtig rein. Leider hält das meist nur für 2 Tage an und dann ist die Fressunlust wie vorher.
Gestorben ist mir bis jetzt noch keiner am Cortison. Der Arzt gibt meist Depotspritzen. Dennoch würde ich es nicht über einen langen Zeitraum geben und wir lassen auch Nieren und Leber kontrollieren.

Seit dem Cortison sind die Köttel wieder normal. Das Tier ist viel aktiver.
Cortison ist ja eher umstritten. Aber mein jetziger Arzt hat leider keine andere Diagnose und untersucht haben wir ja schon einiges.
Es bringt ja auch nichts, wenn das Tier eingeht, weil es so gut wie nichts zu sich nimmt (Worte vom Arzt).
Dieses Mal hat er es aber eher gemacht, weil ich ab morgen nicht zu Hause bin und dann eben auch nicht päppeln könnte bzw. damit das Tier übers Wochenende kommt.
Für Montag hat er noch etwas zur besseren Abwehr bestellt, was das Tier dann bekommt.

Sehr viel ruckartig umstellen werde ich nicht.
"Never change a running system" was bisher in Abschnitten ja doch funktionierte meinte mein Arzt und da das Tier so sensibel auf Veränderungen reagiert, soll ich Umstellungen möglichst unterlassen.

Gestern habe ich unabhängig vom Arzt nochmal in der Tierklink angerufen. Ich hatte 2 Kotproben versandt. Auch da fand man Hefen. Leider war auch dort Ratlosigkeit anzutreffen und die Tierärztin hat selbst 4 Kaninchen. Sie will sich jetzt mit Frau Dr. *Bitte keine Vollnamen nennen* in Verbindung setzen, weil sie auch nicht weiter weiß.
Die Hefen kommen vom Antibiotikum.
 
  • Wir werden die Hefen nicht los Beitrag #12
Cortison finde ich hier durchaus berechtigt. Die Nebenwirkungen treten eigentlich erst bei Langzeitgabe und hoher Dosierung ein. Mal hier oder da bissl zum Aufbau ist nicht schlimm. Es wird leider viel zu sehr verteufelt. Jedes Medikament birgt gewisse Risiken.
Cortison hat auch einen tollen Nebeneffekt, wie man hier wunderschön sehen kann: es macht hungrig! Was in dem Fall natürlich erwünscht ist ;)

E.C. kann durchaus auch Durchfall auslösen. Etwas verwunderlich ist, dass es beide getroffen hat. Natürlich kann es sein, dass durch den Ausbruch bei dem einen auch das Partnertier stärker belastet ist und es auch dort zum Ausbruch kommt. Was aber eher selten ist. Noch seltener, dass beide das gleiche Symptom zeigen.
Auch wenn es sonst keine Symptome gibt kann man bei einem hohen Titer ruhig mal, in Absprache mit dem Tierarzt, mit Panacur „durchspülen“. Das wird eigentlich gut vertragen.
Ausschließen würde ich es nicht. Irgendeinen Anhaltspunkt braucht man ja :eusa_think: Behalte es mal im Hinterkopf…

Zu fressen bekommen sie morgens Dill, Petersilie, Zweige, Möhren, getrocknetes Möhrenkraut, Gras, Cuni Complete, Möhrenkraut, getrocknete Kräuter.

Fütterst du nur morgens? Wie lange haben sie was vom Frischfutter? Das ist ja sicher schnell weg… Wenn du nicht nachlegst machen sie somit jeden Tag eine Futterumstellung durch.
Über Nacht sind Kaninchen am Aktivsten, dann brauchen sie die meiste Energie. Gerade dann fressen sie für gewöhnlich auch am meisten. Deine haben aber dann nur Heu und evtl. noch Karotten und Cuni? Also genau das was nur unter Beifutter laufen sollte. Am Morgen, wenn sie sich langsam wieder beruhigen bekommen sie von dir die vorher dringend benötigte Energie – also erst dann wenn sie sie eh nicht ganz so nötig brauchen. Eine Futterumstellung und dann auch noch zur ungünstigsten Zeit ;) Verstehst du was ich meine?

Ja, das Cuni bitte komplett weglassen. Da schließe ich mich Tapa an. Das gibt man wenn überhaupt nur unter gewissen Umständen für Zahnkaninchen und selbst da bin ich nicht der größte Freund davon. Das Zermahlene hat keine sinnvolle Struktur und kann die Verdauung stark beeinträchtigen. Gleicher Effekt bei jedem pelletierten Futter, Mehl usw. Auch dann wenn es anschließend wieder „zusammengeklebt“ oder –gepresst wurde. Das Warum zu erklären würde an der Stelle zu lange dauern.
Auch bei getrocknetem Grün (Heu, Kräuter) zerfällt die Struktur sehr schnell und ist daher nur bedingt geeignet. Das merkt man ja schon wenn man es in der Hand zerbröselt, bei frischer Wiese passiert das nicht.
Alles Frische was du im Laden kaufen kannst ist in irgendeiner Art vorbelastet. Zumindest gründlich abwaschen sollte man es, wenn man es schon unbedingt geben will/muss.

Auch hier schließe ich mich wieder an. Das aller beste was du geben kannst ist nach wie vor artenreiche Wiese und Äste mit Laub.
Danke, dann werden wir das so machen. […]
Sehr viel ruckartig umstellen werde ich nicht.
Sehr gut! :clap:

Ziel wäre es wenn sie 24 Stunden frische, artenreiche Wiese haben. Dazu etwas Heu mit ein paar getrockneten Kräutern, hier und da aus der Küche ein bisschen Gemüsereste oder auch mal ein Stückchen Obst (jetzt eher nicht da sich wegen dem Fruchtzucker Hefen vermehren).

Die Hefen kommen vom Antibiotikum.
Seit wann bekommen sie AB? Warum? Gibst du es oral?
 
  • Wir werden die Hefen nicht los Beitrag #13
Wie du sagst geben wir das Cortison immer nur mal. Nicht länger und der schöne Nebeneffekt ist eben das wieder gefressen wird. Leider hält es dann auch nur 2 Tage und eine Dauerlösung ist es auch nicht.

Momentan bekommen sie mehrere kleine Mahlzeiten, so ca. 6 Mal am Tag was und Heu ist dauerhaft da. Wir füttern morgens um 6, dann um 10, um 14 Uhr und um 16 Uhr, um dann um 20 Uhr und um 23 Uhr nochmal.
Vor der Cortisongabe war das Futter noch sehr lange drinnen. Wir haben aber alles untersucht. Der Tierarzt ist etwas ratlos.
Er überlegt Fibreprelex oder Silberwasser einzusetzen.

AB haben sie vor 2 Wochen bekommen und davor schon etliche Male. Von daher ist der Darm sehr angegriffen.
 
  • Wir werden die Hefen nicht los Beitrag #14
Oh, mann, das hört sich alles echt heftig an. Ich wünsche deinen Tieren gute Besserung und drücke ihnen die Daumen!
 
  • Wir werden die Hefen nicht los Beitrag #15
Wieso füttert ihr 6 mal täglich? Warum hast du das vorher nicht schon erwähnt wie ich nach der genauen Fütterung gefragt habe?
Fibreplex ist sicher i.O.

Warum hast du das mit dem AB verschwiegen als ich dich nach der Vorgeschichte gefragt habe? :eusa_eh: Das gehört eindeutig dazu und ist sehr sehr wichtig zu wissen.
Kein Wunder wenn ihnen da die Verdauung hopps geht... Ja sicher kommen dann auch andere Beschwerden wie vermehrt Hefen.
Also eigentlich wusstest du schon vorher warum die Verdauung so kaputt ist. Warum lässt du uns hier dann ewig Rätsel raten? Nicht sehr nett... :?

Versuch jetzt die Verdauung neu aufzubauen mit besagter Futterumstellung und auch gerne vorerst weiterhin aufbauende Mittel (BeneBac, Fibreplex, Rodicare akut usw. nur nicht zu viel mixen. bleib bei 1-2). Du wirst in Zukunft sehr genau auf deine Fütterung achten müssen.
Hier eine Liste mit fressbaren Wildpflanzen:
Wenn du Fragen dazu hast:


Solltest du je wieder AB geben müssen, spritz es unter die Haut.
Lass es dir vom Tierarzt zeigen, dann musst du sie auch nicht hinzerren. So schwer ist es nicht und für die Kaninchen ist es der Erfahrung nach weniger schlimm als oral. Einfacher für die Psyche und natürlich vieeeel besser für die Verdauung.
Solltest du je wieder Medizin (egal welche) oral geben müssen und kannst nicht auf Injektion umsteigen, dann gib ca. 1 Stunde vorher BeneBac. Dann verkraftet das die Verdauung auch besser.
 
  • Wir werden die Hefen nicht los Beitrag #16
Dankeschön. Ich hoffe, die Spezialisten haben eine Idee was es noch sein kann. Die Tierklinik Ärztin meinte, es ist wirklich speziell, weil man nur schwer die Ursache ausmachen kann.

Hat jemand Erfahrungen mit Silberwasser? Ist das eher Aberglaube oder hilft das wirklich?

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

@zitroneneistee: Weil ich auch nur ein Mensch bin und Dinge vergesse?
Das kann man auch netter sagen. Da musst du mich nicht gleich angiften. Ich habe es ja nicht absichtlich vergessen. Warum sollte ich auch? Ich schreibe doch nicht ratsuchend in ein Forum und halte mit Absicht Informationen vor.
Der Grund für die momentane Lage ist laut Arzt ist nicht das Antibiotikum (ich meine damit nicht die Hefen). Sie hatten das mit der Fressunlust schon einmal. Da ging es aber von allein wieder weg. Tierarzt meinte am Telefon Hefen wären nicht das Problem für den Zustand.
Ich habe das Antibiotikum bereits gespritzt gehabt. Danke für den Rat, aber wir haben es auf Anraten des Arztes schon nicht mehr oral gegeben, da es magenschonender ist. Ich spritze Medikamente fast nur.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Kann ich die Kräuter auch im Wald pflücken oder ist das zu riskant?
 
  • Wir werden die Hefen nicht los Beitrag #17
Ja, natürlich kannst du im Wald pflücken. Nicht unbedingt auf der Haupt-Hunde-Ausführstrecke am Wegesrand, weil da eben öfter Verunreinigungen sind, und auch nicht direkt an der Schnellstraße wegen der Abgase...ansonsten überall, wo eben welche wachsen;)

Hanahxoxo, nicht böse sein, aber ich kann Zitroneneistee schon verstehen - und ich empfinde als nicht betroffener Leser ihr letztes Posting auch nicht als "angiften". Sie hat sich in diesem und auch in früheren Threads von Dir schon viel Mühe gegeben, um dem Problem auf die Spur zu kommen und zu helfen - und zuletzt hatte sie geschrieben, das sie GANZ GENAUE Angaben zur Fütterung benötigt, um dir evtl. zu helfen...da kann ich verstehen, dass sie dir das auch sagt, weil die Angaben eben, wie sich herausgestellt hat, doch teilweise ungenau waren. Dass du auch nur Mensch bist und deine Nerven durch die langwierigen Krankheitsgeschichten und die Tierarzt-Odyssee bestimmt gelitten haben - ja, das verstehe ich auch...trotzdem, atme mal durch und bitte, werte nicht alles gleich als bösen Angriff. Ich bin mir sicher, es ist keiner.
Ich hoffe wirklich, dass es deinen Kaninchen bald besser geht.

Ganz liebe Grüße
Tapa
 
  • Wir werden die Hefen nicht los Beitrag #18
Ich muss Zitroneneistee auch zustimmen& ich empfinde es auch nicht als ein Angriff. Das ein Antibiotikum die Verdauung stark beeinträchtigt ist ja klar- ist ja auch beim Menschen so. Kaum bekommt man ein AB bekommt man z.B. Hautpilz, Verdauungsprobleme etc und zwar richtig langwierige Geschichten.

Hefen an sich sind in meinen Augen kein Krankheitsbild. Sie folgen nach einer Krankheit oder einem Problem (Kokis, bei AB-Gabe, ...) und gehen meistens recht Problemlos. Man sollte nicht die hefen behandeln- sondern die Ursache warum sie da sind. Das zuckerfreie Bene-Bac könnte helfen. Auf keinen Fall das Gel. Das ist Zucker pur und macht alles noch schlimmer- Zucker sollte vermieden werden. Allerdings geht z.B. Apfel. Das Apfelpektin wird gutes im Darm tun- kannst du gerne geben. Dann Appetitanregendes wie Dill. Wegeriche um die Reizung des Darmes zu lindern, wenn du dran kommst auch Kamille. Bei uns hilft bei Bauchproblemen meistens die Kombination von Apfel+ Wegerichen und dazu noch gute Wiese, aber eben Wegeriche und co in großen Mengen.

Mit Wiese würdest du das Darmproblem super in den Griff bekommen- wichtiges hat Zitroneneistee dazu ja schon geschrieben.

LG
 
  • Wir werden die Hefen nicht los Beitrag #19
Ich habe es einfach vergessen das mit dem Antibiotikum zu schreiben. Gerade weil der Tierarzt auch meinte, damit würde das nicht zusammen hängen.



Ich bin so froh, dass momentan noch das Cortison wirkt und man begeistert rumhüpft und frisst. Ich habe nur schreckliche Angst davor, wenn die Wirkung nachlässt und das wird sie, weil ewig hält das Cortison nicht.

:(

Und dann ist Wochenende und ich kann nicht schon wieder zum Notdienst, weil ich dann ja gar nicht da bin.

Der Kot sieht momentan wieder schön rund aus und stinkt auch nicht mehr.
Aber seitdem das Kaninchen das Cortison bekam.

Nur wenn es durchs Cortison besser geht, ist das doch ein Zeichen dafür, dass auch eine Entzündung da ist, oder nicht?
 
  • Wir werden die Hefen nicht los Beitrag #20
Macht nix, jetzt wissen wir es ja ;)

Ich würde nicht gleich zum Tierarzt rennen wenn jetzt wieder Matsche kommt- du kennst die Ursache im Prinzip. Bei Durchfall kann man Brombeerblätter geben. Das zusammen mit entzüdungshemmenden Wildkräutern und faseriger Wiese, welchen den Darm in Ordnung bringt wird den Darm wieder hin bekommen. Darmgeschichten dauern lange und es braucht bis er sich erholt. Wenn du dann weiter mit Cortison und weiteren Medikamenten behandelst sind die Köttel evtl ganz okay vom aussehen- dem Darm bringt es nicht so viel.

Ob da eine Entzündung ist können wir so nicht sagen. Ich würde aber sagen der Darm ist aus dem Gleichgewicht gekommen.

Der Durchfall ist in meinen Augen ein Anzeichen dafür dass der Körper irgendetwas herausarbeiten bzw rausbekommen will- ich würde ihn erstmal lassen und ihm helfen sich zu regenerieren.

Heu und Wiese ist da am besten, dazu ganz besonders wie gesagt Apfel+Wegeriche.

Was ich an deiner Stelle sonst noch füttern würde kann ich dir grad nicht aus dem Stegreif sagen- müsste ich erst genauer nachdenken.


Mein Gedankengang: Evtl Flohsamen+ Leinsamen, die haben die Eigenschaft den Mist aus dem Darmtrakt mit raus zu nehmen. Wieviel Erfolg das bei Kaninchen verspricht weiß ich nicht, bei Menschen und Pferden klappt es aber- Pferde und Kaninchen sind sich ja vom Magen-Darm Trakt auch garnicht so unterschiedlich.


Ich schreib morgen bzw später nochmal wenn ich ausgeschlafen bin.

LG
 
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