- Epilepsie bei Katze Roxy Beitrag #1
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_Digger
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Guten Abend,
ich habe ein mehr oder weniger grosses Problem. Es ist nicht das Tier an sich sondern das was Tier und Mensch plagt. Epilepsie. Ich weiss gerade nicht wirklich wie ich das Thema beginnen soll, weil es mich auch sehr mitnimmt.
Meine Katze Roxy, gerade süße 10-11 Monate alt, ist heute zum zweiten Mal Opfer der unvorhersehbaren Krampfanfälle geworden.
Am 31.05.2010 wollte ich gerade um 07.30h das Haus verlassen, als Roxy plötzlich nur noch im Kreis lief. Auf Zurufe hatte sie nicht mehr reagiert. Sie fiel nach ca. 10-20 Sekunden auf die Seite und krampfte mit dem ganzen Körper.
Was ich bis dahin nicht wusste; weil ich es weder beim Menschen noch beim Tier bisher miterlebt habe; es sollte ein epileptischer Anfall sein.
Anfangs dachte ich sie hätte irgendetwas verschluckt und würde vor Atemnot nun mit dem Leben ringen.
Ich glaube einige von euch verziehen gleich ihr Gesicht wenn ich sage, ich hab versucht nachzusehen ob dem wirklich so ist. Ich wurde ziemlich übel von dem Tier dabei im rechten Zeigefinger gebissen. Sie konnte nichts dafür und ich nehme es der Katze auf gar keinen Fall in irgendeiner Weise übel, sie konnte in dem Moment nicht anders.
Ich habe sie hochgenommen und versucht sie auf mich aufmerksam zu machen. Ohne Erfolg. Ehrlich gesagt dachte ich sie überlebt es nicht.
Nach ca. 5 Minuten (gefühlte 5 Stunden) war der Anfall vorbei. Sie sah mich ganz verwundert und hilflos an. Schaum vor dem Mund lies mich so langsam an Epilepsie denken. Sie erweiterte Ihre Pupillen immer wieder, bis sie realisierte wo sie ist.
Arbeitgeber angerufen und sofort zum TA. Diesem haben wir den Anfall so gut wie nur möglich (selbst geschockt) beschrieben.
Wir liessen Roxy beim TA. Eine Untersuchung sollte Licht ins Dunkel bringen. Nach mehreren Stunden haben wir sie dann wieder abgeholt. Total verstört und schreckhaft allem gegenüber was Krach macht oder sich bewegt. Der Spieltrieb ist aber trotz allem unverändert.
Zwei Tage später kam der Anruf es könne an einer Schilddrüsenüberfunktion liegen, das der sogenannte T4 Wert bei 3,4 liegen würde.
Wir mussten also Roxy´s Ernährung umstellen. Kein Dosen-, oder Discount Futter mehr. Nur noch Royal Canin CALM um die Katze etwas zu beruhigen und immer Frischwasser.
Dies war genau vor zwei Wochen.
Am 10.06.2010 haben wir eine zweite Blutprobe nehmen lassen um den T4 erneut bestimmen zu lassen. Am Samstag den 12.06.2010 nun das Ergebnis. T4 = 3,0 immer noch zu hoch.
Wir bekamen zusätzlich FELIMAZOLE 2,5mg 100er Tabletten um die Schilddrüsenfunktion zu senken. (Einnahme 1x früh täglich)
Dieses haben wir am Sonntag 13.06 früh erstmals gegeben.
Am Montag 14.06 hört ich früh ein Würgegeräusch. Sie hatte gespuckt. Eine transparente Flüssigkeit mit einem kleinen Halm Katzengras.
Trotzdem nochmal die Tablette mit dem Frühstück.
Da ich die Rechnung bei TA bar begleichen wollte machten wir uns also auf den Weg um noch kleine Fragen zu klären.
Da die Katze seit nunmehr 2 Wochen ausschliesslich dieses braune einfarbige Trockenfutter bekommt, wollten wir wissen ob eine Zufütterung möglich sei. Sie tat uns beim Abendessen so leid, da sie immer schnüffelte was wir gerade essen.
Zufütterung also möglich, Gekochtes Hühnchen, Fisch, Milchreis.
Katzengras und sämtliche Pflanzen müssen wir nun entfernen um auszuschliessen das Roxy von dem Grünzeug gespuckt hat, oder auf die Tabletten.
Wir haben eine Hähnchenkeule gekauft, für Roxy gekocht und ohne Fett mundgerecht zusammengeschnippelt. Nur das sie eben auch mal einen anderen Geschmack bekommt.
Nur ganz soweit sollte es erstmal nicht kommen. Als ich ihr Essen zubereiten wollte, fing sie auf der Couch erneut das krampfen an. (17:45h) Wieder der ganze Körper und liegend im Kreis. Ich habe gefühlte 1000 Seiten über Epilepsie bei Katzen gelesen, aber es fährt mir durch Mark und Bein wenn ich die Kleine so hilflos erleben muss. Ich kniete mich vor die Couch um zu verhindern das sie herunter fällt. Sie kratze mich ziemlich dabei, aber ich wollte ihr helfen. Meine Freundin stellte den Fernseher stumm und ich versuchte unter Tränen beruhigend auf die Katze einzureden.
Ca. drei Minuten und eine Kralle später hörte es auf. Sie blieb erstmal regungslos liegen und sah mich total leer an. Sie hatte flachen schnellen Atem und sah sich nur um. Ich streichelte die Katze redete immer noch mit ruhiger Stimme mit ihr. Meine Freundin holte ihr Wasser und etwas zu Fressen. Dies verweigerte sie zunächst, nahm aber nach ein paar Minuten trotzdem etwas zu sich. Erst etwas kraftlos versuchte sie aufzustehen und suchte. Fragt mich nicht nach was. Sie stöberte von Eck zu Eck immer unter unserer Beobachtung, lief von einem Raum in den anderen. Sie wirkte nicht unbedingt apathisch war aber ansprechbar.
Da ich in mehreren Foren nun gelesen habe wie kraftraubend so ein Anfall sein kann, lies ich die Katze bei meiner Freundin und machte mich weiter ans Hähnchen. Davon hat sie sofort ein paar Brocken gegessen, nicht viel aber trotzdem was.
Entgegen den Beschreibungen die ich bisher gelesen habe, rannte die Katze eine halbe Stunde nach dem Anfall wieder herum, spielte am Kratzbaum und mit Ihrer hängenden Maus. Auffällig dabei war nur das sie nicht zur Ruhe kam.
Gerade eben hat sie sich hingelegt und schläft tief und fest.
Nun habe ich noch ein paar Fragen, die ich viell durch euch beantwortet bekomme.
-Wie Wirksam ist die Alleinfütterung durch Royal Canin CALM ?
----> lt. TA Beruhigung der Katze und spezielles Eiweiss fürs Gehirn
-Welche Erfahrungen habt ihr mit FELIMAZOLE 2,5 mg Tabletten
----> soll Schilddrüsenfunktion senken
-Ist eine Schilddrüsenüberfunktion zwingend Grund für so einen Anfall?
----> absolut keine Ahnung von solchen Dingen
Vorgeschichte von Roxy:
Sie wurde frühzeitig geimpft und bereits kastriert. Sie ist keine Freigängerin und bei uns einziges Haustier. Keine weiteren Krankheiten bekannt. Familiärer Umkreis der Katze nicht bekannt.
Vielen Dank für eure Beiträge.
_Digger
ich habe ein mehr oder weniger grosses Problem. Es ist nicht das Tier an sich sondern das was Tier und Mensch plagt. Epilepsie. Ich weiss gerade nicht wirklich wie ich das Thema beginnen soll, weil es mich auch sehr mitnimmt.
Meine Katze Roxy, gerade süße 10-11 Monate alt, ist heute zum zweiten Mal Opfer der unvorhersehbaren Krampfanfälle geworden.
Am 31.05.2010 wollte ich gerade um 07.30h das Haus verlassen, als Roxy plötzlich nur noch im Kreis lief. Auf Zurufe hatte sie nicht mehr reagiert. Sie fiel nach ca. 10-20 Sekunden auf die Seite und krampfte mit dem ganzen Körper.
Was ich bis dahin nicht wusste; weil ich es weder beim Menschen noch beim Tier bisher miterlebt habe; es sollte ein epileptischer Anfall sein.
Anfangs dachte ich sie hätte irgendetwas verschluckt und würde vor Atemnot nun mit dem Leben ringen.
Ich glaube einige von euch verziehen gleich ihr Gesicht wenn ich sage, ich hab versucht nachzusehen ob dem wirklich so ist. Ich wurde ziemlich übel von dem Tier dabei im rechten Zeigefinger gebissen. Sie konnte nichts dafür und ich nehme es der Katze auf gar keinen Fall in irgendeiner Weise übel, sie konnte in dem Moment nicht anders.
Ich habe sie hochgenommen und versucht sie auf mich aufmerksam zu machen. Ohne Erfolg. Ehrlich gesagt dachte ich sie überlebt es nicht.
Nach ca. 5 Minuten (gefühlte 5 Stunden) war der Anfall vorbei. Sie sah mich ganz verwundert und hilflos an. Schaum vor dem Mund lies mich so langsam an Epilepsie denken. Sie erweiterte Ihre Pupillen immer wieder, bis sie realisierte wo sie ist.
Arbeitgeber angerufen und sofort zum TA. Diesem haben wir den Anfall so gut wie nur möglich (selbst geschockt) beschrieben.
Wir liessen Roxy beim TA. Eine Untersuchung sollte Licht ins Dunkel bringen. Nach mehreren Stunden haben wir sie dann wieder abgeholt. Total verstört und schreckhaft allem gegenüber was Krach macht oder sich bewegt. Der Spieltrieb ist aber trotz allem unverändert.
Zwei Tage später kam der Anruf es könne an einer Schilddrüsenüberfunktion liegen, das der sogenannte T4 Wert bei 3,4 liegen würde.
Wir mussten also Roxy´s Ernährung umstellen. Kein Dosen-, oder Discount Futter mehr. Nur noch Royal Canin CALM um die Katze etwas zu beruhigen und immer Frischwasser.
Dies war genau vor zwei Wochen.
Am 10.06.2010 haben wir eine zweite Blutprobe nehmen lassen um den T4 erneut bestimmen zu lassen. Am Samstag den 12.06.2010 nun das Ergebnis. T4 = 3,0 immer noch zu hoch.
Wir bekamen zusätzlich FELIMAZOLE 2,5mg 100er Tabletten um die Schilddrüsenfunktion zu senken. (Einnahme 1x früh täglich)
Dieses haben wir am Sonntag 13.06 früh erstmals gegeben.
Am Montag 14.06 hört ich früh ein Würgegeräusch. Sie hatte gespuckt. Eine transparente Flüssigkeit mit einem kleinen Halm Katzengras.
Trotzdem nochmal die Tablette mit dem Frühstück.
Da ich die Rechnung bei TA bar begleichen wollte machten wir uns also auf den Weg um noch kleine Fragen zu klären.
Da die Katze seit nunmehr 2 Wochen ausschliesslich dieses braune einfarbige Trockenfutter bekommt, wollten wir wissen ob eine Zufütterung möglich sei. Sie tat uns beim Abendessen so leid, da sie immer schnüffelte was wir gerade essen.
Zufütterung also möglich, Gekochtes Hühnchen, Fisch, Milchreis.
Katzengras und sämtliche Pflanzen müssen wir nun entfernen um auszuschliessen das Roxy von dem Grünzeug gespuckt hat, oder auf die Tabletten.
Wir haben eine Hähnchenkeule gekauft, für Roxy gekocht und ohne Fett mundgerecht zusammengeschnippelt. Nur das sie eben auch mal einen anderen Geschmack bekommt.
Nur ganz soweit sollte es erstmal nicht kommen. Als ich ihr Essen zubereiten wollte, fing sie auf der Couch erneut das krampfen an. (17:45h) Wieder der ganze Körper und liegend im Kreis. Ich habe gefühlte 1000 Seiten über Epilepsie bei Katzen gelesen, aber es fährt mir durch Mark und Bein wenn ich die Kleine so hilflos erleben muss. Ich kniete mich vor die Couch um zu verhindern das sie herunter fällt. Sie kratze mich ziemlich dabei, aber ich wollte ihr helfen. Meine Freundin stellte den Fernseher stumm und ich versuchte unter Tränen beruhigend auf die Katze einzureden.
Ca. drei Minuten und eine Kralle später hörte es auf. Sie blieb erstmal regungslos liegen und sah mich total leer an. Sie hatte flachen schnellen Atem und sah sich nur um. Ich streichelte die Katze redete immer noch mit ruhiger Stimme mit ihr. Meine Freundin holte ihr Wasser und etwas zu Fressen. Dies verweigerte sie zunächst, nahm aber nach ein paar Minuten trotzdem etwas zu sich. Erst etwas kraftlos versuchte sie aufzustehen und suchte. Fragt mich nicht nach was. Sie stöberte von Eck zu Eck immer unter unserer Beobachtung, lief von einem Raum in den anderen. Sie wirkte nicht unbedingt apathisch war aber ansprechbar.
Da ich in mehreren Foren nun gelesen habe wie kraftraubend so ein Anfall sein kann, lies ich die Katze bei meiner Freundin und machte mich weiter ans Hähnchen. Davon hat sie sofort ein paar Brocken gegessen, nicht viel aber trotzdem was.
Entgegen den Beschreibungen die ich bisher gelesen habe, rannte die Katze eine halbe Stunde nach dem Anfall wieder herum, spielte am Kratzbaum und mit Ihrer hängenden Maus. Auffällig dabei war nur das sie nicht zur Ruhe kam.
Gerade eben hat sie sich hingelegt und schläft tief und fest.
Nun habe ich noch ein paar Fragen, die ich viell durch euch beantwortet bekomme.
-Wie Wirksam ist die Alleinfütterung durch Royal Canin CALM ?
----> lt. TA Beruhigung der Katze und spezielles Eiweiss fürs Gehirn
-Welche Erfahrungen habt ihr mit FELIMAZOLE 2,5 mg Tabletten
----> soll Schilddrüsenfunktion senken
-Ist eine Schilddrüsenüberfunktion zwingend Grund für so einen Anfall?
----> absolut keine Ahnung von solchen Dingen
Vorgeschichte von Roxy:
Sie wurde frühzeitig geimpft und bereits kastriert. Sie ist keine Freigängerin und bei uns einziges Haustier. Keine weiteren Krankheiten bekannt. Familiärer Umkreis der Katze nicht bekannt.
Vielen Dank für eure Beiträge.
_Digger
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