Rassezucht - Damals und heute

Diskutiere Rassezucht - Damals und heute im Hunderassen Forum im Bereich Hunde Forum; Neulich viel mir in einem Antiquariat ein altes Buch über Hunde und Hundezucht in die Hände. Nun, "alt" ist gut, denn das Buch ist aus den 50er...
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Neulich viel mir in einem Antiquariat ein altes Buch über Hunde und Hundezucht in die Hände.
Nun, "alt" ist gut, denn das Buch ist aus den 50er Jahren, der Text nicht allzu informativ, aber die Bilder fand ich so spannend, dass ich das Buch mitgenommen habe und sie euch auch nicht vorenthalten möchte.
Die Bilder zeigen die Rassestandarts vieler Hunderassen, wie sie eben im Idealfall in den 50er Jahren aussahen.
Heute sehen viele Rassen viel "extremer" aus in ihrer Form, die Standarts sich noch größer, noch kleiner, noch kürzere Nasen, noch längere Ohren...etc.
An die Gesundheit der Hunde wird dabei leider oft nicht mehr gedacht, denn viele Rassen die wir heute haben, sehen zwar schön aus, sind aber leider häufig durch Genkrankheiten oder unnatürlichen Körperbau (wie z.B. Brachycephalie ) belastet.

Ich habe mal die Bilder aus den 50er Jahren mit den heutigen Standarts verglichen:

Die Deutsche Dogge:
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So sieht sie heute aus:




Der gesamte Rahmen ist viel größer, die Doggen von heute sehen viel mächtiger aus, die Leftzen hängen stärker, sie leiden an Augen und Herzproblemen, haben keine sehr hohe Lebenserwartung.

Der Boxer:
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Damals schon ein zierliches Näschen, ist die Nase heutzutage geradezu nach oben gebogen und in der Regel kürzer als der Unterkiefer:


Die Französische Bulldogge:
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Auch der Bully hatte früher schon kaum Nase, heute ist sie noch kürzer und die längeren Leftzen hängen viel weiter herunter:


Der Bernhardiner:
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Vielleicht handelt es sich auf dem alten Foto um ein jüngeres Tier, dessen Kopf noch nicht ganz definiert ist, da bin ich mir nicht sicher, ansonsten wären hier die Unterschiede aber schon auch sehr deutlich, denn so sieht der Bernhardiner heute aus:

extrem lange Leftzen, sehr breiter Kopf, hängende Augenlieder

Last but not least:
Der Mops



[/URL]

Ja, vor 50 Jahren hatte der Mops noch eine Nase und einen viel schmaleren Körperbau, heute sieht dagegen recht traurig aus:

Die Nase ist soweit zurückgezüchtet, dass sich eine starke Falte darüber wirft, insgesamt wirkt der Körper plump.

Es gab noch viel mehr tolle Bilder in dem Buch, aber ich kann euch jetzt schlecht alle zeigen ;)

Natürlich sind alle Bilder auch nur Aufnahmen von Individuen und sicher gibt es auch heute Rassevertreter die nicht so extrem aussehen.
Aber die Tendenz ist deutlich und da man fragt sich, wo das noch hinführen soll? Ich würde mir wünschen es würde in der Zucht wieder mehr Wert auf Gesundheit, Wesen und Charakter gelegt, aber leider gewinnt man den Eindruck, dass es den Zuchtvereinen vielfach in erster Linie ums Aussehen geht.
Da gibt es Schäferhunde mit krummen Rücken die Ausstellungen gewinnen, halb erstickte Champion-Möpse und Ridgebacks mit DS-Zysten und Siegerschleife um.
Wer möchte sowas frage ich mich?

Was ist nur aus den vielen, tollen Rassen geworden? Steckt das Zuchtwesen in einer Sackgasse und warum geben Zuchtvereine weiterhin Standarts raus die zum Teil an Tierquälerei grenzen?
Was meint ihr, wird es höchste Eisenbahn das Denken in der Hunderassezucht zu ändern? Sind viele Rassen überhaupt noch zu retten? Machen Projekte wie die Zucht des Elos Sinn?
 
  • Rassezucht - Damals und heute

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  • Rassezucht - Damals und heute Beitrag #2
wow die sehen echt unterschiedlich aus.
Hast du in dem Buch auch eine Bordeauxdogge? die würd mich ja mal interessieren =)

im Bordeauxdoggen forum haben wir dieses thema im mom häufig habe auch schon ebi z.b. Toller züchtern gelesen das sie ihre Zucht einstellen so lange der VDH und FCI nicht entlich erlauben einkreuzungen zu machen das die gesundheit des tieres erhalten bleibt.
Ist echt schlimm was aus den rassen geworden is die sahen alle mal viel gesünder aus
 
  • Rassezucht - Damals und heute Beitrag #3
Ich weiß nicht irgendwie gefallen mir die Älteren Rassevarianten bei allen Hunden auf den Bildern besser als die aktuellen, vor allem bei der Dogge; mal ganz davon abgesehen, dass sie damals sicherlich gesünder waren und noch ein ordentliches Alter erreicht haben.
Was bringt denn das wenn ich zwar eine bestimmte Rasse habe, für die schon 10 Jahre ein gutes Alter ist, wenn mancher Mischling gut über 15 wird und dabei sogar noch gesund bleibt. Da hat man doch wesentlich mehr von dem Tier.
Und vor allen Dingen versteh ich nicht warum Schäferhunde jetzt so einen komischen Rücken haben müssen, früher sahen sie besser aus und ich kann mir nicht vorstellen, dass die heutige Rückenform nicht auf Dauer schaden soll.
Genauso stört mich dieses Zwergzüchten von Hunden. Zum Teil noch kleiner als Zwergkaninchen gezüchtet und dann noch einen Buckel, den ich als Laie schon sehe.
 
  • Rassezucht - Damals und heute Beitrag #4
Die Zucht ist so eine Sache. Ich hab den Eindruck, dass ich mit Mischlingen besser dran bin. Meine Hunde waren, bis auf Jerry, immer unverwüstlich. Bei Jerry war ich einfach an einer schlechten Orga, was mir nie wieder passiert. Aber Hanna und Andy hatten nie irgendwelche Mucken. Ok, bei Hanna ist es einfach zu sagen mit ihren 11 Monaten, da kann sicherlich auch noch was kommen. Aber wieviele Leute habe ich hier schon erlebt, die mit ihren reinrassigen Hunden schon im Welpenalter Probleme hatten?

Ich hätte auch gerne einen bestimmten Rassehund. Ich weiß aber nie, ob es zu diesem kommen wird. Ich weiß nicht, ob ich mir einen Hund holen will, wo die Gesundheit arg leiden kann. Auch wenn einer guter Züchter das Risiko minimieren kann, weiß ich nicht, ob mir sowas zusagt.
Jeder Mischling in meiner Familie wurde 15 Jahre aufwärts... die Boxer meiner Tante mit Glück 9-10 Jahre alt (die früheren wurden allerdings besser gehalten ;)), ich finde das schon erschreckend.
Ich finde, es werden immer mehr Rassen, wo ich ihre Züchtung schon als Tierquälerei empfinde. Wo soll das enden? In den 50er Jahren sahen sie gesund aus. Ist noch gar nicht so lange her. Wie sollen die Rassen in 40-50 Jahren aussehen, wenn irgendein neuer Trend kommt?
 
  • Rassezucht - Damals und heute Beitrag #5
Hey

Also bei einigen Rassen war ich schon richtig geschockt !
Besonders bei der Dogge und beim Mops ...
Ich wusste wirklich nicht , dass der Mops früher so ein "zierlicher" und wirklich ganz schöner Hund war ! Die heutigen Möpse finde ich einfach nicht mehr schön und man kann doch auch wirklich nicht mehr sagen , dass die noch gesund aussehen , oder ?

... Also wie sehr manche Rassen schon kaputt gezüchtet wurden :roll:
 
  • Rassezucht - Damals und heute Beitrag #6
Aber die Möpse werden doch wieder "zurück gezüchtet" so weit ich weis, und hier schon besprochen wurde.

Früher wurde ja viel kupiert. Was aber nicht alle Rassen entstellte ;)
 
  • Rassezucht - Damals und heute Beitrag #7
sind da schon chis drin? warscheins nich,sooo lange gibts die ja in dland noch nicht...oder bezieht sich das buch nicht nur dland weit?
boah ja beiden möpsen war auch auch erstmal geschockt..
 
  • Rassezucht - Damals und heute Beitrag #8
Bei dem Mops ist das ja wirklich ein krasser Unterschied von früher zu heute.
Den Bernhardiner kriegt man ähnlich wie auf dem Bild von früher noch bei einem guten Züchter. Hab letztens Leute getroffen mit einem. Ich hab erstmal gefragt obs ein Mischling ist aber es war ein reinrassigerr Bernhardiner. Der sah ganz anders aus als die Bernhardiner die man sonst trifft. Der hatte garkeine Hängeaugen, keinen zu breiten Kopf und die Leftzen waren auch normal. Der hatte eine gute Figur und war nicht so fett bzw. breit wie die anderen Bernhardiner. Fand ich echt toll das es noch so schöne Exemplare gibt.

Alle Rassen haben mir von früher besser gefallen, bis auf die Deutsche Dogge. Die finde ich heute irgendwie schöner als früher.
 
  • Rassezucht - Damals und heute Beitrag #9
Da haben wir unterschiedliche Geschmäcker ^
Die Dogge finde ich übscher von damals. Mag solch schlanken Kopf.
 
  • Rassezucht - Damals und heute Beitrag #10
Tolles Thema! :)

Ich habe von meiner Oma ein altes Hunderassen Buch, dort sind ebenfalls solche Bilder drin. Wenn ich es mal wieder finde, scanne ich auch mal ein paar ein.

Ich weiss nicht ob ich die Zucht von "früher" in allen Punkten besser finden soll. Immerhin wurde, vor allem in England, damals schon extreme Inzucht betrieben, so das wir heute da sind wo wir jetzt sind. Die Folgen von Inzucht sieht man eben leider nicht immer sofort, sondern erst viele Jahre später, wenn es kaum noch genetische Vielfalt gibt. Warum wird das gemacht? Na klar, man erreicht schnelle optische Ziele, hat Erfolg auf Ausstellungen und das auf kosten der Gesundheit und der gesamten Rasse! Aber pssssst, das darf man nicht zu laut sagen! :eusa_shhh:

Nicht alle Rassen haben sich ins extreme geändert. Es gibt tolle Rassen, die heute noch genau so aussehen wie in den 50ern. Der Deutsche Pinscher z.B. fällt mir auf Anhieb ein. Bis auf das er früher vollkupiert wurde, kann ich kaum Änderungen feststellen.

Leider es gibt einige traurige und extreme Beispiele, wie der Bernhardiner, etliche Bullartige Rassen, und sehr viele Kleinhunde-Rassen (ausgenommen die Terrier), Mops, Bassets, Shar pei, Cavalier King Charles Spaniel usw.
Alle Rassen die Äusserlich ins extreme abdriften, bei denen die Lebenerwartung in Laufe der Zucht immer weiter abgenommen hat.

Zitat: "Die Lebenserwartung weist bis zum Jahr 1989 eine steigende Tendenz auf, und fällt danach fast kontinuierlich ab"

Quelle: Breeder Special 2/2010
Das sind aber auch alles Rassen, die für mich niemals in Frage kommen würden. Ich würde diese Zucht nicht noch unterstützen, denn ich bin absolut dagegen Lebewesen zu züchten die mit Einschränkungen zu kämpfen haben oder natürliche, überlebenswichtige Dinge nicht mehr ohne fremde Hilfe können.. Was da teilweise läuft ist einfach haarsträubend. Und ja, ich glaube einige dieser Rassen sind verloren bzw. nur durch Einkreuzungen zu retten.

Warum ist das so? Der Standard ist bei den meisten Rassen gleich geblieben. Aber es gibt Trends! Wenn in einem Rassestandard steht "der Kopf ist massiv und imposant", tja, wo ist die grenze nach oben, wie massiv muss ein Kopf sein? Der massivste gewinnt bzw. ist besonders typvoll? Denkt nur mal weiter, ein Rüde mit extremen Kopf gewinnt viele Preise, weil er von Richtern als besonders typvoll angesehen wird. Klar wird er mehr Hündinnen decken.

Genau so wenn die Grössen angaben nach oben offen sind, es also nur einen Mindestgrösse und Mindestgewicht gibt. Gerade diese Rassen werden doch immer grösser und massiger.
Und nun denkt mal an die Aufgabe die für die sie eigentlich gezüchtet wurden?
Bsp. einige Herdenschutzhunde, ohnehin schon grosse, kräftige Hunde, aber ursprünglich sehr beweglich! Nur auf einigen Ausstellungen sieht man Hunde mit einem Gewicht von bis zu 80 kg und einer überirdischen Knochenstärke, immer mehr Fell und immer grössere Exemplar. ich glaube nicht, dass so ein Hund noch in der Lage wäre eine Herde zu beschützen bzw. tagelang mit der Herde mit zu wandern. Nun ist aber die Arbeitsfähigkeit der Rassen auch in einem Standard beschrieben! Ein Hund einer Arbeitsrasse muss also laut Standard fähig sein, seine Arbeit zu verrichten. Ist es noch im Sinne des Standards Hunde so zu züchten, dass sie in ihrer Bewegung eingeschränkt sind. Das sie Gesichter haben, die so schwer sind das man sich fragen muss ob der Hund überhaupt noch etwas sieht?
Man muss sich einfach bewusst sein, dass bei einer Ausstellung rein äusserliche Dinge bewertet werden! Ein Hund mit einer schweren HD oder Epilespie kann also Champion werden.

Es geht aber auch anders! Es gibt auch Rassen bei denen man zur Zuchtzulassung nicht nur auf Äusseres bewertet wird.
Mal nebenbei: Der neue VDH Präsident hat in einer Zeitschrift angekündigt Shows von der Zucht mehr abzugrenzen. Mal sehen was das bringt.

Ich habe mal ein aktuelles Bild vom Bernhardiner, aufgenommen auf einer Ausstellung 2009, und nun vergleicht mal den Kopf mit dem oben in Kompassqualles Beitrag:

berni.jpg
Auch interessant ist die Veränderung des Bullterriers! Googelt mal.


Wie oft werden Gendefekte, die den Hund auch direkt betreffen, einfach schön geredet? Ist doch nicht so schlimm wenn die Blut-Hirnschranke nicht funktioniert (gibt ja schlimmeres :roll: ), dafür hat er doch ein so tolles Fell und sein Uropa ist der Weltchampion, oder wie? *achtung ironie*
Wie viele sehr schlimme Krankheiten wie Epilepsie werden totgeschwiegen?

Aber es gibt auch viele gute Züchter, denen die Rasse auch auf lange Sicht am Herzen liegt, die alle möglichen Untersuchungen und Gentests nutzen, die zur Verfügung stehen, die die Pedigrees ihrer Hunde auswerten lassen, in Pedigrees forschen, den Inzuchtkoeffizient der Nachkommen niedrig halten und bei denen übertriebene Schönheit an hinterer Stelle steht.

Steckt das Zuchtwesen in einer Sackgasse
Einige Rassen definitiv! Da muss etwas getan werden. Aber der grossteil der Rassen nicht, das muss auch gesagt werden.
Was meint ihr, wird es höchste Eisenbahn das Denken in der Hunderassezucht zu ändern?
Hmmm… einiges sollte sich auf jeden Fall ändern, wie schon gesagt.
Aber man kann auch nicht alle Rassen und Züchter über einen Kamm scheren. Es gibt schon Züchter die sich daran halten was viele Genetiker empfehlen.
Sind viele Rassen überhaupt noch zu retten?
Es gibt Rassen die meiner Meinung nach schon „unter der Erde“ liegen, zu viele Krankheiten, zu enger Genpool. Ohne Einkreuzungen wird es wohl kaum Besserung geben.
Aber da rede ich hauptsächlich von den bereits genannten Rassen! Ich würde also nicht von VIELEN sprechen, sondern von EINIGEN.
Was da in Videos wie "Pedigree dogs exposed" gezeigt wird, handelt auch von diesen Extremfällen.

Es gibt auch genug Rassen bei denen der Standard nicht absurd ist. Bei dem es darum geht ein funktionelles Gebäude zu erhalten! Ein Körperbau der in der Lage ist Schafe zu hüten, lange Strecken zu traben, robust zu bleiben usw.

so jetzt habe ich wahrscheinlich total wirr geschrieben und hier und da ein ganzes Thema für sich angeschnitten. Schwer die Grenze zu ziehen wie weit man in das Thema hinein soll. Aber ich hoffe es war trotzdem verständlich. :)

p.s. die Doggen von früher gefallen mir übrigens auch viel besser! :) Richtig toll, würden sie heute noch so aussehen, könnte man es sich wirklich überlegen sie in die engere Wahl zu nehmen.

LG
 
  • Rassezucht - Damals und heute Beitrag #11
Aber die Möpse werden doch wieder "zurück gezüchtet" so weit ich weis, und hier schon besprochen wurde.

schlimm genug, das man die hunde WIEDER zurück züchten MUSS.
Krank, was menschen aus lebewesen machen und gemacht haben...:evil:

Früher wurde ja viel kupiert. Was aber nicht alle Rassen entstellte ;)

ich habe nie etwas fürs rumschnipseln an hunden, schön gefunden.
meine persönliche meinung...

heute haben die meisten rassen probleme damit, schön getragene ohren zu haben. weil man durch die kupiererei nicht wusste, wie die elterntiere ihre ohren im normalfall tragen ....

sehr intressantes buch :)

sind bilder vom rhodesian ridgeback mit abgebildet?
gibt es dieses buch noch irgendwo zu erwerben.
habe letztens ein kynos-altas von 1989 erworben..
auch sehr intressant- mit über 900 doppelseiten und viele viele bilder...
 
  • Rassezucht - Damals und heute Beitrag #12
Bin auch nicht dafür. Nicht Mißverstehen!
Aber schrecklich sah es nicht aus, meine Meinung.
Wenn sie es geschafft hätten, diese Rassen mit Stehohren zu züchten, würde ich solch Anblick bevorzugen.

Heißt nicht, dass ich das Kupieren gutheiße!
 
  • Rassezucht - Damals und heute Beitrag #13
Bin auch nicht dafür. Nicht Mißverstehen!
Aber schrecklich sah es nicht aus, meine Meinung.
Wenn sie es geschafft hätten, diese Rassen mit Stehohren zu züchten, würde ich solch Anblick bevorzugen.

Heißt nicht, dass ich das Kupieren gutheiße!

jep, über geschmack lässt sich nicht streiten ;)

wie gesagt, mir gefallen dobis und auch die beaucis usw...
in ihrer " natürlichen erscheinung " um vieles besser, als mit stehohren und abgeschnittener rute,..
 
  • Rassezucht - Damals und heute Beitrag #14
Neulich viel mir in einem Antiquariat ein altes Buch über Hunde und Hundezucht in die Hände.
Nun, "alt" ist gut, denn das Buch ist aus den 50er Jahren, der Text nicht allzu informativ, aber die Bilder fand ich so spannend, dass ich das Buch mitgenommen habe und sie euch auch nicht vorenthalten möchte.
Die Bilder zeigen die Rassestandarts vieler Hunderassen, wie sie eben im Idealfall in den 50er Jahren aussahen.
Heute sehen viele Rassen viel "extremer" aus in ihrer Form, die Standarts sich noch größer, noch kleiner, noch kürzere Nasen, noch längere Ohren...etc.
An die Gesundheit der Hunde wird dabei leider oft nicht mehr gedacht, denn viele Rassen die wir heute haben, sehen zwar schön aus, sind aber leider häufig durch Genkrankheiten oder unnatürlichen Körperbau (wie z.B. Brachycephalie ) belastet.

Ich habe mal die Bilder aus den 50er Jahren mit den heutigen Standarts verglichen:

Die Deutsche Dogge:




So sieht sie heute aus:




Der gesamte Rahmen ist viel größer, die Doggen von heute sehen viel mächtiger aus, die Leftzen hängen stärker, sie leiden an Augen und Herzproblemen, haben keine sehr hohe Lebenserwartung.

Der Boxer:



Damals schon ein zierliches Näschen, ist die Nase heutzutage geradezu nach oben gebogen und in der Regel kürzer als der Unterkiefer:


Die Französische Bulldogge:


Auch der Bully hatte früher schon kaum Nase, heute ist sie noch kürzer und die längeren Leftzen hängen viel weiter herunter:


Der Bernhardiner:


Vielleicht handelt es sich auf dem alten Foto um ein jüngeres Tier, dessen Kopf noch nicht ganz definiert ist, da bin ich mir nicht sicher, ansonsten wären hier die Unterschiede aber schon auch sehr deutlich, denn so sieht der Bernhardiner heute aus:

extrem lange Leftzen, sehr breiter Kopf, hängende Augenlieder

Last but not least:
Der Mops



Ja, vor 50 Jahren hatte der Mops noch eine Nase und einen viel schmaleren Körperbau, heute sieht dagegen recht traurig aus:

Die Nase ist soweit zurückgezüchtet, dass sich eine starke Falte darüber wirft, insgesamt wirkt der Körper plump.

Es gab noch viel mehr tolle Bilder in dem Buch, aber ich kann euch jetzt schlecht alle zeigen ;)

Natürlich sind alle Bilder auch nur Aufnahmen von Individuen und sicher gibt es auch heute Rassevertreter die nicht so extrem aussehen.
Aber die Tendenz ist deutlich und da man fragt sich, wo das noch hinführen soll? Ich würde mir wünschen es würde in der Zucht wieder mehr Wert auf Gesundheit, Wesen und Charakter gelegt, aber leider gewinnt man den Eindruck, dass es den Zuchtvereinen vielfach in erster Linie ums Aussehen geht.
Da gibt es Schäferhunde mit krummen Rücken die Ausstellungen gewinnen, halb erstickte Champion-Möpse und Ridgebacks mit DS-Zysten und Siegerschleife um.
Wer möchte sowas frage ich mich?

Was ist nur aus den vielen, tollen Rassen geworden? Steckt das Zuchtwesen in einer Sackgasse und warum geben Zuchtvereine weiterhin Standarts raus die zum Teil an Tierquälerei grenzen?
Was meint ihr, wird es höchste Eisenbahn das Denken in der Hunderassezucht zu ändern? Sind viele Rassen überhaupt noch zu retten? Machen Projekte wie die Zucht des Elos Sinn?
Sauber sag ich danke für diesen Thread da sieht man endlich was für ein Schindluder mit dem Hund getrieben wurde.
Sogenannte Rassevorschriften haben Züchter veranlasst an einem Lebewesen herumzubasteln.
Daran sin die Verbände schuld und deren sogenannte Genpools.:evil:
Prima Mensch da kannst Du stolz sein auf Dich das Du so ein Elend zugelassen hast.
 
  • Rassezucht - Damals und heute Beitrag #15
die meisten rassen waren früher wirklich viel schöner.

Gerade beim mops sieht man das ja ganz extrem. Ich finde es aber gut dass es mittlerweile ein umdenken gibt. Beim mops wird ja gerade wieder eine gesündere statur und eine längere schnauze zu züchten. Und auch der VdH steht dem ganzen mittlerweile recht offen gegenüber.

Ich bin der mienung, dass man den rassestandart immer verschieden auslegen kann.
Es gibt eben züchter, die immer extremer werden und es gibt züchter der selben rasse, die versuchen die rasse gesund zu erhalten...

Da ist dan schließlich der welpenkäufer gefragt, für was er sich entscheidet.
 
  • Rassezucht - Damals und heute Beitrag #16
Nur das Problem ist ja bei vielen Hunderassen so.
Ein Schäferhund mit Schrägheck :evil:
Diese Rasse war früher traumhaft schön und heute ist das pure Elend zu sehen.
Off-Topic

Aber gerade beim VDH ist ein Mops mit Schnäuzchen noch nicht anerkannt leider.
 
  • Rassezucht - Damals und heute Beitrag #17
@hundkatz

danke, du schreibst mir aus der seele...

ganz schlimm, was meschen mit lebewesen machen..
einmal wird die schnauze richtung gaumengezuüchtet, dann doch wieder anderst, beim schäfer- je tiefer desto besser, bei der dogge- je größer desto besser, beim chi, malteser usw...je kleiner umso lieber usw....:evil:
dann sprießen züchter wie schwammerl aus dem boden...:roll:

die zucht ist eine laune der menscheit!
schlimm!
 
  • Rassezucht - Damals und heute Beitrag #18
beim chi, malteser usw...je kleiner umso lieber usw....:evil:

da muss ich jetzt schnell mal was zu gunsten vom VdH loswerden.
Im gegensatz zu den meisten anderen vereinen (vorallem im ausland) gibt es beim VDH ein mindestgewicht von chihuahua Zuchthunden, damit es nicht zu solchen mini chis, wie sie hauptsächlich in den usa verbreitet sind (mit enormen gesundheitlichen risiken), kommt.

Leider werden bei ausstellungen trotzdem die kleineren (innerhalb der gewichtsgrenze) bevorzugt:evil:
 
  • Rassezucht - Damals und heute Beitrag #19
Ist ja der Hammer wie sich die Rassen (sorry den Ausdruck) verschlechtert haben! Der Bernhadiner, Dogge finde ich vom alten Schlag viel viel schöner!
Boxxer, Bulldogge und Mops konnten noch richtig atmen!
Ich fand sie früher durchweg hübscher! Tolles Buch was du da gefunden hast!

Lg Yvi
 
  • Rassezucht - Damals und heute Beitrag #20
Also wenn man den Bernhardiner mit früher und heute vergleicht ,besteht da ein
für mich wahnsinnig großer Unterschied.Früher hatte er einen viel zierlicheren,schön geformten Kopf,
heute haben die meisten einen sehr breiten ,fast schon runden Kopf:?
Auch der Mops war damals viel hübscher er sah viel gesünder und robuster aus,
als heute ! Und er sieht auch etwas größer aus als der Mops von heute.
Schon schade was mit der Zucht angerichtet werden kann.

Lg ;)
 
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