Rassezucht - Damals und heute

Diskutiere Rassezucht - Damals und heute im Hunderassen Forum im Bereich Hunde Forum; Dankeschön sowas zu zeigen ist höchstnotwendig damit man sieht da das nicht in Ordnung ist was den Tieren wegen dem Rassestandart angetan wird.
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
  • Rassezucht - Damals und heute Beitrag #41
Dankeschön sowas zu zeigen ist höchstnotwendig damit man sieht
da das nicht in Ordnung ist was den Tieren wegen dem Rassestandart angetan wird.
 
  • Rassezucht - Damals und heute

Anzeige

  • Rassezucht - Damals und heute Beitrag #42
In "Pedigree Dogs Exposed" sind wirklich einige sehr schlimme Beispiele zu sehen.
Wie z.B. die an Syringomyelie leidenden Spaniels. Es ist manchmal schon pervers was der Mensch den Tieren antut nur um seine Eitelkeit zu befriedigen.
Die Ridgebacks z.B. die im Film auch kurz erwähnt werden, der Ridge ist genau genommen ein genetischer Defekt, er hat keinen Vorteil für die Tiere, kann aber erhebliche Probleme verursachen (Hautinfektionen, Dermalsinus).
Es fallen in der Zucht der Ridgebacks auch immer wieder Welpen ohne Ridge, aber sie werden nicht zur Zucht zugelassen. Im Grunde sortiert man also die gesunden, normalen Tiere aus und lässt nur die mit dem Gendefekt zur Zucht zu. Alles nur aus menschlicher Eitelkeit.

Man darf bei allem aber auch nicht vergessen, dass die meisten Formen der Rassen trotzdem ursprünglich mal für einen bestimmten Sinn und Zweck gedacht waren. Man hat Hunde für bestimmte Aufgaben und Arbeiten gezüchtet.
In unserer Zeit werden heute aber die meisten Hunde aus Liebhaberei gehalten und nicht für bestimmte Aufgaben, der Tongeber der Zuchtform ist vielfach nicht mehr die Einsetzbarkeit für bestimmte Aufgaben sondern die Präsentation bei einer Hundeshow...und dort gelten ganz andere Gesetze.
Immer mehr, immer besser, immer "schöner", die eigentlichen Rassevorgaben gleiten ins Extrem ab, vielfach geht es nur noch um die Optik.

Die Frage ist, was soll der geneigte Hundekäufer tun? Hunde aus Zuchtvereinen wie dem VDH haben meist einen relativ nachvollziehbaren Stammbaum, die Zuchtbedingungen werden kontrolliert, ein Züchter aus dem Verein gilt als "seriös".
Doch die Züchter in den Vereinen müssen sich auch an bestimmte Standarts der Zucht halten (auch wenn es da natürlich Spielräume gibt).

Wenn man mal den Mops als (extremes) Beispiel nimmt, ein Mops vom VDH Züchter wird kaum eine Nase haben, einen langnasigen "Retromops" mit z.B. Jack Russel Einkreuzung bekommt man aber nur bei einem Züchter der ohne Verein züchtet, oder maximal in einem eigenen, kleinen Verein.

Was ist also der bessere Rat, wenn jemand fragt, wo er seinen (Rasse) Hund hernehmen soll? Kann man wirklich guten Gewissens noch zu den großen Zuchtvereinen raten, wo es doch weiß Gott nicht so ist, das (seriöse) Papiere von einem anerkannten Verein gleich einen gesunden Hund bedeuten?

Natürlich muss man differenzieren, denn es gibt auch viele tolle, gesunde Rassen deren Exterieur sich seit Jahrzehnten nicht verändert hat, aber mal ehrlich, wie viele Leute setzen sich damit auseinander bevor sie sich einen Hund anschaffen? Viele vertrauen darauf, dass ein Hund aus einem anerkannten Verein, eben auch ein gesunder Hund ist und informieren sich nicht groß darüber, welche Rasse man sich überhaupt noch guten Gewissens anschaffen kann.

Ich habe es im Bekanntenkreis erlebt "Wir wollen einen Mops, wir haben einen guten Züchter gefunden, der Welpe hat auch Papiere vom VDH und FCI und alles, ein Mops vom guten Züchter ist auch gesund." Am Ende hat der teure und "gesunde" Mops dank Atem, Augen und Nierenproblemen dann schon in seinen ersten Jahren schon mehr gekostet als der Jahresurlaub :?
Traurig für den Hund und auch für die Besitzer.

Es gibt ja diverse Zuchtansätze zu neuen Rassen, wie etwa den Doodles oder den Elos. In Hinblick auf die Durchmischung der Gene und die Erweiterung des Genpools sicher auch sinnvoll im Sinne der Gesundheit. Nur gibt es eben für die gezielte Zucht von Bastarden keine Vereine, was es für den Käufer eines solchen Hundes wiederum schwer macht nachzuvollziehen, wie gewissenhaft der Züchter mit der Genetik umgegangen ist.

Dann noch:
Weil ja doch viele interessiert sind, habe ich auch nochmal ein Bild aus dem Buch eingescannt bei dem der Unterschied zur heutigen Form sehr deutlich ist, der Bullterrier:

[/URL]

Hier der Bullterrier heute, mit extremem Ramskopf:


Das Buch ist übrigens von Hans Steen und heißt "Dein Hund (Der beste Freund des Menschen)", meine Ausgabe ist 1957 im Safari-Verlag erschienen und enthält 80 Bilder von Rassehunden. Der Text ist nicht so wirklich informativ und enthält mehrheitlich Geschichten und Anekdoten zu den einzelnen Rassen.
Neu zu kaufen gibt es das Buch nicht, aber wer es unbedingt möchte wird bestimmt bei ebay oder in einem Onlineantiquariat fündig.
 
  • Rassezucht - Damals und heute Beitrag #43
Das war echt ein schöner Hund heute sieht er wie ein Monster aus.
Was heute gerne vergessen wird, das jede Rasse aus Mischlingen entstanden ist.:roll:
Elos ect sind vom VDH nicht anerkannt = für den Verband sind das Mischlinge.
Wenn es nicht so traurig wäre könnte man über sowas lachen.
 
  • Rassezucht - Damals und heute Beitrag #44
Der Bullterrier von damals gefällt mir gut. Der würde auch bei Hundelaien viel besser ankommen, als der heutige.
Man kann es nicht leugnen, heute sieht der Bullterrier erschreckend aus, ich seh es regelmäßig an Leuten die keinen Hund haben, dass sie im ersten Moment "erschrocken" sind.

Tut mir schon weh, wenn ich sowas sehe. Will ja jetzt nicht mit den Abgründen des Menschen anfangen, aber die Veränderung darf man nichtmal grenzwertig nennen.
 
  • Rassezucht - Damals und heute Beitrag #45
Die Ridgebacks z.B. die im Film auch kurz erwähnt werden, der Ridge ist genau genommen ein genetischer Defekt, er hat keinen Vorteil für die Tiere, kann aber erhebliche Probleme verursachen (Hautinfektionen, Dermalsinus).
Es fallen in der Zucht der Ridgebacks auch immer wieder Welpen ohne Ridge, aber sie werden nicht zur Zucht zugelassen. Im Grunde sortiert man also die gesunden, normalen Tiere aus und lässt nur die mit dem Gendefekt zur Zucht zu. Alles nur aus menschlicher Eitelkeit.
.


Da stimmt so nicht..

laut literatur kommt DS vereinzelt auch beim deutschen boxer und shi tzu vor. inzwischen sind mir auch der fall eines siberian huskys und eines basset hounds bekannt geworden, sowie gerüchteweise vorkommen bei windhunden. allerdings kommt zumindest bei letztern und auch beim bayrischen gebirgsschweißhund hin und wieder ein Ridge vor.


somit:

Ds kann theoretisch bei allen lebewesen vorkommen, die in ihrer
embryonalentwicklung eine neurulation durchmachen.
also von wirbeltieren bis hin zum menschen, wo Ds leider
gelegentlich auftritt. ( unter dem namen kongenitaler dermal sinuns).

Bei einem Ridgeback wurf muss innerhalb von 24 stunden ein 1 wurfabnahme
stattfinden. dieser " beauftrager " arzt muss die welpen auch auf Ds untersuchen..
sollte ein welpe DS haben, wird dieser operiert und lebt " ganz normal " sein hundeleben :eek:)
für der zucht jedoch ausgeschlossen ...

DS kam auch bei ridgless ( ridgelosen ridgebacks) vor..
lg
mm_spacer.gif
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Rassezucht - Damals und heute Beitrag #46
Ist das deren Ernst? :O Dass manche RRwelpen eingeschläfert werden, weil sie keinen Ridge haben?

Krank, wie manche Hunde gezüchtet wurden...mir gefallen die alten Standards viel besser. Ich versteh es nicht, ehrlich nicht. Die achten nur noch aufs Aussehen und drängen die Gesundheit in den Hintergrund? Ich glaubs nicht...:(

Edit: *ächz* Der Mops hat alle möglichen Krankheiten und trotzdem: "Nichts kann Joanne davon abhalten, George als Zuchtrüden einzusetzen. Nur bei 2 der 209 Rassen, die der Kennel Club anerkennt, wird von einem Zuchthund ein Gesundheitsattest verlangt."
Und dann heißt es doch tatsächlich: "Wenn wir Gesundheitsatteste verlangen würde, würden uns die Züchter davon laufen. Ich glaube, es gehört zur britischen Psyche, dass man sich nicht vorschreiben lässt, was man zu tun hat." (arrogantes Grinsen)
Ich bin empört! Haben die eigentlich noch einen Menschenverstand?!
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Rassezucht - Damals und heute Beitrag #47
Ist das deren Ernst? :O Dass manche RRwelpen eingeschläfert werden, weil sie keinen Ridge haben?

in der heutigen zeit wird ein ridgeless ( so nennt man risgebacks ohne ridge) nicht eingeschläftert..
da ein ridgeloser welpe wird auch heute nicht mehr als fehler gesehen :)

wie es jedoch vor vielen jahren war, kann ich dir nicht sagen :uups:

die preise für einen korrekten rhodesian ridgeback liegen bei
1500€ aufwärts ...ein ridgeless werden unter dem normalpreis verkauft- weil diese hunde zuchtausschließend sind ...

was leider heute noch im osten, und ich vermute in anderen ländern auch, vorkommt, ist, das welpen, die einen DS aufweisen, eingeschläfert werden :(

manche züchter legen dies sogar offen auf den tisch. ich denke aber, das einige züchter das nicht offenlegen und diese welpen, einfach " verschwinden " lassen :( ...
ich finde diese art des züchtens grausam und würde sowas nie unterstützen ...

lg
 
  • Rassezucht - Damals und heute Beitrag #48
Auch wenn Dermoidzysten nicht nur bei Ridgebacks vorkommen, so haben Tiere mit Ridge doch eine stärkere Disposition.
Es geht hier denke ich auch mehr um die Zuchtmoral, denn die Frage ist, warum werden gesunde Ridgebacks ohne Ridege (die weniger Gefahr laufen an Dermoidzysten zu erkranken) von der Zucht ausgeschlossen und nur Tiere mit Ridge zugelassen?
Der Grund ist einzig und allein, weil es dem Menschen so optisch besser gefällt, das Tier hat keinen Vorteil davon.
Es ist gut, dass es Hilfe per OP gibt, noch besser wäre es aber von vorne herein nur Tiere zu züchten, die keine Disposition für bestimmte Defekte haben.

Der Ridgeback ist hier ja nun auch weiß Gott nicht das einzige Beispiel, ich habe oft das Gefühl, es gibt unter den Standart-Rassen mehr mit typischen Krankheiten, als noch wirklich gesunde Zuchten.
 
  • Rassezucht - Damals und heute Beitrag #49
Auch wenn Dermoidzysten nicht nur bei Ridgebacks vorkommen, so haben Tiere mit Ridge doch eine stärkere Disposition.

wo liest du das?
wo sind hierzu die statistiken?
denn, es stimmt so nicht. die ridgeless betrifft es genauso.
was stimmt ist, das es beim RR sowie beim Thai mehr vorkommt, als bei anderen rassen. wobei man nie weiss, wer welpen verschwinden lässt- oder es offen darlegt
und da es bei diesen beiden rasse (beide haben den ridge) häufiger
vorkommt, vermutet man, das der ridge die ursache ist, was aber wiederleg war.

Es geht hier denke ich auch mehr um die Zuchtmoral, denn die Frage ist, warum werden gesunde Ridgebacks ohne Ridege (die weniger Gefahr laufen an Dermoidzysten zu erkranken) von der Zucht ausgeschlossen und nur Tiere mit Ridge zugelassen?

die frege erübrigt sich eigentlich
weil der ridge das merkmal des ridgebacks is-
woher die hunde den ridge haben. schon im 16 u 17 jahrundert gab es diese hunde mit ridge.

Der Grund ist einzig und allein, weil es dem Menschen so optisch besser gefällt, das Tier hat keinen Vorteil davon.
Es ist gut, dass es Hilfe per OP gibt, noch besser wäre es aber von vorne herein nur Tiere zu züchten, die keine Disposition für bestimmte Defekte haben.

Gebe dir hier vollkommend recht!

Der Ridgeback ist hier ja nun auch weiß Gott nicht das einzige Beispiel, ich habe oft das Gefühl, es gibt unter den Standart-Rassen mehr mit typischen Krankheiten, als noch wirklich gesunde Zuchten.

auch hier gebe ich dir recht!
 
  • Rassezucht - Damals und heute Beitrag #50
was stimmt ist, das es beim RR sowie beim Thai mehr vorkommt, als bei anderen rassen.
Mehr sage ich ja auch nicht und genau das ist es auch, was man kritisieren kann.
Wenn mich nicht alles täuscht vererbt sich der Ridge dominant. Es reicht also, wenn der Hund ein Allel für die Ausprägung eines Ridges von der Mutter oder dem Vater erbt um selbst einen Ridge aufzuweisen.
Mögliche Kombinationen und Ausprägungen sind also:
rr = ohne Ridge
Rr= mit Ridge
RR= mit Ridge
Wobei ich gelesen habe, dass das Problem der Dermoidzysten vorwiegend bei Ridgebacks auftritt bei denen das Ridge-Allel doppelt vorliegt (RR).

Dermoidzysten kommen bei Rassen mit Ridge häufiger vor als bei Rassen ohne Ridge, wie du schon schriebst und genau da kann man die Zucht an sich kritisieren, wenn man das möchte.
Denn der Ridge hat keinen Sinn für den Hund, der Mensch hat ihn dem Hund angzüchtet weil er es schön findet, einfach aus menschlicher Eitelkeit heraus. Und obwohl bekannt ist, dass es dadurch für die Tiere gesundheitliche Probleme geben kann (natürlich nicht muss) züchtet man trotzdem weiter und nimmt das billigend in Kauf.
Genau das ist in meinen Augen der Kritikpunkt (wie schon erwähnt nicht nur an den Ridgebacks, denn es gibt erheblich stärker von Krankheiten belastete Rassen).

Allgemein fände ich es wünschenswert, wenn es wieder mehr "normale" Hunde gäbe, mittelgroß, gut ausbalanciert, mit natürlichen Proportionen. Denn es sind die durch "Schönheitsideale" entstandenen Extreme die die Hunde krank machen.[COLOR=#000000 ! important][FONT=Arial ! important][/FONT][/COLOR]
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Thema:

Rassezucht - Damals und heute

Rassezucht - Damals und heute - Ähnliche Themen

Puli: Der Puli gehört zu den ältesten Hunderassen und ist ein wahrer Allrounder. Dennoch ist die Rasse in Deutschland relativ selten anzutreffen...
DCM beim Dobermann: Eine Gruppe von Dobermannliebhabern hat sich zusammen getan um auf die Dobermannkrankheit DCM (Dilitative-Kardiomyopathie) aufmerksam zu machen...
Welpen- und Junghundbilder. Meine beiden heute und damals :) Teil 1: Ich war undercover unterwegs und habe tatsächlich lang verschollene Bilder vor allem aus Jerrys Jungspundzeit gefunden. Ihr glaubt gar nicht, wie...
Welpen- und Junghundbilder. Meine beiden heute und damals :) Teil 2: Soohoo, nachdem ja im ersten Teil schon ausführlich über Jerry gesprochen wurde, ist nun Prinzessin Yoda Gremlin dran ;) Im Gegensatz zu Jerry...
Ein Shar Pei für uns?: Hallo, ich trau mich auch mal wieder her. Einpaar von euch kennen mich vielleicht noch. Wie fang ich an - es gibt schönes und weniger schönes zu...
Oben