Ich kann nicht mehr. Es ist ohnehin alles schon schlimm genug, nicht auch noch das. Bitte tu mir das nicht an, bitte! Ich flehe dich an. Ich will dich nicht verlieren, ich brauche dich. Geb nicht alles auf, wir bekommen das alles hin. Es war heute wieder so toll, auch wenn der Grund des Treffens ein schlimmer war. Ich muss nichts sagen, wir können auch einfach nur nebeneinander sitzen und nichts sagen, ohne dass es einem blöd vorkommt. Es tut so unendlich gut, wenn du mich in den Arm nimmst, das kannst du dir nicht vorstellen. Auch kannst du dir nicht vorstellen wie schwer es mir fällt dich vor uns langfahren zu sehen, bis du in die eine Richtung abbiegst und wir in die andere. Ich will immer bei dir sein.
Warum ist das Leben so ungerecht?! Warum kann ich mit keinem über das Reden, über das ich gerne Reden will? Ich suche Arme die mich festhalten wenn ich gehen will.. Aber das tut keiner. Ich glaub mich würde nichtmal jemand vermissen. Bei dir wär ich vielleicht das Mädchen, dass du gerne gehabt hast und die dir so vertraut hat. Die sich nichts mehr gewünscht hätte, als Mütter zu tauschen und bei dir zu wohnen. Aber irgendwann verblassen Erinnerungen, der Schmerz geht weg und das Leben geht ganz normal weiter und niemand fragt verheilte Wunden, ob sie jemals weh getan haben...
Für dich ist es selbstverständlich, dass du aufmich aufpasst, dir Sorgen machst. Und du machst es bestimmt auch unbewusst, dass du mir sagst ich soll ne Jacke anziehen, wenn du zum Rauchen raus gehst und ich mitkomme, ich mir dicke Socken anziehen soll oder nicht so durch den tiefen Schnee stapfen soll, damit ich keine nassen Füße kriege. Dass du mich in den Arm nimmst, wenns mir schlecht geht und mich so lange "nervst" bis ich was esse. Aber du glaubst nicht, was für ein gutes Gefühl du mir damit gibst. Du gibst mir das Gefühl geliebt zu werden. Und das tut verdammt gut.
Deshalb will ich nicht, dass du gehst...
Ich hab schon so viel verloren...