Essstörungen - Thread

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  • Essstörungen - Thread Beitrag #141
Ich frage mich ehrlich gesagt wirklich, wofür ich kämpfe. Weißt du, mein Leben scheint so völlig sinnlos. Ich fühle mich so alleine auf dieser ganzen weiten Welt, ich weiß nicht ob ich das alles überhaupt will. Ob ich wirklich will, dass ich meine ES und das SVV loswerde. Das ist irgendwie etwas, das mir bleibt. Da kann ich selber drüber bestimmen. Ich will in meinem Leben immer alles kontrollieren, aber inzwischen kontrolliere nicht ich es mehr, es kontrolliert mich. In letzter Zeit ist einfach so viel passiert, was ich nicht kontrollieren konnte und jetzt klammer ich mich an alles, was ich bestimmen kann...

Ich habe mir schon eine Skillsliste zusammengestellt, creme die Wunden ein, damit sie verschwinden. Aber vor dem Tag an dem sie wirklich weg sind, habe ich große Angst. Ich habe Angst, dass ich mir eine neue erlaube und dann geht das immer so weiter. So war es beim letzten Mal auch...

Aber die Idee mit der anderen Liste ist nicht schlecht, ich werde mal eine machen wenn mir danach ist. Danke :)
 
  • Essstörungen - Thread Beitrag #142
Viviana, Pubertät ist immer großer Mist. Aber. es wrd besser.

Dafür musst du aber gesund werden!

wenn du gesund bist kannst du eine ausbildung machen, asziehen, und so leben wie es dir spaß macht. dir neue freunde suchen und weg kommen von diesen immer gleichen leuten, aber eben nur wenn du gesund bist.
 
  • Essstörungen - Thread Beitrag #143
und wenn du bei einer therapie gut mitarbeitest musst du ja auch in keine klinik, es ist nur wichtig wirklich sich an absprachen zu halten. Du kannst nur dann nicht daheim bleiben, wenn du jede gelegenheit nutzt nicht zu essen oder zu erbrechen. es liegt also wirklich an dir.

Wenn ich Frankreich wegen der Essstörung abbrechen muss, werde ich auf jeden Fall stationär eingewiesen werden, dass haben mir meine Eltern bereits klar gemacht.
Weißt du, meine Eltern,, insbesondere meine Mutter, kann mit all dem unheimlich schlecht umgehen.
Sie sagt, ich hätte keine Bulimie, und ich könne das sehr wohl steuern, und soll bitte endlich mal wieder normal werden. Am Telefon bombadiert sie mich mit Vorwürfen, wenn ich nur ein kleines Bisschen andeute, dass es nicht so gut läuft.
Deshalb habe ich auch keineswegs Vertrauen. :(

@Viviana: Ja, ich verstehe dich. Folgendes hat einmal ein Mädchen, in einer Schülervzgruppe geschrieben. Denk darüber nach. ;)

Hallo ihr Lieben,
noch vor einigen Wochen habe ich mich häufig gefragt, ob das wirklich alles einen Sinn hat. Dieses ganze Kämpfen Tag für Tag ohne das man merkt, dass es leichter wird oder die Gedanken weniger.
Ich schätze auch viele von euch stecken in ähnlichen Situationen und müssen viel Kraft aufwenden um durchzuhalten und weiterzugehen.
Ich möchte euch versichern: ES WIRD BESSER! Die Gedanken werden weniger, aber vor allem auch weniger schlimm. Man hat sie beim Essen, aber sie sagen nicht dauernd, dass man nicht essen darf oder zu fett wird, sondern passen eher auf, dass alles richtig läuft.
Man glaubt, was soll ich denken, wenn ich nicht mehr diese Gedanken habe... Und man kann nicht glauben, wenn alle sagen: Es werden andere Gedanken kommen... Und sie kommen. Nicht immer Gute, aber dennoch um einiges bessere.
Man hat Angst, wer man ist ohne die Krankheit oder mit weniger Krankheit. Wer man für sich selbst ist, aber auch für die Familie oder für Freunde.
Man ist eigenständiger und die Unsicherheit verliert sich. Man vermisst vielleicht das behütet werden und das beschützt werden, aber wenn man genauer darüber nachdenkt, dann merkt man, dass man viel mehr ist als nur die, die vor allem beschützt werden muss. Ich vermisse dieses Gefühl von gewissen Personen schon, aber dafür habe ich gemerkt, dass ich jetzt viel mehr für diese Person bin. Nicht jemand, auf den man Acht geben muss und um den man sich ständig Sorgen machen braucht, sondern jemand mit dem man Spaß haben kann, der auf gleicher Ebene ist, für den man Gefühle entwickeln kann und für den es sich gelohnt hat zu kämpfen. Das hoffe ich zumindest ;)
Es gibt Stolpersteine, wo man glaubt, dass man wieder abrutscht. Aber dann denkt man: NEIN, ICH BIN STÄRKER. ICH BIN SO BESSER WIE ICH JETZT BIN UND ICH GEBE NICHT AUF!
 
  • Essstörungen - Thread Beitrag #144
Da ist viel wahres dran...

Laura, mich macht es traurig zu lesen, wie deine Mutter über deine Krankheit denkt. Jetzt kann ich auch verstehen, warum du nicht bescheid sagen willst... Und trotzdem ist es leider wichtig.Wie sieht es denn mit deinem Vater aus? Denkt er auch so über die Magersucht? Sonst könntest du ja erstmal mit ihm reden. Wie lange bist du denn noch in Frankreich? Ich meine bis November, das wären ja dann nur noch zwei Wochen oder so. Vielleicht hälst du die noch durch, wenn du dir vornimmst auf keinen Fall weiter abzunehmen, dann kommst du um die Klinik rum und kannst zu Hause eine ambulante Therapie beginnen. Wenn du da gut mitmachst, schaffst du es vielleicht wirklich ohne Klinik. Aber wenn du noch länger als zwei Wochen bleibst, wirds schwer.... Mensch, das ist echt eine verzwickte Situation... Ich verstehe, dass du nicht wieder in die Klinik willst, aber es wäre sicherlich besser.


Susanne, ich kann mir so schwer vorstellen, dass es besser werden soll... Ich kann mir nicht vorstellen, wie es in meinem Leben weitergehen soll. Das macht es so schwer...
 
  • Essstörungen - Thread Beitrag #145
viviana, ich erzähl dir einfach mal, wie es bei mir war.

Schule war schrecklich. Ich hatte eher mittelprächtige Noten und in einien Fächern war es immer haarscharf am sitzenbleiben vorbei. mit den Mitschülern kam ich auch nicht gut klar... hatte ich mal eine Freundin gefunden, ist die Weg gezogen oder hat die schule gewechselt, ich hatte ein paar mit denen ich ab und an mal ein paar worte gewechselt habe, aber die meisten fanden mich eher doof. kann ich verstehen, ich war damals sehr schüchtern, und dadurch wirkte ich sehr unnahbar. Noch dazu war ein ein ziemlicher klugscheisser - das bin ich immer noch.

ich war mir damals sicher nie einen freund zu haben - klar, für alle ind er Schule war ich ja bissi komisch und die kannten mich eben ewig. und neben der schule hab ich praktisch nichts gemacht.

In der Ausbildung hatte ich einen Neuanfang, menschen die mich nciht seit der grundschule gekannt haben, in der Berufschule noch mehr leute die ich nicht kannte, und ich konnte da einfach ganz neu anfangen. ich habe mehr nebenher noch gemacht, führerschein, erste hilfe kurs, fitnesstudio, und so auch gemerkt, dass die Männer doch gar nicht so abgeneigt waren.

ich bin dann auch bald ausgezogen, hatte nicht mehr meine ewig nörgelnde mutter und meinen jammernden vater, sondern eine eigene Wohnung, freiraum mal wen mit heim zu bringen, nen festen freund und freunde die mal vorbei kommen konnten, das wäre vorher nie gegangen.

als ich 23 war hab ich dann den mann meines lebens kennen gelernt, und über die tiere, den tierschutz und das internet einen recht vernünftigen Freundeskreis aufgebaut. ja, in der Schule hatte ich kaum freunde, aber heute sieht es ganz anders aus.

ich bin durchaus glücklich, ich hab einen vernünftigen job, meinen Mann, freunde, meine Tiere, eine nette Wohnung, ein Auto, muss meine mutter nur noch alle 3 Monate sehen wenn überhaupt - was will man mehr?
 
  • Essstörungen - Thread Beitrag #146
Ich würde gerne mit dir tauschen :(
Du wirkst einfach so zufrieden mit deinem Leben, das würde ich auch gerne sein...

Aber nein, das bin ich nicht. Meine Eltern sind seit einem Jahr getrennt, eine Bilderbuch- Familie hat sich aufgelöst. Meine Eltern kümmern sich beide gut um uns, hacken sich auch nicht die Köpfe ein, aber meiner Mutter geht es dadurch natürlich sehr schlecht und sie hat lange Sachen bei mir abgeladen, die ich nicht wissen wollte und die mich auch nichts angingen. Auf meinen Vater bin ich einfach nur sauer. Er hat da seine tolle neue Freundin, die ihn wahrscheinlich eher wegen seines Geldes toll findet und glaubt, dass er uns glücklich macht indem er nette Urlaube mit uns verbringt, uns teure Sachen kauft und und und. Seit dem habe ich keine gute Beziehung mehr zu meinen Eltern, ich will nicht mehr mit ihnen reden.
Mein Papa hat mir immer sehr gefehlt, weil er sehr viel arbeiten musste. Seit einigen Jahren arbeitet er nicht hier und war von Montag bis Donnerstag/Freitag (manchmal sogar Samstag) weg. Und jetzt sehe ich ihn alle zwei Wochen am Wochenende weil er in Köln lebt.

Ich bin immer und überall das Sorgenkind. Alle erinnern sich an mich, weil ich so "traurige Augen" hatte, unglücklich wirkte und und und. Meine Schwestern sind ganz anders als ich: offen, nicht so schüchtern und nehmen alles sehr viel leichter. Ich stehe irgendwie immer in ihrem Schatten. Das ist keine tolle Rolle in der Familie, vorallem wenn einem vorgeworfen wird, dass man das extra macht.

In der Schule bin ich recht gut. Nicht überragend, aber es reicht aus. Wenn ich mehr machen würde, wäre ich auch besser, aber ich will nicht. Zum Thema Freundinnen: Ich habe mir immer Mädels ausgesucht, die dann nach einiger Zeit weit weggezogen sind, oder die Schule gewechselt haben. Das war immer so. Mit meinen jetzigen Mädels verstehe ich mich ganz gut, kann aber mit ihnen nicht über ernste/ wichtige Themen reden.

Es gibt inzwischen zwei Menschen, mit denen ich reden kann, doch das geht nicht immer. Meine große Schwester macht es mir immer zum Vorwurf, dass die mich lieber mögen als sie, weil ich den Beschützerinstinkt bei ihnen wecke und das ich sie ihr wegnehme. Dabei brauche ich doch nur jemandem zum reden...

Mir ist es schon immer schwer gefallen, anderen Leuten zu sagen wie es mir geht. Ich bin eine, die immer sagt "Mir geht es gut!" damit die Welt mich in ruhe lässt. Und dann wundere ich mich doch tatsächlich, dass keiner hinter meine Fassade schaut.

Das macht irgendwie alles keinen Sinn...
---
EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

tut mir leid, wenn ich irgendjemandem mit dem müll hier nerve... :(
das kam mir nur gerade so in den kopf und das musste mal raus. tut mir leid...
ich will mich ja auch nicht beschweren oder so, es tut nur mal gut das alles runter zu schreiben...
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Essstörungen - Thread Beitrag #147
Du darfst hier ruhig schreiben, Viviana.

Und Du so groß verschieden sind wir nicht mal, ich bin nur ein paar Jahre älter.

Als ich 16 war hat meine Mutter sich auch getrennt aber statt einfach woanders hin zu ziehen hat sie das zweifamilienhaus wieder getrennt - also mein Vater im Erdgeschoss, die im ersten stock, so dass sie jede Menge noch miteinander zu tun hatten. ich wurde dann immer mit zetteln hin und her geschickt, wer wie viel für müllgebühren und Gebäudeversicherung zu zahlen hätte und beide haben ihren Müll bei mir abgeladen. Mein vater war tief verletzt dass sie sich einfach getrennt hat und gleich nen anderen angelacht hat, die hat derweil mir vollgejammert, dass sie mit meinem Vater ja kein sexualleben hatte und überhaupt. Sie waren zwar daheim, aber viel zu sehr mit sich selber beschäftigt als dass ich groß jemand aufgefallen wäre.

aber ich bin drüber weg gekommen, ich habe diese doofen jahre durchgestanden und mir danach was neues Aufgebaut. ich war damals auch total fertig und oft so weit nicht mehr leben zu wollen, aber am ende hatte ich eben nicht den mut was zu machen. und ich bin heilfroh drüber, weil es eben später viel besser geworden ist.

als ich dann mit 19 ausgezogen bin und meine eltern mich nicht mehr rein ziehen konnten und ich aus der schule raus war ging es mir sofort viel besser.

Und dann habe ich endlich die Kontrolle gehabt zu tun und zu lassen was ich wollte, den beruf zu lernen den ich wollte, also wirklich gleich viel besser!

das ist denn so richtig klasse wirklich ohne Zwänge tun und lassen zu können was man will, klar ich verdiene nicht zig tausend euro, habe auch meine verpfilichtungen und probleme, geht auch nicht alles glatt, aber so im großen und ganzen lebe ich sehr viel besser, als ich jemals vorher erwartet hätte.

Ich hatte gedacht, mich würde nie wer besonders mögen und ich würde doch nie was hinbekommen, aber es klappt wirklich gut!
 
  • Essstörungen - Thread Beitrag #148
Eigentlich würde ich ja gerne von der Magersucht loskommen. Ich würde es so gerne, und ich würde vieles darum geben, wieder gesund zu werden.
Ich würde gerne wieder leben, glücklich sein, mit Freundinnen ein Eis essen gehen, mit meinen Freundinnen Spaß haben, ohne ständig von der Essstörung begleitet zu sein.
Und trotzdem beginne ich zu fasten, weil mich dieses Ergebnis, letztens auf der Waage, einfach so umgehauen hat - ich fühle mich so dick, mein Bauch ist so aufgebläht, dass ich am liebsten 10kg weniger hätte.
Ich möchte nicht fasten. Ich möchte den Aufenthalt hier genießen. Ich möchte meine Eltern nciht enttäuschen. Wenn ich "heil" wieder aus Frankreich zurückkehre, darf ich mit dem Führerschein beginnen. Ich möchte eigl. gar nicht fasten.
Aber ich kann nicht anders, weil ich mich so dick fühle.
Ich fühle mich so fett... :(
 
  • Essstörungen - Thread Beitrag #149
Laura, bitte mach dir klar, dass das nur ein verqueres falsches bild ist das in deinem Kopf steckt, das sonst aber wirklich NIEMAND so sieht.

und was hilft es dir denn, wenn Du krank und zu dünn heim kommst, dann machst du auch keinen führerschein sondern wanderst in die klinik, und eher noch länger. in Deinem Alter sollte es ja auch eher ein Roller-Führerschein werden, da braucht man auch etwas kraft um die dinger zu halten, die wiegen ja ihre 100kg, da brauchst Du Muskeln, die du mit dem Hungern wieder kaputt machst. du wärst also am ende körperlich gar nicht in der lage...
 
  • Essstörungen - Thread Beitrag #150
Ich weiß einfach nicht mehr, was ich machen soll und kann. :(
Ich fühle mich der Magersucht gegenüber so machtlos. :(
Für mich ist es ganz klar, dass ich gesund werden möchte.
Auf jeden Fall möchte ich das, die Magersucht versaut mir alles,
sie zerstört so viel.
Aber ich kann einfach nicht anders, ich muss fasten. Ich will das nicht.
Aber ich kann nicht anders. :(

*Hilfe*
 
  • Essstörungen - Thread Beitrag #151
Laura, das Problem ist, du kannst nicht den entscheidenden Schritt überspringen - von unbewältigten Problemen, der sehr akuten Essstörung hin zum "normalen" Leben samt Führerschein, stinknormalem Alltag usw. :( So hart diese Einsicht ist... Aber um da hinzukommen, musst du dir helfen lassen!

Wenn du nur so weiter machst, wird es schlimmer. GARANTIERT! Aus Angst, deine Eltern zu enttäuschen, aus Angst, dem Schmerz in die Augen zu blicken, rutschst du nur noch tiefer in seine Fänge...

Bitte, gehe aktiv und mit Hilfe dagegen an!
Für dich. Für dich ganz allein! *knuff*



Viviana, für dich gilt an sich dasselbe. Ich habe deine Geschichte nun nicht von Anfang an verfolgt, entschuldige; befindest du dich in Therapie?

Natürlich darf es einem auch einmal schlechter gehen, aber gebt euch bitte nicht kampflos der Krankheit hin... Lasst euch von dem Dreck nicht dominieren. :(
 
  • Essstörungen - Thread Beitrag #152
Manchmal habe ich das Gefühl, dass mir keiner helfen kann.
Was sollen solche Gespräche bewirken?
Mir ist ja klar, was ich alles verliere, was ich zerstöre, was ich verpasse.
Ich lebe nicht richtig, ich bin nicht glücklich, ich habe keinen Spaß.
Meine Freundinnen belastet es, weil sie mich immer nur in Begleitung mit der Magersucht haben. Meine Eltern belastet es. Mich belastet es.
Ich möchte das alles nicht. Ich möchte glücklich sein. All das. Ich möchte gesund werden.

Aber wisst ihr, was für ein Schock das ist, so viel zu wiegen?
So viel zugenommen zu haben?
Hier in Frankreich habe ich wahrhaftig 5kg zugenommen. :(
Ich fühle mich, als wären es 20kg.
Und ich hätte gern 10kg weniger.
Dann würde ich mich gut fühlen. ;)
Ja, dann wäre ich glücklich, und mit mir zufrieden.
Deshalb faste ich. ...
 
  • Essstörungen - Thread Beitrag #153
Gerade in einer stationären Therapie sind es ja lange nicht nur Gespräche, die man durchlaufen muss. Mir haben die vielen körperlichen Aktivitäten, die Kunsttherapie(!), ein bisschen Wellness, das Kochen und auch die ganzen Gespräche mit anderen Patienten sehr viel gegeben. Auch hatte ich viel Zeit, in anderer Umgebung(!) nachzudenken und ich habe Tagebuch geschrieben. Wenn ich das heute lese...
Nun ja.

Wichtig ist, DASS du etwas tust. Es ist nie gesagt, dass nun die perfekte Hilfe folgt, aber irgendwann wirst du merken, wie viel sich doch verändert hat.
 
  • Essstörungen - Thread Beitrag #154
Susanne, du hast recht. Wir sind wirklich, bis auf das Alter, garnicht so verschieden.

Laura, ich habe bei der Therapie auch immer das Gefühl, dass es mir nicht hilft einfach nur darüber zu sprechen. Bei mir liegt das aber wohl eher an der falschen Therapeutin. Vielleicht hast du auch noch nicht die richtige dabei gehabt? Meine Schwester ist super zufrieden mit ihrer und deshalb hilft es ihr auch wirklich. Wenn es ihr schlecht geht, dann ruft sie dort an. Diese Idee käme mir bei meiner nichtmal in den Sinn.

Auch wenn du es nicht hören willst, aber es ist wirklich gut das du zugenommen hast. Schau mal, wenn man zwei bis drei kg zunimmt oder abnimmt, sieht man das eigentlich garnicht. Und bei dir ist es sicher auch so, dass man das kaum sieht. Das du das siehst ist mir klar, ich sehe bei mir auch 200g mehr ;)

Ich rede mir ja auch ein, dass es mir besser geht wenn ich weniger wiege. Aber wenn man mal wirklich drüber nachdenkt, dann weiß man, dass es einem nicht besser geht. Dann will man nur noch mehr abnehmen. Bei mir war es genau so. Ich habe mir eingeredet, dass ich mich besser fühle, wenn ich 7kg abnehme. So. Das habe ich dann geschafft, besser gefühlt habe ich mich aber nicht. Jetzt habe ich mir ein neues Ziel gesteckt, das sehr sehr schwer zu erreichen ist. Das macht mich total unglücklich und ich zähle jedes Gramm und jedes Gramm mehr macht mich wahnsinnig und wird bekämpft. Aber ich weiß jetzt schon, dass ich (falls ich mein Ziel erreiche) danach eben nicht glücklich sein werde, weil ich dann wieder neue fette Stellen an meinem Körper finden. Und trotzdem kann ich mir nichts schöneres vorstellen als noch mehr Untergewicht zu bekommen, weil ich mich dann schön finde...
 
  • Essstörungen - Thread Beitrag #155
Und trotzdem kann ich mir nichts schöneres vorstellen als noch mehr Untergewicht zu bekommen, weil ich mich dann schön finde...
Nein. Das ist es ja gerade, das wirst du nicht. Du hast es gerade selbst gesagt.
 
  • Essstörungen - Thread Beitrag #156
Ich weiß einfach nicht mehr, was ich machen soll.
Mein Leben ist so beschissen... :(
 
  • Essstörungen - Thread Beitrag #157
Nein. Das ist es ja gerade, das wirst du nicht. Du hast es gerade selbst gesagt.

Das ist ja das Problem... Eigentlich weiß ich es ja, aber trotzdem rede ich es mir ein...

Laura, du musst dir Hilfe suchen! Wirklich, so geht das nicht. Wenn du auf keinen Fall nach Hause fahren willst, dann musst du dir in Frankreich jemanden suchen, mit dem du reden kannst. Damit da jemand ist, der auf dich aufpassen kannst und es im Blick hast, was du isst. Wirklich, das ist wichtig.
 
  • Essstörungen - Thread Beitrag #158
Mir ist so übel und so schlecht.
Die letzten Wochen habe ich konsequent gefastet, und mir kommt
ständig die Magensäure hoch - meine Zähne verfärben sich bereits,
langsam aber sicher. :?

Man, ich will daraus. Raus, aus diesem Teufelskreis.

Mir fehlt dir Kraft. :?

Ich werde versuchen, heute wieder ein bisschen zu essen.
Und ob ich irgendwann weg bin, weiss ich noch nicht...
 
  • Essstörungen - Thread Beitrag #159
Das ist gut Piraja. Fang langsam wieder an zu essen, mit ganz leichten Sachen. Z.B. kannst du dir eine Banane zuermatschen und die einfach essen, damit sich dein Magen wieder an das Essen gewöhnt. Und irgendwann kannst du Schmelzflocken in Milch auflösen und dazu geben. Davon nimmt man auch nicht zu und wird schnell satt ;)
Oder du isst leichte Suppen.

Und ich würde dir raten zu bleiben wo du bist, aber das weißt du ja inzwischen ;)

Wie lange bist du noch in Frankreich?

Du schaffst das Laura, ich glaube an dich!
 
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