Hallo,
irgendwie bin ich gerade ein wenig entsetzt ... Ich möchte überhaupt nicht abstreiten, daß es "schlimme" Kinder gibt - das habe ich ja im ersten Post schon geschrieben. Aber man sollte mal nicht vergessen, daß diese Kinder das "Produkt" der Erziehung ihrer Eltern sind.
Ich bin ja gewöhnlich im "Hundebereich" unterwegs. Wenn da nun einer kommt und fragt, mein Hund tut das und das, knurrt, beißt oder was weiß ich, heißt es immer der Besitzer ist schuld, es mangelt an Erziehung, Konsequenz, Auslastung, Zuwendung. Das ist sicherlich richtig und ich bin der gleichen Meinung - aber das gilt auch bei Kindern! Auch Kinder kommen nicht "böse" und "unerzogen" auf die Welt ...
Hier wird es gerade so hingestellt, also ob alle Kinder "kleine Monster" sind, unausstehlich, bösartig und einfach nur zum Ko***.
Leute, habt ihr Euch als Grundschüler oder Teenie immer tadellos benommen - gerade wenn ihr in der Gruppe unterwegs wart? Hat keiner von Euch am Bus/Bahn gedrängelt oder mal lautstark dem Gegenüber was zugebrüllt? Hat keiner mal irgendeinen Blödsinn gemacht? Ich weiß ja nicht .... :roll:
Ich sagte schon, daß ich sehr viel Wert auf Erziehung und Benehmen lege - aber trotzdem sind es auch Kinder; Kinder machen gewisse Entwicklungsschritte durch - dazu gehört auch, daß mal im Supermarkt gequengelt wird, daß mal die Kräfte mit Mitschülern gemessen werden, daß Grenzen überschritten werden usw. Das ist normal und es ist die Aufgabe der Eltern, darauf zu achten, daß es eben nicht aus dem Rahmen gerät. Wenn ich meinem/einem Kind den Eindruck vermittle, daß es eigentlich nur eine Nervensäge ist, die mir tierisch auf den Keks geht und sich am besten still in die Ecke setzen soll, brauche ich mich nacher nicht zu wundern. Kinder wollen Aufmerksamkeit - zur Not auch negative Aufmerksamkeit.
Übrigens können solche "Kinderausflüge" (z. B. am Kindergeburtstag mit 10 8jährigen Jungs wirklich sehr anstrengend sein - aber auch wirklich schön und es gibt meist auch viel zu lachen ...).
Lehrerin möchte ich jedenfalls nicht sein, ich bewundere alle, die sich das "antun" ehrlich und aufrichtig. Ich kann irgendwann aussteigen,die Lehrer nicht...
Diese Aussage finde ich übrigens sehr interessant! Das Ansehen der Lehrer ist ja nun nicht gerade das Beste; meist werden sie als faule Menschen hingestellt (haben ja schließlich nichts wie Ferien und frei und verdienen einen Haufen Geld...

). Sicher ist das kein Beruf für "jeden" aber welcher Beruf ist das schon? Es gibt einige Lehrer in meiner Familie (u. a. auch mein Mann ...), alle kennen das Problem - lieben ihren Beruf aber trotzdem.
LG Ida