Zum Thema "Kinder und öffentliche Verkehrsmittel"

Mit meinem letzten 4. Schuljahr und der Parallelklasse samt Kollegin waren wir letztes Frühjahr 3 Tage in der Jugendherberge. Von dort aus hatten wir an einem Tag einen Besuch im Museum in der Nachbarstadt gebucht - will heißen: 44 Kinder, 2 Lehrkräfte, Busfahrt mit 2x umsteigen. Ich muss sagen, die Truppe hat sich vorbildlich verhalten. Es wurde nicht geschubst, nicht gedrängelt, obwohl die Bahnsteige teilweise wirklich eng waren. Im Bus haben sich die Kinder auf freie Plätze gesetzt, sich in vernünftiger Lautstärke unterhalten, älteren Leuten ihren Platz angeboten (obwohl ich es lieber sah, wenn sie saßen, denn wenn so ein Bus bremst und ein Kind da durchsegelt, ist das nicht so toll...) Ein älterer Busmitfahrer schnauzte dann auch gleich ein Kind an, warum es denn seiner Lehrerin nicht den Sitzplatz überließe. Ich hab´ dann geantwortet, dass ich lieber selber stehe und mich gut festhalte, als dass das Kind durch den Bus segelt... Nun waren diese beiden Klassen ohnehin ziemlich lieb und "pflegeleicht", trotzdem hatte ich vorher ein wenig Bauchweh, mit 44 Kindern eine Bus-Städtereise zu unternehmen - aber es hat super geklappt und die sonstigen Mitreisenden machten jetzt auch nicht wirklich so einen genervten Eindruck

Beim Ein- und Aussteigen haben wir erst die anderen Leute ein- bzw. aussteigen lassen, und ich fand´s toll, wie rücksichtsvoll unsere Kids da waren...
An der Schule, an der ich jetzt bin, unternehme ich lieber keine Busfahrt, glaube ich :roll:
Ach so, und am nächsten Tag waren wir noch mit allen Kiddies in einem Kunstmuseum (!) Die Aufseher dort hatten schon die blanke Panik in den Augen stehen, als wir dort aufmarschierten - und haben uns hinterher allesamt bescheinigt, was für eine tolle Truppe wir doch da hätten, sowas hätten sie ja noch nie erlebt