Kinder und Narrenfreiheit?

Diskutiere Kinder und Narrenfreiheit? im Smalltalk Archiv Forum im Bereich Smalltalk; Och, ich kenn das ja auch noch. Damals im Bus, alter Mann/alte Frau kommt rein, du sitzt mit dem Rücken zum Eingang. Auf einmal erschreckst du...
  • Kinder und Narrenfreiheit? Beitrag #81
Och, ich kenn das ja auch noch. Damals im Bus, alter Mann/alte Frau kommt rein, du sitzt mit dem Rücken zum Eingang. Auf einmal erschreckst du voll, weil plötzlich jemand in dein Ohr zetert, wie schrecklich doch die heutige Jugend sei, dass sie nichtmal für ältere Leute den Platz räumen würde. Dabei hatte man sie noch nichtmal bemerkt oder konnte nicht so schnell aufspringen... :roll:
Das passierte mehrfach im Monat. Und war ziemlich frustrierend. *seufz*
 
  • Kinder und Narrenfreiheit? Beitrag #82
Off-Topic
Zum Thema "Kinder und öffentliche Verkehrsmittel" ;)
Mit meinem letzten 4. Schuljahr und der Parallelklasse samt Kollegin waren wir letztes Frühjahr 3 Tage in der Jugendherberge. Von dort aus hatten wir an einem Tag einen Besuch im Museum in der Nachbarstadt gebucht - will heißen: 44 Kinder, 2 Lehrkräfte, Busfahrt mit 2x umsteigen. Ich muss sagen, die Truppe hat sich vorbildlich verhalten. Es wurde nicht geschubst, nicht gedrängelt, obwohl die Bahnsteige teilweise wirklich eng waren. Im Bus haben sich die Kinder auf freie Plätze gesetzt, sich in vernünftiger Lautstärke unterhalten, älteren Leuten ihren Platz angeboten (obwohl ich es lieber sah, wenn sie saßen, denn wenn so ein Bus bremst und ein Kind da durchsegelt, ist das nicht so toll...) Ein älterer Busmitfahrer schnauzte dann auch gleich ein Kind an, warum es denn seiner Lehrerin nicht den Sitzplatz überließe. Ich hab´ dann geantwortet, dass ich lieber selber stehe und mich gut festhalte, als dass das Kind durch den Bus segelt... Nun waren diese beiden Klassen ohnehin ziemlich lieb und "pflegeleicht", trotzdem hatte ich vorher ein wenig Bauchweh, mit 44 Kindern eine Bus-Städtereise zu unternehmen - aber es hat super geklappt und die sonstigen Mitreisenden machten jetzt auch nicht wirklich so einen genervten Eindruck ;) Beim Ein- und Aussteigen haben wir erst die anderen Leute ein- bzw. aussteigen lassen, und ich fand´s toll, wie rücksichtsvoll unsere Kids da waren...
An der Schule, an der ich jetzt bin, unternehme ich lieber keine Busfahrt, glaube ich :roll:
Ach so, und am nächsten Tag waren wir noch mit allen Kiddies in einem Kunstmuseum (!) Die Aufseher dort hatten schon die blanke Panik in den Augen stehen, als wir dort aufmarschierten - und haben uns hinterher allesamt bescheinigt, was für eine tolle Truppe wir doch da hätten, sowas hätten sie ja noch nie erlebt ;)
 
  • Kinder und Narrenfreiheit? Beitrag #83
Also, ich kann bestimmt nicht von mir behaupten, im Bus oder in der Bahn nicht auch mal laut gewesen zusein. ABER, ich war niemals so unhöfflich oder respektlos wie es die meisten, nciht alle, aber die meisten Kinder heutzutage leider sind.
Ich habe von meinen Eltern und zum sehr großen Teil auch von meinen Großeltern, beigebracht bekommen das man mit anderen, vorallem älteren Menschen höflich umgehen soll.
Es ist für mich schon immer selbstverständlich gewesen, Platz zu machen wenn ein Alter Mensch, oder auch ein behindeter Mensch einen Sitzplatz im Bus benötigt.
Sowas sehen die kids heute zum Teil nicht mehr ein und sind dann auch noch rotzfrech.
 
  • Kinder und Narrenfreiheit? Beitrag #84
Also, was den Umgang zwischen Kindern und alten Menschen im Bezug auf Sitzplätze in Bus und Bahn angeht, hab ich das Gefühl, beide Seiten werden immer aggressiver... ihr werdets kaum glauben, aber neulich saß ich in der Bahn, ne ältere Frau mit Gehstock kam rein und ein junger Mann bot ihr ihren Platz an. Daraufhin winkte sie ab, ging 3 Plätze weiter und bohrte nem anderen jungen Mann ihren Gehstock ins Bein und herrschte ihn an, er solle aufstehen, sie wolle dort sitzen... also wenn ich sowas öfter erleben würde, würde ich auch keinem mehr n Platz anbieten oO
 
  • Kinder und Narrenfreiheit? Beitrag #85
Ich werd gleich mal nachlesen, ob ich dazu was finde... aber wenn sie tut was du sagst, gibt es dann überhaupt ein Problem? Wenn sies tut, um die n Gefallen zu tun, dann zeigt sie doch, dass ihr was an dir liegt und sie möchte, dass du dich freust. Ist doch auch ne Art von Respekt.

Tja, was ich schreibe, liest sich also für andere tatsächlich nicht unbedingt so, wie ich es denke... :lol: Die Betonung liegt auf dem "wenn"! WENN sie tut, was ich ihr sage...

Ich hab mir abgewöhnt, lange mit ihr zu "diskutieren", weil ich das bei anderen Müttern auch schrecklich finde. Da wird 10 Minuten lang auf ein 1,5 oder 2 Jahre altes Kind eingesabbelt, daß es doch bitte bitte nicht auf die Straße laufen soll und daß da Autos kommen, bla bla. Natürlich während da schon 3 Autos stehen, deren Fahrer sich nicht trauen, an dem Kind auf der Straße vorbeizufahren.
Ich rufe Charly einmal in liebevollem Ton, einmal in ernstem Ton, einmal böse und dann hole ich sie (natürlich nur, wenn die Situation es erlaubt, in Gefahrensituationen handle ich sofort!). Genauso wenn sie anderen Unsinn macht, nach dem dritten Mal handle ich (nehme ihr Stifte, Essen oder Trinken weg, hole sie von da weg, wo sie nicht hinsoll usw). DAS endet dann in 95 % der Fälle damit, daß sie brüllt, als würde ich sie abmurksen und nach mir schlägt. Selbst dann bemühe ich mich nach Kräften, Ruhe zu bewahren, leise und beruhigend mit ihr zu reden und sie wieder auf den Teppich zu holen. Oft genug haut sie richtig kräftig zu, tritt oder beißt mich, was ich in manchen Situationen auch nicht vermeiden kann. Bei Frettchen rate ich immer, die Situationen zu meiden, in denen man gebissen wird... :roll: Das versuche ich natürlich auch bei Charlotte, also mich so zu positionieren, daß sie nicht an mich rankommt, aber wenn es z.B. so ist, daß wir in's Haus wollen und die Treppe hoch müssen, sie aber mal wieder lieber im EG zu Opa will, muß ich sie halt hochtragen. Dann verpasst sie mir Kopfnüsse! Heute wär ich beinah mit ihr die Treppe runtergefallen, weil sie mich fast k.o. gehauen hätte! DAS sind dann so die Situationen, wo sie dann auch mal einen Klaps auf die Hand kriegt und Mama so richtig böse wird... Eben weil sie sich selbst dadurch in Gefahr bringt und ich zudem auch nicht weiß, wie ich ihr anders beibringen soll, daß sie mir wirklich weh tut.

Die kleine Motte hat eine Plastikeisenbahn. Die Lok hat sie mir mal im Spiel an den Kopf gehauen, das wir wirklich keine böse Absicht. Da hab aua gesagt und ihr erklärt, daß das weh tut. Da sah sie mich mit einem riesigen Fragezeichen über dem Kopf an, dachte ein paar Sekunden nach und schlug sich anschließend selbst die Lok an den Kopp! Da entfleuchte ihr selbst ein "AUA!" und ihr Blick verriet, daß sie das kapiert hatte. Hat sie auch nie wieder gemacht.
Aber mittlerweile setzt sie Gewalt ja ganz gezielt und absichtlich ein. Und da weiß ich manchmal nicht, wie ich dem begegnen soll.

LG Tina
 
  • Kinder und Narrenfreiheit? Beitrag #86
Off-Topic
Zum Thema "Kinder und öffentliche Verkehrsmittel" ;)
Mit meinem letzten 4. Schuljahr und der Parallelklasse samt Kollegin waren wir letztes Frühjahr 3 Tage in der Jugendherberge. Von dort aus hatten wir an einem Tag einen Besuch im Museum in der Nachbarstadt gebucht - will heißen: 44 Kinder, 2 Lehrkräfte, Busfahrt mit 2x umsteigen. Ich muss sagen, die Truppe hat sich vorbildlich verhalten. Es wurde nicht geschubst, nicht gedrängelt, obwohl die Bahnsteige teilweise wirklich eng waren. Im Bus haben sich die Kinder auf freie Plätze gesetzt, sich in vernünftiger Lautstärke unterhalten, älteren Leuten ihren Platz angeboten (obwohl ich es lieber sah, wenn sie saßen, denn wenn so ein Bus bremst und ein Kind da durchsegelt, ist das nicht so toll...) Ein älterer Busmitfahrer schnauzte dann auch gleich ein Kind an, warum es denn seiner Lehrerin nicht den Sitzplatz überließe. Ich hab´ dann geantwortet, dass ich lieber selber stehe und mich gut festhalte, als dass das Kind durch den Bus segelt... Nun waren diese beiden Klassen ohnehin ziemlich lieb und "pflegeleicht", trotzdem hatte ich vorher ein wenig Bauchweh, mit 44 Kindern eine Bus-Städtereise zu unternehmen - aber es hat super geklappt und die sonstigen Mitreisenden machten jetzt auch nicht wirklich so einen genervten Eindruck ;) Beim Ein- und Aussteigen haben wir erst die anderen Leute ein- bzw. aussteigen lassen, und ich fand´s toll, wie rücksichtsvoll unsere Kids da waren...
An der Schule, an der ich jetzt bin, unternehme ich lieber keine Busfahrt, glaube ich :roll:
Ach so, und am nächsten Tag waren wir noch mit allen Kiddies in einem Kunstmuseum (!) Die Aufseher dort hatten schon die blanke Panik in den Augen stehen, als wir dort aufmarschierten - und haben uns hinterher allesamt bescheinigt, was für eine tolle Truppe wir doch da hätten, sowas hätten sie ja noch nie erlebt ;)

Mir gefällt die Story :D
Sowas würde positives würde bei uns in der Klasse nie passieren , obwohl wir alle 15 bzw 16 sind.. auch jetzt wird im Bus noch gedrängelt und so...
Manchmal denkt man echt dass wir alle noch so wie kleine Kinder wirken...
Ich weiß wie sich die Aufseher da gewundert haben wie vorbildlich die Kinder sich benommen haben, denn so ein Verhalten kommt leider zu selten und wenn dann nur bei zu wenigen vor -.-
 
  • Kinder und Narrenfreiheit? Beitrag #87
@ Frettchentina: Ja, wie gesagt, theoretisch immer mit logischen Konsequenzen reagieren und schwierige Situationen von vornherein vermeiden... aber, wie auch schon erwähnt, ich kann mir gut vorstellen (hab ja noch keine Kinder), dass das in der Praxis eben nicht möglich ist. Wo man eben nich die Möglichkeit hat, n schlagendes Kind zu ignorieren, ohne, dass es in Gefahr gerät ;) Aber n Klaps sollte immer die allerallerletzte Möglichkeit sein und nur in wirklich gefährlichen Situationen, wo nichts anderes mehr helfen kann, eingesetzt werden. Und nicht, wenn das Kind aufm Spielplatz andere Kinder haut oder zu Hause rumbockt, da es für Kinder doch extrem demütigend ist...
 
  • Kinder und Narrenfreiheit? Beitrag #88
Ein Beispiel zum Vorbild als Eltern und zur Nachahmung beim Thema Hauen/Schlagen:
Es geht um eine Freundin und ihren kleinen Sohn.
Sobald er irgendwie Blödsinn macht, bekommt er einen Klapps. Wenn ihn dann wiederum irgendetwas nicht passt oder wütend ist, haut er andere Kinder oder auch seine Mutter. Und er versteht natürlich nicht, warum die Mutter dann schimpft, wenn er haut, denn sie macht es ja selber.
Wenn die Hündin nicht hört und/oder Blödsinn macht, bekommt sie einen Klapps von meiner Freundin. Natürlich macht ihr Sohn das genauso, wenn er merkt, dass die Hündin Blödsinn macht. Dafür wird er natürlich wieder ausgeschimpft...
Eltern dienen doch als Vorbild. Und wenn sie hauen, dann denken Kinder, dass es in Ordnung ist und machen es genauso. Aber wenn sie hauen, bekommen sie dafür einen auf den Deckel, obwohl manche Eltern es den Kindern ja vormachen.
Verkehrte Welt :roll:
Wenn man sie darauf aufmerksam macht, dass man Kinder und auch Tiere nicht haut und der Kleine es natürlich nachmacht, wenn er es von der Mutter sieht, sagt sie nur, dass man das schon mal darf und man es ihre Sorge sein lassen soll.
Klar möchte sich niemand gerne in seine Erziehung reinreden lassen. Aber da tut einem doch Kind und Tier leid!
 
  • Kinder und Narrenfreiheit? Beitrag #89
Ich arbeite in einem Beruf, in dem ich sehr viel mit Kindern und Jugendlichen unterschiedlichen Alters (8-18 Jahre) zu tun habe. Teilweise auch aus verschiedenen sozialen Schichten. Kurz gesagt: Ich lebe auf einem Ponyhof für Kinder (Ferienkinde rund Schulklassen).
Natürlich läuft hier alles nicht reibungslos und es wird auch viel Unsinn gemacht.
Ich habe in der kurzen Zeit, die ich hier bin, ein paar Sachen gelernt als "Fremderzieher" sozusagen. Es gibt Kinder, die unbedingt diskutieren wollen - die würge ich ab, da es nichts bringt ihnen Dinge zu erklären, sie wollen es einfach nicht hören, sondern nur ihren Standpunkt durchsetzen, obwohl sie ganz genau wissen, dass es falsch ist. Es gibt Kinder, die verstehen ganz genau was man von ihnen will, wollen aber nicht hören, weil ihnen das gegen den Willen geht. Mit diesen Kindern sollte man besonders einfühlsam umgehen und ihnen viel erklären, damit sie nachvollziehen können, warum man etwas von ihnen möchte, dann hören sie auch.
Es gibt Kinder, die fragen zu viel bis dahin, dass sie wirklich Aufmerksamkeits heischend sind - die können einfach nie die Klappe halten. Diese Kinder müssen lernen, auch mal ignoriert und vor den Kopf gestoßen zu werden, damit sie lernen, dass sie sich in einer Gemeinschaft befinden und die Welt sich nicht nur um sie dreht.

Ich bin absolut davon überzeugt, dass Kinder lebhaft sein sollen. Natürlich können die nicht stundenland stumm da sitzen und maximal konzentriert sein. Aber sie müssen lernen, dass sie in bestimmten Situationen aufmerksam sein müssen, damit sie die Gruppe und sich und das Tier nicht gefährden.

Bisher haben sich die Kinder stets an meine Anweisungen gehalten, da ich versuche auf jedes Kind einzugehen und es einzuschätzen. Ich bin streng, aber liebevoll und höflich zugleich. Es würde mir nicht mal in den Sinn kommen ein Kind in irgendeinerweise durch Gewalt zu bestrafen. Strafarbeiten, ja, aber ich brauch ein Kind nicht anzufassen um es zu disziplinieren.


Es gab hier bisher nur einen Fall, bei dem ich wirklich vor Wut geschäumt habe. Nciht wegen dem Fehlbetragen der Kinder, sondern dem der Lehrer. Kinder sind heimlcih im Stall geritten. Das ist nicht nur ein bewusster Verstoß gegen unsere Regeln, sondern auch höchst gefährlich !
Die Lehrer redeten ihre Kinder schamlos heraus. Sie wären ja lernbehindert und würde alles noch nicht so genau verstehen. Es gab weder eine Strafe noch eine Standpauke. Alles was gesagt wurde von den Lehrer war: "Gottseidank ist euch nichts passiert!"
Meine Einschätzung: Die Kinder sind alles andere als zu deutsch blöd ! Sie sind weggelaufen als wir sie erwischten, dass heißt, sie wussten, dass sie etwas falsches tun. Sie haben das Pony aufgehalftert - das haben sie erst hier gelernt, so schwer von Begriff sind sie also doch nicht.... Natürlich war die Sache hochgefährlich, dann ist man froh, dass die Kinder heil geblieben sind, aber das ändert nicht die Tatsache, dass es ein bewusstes Unterfangen war ! Die Kinder wussten, sie dürfen das nicht. Dafür hätten sie eine Strafarbeit bekommen und nicht noch getätschelt werden sollen.
Kein Wunder, dass die Kinder so drauf sind...
Das hat mich wirklich sehr geärgert.
 
  • Kinder und Narrenfreiheit? Beitrag #90
Ein Beispiel zum Vorbild als Eltern und zur Nachahmung beim Thema Hauen/Schlagen:
Es geht um eine Freundin und ihren kleinen Sohn.
Sobald er irgendwie Blödsinn macht, bekommt er einen Klapps. Wenn ihn dann wiederum irgendetwas nicht passt oder wütend ist, haut er andere Kinder oder auch seine Mutter. Und er versteht natürlich nicht, warum die Mutter dann schimpft, wenn er haut, denn sie macht es ja selber.
Wenn die Hündin nicht hört und/oder Blödsinn macht, bekommt sie einen Klapps von meiner Freundin. Natürlich macht ihr Sohn das genauso, wenn er merkt, dass die Hündin Blödsinn macht. Dafür wird er natürlich wieder ausgeschimpft...
Eltern dienen doch als Vorbild. Und wenn sie hauen, dann denken Kinder, dass es in Ordnung ist und machen es genauso. Aber wenn sie hauen, bekommen sie dafür einen auf den Deckel, obwohl manche Eltern es den Kindern ja vormachen.
Verkehrte Welt :roll:
Wenn man sie darauf aufmerksam macht, dass man Kinder und auch Tiere nicht haut und der Kleine es natürlich nachmacht, wenn er es von der Mutter sieht, sagt sie nur, dass man das schon mal darf und man es ihre Sorge sein lassen soll.
Klar möchte sich niemand gerne in seine Erziehung reinreden lassen. Aber da tut einem doch Kind und Tier leid!
Wenn sie auf deine Hinweise nicht reagiert, zeig sie an! Wie soll das denn erst werden, wenn das Kind mal größer ist und vielleicht durch die vielen "Klapse" schon so abgestumpft, dass es auf einzelne Schläge nicht mehr hört (vielleicht auch aus Protest)? Wenn deine Freundin jetzt schon keine Skrupel vor Gewalt halt, wird sie dann später vor härterer Gewalt zurückschrecken, um sich durchzusetzen? Also, ich würde mir schon die von dir beschriebene Stufe nicht längere Zeit mit gutem Gewissen ansehen können. :|
 
  • Kinder und Narrenfreiheit? Beitrag #91
Ich hab jetzt nicht den ganzen Thread durchgelesen, möchte aber trotzdem ein Erlebnis berichten, das ich vor kurzem mit so einer "Rotzgöre" (extra in "" geschrieben, es ist nicht soooo böse gemeint, wie es vielleicht klingt).

Ich hab draußen vor'm Haus eine Zigarette geraucht, da kam eine Familie (also Mama, Papa, großer Bruder - geschätzte 8 Jahre alt - und kleiner Bruder - ich schätze ihn mal so auf etwa 4 Jahre) vorbei. Papa hat mit dem älteren Kind im Laufen meditiert; oder sowas in der Art, zumindestens kamen solche Sprüche wie "du musst die Energie spüren... atme gaaaaaanz tief ein...". Da hab ich ja schon ein bisschen seltsam geschaut :roll:. Mutti ist mit dem kleineren Kind vorgelaufen, das Kind hatte einen Teddy dabei und hat mit dem an sämtliche Haustüren (die sind bei uns direkt an der Straße) gebollert. Das Kind sieht mich auf der Treppe hocken und meint auf einmal zu mir "Hallo Schwabbelbacke" :eusa_eh: :shock: Ich hab echt geschaut wie'n Auto :shock:
Der Papa hat davon überhaupt nix mitbekommen - der war mit Energie-spüren beschäftigt :eusa_doh:- und von der Mutter kam als Reaktion: "Paul (da hab ich mir ja schon meinen Teil gedacht - ich geb's zu, ich hab Vorurteile gegenüber Pauls :uups:), die Mutti möchte nicht, dass du solche gemeinen Sachen sagst... irgendwann kommen die Gemeinheiten zu dir zurück" und das ganze in so einem typischen "Ich-bin-auffem-Ökotrip-versorge-unsere-Familie-nur-mit-ökologisch-biologisch-abbaubaren-Bioprodukten-und-kann-meinen-Namen-tanzen-Tonfall".

Im Nachhinein hab ich mich echt geärgert, dass ich das Kind nicht angebrüllt habe, damit es sieht, wie schnell die Gemeinheiten zurückkommen können:evil:

Klar, das Kind kann absolut nix dafür - das hat mit der Schwabbelbacke vielleicht sogar Recht gehabt, aber ich hätte mich das in dem Alter niiiiiieeee im Leben getraut. Da hätte es von meinem Papa ein gewaltiges Donnerwetter gegeben und einen gesalzenen Vortrag in Bezug auf Respekt gegenüber anderen Menschen. Ich hab mich auch am meisten über die Reaktion der Mutter aufgeregt. Ich mein, ich erwarte ja nicht, dass die ihren Paul körperlich irgendwie züchtigt (wie man das so schön ausdrückt), aber die Situation ist für mich das beste Beispiel dafür, dass die ach so hochgelobte komplett antiautoritäre Erziehung gewaltig in die Hose gehen kann.
 
  • Kinder und Narrenfreiheit? Beitrag #92
Och, ich kenn das ja auch noch. Damals im Bus, alter Mann/alte Frau kommt rein, du sitzt mit dem Rücken zum Eingang. Auf einmal erschreckst du voll, weil plötzlich jemand in dein Ohr zetert, wie schrecklich doch die heutige Jugend sei, dass sie nichtmal für ältere Leute den Platz räumen würde. Dabei hatte man sie noch nichtmal bemerkt oder konnte nicht so schnell aufspringen... :roll:
Das passierte mehrfach im Monat. Und war ziemlich frustrierend. *seufz*

Sowas kenne ich auch und das finde ich wirklich unter aller Sau. Am schönsten sind noch die Menschen, die dann gar nichts sagen und einfach nur im Vorbeigehen so nen leisen Kommentar werfen. Ich kann ja nicht riechen, was die möchten...
Natürlich macht man Platz, wenn man aus einem trifftigen Grund darum gebeten wird oder sieht, dass jemand besser daran täte zu sitzen. Aber für jemanden, der dann einfach losmault oder ne Flappe zieht und vor sichhinmurmelt aber den Mund nicht aufkriegt, mache ich mit Sicherheit keinen Platz. Da kann ich dann auch mal frech werden.
Zu recht, wie ich finde... wenn man respektvoll behandelt werden will, muss man sich auch sein gegenüber respektvoll behandeln.


Aber ich finde es sehr bedenklich wie viele alte Leute total erstaunt reagieren, wenn man sich für sie "Umstände" macht.
Ich habe letztens als ich mit dem Auto unterwegs war für eine alte Dame angehalten um sie über die Straße zu lassen. Die kam aus dem freudestrahlenden Lächeln und Winken gar nicht mehr raus. Ich hatte schon Angst, die kommt überhaupt nicht mehr über die Straße :lol:
 
  • Kinder und Narrenfreiheit? Beitrag #93
Ja, in den Öffis gibts menschen, die sollts net geben.

Letztens bin ich von einer "mutti" mit Kinderwagen platt gemacht worden.
Off-Topic
wenn der verdammte bus voll ist ist er voll, und gerade um halb 8 in der früh ist es net der bete zeitpunkt mit dem Kinderwagen zum Park zu fahren :evil:


Leider ist es schon so, dass die älteren mitmenschen gar nichts gutes mehr erwarten. Klar, wenn mich so ne wachtel anzickt gibts ein Echo. aber wenn ich schon sehe die Dame kann kaum stehen, kann ich ihr doch bitte einen Sitzplatz überlassen...

Wobei Alter nicht gleich bedürftigkeit ist.




ich hab eine Bekannte, die wurde auch "anti-autoritär" erzogen. Und sie war der Inbegiff eines Problemkindes (sie hat sich schon in jungen jahren so aufgeführt dass es mir, die 3 jahre jünger ist, richtig peinlich war)

Und auch heute hat sie richtige probleme sich zurechtzufinden.

das kann doch nicht sinn der erziehung sein. die soll doch aufs leben vorbereiten. und das ist ja nicht so wenn sich dann ein 25jähriger nicht im leben zurechtfindet...
 
  • Kinder und Narrenfreiheit? Beitrag #94
^^

Also ich bin erst 20 :) Und damals(lach) in meiner Kinderheit. Habe ich eigentlich nur Unsinn im Sinne von streichen gemacht. (hab 4 Brüder die haben mich immer angestiftet mitzumachen :() Da hat keiner was gesagt(ne ganz normale Kindheit). Und sonst. ich erinner mich net meine Mutter hat mir mal nen Klaps aufn Po gegeben weil ich bockig war. Aber sonst haben wir uns immer vor fremden leuten zusammengerissen udn waren nett. Zuhause waren wir dann wieder die Kinder die in der nachbarschaft streiche machen :)

Was ich heutzutage immer öfter sehe: Kleine Kinder wollen an der Supermarktkasse Süßes haben. Die Mütter hauen manchmal wirklich arg zu.

Meine Mutter musste mit 3(ich 2 Jahre meine Brüder 4 Jahre) Kleinkindern einkaufen. Sie hat mir mal erzählt wie das war^^ Ich saß damals in der Karre und meine brüder waren an Leinen(lach)^^ an der karre befestigt. Die sidn immer abgehaun also wars die letzte möglichkeit.^^
Vor dem Supermarkt hat meine Mutter immer gesagt" Ihr bekommt was für 20 Pfennig wenn Ihr euch gut benehmt :)
Das haben wir alle gemacht ^^
Auch als wir größer waren :O

Aber die heutigen Kinder. (sorry das ich urteile mit 20..) sind schon sehr verzogen :(
 
  • Kinder und Narrenfreiheit? Beitrag #95
Wenn euer Kind, das ihr in eurer Obhut hat, sich schreiend auf den Boden wirft, weil es im Supermarkt keine Süßigkeiten bekommt, macht es ihm nach. Daran sieht das Kind, dass es peinlich ist. Ist aber auch vom Alter abhängig. Ein 3-jähriges Kind hat durchaus ein Schamgefühl, was man von einem 1-jährigen vllt. nicht erwarten kann.
 
  • Kinder und Narrenfreiheit? Beitrag #96
Ich denke, das wäre genau der falsche Weg. Kinder werfen sich nicht schreiend auf den Boden, weil sie ihre Eltern peinlich machen wollen, sondern weil sie noch nicht alt genug sind, klar auszudrücken, was sie stört und mit diesen Gefühlen umgehen zu können. So weit entwickelt ist noch kein 3jähriges Kind, sondern erst Erwachsene.
Einem Kind dieses Verhalten nachzumachen ist nichts anderes, als zu zeigen, dass ich entweder mein Kind demütigen möchte, dann sollte man sich überlegen, warum man überhaupt Kinder hat, oder dass ich selbst nur auf der Ebene eines 3jährigen reagiere und es kein Grund gibt, warum mein Kind mich ernst nehmen und ich ein Vorbild sein sollte.
 
  • Kinder und Narrenfreiheit? Beitrag #97
Da kann ich dir nur Recht geben, Jucomi.
Wenn man hier so die Beiträge vieler sieht, muss es einem nicht mehr wundern, dass in den Schulen haufenweise Kindern mit Problemen aller Art sitzen.
Hab jetzt keine Lust, hier zu diskutieren, aber nur eines kurz: Auch ein Klaps ist gesetzlich verboten! Jeder, der hier seinem Kind, warum auch immer, einen Klaps, und sei er auch noch so schwach, gibt, macht sich vor dem Gesetz strafbar. Hat sich offenbar noch nicht zu vielen Menschen durchgesprochen, was wirklich traurig ist.

Wenn ein Kind sich im Supermarkt so aufführt, wie von einigen hier beschrieben, würde ich als Mutter ein paar Schritte weitergehen und in den meisten Fällen kommt das Kind dann von selber nach. Wenn es sich dann etwas beruhigt hat, so dass man mit ihm sprechen kann, würde ich ihm ruhig aber bestimmt auf Augenhöhe erklären, dass es die Süßigkeiten oder dgl. jetzt nicht haben kann, je nach Alter des Kindes begründen, warum das jetzt nicht geht (z.B. nichts Süßes vor dem Mittagessen) und Alternativen anbieten, wie: "Du kannst die Schokolade jetzt nicht haben, aber du bekommst nach dem Mittagessen ein Eis".
Oder: "Wenn du jetzt hier so tobst, vergeht die Zeit, die ich eigentlich mit dir auf dem Spielplatz verbringen wollte".

Das funktioniert fast immer.
 
  • Kinder und Narrenfreiheit? Beitrag #98
Ich mach ja zur Zeit in der Grundschule Praktikum :lol:
Und ich habe festgestellt, dass in jeder Klasse mind. 1 hyperaktives, sturköpfiges Kind ist. Es bringt immer alles durcheinander, die ganze Klasse, besonders im Sportunterricht (da hätt ich auch einige Stories zu erzählen..)
Sonst bewundere ich die Lehrer auch. Okay...sie sind eine Respektperson und die Kinder wissen, dass sie auf sie hören müssen. Allgemein sind die Lehrer an dieser Schule sehr umsichtig und maßregeln die Kinder super gut.

Was ich auch erschreckend fand: Ich hab mehere Kinder gefragt, was sie so nach der Schule machen.
2. Klasse: der eine "ich spiele immer x-Box" (oder wie das heißt); ein Mädchen fragte mich ob ich ein DS habe, ich: Nein, sie ganz verblüfft: wieso das denn nicht?, ich: "ich spiele sowas eben nicht." hmm...der Kracher- der eine spielt Ballerspiele!!!! und ich kenn das Spiel von meinem Freund (nur die Leute da abschlachten o.o)
,dann haben sich 2 Mädchen über sie Wii unterhalten, wie viele spiele sie haben und wie lange sie so spielen.

Sehr wenige aus der 2. und 3. Klasse kennen die einfachsten spiele wie "Mensch ärger dich nicht", "Mühle" etc. nicht! Aber die meißten Schimpfwörter können sie in den Mund nehmen und kennen Begriffe, die ich in dem Alter noch nie kannte! (zB. Lesbe, Sex etc)
 
  • Kinder und Narrenfreiheit? Beitrag #99
Ja, aber das kann man den Kindern nicht zum Vorwurf machen. Man kann ja von nem Kind im Alter von 8 Jahren nicht verlangen, dass es den tollen Nintendo, den es von den Eltern gekriegt hat, stehen lässt, weil es besser für seine Entwicklung ist. Das sind nämlich genau die Sachen, wofür ein Kind Eltern hat... mit 8 geht sowas noch völlig über den Horizont eines Kindes hinaus.
Da muss man als Eltern halt die Spielzeit reglementieren oder sowas gar nicht erst schenken. Aber es ist für viele halt viel bequemer, wenn das Kind mit seinem Nintendo DS spielt und die Klappe hält und man selber fernsehen kann.
 
  • Kinder und Narrenfreiheit? Beitrag #100
oh ja, Spielekonsolen.....:?
ich muß gestehen, meine beiden (5 u. 8) haben letztes Weihnachten zusammen auch eine PS2 bekommen, denn ohne geht ja garnicht!! :shock:
muß dazu sagen, das es hier nur jump & run und Buzz Junior gibt und keine "Ballerspiele", wie sonst überall.....außerdem gibt es nur begrenzte Zeit an der Konsole (oder auch am Fernseher) :eusa_eh: ich bin ja so gemein :mrgreen:
uind trotzdem kommen Kinder hier zu Besuch und spielen die Spiele...komisch :mrgreen:
manchmal habe ich das Gefühl, das diese Kinder es einfacher finden in diese Spielewelt zu flüchten, da können sie die, die sie nicht mögen einfach abschießen, anstatt sich mit Ihnen auseinandersetzen zu müssen.... :eusa_think:

die meisten bekommen mit 5-6 Jahren eine Play, das Jahr drauf eine xbox, dann eine wii und für unterwegs halt so'n Ding zum mitnehmen halt... :?
frage mich, was die mit 11 oder 16 bekommen? :eusa_think:

vorhin waren wieder Kinder zu Besuch hier und gegen 17 Uhr sag ich so...na so langsam solltet Ihr mal nach Hause gehen, es wird dunkel...da sagt der eine zu mir (6 Jahre 1 Klasse) "ich darf solange raus, wie ich will"
ok... :shock: entweder, er hat geflunkert, oder er tut mir sehr Leid, wenn es stimmt... :?
 
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