Kinder und Narrenfreiheit?

Diskutiere Kinder und Narrenfreiheit? im Smalltalk Archiv Forum im Bereich Smalltalk; ich muss mich mal ein wenig quer stellen ;) also meine mutter hat mich nie kontrolliert, egal ob es um fernsehen, computer spielen oder sonstige...
  • Kinder und Narrenfreiheit? Beitrag #121
ich muss mich mal ein wenig quer stellen ;)

also meine mutter hat mich nie kontrolliert, egal ob es um fernsehen, computer spielen oder sonstige sachen ging. Wir hatten damals einen computer und wenn ich mal lust dazu hatte, hab ich mich hingesetzt (nein bei uns gab es keine festen zeiten oder nur eine begrenzte anzahl an minuten/stunden die man vor dem computer/fernseher verbringen durfte) und hab irgendwelche sims oder barbie spiele gespielt.

Natürlich gab es Tage, wo ich nichts mit Freunden gemacht habe und nur am Computer gesessen bin und meine Mutter hat es halt akzeptiert. Dann hab ich halt mal 2 Tage lang nichts mit Freunden gemacht, na und?! Deswegen bin ich nicht zur Einzelgängerin oder so geworden.

Bei uns gab es auch keine geregelten Essenszeiten. Meine Mutter ist alleinerziehend mit mir und meinen Brüdern (die zwei sind zwillinge und 4 Jahre älter wie ich). Dann gabs halt mal Mittag um 13 Uhr oder auch erst um 15 Uhr. So wie es eben mit den Arbeitszeiten meiner Mutter hinauslief. Wer nicht da war, hat es später eben nochmal warm gemacht bekommen und dann gegessen.

Wenn ich mir einen Nintendo gewünscht habe, hab ich ihn halt zu Weihnachten oder so bekommen. Aber dann halt nichts mehr. Nur dieses eine "große" Geschenk.

Ich bin trotzdem der Meinung, dass ich kein verzogener, unhöflicher, unpünktlicher oder lebensferner Mensch bin.

Ich weiß mit Geld umzugehen (mit 13 Jahren hab ich 40 euro taschengeld bekommen im Monat und davon vielleicht 10 Euro ausgegeben und den Rest gespart), kam in meiner gesamten Schulzeit nie zu spät, auch nicht zu Verabredungen oder sonstigen Dingen und weiß mich zu benehmen.

Meine Mutter meinte auch immer, dass wenn ich rauchen möchte ich das doch machen soll, solange ich es selber zahle. Und siehe da: Ich rauche nicht.

Ich persönlich hatte immer den Drang, das zu machen, was meine Mutter nicht wollte.
(Räum dein Zimmer auf -> ich räumte mein Zimmer nicht auf)

Da gerade diese ganzen Verbote einen dazu verleiten, es erst recht zu machen. Natürlich nicht bei allen.

Ich möchte auch nicht leugnen, dass manche Kinder damit nicht klarkommen würden. Aber meine Brüder und ich konnten es.

Genausowenig wie ich leugnen möchte, dass wirklich viele Eltern mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert sind und einen Computer, Fernseher oder ähnliches als Erziehungsersatz sehen.

Aber alle über einen Kamm zu scheren finde ich persönlich sehr ungerecht.

Meine Mutter war sicherlich nicht mit uns überfordert, sie hatte einfach nur andere Erziehungsmaßnahmen. Bei uns haben diese gefruchtet. Bei uns gab es auch nie Strafen, wenn wir was angestellt haben, gabs natürlich ärger aber wir bekamen nie Hausarrest oder Fernsehverbot. ( Wenn wir z.B. unsere Nachbarn geärgert hatten, warum dürfen wir dann nicht mehr das Haus verlassen!?)

Meine Mutter ist eine sehr liebevolle und fürsorgliche Mutter und ich bin ihr dankbar, für diese "seltsame", aber dennoch hoch wirksame Erziehung.

Natürlich brauchen manche Kinder eine ganz andere Erziehung, aber ich bin der Meinung, dass man die Erziehungsmethoden auf das Kind anpassen muss.

Jetzt dürft ihr mich steinigen ;)
 
  • Kinder und Narrenfreiheit?

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  • Kinder und Narrenfreiheit? Beitrag #122
Wenn ich das alles so lese, bin ich richtig dankbar, dass meineTochter in den 80igern zur Welt kam -Internet gab es da noch nicht, auch noch nicht, als sie älter wurde. Es gab irgendwann Gameboys, das war es aber auch, soweit ich mich erinnere -so ein Ding hat sie mit 10 oder 11 geschenkt bekommen.

Ansonsten habe ich schon, als sie noch klein war,viel Wert auf Vorlesen gelegt,etwas später gab es dann altersgerechte Bilderbücher, noch etwas später, als sie selbst lesen konnte, diverse Kinderbücher -und sie liest heute immer noch gern. Ich finde einfach, Bücher, lesen, in eine andere Welt entschweben und dabei seine ganz eigene Phantasie zu entwickeln sind durch nichts zu ersetzen, auch heute noch nicht...

Und was gab es damals für tolle Kinder-Fernsehsendungen, Süderhof, Alstertal, Sesamstraße -gibt es heute auch nicht mehr.

Sonst hat sie viel draußen gespielt, bekam auch irgendwann ein eigenes Fahrrad (was habe ich gezittert :eusa_shhh:), Rollschuhe, Musik war wichtig und ein Kassettenrecorder, später eine Mini-Anlage -und das Internet kam erst viel später, einen eigenen Computer konnte sich ja anfangs auch längst nicht jeder leisten, und als es soweit war, war sie schon fast erwachsen und konnte verantwortungsvoll damit umgehen.

So etwas können heutige Kinder sich sicher gar nicht mehr vorstellen, die mit dem Internet aufwachsen. Und eben das fände ich als Mutter heute schwierig, ich denke, es ist gar nicht so einfach, da ein vernünftiges Mittelmaß fürs Kind zu finden, zumal andere Kinder eben oft auch keine Grenzen gesetzt bekommen, und warum darf man selbst nicht, was andere aber dürfen...;)

Zumindest das war früher bei anderen Dingen aber auch schon so. :mrgreen:
 
  • Kinder und Narrenfreiheit? Beitrag #123
Ja, früher war das mit den Kindern und den Medien echt einfacher. Ich bin nun wirklich noch nicht so alt, aber ich kann mich an ne Zeit erinnern, da gab es noch keinen Kinderkanal. Da gabs auf anderen Sendern ab und zu mal ne Kindersendung, aber man konnte gar nich den ganzen Tag fernsehen, weil es einfach nicht immer was interessantes gab.

@ Kleiine.Lady.x3: Klar gibt es auch immer Kinder, bei denen das alles nicht nötig ist. Bei mir wars das auch nicht. Ich hab mich immer lieber mit Freunden getroffen und nur ferngesehen, wenn mir nichts anderes übrig blieb xD Aber die Zielgruppen für Computerspiele werden immer jünger, ein bekannter Sender bietet n Internetportal mit Angeboten für allerkleinste Kinder zum Zählen lernen und sowas an... und viele Eltern machen sowas mit, weils einfach bequem ist, die Kinder gewöhnen sich dann dran und kennen und wollen nichts anderes mehr. Da fehlt dann was in der Entwicklung...

@ Smykke: Ja klar funktioniert das. Das Kind ist brav, lieb und unterdrückt seine Gefühle, weil es glaubt, es dürfte die nicht haben, weil es gedemütigt wird, wenns seine Gefühle auslebt. Ein Kleinkind kann seine Gefühle nicht einfach anders ausdrücken, so wie uns Erwachsenen das passt. Das kann seine Gefühle meistens nicht mal einordnen.
Und ganz ehrlich, ich steh lieber im Supermarkt neben meinem Kind, was auf dem Boden liegt und wütend schreit (als wenn das irgendwas Neues wäre, jeder hat das irgendwann schon mal erlebt. Und die, die blöde Kommentare abgeben, hatten meistens die schlimmsten Kinder), als das Vetrauen zwischen uns zu schädigen, in dem ich ihr klar mache, dass ihre Gefühle nicht okay sind und ich sie dafür aufs Schlimmste bestrafe, denn es gibt keine schlimmere Strafe als Demütigung.
 
  • Kinder und Narrenfreiheit? Beitrag #124
@ Smykke: Ja klar funktioniert das. Das Kind ist brav, lieb und unterdrückt seine Gefühle, weil es glaubt, es dürfte die nicht haben, weil es gedemütigt wird, wenns seine Gefühle auslebt. Ein Kleinkind kann seine Gefühle nicht einfach anders ausdrücken, so wie uns Erwachsenen das passt. Das kann seine Gefühle meistens nicht mal einordnen.
Und ganz ehrlich, ich steh lieber im Supermarkt neben meinem Kind, was auf dem Boden liegt und wütend schreit (als wenn das irgendwas Neues wäre, jeder hat das irgendwann schon mal erlebt. Und die, die blöde Kommentare abgeben, hatten meistens die schlimmsten Kinder), als das Vetrauen zwischen uns zu schädigen, in dem ich ihr klar mache, dass ihre Gefühle nicht okay sind und ich sie dafür aufs Schlimmste bestrafe, denn es gibt keine schlimmere Strafe als Demütigung.

weise worte ^^ ich kann gar nicht verstehen, dass man sowas macht. Es ist doch noch ein Kind, was soll es denn machen?! Sachlich mit den Eltern darüber diskutieren, warum es dies oder jenes haben möchte?!
Das ist eben die einzige Art, wie sich ein Kind vertändlich ausdrücken kann und es deswegen zu demütigen ist sicherlich der falsche Weg
 
  • Kinder und Narrenfreiheit? Beitrag #125
Wenn ich das alles so lese, bin ich richtig dankbar, dass meineTochter in den 80igern zur Welt kam -Internet gab es da noch nicht, auch noch nicht, als sie älter wurde. Es gab irgendwann Gameboys, das war es aber auch, soweit ich mich erinnere -so ein Ding hat sie mit 10 oder 11 geschenkt bekommen.
Bin ja 1986er Jahrgang und Internet bekamen wir z.B. so als ich ca. 13 war. Ich denke das Angebot war ein ganz anderes, lange habe ich mich nur auf der damals führenden Seite eine Harry Potter Fanclubs aufgehalten (ob es die wohl noch gibt?). Bedenken muss man auch, dass damals keine Flats üblich waren und somit eine Einschränkung durchaus sinnvoll!
Wir hatten ein paar PCSpiele und das war's. Meine Mutter hätte sich einmal fast dem sozialen Druck gebeugt und uns (meine Schwester und mich trennen nur 16 Monate, daher rede ich oft von "wir") Gameboys (oder nur einen? :eusa_think: ) gekauft. Und dann hat sie sie zum Laden zurückgebracht :D :clap: Ein bisschen ähneln wir uns da inzwischen ;) Ich fand's damals doof, ich wollte auch ein Tamagotschi (?) als die cool waren. Heute kann ich die Haltung total nachempfinden. Bei uns wird's später schwierig, weil wir selbst eine PS3 haben und sowas sicherlich auch in Zukunft haben werden. Der Patensohn meines Freundes ist noch keine 3 und sieht seinen Papa natürlich auch schon PS3 spielen und darf dann auch mal das Motorrad gegen die Wand setzen. Gott, solange er da 2 Mal die Woche 5 Minuten mit verbringt, ist nichts schlimmes dabei denke ich.
Man sollte die Kinder nicht weltfremd aufziehen (eine Klassenkameradin meiner 8 Jahre älteren Schwester überspielte alle CDs auf Kasette, weil sie bei den CDs nicht zum gewünschten Lied vorspielen könne, sondern immer alles anhören müsse :lol: ), aber etwas Kontrolle muss schon da sein.

Ansonsten habe ich schon, als sie noch klein war,viel Wert auf Vorlesen gelegt,etwas später gab es dann altersgerechte Bilderbücher, noch etwas später, als sie selbst lesen konnte, diverse Kinderbücher -und sie liest heute immer noch gern. Ich finde einfach, Bücher, lesen, in eine andere Welt entschweben und dabei seine ganz eigene Phantasie zu entwickeln sind durch nichts zu ersetzen, auch heute noch nicht...
Elementar wichtig, finde ich auch! Gut, meine Eltern waren Lehrer und somit natürlich buchaffin, uns wurde sehr viel vorgelesen und zu jedem Urlaub haben wir einen Stapel Bücher bekommen, schon mit 12 habe ich für unseren Buchhändler kleine Rezensionen geschrieben für die Leseexemplare (meine Mutter hat auf meinen Vater zu Unrecht geschimpft, das sei nur ein Vorwand mehr Bücher zu kaufen :lol: ).
Die Bücher sind mir im Nachhinein wichtiger gewesen als der vermisste Gameboy ;)

Ich persönlich finde es bedenklich einem Kind zu sagen, es könne ruhig rauchen, wenn es das selber finanziert. Dennoch stimme ich dir in einigen Punkten zu kleine Lady, irgendwer schrieb mal, es sei ganz einfach, Kinder gut zu erziehen, man müsse nur darauf achten, dass alle Leute, die mit ihnen zu tun haben sich ordentlich verhalten. Meiner Meinung nach stimmt das. Wer in einem Elternhaus aufwächst, in dem man einander und sich selbst respektiert, der wird auch später seine Klassenkameraden nicht nur mit Beleidigungen ansprechen. Dazu gehört, die Persönlichkeit und die Bedürfnisse des Kindes zu respektieren, aber eben auch die eigenen einzufordern. Die Folgen eines Ungleichgewichts in welche Richtung auch immer kann sich wahrscheinlich jeder ausmalen.
Um zum Rauchen zurückzukommen: ich will es meinen Kindern später auch nicht verbieten müssen, ich hoffe sie zu starken Persönlichkeiten erziehen zu können, die auf so eine blöde Idee nie kämen. Mir wurde das Rauchen nicht verboten, aber mein Charackter verbietet mir solchen Unsinn. Würden sie das Rauchen anfangen würde ich mit Sicherheit meine Missbilligung zeigen und in der Wohnung und wenn ich dabei bin, dürften sie das sicherlich nicht.
Caterina
 
  • Kinder und Narrenfreiheit? Beitrag #126
Ich persönlich finde es bedenklich einem Kind zu sagen, es könne ruhig rauchen, wenn es das selber finanziert. Dennoch stimme ich dir in einigen Punkten zu kleine Lady, irgendwer schrieb mal, es sei ganz einfach, Kinder gut zu erziehen, man müsse nur darauf achten, dass alle Leute, die mit ihnen zu tun haben sich ordentlich verhalten. Meiner Meinung nach stimmt das. Wer in einem Elternhaus aufwächst, in dem man einander und sich selbst respektiert, der wird auch später seine Klassenkameraden nicht nur mit Beleidigungen ansprechen. Dazu gehört, die Persönlichkeit und die Bedürfnisse des Kindes zu respektieren, aber eben auch die eigenen einzufordern. Die Folgen eines Ungleichgewichts in welche Richtung auch immer kann sich wahrscheinlich jeder ausmalen.
Um zum Rauchen zurückzukommen: ich will es meinen Kindern später auch nicht verbieten müssen, ich hoffe sie zu starken Persönlichkeiten erziehen zu können, die auf so eine blöde Idee nie kämen. Mir wurde das Rauchen nicht verboten, aber mein Charackter verbietet mir solchen Unsinn. Würden sie das Rauchen anfangen würde ich mit Sicherheit meine Missbilligung zeigen und in der Wohnung und wenn ich dabei bin, dürften sie das sicherlich nicht.
Caterina

meine mutter hat ja nicht wirklich gesagt, dass ich ruhig rauchen soll, und dass es ihr egal wäre.

ICh meinte, dass sie sagte, dass sie es nicht gutheißen würde, wenn ich rauche, aber sie wusste auch, dass sie es mir schlecht verbieten kann. Dann rauche ich eben heimlich und bei Freunden. Sie meinte nur, dass ich es ihr dann wenigstens sagen sollte, damit sie weiß was ich so treibe.

Entschuldige wenn ich das ein bisschen seltsam rübergebracht habe ;)
 
  • Kinder und Narrenfreiheit? Beitrag #127
Ja, Bücher find ich auch sehr wichtig... ich hab früher immer lieber gelesen, als ferngesehen, aber meine Mama hat nicht eingesehen, ständig neue Bücher anzuschleppen. Aus finanziellen Gründen xD Ich hab so viel gelesen, dass das echt kostspielig wurde *gg*

Die Mutter einer ehemaligen Klassenkameradin hat ihre Tochter sogar darin beschränkt. Sie durfte nur ein Buch pro Woche lesen und auch erst, wenn ihre Mutter es vorher gelesen hat und einverstanden war. Und das noch, als das Mädel 14 war oO
 
  • Kinder und Narrenfreiheit? Beitrag #128
Naja, dafür gibt es ja auch Büchereien. Wir sind mit der Grundschule immer einmal die Woche in die Stadtbücherei gegangen und da habe ich immer einige Bücher mitgenommen. Irgendwann saß ich nur da und hab mir nichts ausgesucht. Auf die Frage der Lehrerin habe ich geantwortet, ich hätte alles, was mich interessiert, schon gelesen :lol:
Wir haben wie gesagt zu jedem Urlaub (also 3 Mal im Jahr), sowie zu Weihnachten und Geburtstag einige Bücher bekommen, naja zwischendurch wahrscheinlich auch :eusa_shhh: Außerdem hatten wir eine ältere Schwester und eine ältere Cousine, von der haben wir wenn ich recht erinnere die "Blitz"Reihe bekommen :D Also da bestand nie Mangel :)

Alles klar, Kleine Lady, dann hab ich es jetzt verstanden. :)
 
  • Kinder und Narrenfreiheit? Beitrag #129
Im Übrigen habe ich zu niemandem gesagt, er sei eine schlechte Mutter, weil das Kind keine Spielkonsole bekam :roll:
Nur find ich es auch nicht in Ordnung die Videospiele zu verteufeln, wenn man sich damit nicht auskennt (nicht auf euch bezogen, hier haben ja einige schon sowas kennengelernt).

Selbstverständlich ist es gut, seinen Kindern die guten alten Brettspiele zu zeigen, ich fand die selber früher ganz klasse. Ich bin die letzte die sagt, man solle so etwas nicht mehr schenken. Im Gegenteil, meinem Kind werde ich die Augsburger Puppenkiste andrehen und die Janosch Bücher sind ganz oben auf unserer Literaturliste ;) Aber leider besteht immer noch das Vorurteil, dass Pc- oder Konsolenspiele prinzipiell schlecht sind. Die Eltern müssen halt drauf achten, was das Kind da zu spielen bekommt, mein Kind wird auch niemals mit 6 Jahren irgendwelche Shooter in die Hand gedrückt bekommen.
Finds nur irgendwie seltsam, dass der Fehler oftmals der Eltern auf die Spiele geschoben wird. Kein Entwickler sagt "sooo jetzt machen wir mal einen blutig brutalen Shooter, damit unsere Zielgruppe der 6-jährigen mal so richtig auf den Putz hauen kann" ;)

Es gibt ja auch lustige Spiele wie "Super Mario", das kann man auch dosiert spielen, sofern denn jemand drauf achtet und ist keineswegs schlecht für das kindliche Gemüt ;)
Im Übrigen sind die Konsolen auch nicht so überteuert, wenn man bissi abwartet. Meine Familie hat früher zusammengelegt, dann bekam ich mein Nintendo 64. Dafür bekam ich dann halt nur noch ne Kleinigkeit. Ich war damit aber völlig zufrieden. Wenn das Kind sich bewusst ist, dass es dann nur ein Geschenk gibt, dann ist das so.

Ida: Deine Denkweise find ich klasse. Übrigens hat es mein Freund früher auch so gemacht, ist also nicht mehr ganz so "neu". Jeder hatte eine Konsole und dann hat man sich bei dem getroffen, der das Neuste hat :lol: Ich bin keine Pädagogin, aber unsere Eltern haben uns genauso behandelt, wie du es bei deinen Söhnen versuchst und zumindest sind wir nicht missraten. Ich finds halt wichtig, dass wenigstens einer der beiden Elternteile auch weiß, was das Kind da spielt und es gibt jede Menge kindgerechte Spiele, gerade für den Ds (ich besuch euch dann mal zu Weihnachten und spiel mal mit *g*).
 
  • Kinder und Narrenfreiheit? Beitrag #130
Naja, ich empfinde das nicht als Demütung und schreib hier auch nicht mehr ^^
 
  • Kinder und Narrenfreiheit? Beitrag #131
Na, von mir aus. Aber was ist es denn dann, wenn man jemanden mit Absicht in eine peinliche Situation bringt, weil man will, dass der die erleiden muss?
 
  • Kinder und Narrenfreiheit? Beitrag #132
Naja, ich empfinde das nicht als Demütung und schreib hier auch nicht mehr ^^
Das ist, ohne dir zu nahe treten zu wollen, eigentlich schon wieder ein eher kindliches Verhalten. Frei nach dem Motto "Ich hab aber Recht, und wenn du mir nicht Recht gibst, rede ich nicht mehr mit dir". ;)
 
  • Kinder und Narrenfreiheit? Beitrag #133
Deine Ansicht, pinki. Ich wollte hier nur nicht mehr schreiben, um keinen Streit vom Zaun zu brechen. Und ich habe das Gefühl, dass niemand meine Ansichten akzeptiert. Ich finde, wenn sich die Mutter neben ihr Kind im Supermarkt auf den Boden wirft, ist das keine Demütigung, sondern eine Reflektion. Wie ein Spiegel eben, so sieht das Kind sein eigenes Verhalten, was es sonst nicht tut.
Und klar, dass ein 2-Jähriges Kind seine Emotionen nicht anders ausdrücken kann, ein 5-Jähriges Kind allerdings schon. Ich kenne Kinder, die etwa in diesem Alter sind und sich benehmen, wenn sie im Supermarkt nichts Süßes kriegen, als würden sie nie etwas bekommen. Wenn man ihnen erklärt, dass das Verhalten, welches sie dort an den Tag legen, peinlich ist, wollen sie es nicht verstehen. Und dann greift man eben zu diesem Mittel. Ich finde nichts schlimmes daran. Aber gut, wenn niemand meine Ansicht akzeptiert, werde ich hier eben nicht mehr schreiben.
 
  • Kinder und Narrenfreiheit? Beitrag #134
  • Kinder und Narrenfreiheit? Beitrag #135
Doch. Ich sagte nicht, dass eure Ansichten falsch wären. Aber meine wird ja hingestellt, als käme sie Schlägen gleich.
Die Schwester meiner Klassenkameradin lebt übrigens noch und hat wegen der "Demütigung im Supermarkt" keine psychischen Schäden davon getragen. ;)
 
  • Kinder und Narrenfreiheit? Beitrag #136
Wenn ich mich auf den Boden werfe, reflektiere ich das Kind. Denn es kann sich anders helfen, aber auf den Boden werfen ist eine reine Trotzreaktion. Auch 2 Jährige verstehen ein konsequentes nein. Man kann dem vorbeugen, in dem man sie im Markt gar nicht freilaufen lässt... und gefährliche Ecken meidet.
---
EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

Wie würden denn die leute hier reagieren,wenn sich das Kind bei euch auf den Boden schmeißt, schreit und strampelt. die Meinungen hätte ich gerne gehört.
Oder hattet ihr die Situation überheupt schonmal??
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Kinder und Narrenfreiheit? Beitrag #137
Jetzt halt dich doch bitte nicht nur am dem 2-jährigen Kind fest. Ich habe auch schon ca. 5-Jährige erlebt, die sich so verhalten haben. Und die können beileibe ihre Gefühle anders ausdrücken.
Ich denke über ein Kind, das sich auf dem Boden schmeißt, an sich nichts. Ich ignoriere das, denn was gehen mich fremde Leute an?
 
  • Kinder und Narrenfreiheit? Beitrag #138
Ich hab das ehrlich gesagt bei noch keinem Kind erlebt, dass älter als 3 war, die meisten älteren stehen dann da und heulen still vor sich hin. Aber auch ein 5jähriges Kind hat noch keine große Auswahl in den Arten, sich auszudrücken. Kinder sind unterschiedlich weit entwickelt, wenn ein Kind sehr weit entwickelt ist, dann hat es die Auswahl vielleicht, aber dann schmeisst es sich auch nicht mehr freiwillig auf den Boden. Das ist für son Kind nämlich auch anstrengend und so bald es ne andere Möglichkeit hat, wird es die nutzen. Es sei denn, das Kind ist so erzogen worden, dass es weiß, dass es sich immer durchsetzt, wenn es sich so verhält. Dann ist die Mutter aber selber Schuld und hat immer noch kein Recht, ihr Kind wegen ihrer Erziehungsfehler zu demütigen.
Ein Kind braucht in einer derartigen Verzweifelung (und ja, die Kinder sind nicht einfach böse, sondern verzweifelt, weil die Welt in echt nicht so funktioniert, wie in ihren Köpfen und mit Frustration umzugehen, muss man erst lernen. Damit is man ungefähr nach der Pubertät fertig xD) die Sicherheit, dass die Mutter es trotz seiner Gefühle liebt und ihm Sicherheit gibt, damit es seine Gefühle in Ruhe ordnen kann. Was hat n Kind davon zu sehen "Oh, Mama kommt mit meinen Gefühlen nicht klar, sie scheint sogar nicht mehr ne Mama zu sein, sondern auch n Kind. Ich will aber meine Mama haben. Ich darf nie wieder meine Gefühle zeigen."
Im Übrigen kann man auf diese Art und Weise Kindern ihr Verhalten gar nicht reflektieren. Oder willst du etwa sagen, es ist genau das Gleiche, wenn sich eine erwachsene Frau mit Verantwortung schreiend auf den Boden wirft, wie wenn ein Kleinkind das tut?
Aber gut, ich halte eh nichts von dem ganzen reflektieren. Kinder sind nun mal KINDER und dürfen sich auch mal unangepasst verhalten und Fehler machen. Anpassen können sie sich immer noch 60 Jahre lang.

Smykke, darf ich mal fragen, wie du dann eine Demütigung definierst? Ich akzeptiere deine Meinung, ich wollte nur verhindern, dass das irgendwer ohne zu überlegen nachmacht, weil das böse Schäden in der Mutter-Kind-Beziehung hervorrufen kann. Das ein oder andere Kind mag das vllt verkraften, aber nicht alle und wenn mans merkt, ist es zu spät.

Ich lese grad für die Uni n Text darüber, wie Kommunikation zwischen Menschen funktioniert. Ist ein bisschen kompliziert, aber wenn man ihn lesen würde, würde man merken, dass mit dieser Methode die Kommunikation abgebrochen wird.
 
  • Kinder und Narrenfreiheit? Beitrag #139
Demütigung ist, wenn man sich über die Gefühle der Kinder lustig macht. Habe ich oft erlebt - als ich geweint habe, hat man mir gesagt, wie hässlich ich doch sei. Und dass ich schon groß sei, ich dürfte nicht weinen.
Oder als Jugendliche, dass ich nicht wegen einem Jungen oder einem Mädel [bin bi^^] heulen dürfte. Andere Mütter haben auch schöne Kinder. Man hat meine Probleme herab gewürdigt, als wären sie keine. Erwachsene sehen das anders.
Ein kleines Kind sieht seinen zerplatzen Ballon als Problem, manche Erwachsene lachen darüber. Weil sie nicht verstehen, dass Kinder andere Vorstellungen haben. Ich akzeptiere das und versuche dann zu trösten.
Oder Schläge sind Demütigung. Ich werde jetzt nicht auf einem kleinen Klaps herum reiten, denn eher gebe ich einem Kind 'nen Klaps auf die Finger, ehe es sich gefährliche Brandwunden an einer heißen Herdplatte holt.
 
  • Kinder und Narrenfreiheit? Beitrag #140
Wenn ich mich auf den Boden werfe, reflektiere ich das Kind. Denn es kann sich anders helfen, aber auf den Boden werfen ist eine reine Trotzreaktion. Auch 2 Jährige verstehen ein konsequentes nein. Man kann dem vorbeugen, in dem man sie im Markt gar nicht freilaufen lässt... und gefährliche Ecken meidet.
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EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

Wie würden denn die leute hier reagieren,wenn sich das Kind bei euch auf den Boden schmeißt, schreit und strampelt. die Meinungen hätte ich gerne gehört.
Oder hattet ihr die Situation überheupt schonmal??

Also entschuldigung, aber ich muß jetzt mal herzhaft lachen!
h010.gif


Ein 2-jähriges Kind versteht ein konsequentes nein, außerdem kann man sie gar nicht erst im Markt frei laufen lassen und gefährliche Ecken meiden? Ich weiß ja nicht, wie phlegmatisch oder narkoleptisch die 2-jährigen Kinder sind, die du kennst und wo du so einkaufen gehst, aber wenn ich mit meiner Tochter (Alter siehe Ticker unten) zum real,- einkaufen gehe (und das läßt sich leider nicht durch Märkte ersetzen, die zwar Lebensmittel, aber weder Süßigkeiten, noch Spielzeug im Sortiment haben), dann kann ich sie weder an der Hand durch den Laden zerren, noch an die Leine legen oder in den Einkaufswagen setzen. Aus dem Einkaufswagen springt sie mir raus, wenn sie was interessantes sieht, da kann ich mir den Mund fusselig reden, nett bitte sagen oder sie auch böse ermahnen, da gibt sie einen feuchten Dreck drauf. Lasse ich sie runter, kann ich sie nicht festhalten, weil sie dann erst recht auf den Boden wirft und Schreikrämpfe kriegt ("Charly alleine laufen!"). Würde ich ihr ein Brustgeschirr anziehen und sie an der Leine durch den Laden führen, hätte das mehrere Effekte: erstens würde sie grundsätzlich mind. einen Meter neben mir laufen und mit der Leine Leute fesseln und Regale abräumen; zweitens könnte ich sie dann ja kürzer nehmen, was aber wieder den Tobsuchtsanfall zur Folge hätte.

Gut, man kann ihr ein Spielzeug mitnehmen, würde vielleicht auch ein paar Sekunden wirken, u.U. würde ich sie damit sogar ohne größere Probleme in den Einkaufswagen kriegen... Aber spätestens beim ersten Regal würde sie ihr Spielzeug wegschmeißen (und das meine ich wörtlich) und wieder mit den Versuchen beginnen, aus dem Wagen zu kommen.

Jetzt zur Vorweihnachtszeit gibt es übrigens in KEINEM Laden mehr "ungefährliche" Ecken. ÜBERALL steht Süßkram, Spielzeug und buntes Dekozeugs rum, alles hochinteressant für kleine Kinder.

Im übrigen können 2-jährige sich im Normalfall durchaus OHNE Brüllerei ausdrücken. Die Kinder demütigen ihre Eltern, indem sie so lange Rabatz machen, bis sie bekommen, was sie wollen. Sie schreien, weil sie wissen, daß ihren Eltern das peinlich ist, daß ihre Eltern wollen, daß sie ruhig sind. Weil schreien und einen Aufstand machen ein prima Druckmittel gegen die Eltern sind, vor allem in der Öffentlichkeit.

Meine Tochter erklärt mir mit Worten und Gesten so gut sie kann, was sie möchte. Erst wenn ich es ihr nicht gebe, sei es mit oder ohne Erklärung, macht sie einen Heidenaufstand und da ist es ihr wumpe, ob ich nein sage, sie (verbal) anfahre oder so stehen lasse. Letzteres wäre sogar das falscheste, was ich machen kann, denn dann kann sie ja machen, was sie will, ich kann es ja nicht mehr kontrollieren.

Jetzt erklär mir bitte, was ich machen soll. Ich lade dich auch gerne ein, mal mit uns einkaufen zu gehen.

LG Tina
 
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