Nassfutter für meine Hunde? Niemals... aber niemals ist genau jetzt!

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  • Nassfutter für meine Hunde? Niemals... aber niemals ist genau jetzt! Beitrag #1
Dogma

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Nach über 20 Jahren problemloser Trockenfütterung muss ich von jetzt auf gleich das Hundefutter auf Dose umstellen und stehe gerade wie Ochs vorm Berg, weil ich mich damit halt noch nie beschäftigt habe. Also schrei ich hier mal ganz leise nach Hilfe.

Um mal die Situation vor Ort zu verdeutlichen, gibt es vorab nen kleinen Exkurs:
Ich habe bisher meine Hündin mit Wolfsblut ernährt. Vor einer guten Woche aber zog nun ein kleiner Notkater bei uns ein. Da er Ataxist ist, kann ich sein Futter nicht einfach erhöht stellen und somit außer Reichweite des Hundes füttern. Also hab ich, um Futterneid zu vermeiden, meiner Hündin auch ein kleines bisschen Nassfutter zum Naschen hingestellt, wenn der Kater seine Mahlzeit bekommen hat. Das klappt soweit auch hervorragend. Jeder knabbert sein eigenes Futter, dann wird mal kurz getauscht und beim jeweils anderen genascht und meistens lässt der Kater meiner Hündin auch noch den letzten Rest übrig, den sie dann auch noch verputzt. Allerdings rührt Madamme seitdem ihr Trockenfutter nicht mehr an. Ich hab es schon eingeweicht, mit (ansonsten von ihr heißgeliebtem) Thunfisch vermengt, sogar Nassfutter mit untergemanscht... mit der Folge, dass zwar der Kater sich am Hundefutter zu schaffen macht, meine Maus mir aber nur einen verächtlichen Blick zuwirft und lieber hungert. Ich hab mir das alles jetzt über eine Woche mit angesehen, aber so langsam muss was passieren, weil bei ihr schon die Rippenbögen deutlich zu sehen sind. (Kommt einfach nicht gut, wenn ich meinen dicken Hintern durch den Park schiebe und mein Hund neben mir so aussieht, als dürfte er nichtmal mehr am Futter schnuppern.)

Lange Rede, kurzer Sinn: Auch der Hund wird ab sofort ein Dosenkind. Doch wenn ich mir so die Zusammensetzung durchlese, kann ich eigentlich nur einen wirklichen Unterschied zwischen "nur Fleisch" und "Fleisch mit Gemüse und Beilage" erkennen. Die Dosen mit reinem Fleischinhalt beinhalten meistens die üblichen Fleisch- und tierischen Nebenerzeugnisse plus Mineralien... fertig, aus - ganz egal, ob die Dose jetzt einen Euro oder drei kostet. Wenn mal eine Marke dazwischen ist, die nicht nur Rind mit irgendwas mixt, sondern irgendwas exotisches wie Rentier o.ä. beinhaltet, kann ich ja die teils enormen Preisunterschiede noch nachvollziehen aber bei den anderen? Und da bin ich auch "schon" bei meiner Frage an die Nahrungsexperten hier. Gibt es bei den Dosen (die super teuren klammere ich jetzt mal aus) wirklich nur ganz geringe Unterschiede oder sehe ich nur den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr? Wenn es nämlich wirklich nur am übermäßigen Rindfleischanteil der günstigen Sorten liegt, kann ich besser selber mal ein wenig Hühnchen oder sonstwas mit untermogeln. Dafür würde ich nämlich dann keine teure Sorte kaufen, da mir die beiden Nassfutterspezialisten eh noch die Haare vom Kopf fressen werden.


B.A.R.F. fällt übrigens flach, da mein Hund nichtmal jede Fleischsorte roh frisst. Das darf ich ihr nur ab und zu mal "antun" und selbst dann schaut sie mich verächtlich an und fischt sich beharrlich die Kartoffeln aus dem Kartoffel/Leber-Gemisch oder lässt auch Hühnerherzen unbeachtet stehen, über die dann aber zum Glück der Kater herfällt, als gäbs kein Morgen mehr.
 
  • Nassfutter für meine Hunde? Niemals... aber niemals ist genau jetzt! Beitrag #2
Hallo Dogma,

Da hat dich dein Hundi aber super erzogen:lol:

Also, ich rate generell von den Fleisch (eig nur schlachtabfälle)+Mineralien Dosen ab!
Da wird einfach der pflanzliche teil, der eig nötig wäre weggelassen und durch künstleich beigefügte Mineralien ersetzt...

Hmm hast du schon im "hochwertiges Hundefutter" Thread nachgesehen?
Ich bin selbst kein NaFu fütterer, also weiß ich nicht wie die sorten preislich liegen, aber ich finde zb Terra Canis oder Pfotenliebe sehr gut.
 
  • Nassfutter für meine Hunde? Niemals... aber niemals ist genau jetzt! Beitrag #3
Also meiner Meinung nach, gibt es in etwa 3 verschiedene "Sorten" NaFu:

1. Die minderwertigen mit "Fleisch- und tierische Nebenerzeugnisse", man weiß nicht was drin ist, und bei 50cent pro 800gr Dose will man es wohl auch nicht mehr wissen. Manchmal sind sie auch teurer, dann bezahlt man den Markennamen eben mit.

2. Die recht gute Qualität, die allerdings nicht alles preisgibt, dort steht dann zum Beispiel "Fleisch und Innereien von Tier x". Diese Sorten sehe ich oft im 2 Euro Bereich für die 800gr Dose.

3. Die Qualität die der Mensch theoretisch auch selber essen könnte. Siehe Terra Canis. Das wahrscheinlich teuerste Futter was ich je gesehen habe, aber es ist für jeden was dabei, die Auswahl finde ich für Nassfutter echt riesig. Außerdem weiß man zu fast 100% was drin ist. Allerdings nicht bezahlbar auf Dauer, erst recht nicht für Besitzer größerer Hunde ;)

Bei mir fallen grundsätzlich Dosen weg, wo nur "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" draufsteht. Die können mir das blaue vom Himmel versprechen, das kommt trotzdem nicht in den Napf.
Ganz selten gibt es bei uns Terra Canis, aber auch nur, wenn es im Angebot ist und man mal eine Dose mitnimmt.

Ich habe Dosenfutter immer für den Notfall im Haus. Meist diese Marke:
Finde die Zusammensetzung gut, den Preis angemessen. Sie haben auch Innereien im Sortiment und es ist alles halbwegs gut deklariert. Für eine Hausmarke bin ich echt zufrieden. Der einzige Nachteil: Man muss einen Dehner in der Nähe haben, ich denke nicht, dass man das online bestellen kann.
Gut finde ich auch noch manche Dosen von Real Nature (wobei man ein paar dann doch ausschließen muss). Die Auswahl ist recht groß (allerdings kann man im online Shop nicht alle Sorten nachschauen). Der Preis dürfte bei 800gr auch in etwa bei 2 Euro liegen, wobei es fast immer Angebote gibt, also meistens sogar günstiger.

Dann fällt mir spontan noch Rinti nature ein:

Ist allerdings bissi teurer als die anderen beiden.

Ich finde, bei NaFu hat man noch mehr Fummelarbeit als bei TroFu, einfach weil man wirklich jede sch... Sorte umdrehen muss, um sich die Zusammensetzung anzusehen. Nur weil Marke x mit Huhn nicht gut ist, bedeutet das nicht, dass dieselbe Marke nur mit Lamm auch schlecht ist. Bei Real Nature sieht man das am Besten. Manche kommen mir nicht in den Wagen, manche würde ich am liebsten selbst verspeisen ;)
Dadurch, dass aber jede Marke gefühlte 10 Sorten hat, kann man schonmal ne halbe Stunde in dem Futterladen stehen.

Oft ist es echt nur mieserabel oder hochwertig. Hochwertig ist nicht zu bezahlen, mieserabel will man seinem Hund nicht antun. Mit meinen genannten Sorten habe ich für mich persönlich eine Brücke gefunden.
 
  • Nassfutter für meine Hunde? Niemals... aber niemals ist genau jetzt! Beitrag #4
Das mit den hochwertigen Futtersorten hab ich mir natürlich auch im Nafutterbereich durchgelesen - unter anderem fand ich dort folgendes:

- Landfleisch:
90% Fleischanteil
Versteckter Text:

Rinderherz & Reis: 90% Fleisch und Fleischnebenprodukte (davon 20% Rinderherz), 5% Reis, 5% Gemüse, Pflanzenöle (Omega 3 + 6), Mineralstoffe, Inulin 0,1%.
Rinderherz & Nudeln: 90% Fleisch und Fleischnebenprodukte (davon 20% Rinderherz), 5% Nudeln, 5% Gemüse, Pflanzenöle (Omega 3 + 6), Mineralstoffe, Inulin 0,1%.
Pansen & Reis: 90% Fleisch und Fleischnebenprodukte (davon 30% Pansen), 5% Reis, 5% Gemüse, Pflanzenöle (Omega 3 + 6), Mineralstoffe, Inulin 0,1%.
Geflügel & Reis: 90% Fleisch und Fleischnebenprodukte (davon 25% Geflügel), 5% Reis, 5% Gemüse, Pflanzenöle (Omega 3 + 6), Mineralstoffe, Inulin 0,1%




Mal davon abgesehen, dass der Reis in dieser Dose bestimmt keinen Deut besser ist, als der Reis, den ich von meinem täglichen Essen mit untermischen kann und auch das Gemüse garantiert verkochter ist, als das, was bei uns auf den Tisch kommt, unterscheidet es sich eigentlich ja nicht von deutlich billigerem Futter. Oder sehe ich das noch immer falsch?

Und auch die anderen Futtersorten haben nur einen wesentlich geringeren Fleischanteil, der dann mit Reis, Kartoffeln, Gemüse und Obst "aufgepeppt" wird. Da dieser ganze Kram aber in einer Dose eh totgekocht ist, kann ich das alles auch von meinem eigenen Herd zufüttern. Ich kauf doch nicht ne halbe Dose gekochten Reis für so teures Geld...


Edit:

Das Dehner-Futter hatte ich auch schon in der Hand und fand es gar nicht übel. Bei uns ist sogar einer in der näheren Umgebung, da würde sich sogar der Weg zur Bervorratung lohnen. Und schmunzeln musste ich gerade auch, denn seit Tagen tummel ich mich immer wieder bei Zooplus, doch ausgerechnet das Rinti Nature's Balance sehe ich nun zum ersten Mal.
---
EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

Was mich aber noch interessieren würde: Wieso wird immer so auf den tierischen Nebenprodukten rumgehackt? Nur weil wir Menschen das nicht essen würden, ist es doch für einen Hund nicht grundverkehrt. Bemängelt wird ja oft, dass dort z.B. auch Haut (mit Fell) und Hufe verarbeitet werden. Aber ich glaube kaum, dass ein Hund bei einem selbst gerissenen Tier vor diesen Dingen Halt machen würde und seinen Truthahn wie wir Menschen erst tranchiert, bevor er ihn frisst. Bei einem Chicken-Wing gehört in den Augen des Hundes die Kralle halt mit dazu.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Nassfutter für meine Hunde? Niemals... aber niemals ist genau jetzt! Beitrag #5
Das "neue" Rinti habe ich auch nur zufällig (auch im Dehner) gesehen und dachte mir noch "ach super, sind sie auch mal bessere Wege gegangen", aber bei dem Preis bin ich dann lieber bei der Hausmarke geblieben. Die haben genausoviel Auswahl, auch gerade an Innereien (wobei man die sicherlich auch mal beim Metzger holen könnte).

Ist halt ganz schön, weil sie oft 6 Dosen verkaufen und man nur 4 oder 5 bezahlen muss. Klingt vielleicht bissl penibel, aber wenn man es dauerhaft füttert, lohnt sich das sicher. Eine Freundin füttert ihrem Setter 2 große Dosen pro Tag, die ist froh über die Angebote ;)

Also ich hacke deswegen darauf rum, weil ich bei den besonders billigen Preisen davon ausgehe, dass es niemals Muskelfleisch oder Innereien in angemessenen Mengen sehen wird. Klar darf da mal ein Huf drin sein, oder ein paar Haare, wäre ja in der Natur auch völlig normal. Aber gehen wir mal davon aus, ein Hund bekommt das jeden Tag, ich wüsste ja nie im Ansatz, was er da eigentlich frisst. Mein Hund soll sich ja nicht 365 Tage von Haaren, Haut und Hufen ernähren, um es mal überspitzt auszudrücken.

Sowas bekommen meine dann eher im getrockneten Zustand mal zum knabbern.
 
  • Nassfutter für meine Hunde? Niemals... aber niemals ist genau jetzt! Beitrag #6
Ich habe mir gerade mal Gedanken über die mögliche Zusammensetzung von Schlachtabfällen, also den so kritisierten "tierischen Nebenerzeugnissen" gemacht.

In Deutschland gibt es über 300 zugelassene Schlachtbetriebe, dagegen aber (großzügig geschätzt) nur ca. 30 Tierfutterhersteller, die nur ganz bestimmte Sachen aus dem großen Topf der Schlachtabfälle benötigen (die Barf-Hersteller sind da bereits mit eingerechnet). Das macht einen Anteil von 10%. Rein rechnerisch dürfte also im Fleischnebenproduktanteil eines günstigen Hunde- oder Katzenfutters nicht nur der letzte Müll drin sein, sondern zu 90% genau dasselbe, wie in den teureren Futtersorten, die diese Nebenprodukte genauestens aufschlüsseln.

Übrigens klingt es überhaupt nicht penibel, wenn man diese 6-für-5-Angebote gerne kauft. Selbst bei einem mittelgroßen Hund spart man da schon ordentlich, wenn man das mal aufs Jahr hochrechnet. Und nicht zuletzt deshalb beschäftigt mich das Thema Nassfutter ja akut auch so sehr. Ich bin ja nicht gerade der geborene Geizmöppel, aber ich sehe es auch einfach nicht ein, für etwas den doppelten oder gar dreifachen Preis zu zahlen, das im Vergleich zum günstigen Produkt kaum eine andere Qualität hat.
 
  • Nassfutter für meine Hunde? Niemals... aber niemals ist genau jetzt! Beitrag #7
Mhh ich glaube ich versteh deine Rechnung nicht :eusa_think:

Also "Fleisch- und tierische Nebenerzeugnisse" bedeutet ja einen Mix (mal unabhängig von der Menge der Komponenten) aus Muskelfleisch, Innereien und "dem Rest, also Haare, Haut, Hufe, Kämme usw.
So, das ist ja soweit alles ok, alles kann der Hund gebrauchen, aber es ist doch meines Wissens gar nicht festgelegt, wieviel % der Komponenten speziell enthalten sein müssen. Bei einer Dose mit der Bezeichnung können doch, überspitzt gesagt, nur 2% Muskelfleisch, 4%Innereien und 94% Hufe und Haare enthalten sein. Dadurch, dass sie es nicht weiter deklarieren müssen, können sie ja theoretisch reinhauen, was sie möchten von den 3 Komponenten.
Das würde ja auch den Preis erklären. In jedem Tierfachgeschäft gibt es diese 1240kg NaFu Dosen, die nur 90cent kosten, da können doch unmöglich Muskelfleisch geschweigedenn Innereien enthalten sein :eusa_think:

Also klar, beweisen kann man solchen Firmen nichts, andererseits frage ich mich, wieso dann die Deklaration so im Dunkeln gelassen wird bei vielen Herstellern. Ich persönlich brauche keine 100%ige Aufschlüsselung, aber wenn dann auf der Dose steht "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, davon 4% Tier x", das wirkt nicht vertrauenserweckend (ok, ich spreche auch gerade vom billigsten der billigen).
Die geringe Aufschlüsselung lässt mir halt immer das Risiko, dass ich dem Hund zu wenig von den "guten" Sachen gebe und das lässt mich schimpfen. Wenn ich jemandem ein Futter empfehlen sollte, könnte ich solche Marken nicht nennen, da ich keinen Beweis hab, dass sie gut sind.

Würde ich Jerry und Hanna nur mit NaFu füttern, wäre ich wohl arm. Jerry bräuchte eine 800gr Dose am Tag und Hanna in etwa 200gr, wobei sie sehr aktiv ist und daher auch schon mehr bekommt im Verhältnis. Bei einer Dose von 2 Euro summiert sich das wirklich.
Das ist halt wirklich der Vorteil am Futter aus dem Handel, sie können zwischendurch die Angebote machen. Bei den Internetshops ist das leider selten. Es sei denn man kauft eine Palette von 20 Dosen, aber wer braucht schon soviel, wenn er es nicht jeden Tag füttert? ;)
 
  • Nassfutter für meine Hunde? Niemals... aber niemals ist genau jetzt! Beitrag #8
Es sei denn man kauft eine Palette von 20 Dosen, aber wer braucht schon soviel, wenn er es nicht jeden Tag füttert? ;)
...Jemand der sehr einem kleinem TH eine Freude in Form einer Sachspende machen möchte?
Eine Hundepension oder ähnliche Einrichtungen mit mehreren Hunden, die "über längere Zeit" dort leben?
:102:
 
  • Nassfutter für meine Hunde? Niemals... aber niemals ist genau jetzt! Beitrag #9
Ok, meine Rechnung war etwas anders. Ich gehe einfach mal davon aus, dass Schlachtabfälle allein schon aus wirtschaftlichen Gründen einfach zusammengekehrt werden und somit alles in den großen Topf kommt (bis auf die von mir angesprochenen 10% für die Luxusvariantenanbieter), der Rest wird halt durchgemischt. Die Hufe eines Rinds sind nun nicht wahnsinnig groß und das bisschen Haut, das sich nicht zur Weiterverarbeitung als Leder eignet, ist auch nicht wirklich viel. Also können Hufe und Haut schon aus anatomischen Gründen keinen so hohen Anteil im Schlachtabfall ausmachen. Somit dürfte auch bei den nicht näher deklarierten Tiernebenerzeugnissen der Anteil an hochwertigen Innereien recht hoch sein.

Somit habe ich in Futter, das lediglich allgemeine Tiernebenerzeugnisse nennt, diese aber nicht näher aufschlüsselt, die Innereien eines Tieres in nahezu denselben Anteilen enthalten, wie sie auch im lebenden Tier vorkommen, hab aber damit zu rechnen, dass anteilig eben auch Fell und Hufe mit enthalten sind (wohlgemerkt in ebenso nahezu denselben Anteilen, wie sie beim lebenden Tier vorkommen). In dieser Rechnung gehe ich einfach mal frech davon aus, dass Schlachtereien vielleicht für die 10% Futterhersteller noch grob aussieben, aber den Rest des Abfalls garantiert nicht nochmal aufschlüsseln und trennen für die restlichen Abnehmer.

Außerdem möchte ich an dieser Stelle mal gerne zwei Futter mit deren Zusammensetzung gegenüber stellen.

Nehmen wir als erstes mal , mit 2,10 €/kg ziemlich günstig:
Zusammensetzung:
Rind pur:
Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (100% Rind), Mineralstoffe.
Grüner Pansen:
Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, (mind. 30% Rinderpansen), Mineralstoffe.
Geflügelherzen:
Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (mind. 30% Geflügelherzen), Mineralstoffe.
Lamm:
Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (mind. 30% Lamm), Mineralstoffe.
Huhn:
Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (mind. 30% Geflügel), Mineralstoffe.
Wild:
Fleisch- und tierische Nebenerzeugnisse (mind. 30% Wild), Mineralstoffe.
Seelachs:
Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (mind. 30% Seelachs), Mineralstoffe.
Rentier:
Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (mind. 30% Rentier), Mineralstoffe.
Kalbsherzen:
Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (mind. 30% Kalbsherzen), Mineralstoffe.

und dagegen nun , mit 5,80 €/kg fast dreimal so teuer:
Zusammensetzung: Rind:
100% Rindfleisch aus kontrolliert biologischer Zucht (Kronfleisch, Herz, Lunge, Kehlkopf, Pansen, Stichfleisch in wechselnder Zusammensetzung), Trinkwasser.
Huhn:
100% Hühnerfleisch aus kontrolliert biologischer Zucht (Brustfleisch, Hälse in wechselnder Zusammensetzung), Trinkwasser.
Pute:
100% Putenfleisch aus kontrolliert biologischer Zucht (Brustfleisch, Hälse in wechselnder Zusammensetzung), Trinkwasser.


Mal ganz davon abgesehen, dass das Biosiegel selbst gemacht aussieht und keines der offiziell anerkannten ist, was genau macht dieses Futter dreimal so teuer? Im Prinzip handelt es sich um nichts anderes als "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse", wobei der reine Fleischanteil auch hier nicht näher angegeben ist. Der einzige Vorteil ist doch tatsächlich nur das Nichtvorhandensein von Hufen/Krallen oder Haut/Federn.

Was genau wertet also das Rocco im Gegensatz zu Herrmanns ab? Irgendwie verstehe ich es gerade nicht. Ich sagte ja, ich stehe irgendwie aufm Schlauch.
 
  • Nassfutter für meine Hunde? Niemals... aber niemals ist genau jetzt! Beitrag #10
Schau doch mal Bozita Hundefutter in der Dose 97 % Fleisch, 630g kosten aber um die 1,30 €. Aber meine Hunde lieben es.
 
  • Nassfutter für meine Hunde? Niemals... aber niemals ist genau jetzt! Beitrag #11
rocco wollte ich hier auch empfehlen :)

wobei mich der günstige preis skeptisch macht... aber gut, ich denke ich würde auf darauf zurückgreifen, wenns hundi vertägt.

wegen den künstlichen mineralstoffen... im trofu ist auch nichts anderes drinne... !

dogma, allerdings kam mir anangs die frage in kopf, warum ist es denn schlimm wenn man den rippenbogen deines hundes sieht??? so wolls doch eigentlich sein..
 
  • Nassfutter für meine Hunde? Niemals... aber niemals ist genau jetzt! Beitrag #12
Ciari, die Rippen sieht man nicht nur ein bisschen, sie stehen momentan schon deutlich hervor. Aber ich bin bei dieser Maus eh sehr wachsam, denn als sie nach Deutschland kam, hatte sie nur noch jämmerliche 19 Kilo und dieses Bild von dem wandelndem Tod auf Urlaub kriege ich einfach nicht mehr aus dem Kopf. Und da sie eh tendenziell eher unter- als übergewichtig ist, musste ich eigentlich schon immer zusehen, dass sie auch wirklich genug frisst (wobei sie momentan gar nicht genug von diesem Dosenfraß kriegen kann).

Das Bozita liest sich auch gut (zumindest für einen Nassfutterneuling), danke Plusila für den Link, und ich denke, ich werde einfach mehrere Futtermarken bestellen. Vielleicht kann ich ja so die Gefahr einer Mangelversorgung, die durch nur eine Marke entstehen könnte, minimieren.
 
  • Nassfutter für meine Hunde? Niemals... aber niemals ist genau jetzt! Beitrag #13
achso..

was wiegt sie nun??
 
  • Nassfutter für meine Hunde? Niemals... aber niemals ist genau jetzt! Beitrag #14
Brandaktuell kann ich das nicht sagen, da ich sie immer auf der Waage im Fressnapf wiege und ich sie letzte Woch beim Kater-Großeinkauf nicht mit hatte. Aber wenn ich schon von Bekannten darauf angesprochen werde, was mit ihr passiert ist, dürfte sie schon ein paar Kilos verloren haben. Ich merke es auch am Geschirr, das ich schon enger schnallen musste, weil es zu locker saß.
 
  • Nassfutter für meine Hunde? Niemals... aber niemals ist genau jetzt! Beitrag #15
hab mal eben geschaut, des bozita ist preisgleich mit dem roco... zumindest bei zooplus...

finds rocco von der zusammensetzung her besser...
 
  • Nassfutter für meine Hunde? Niemals... aber niemals ist genau jetzt! Beitrag #16
@Mickey: Ok, bei billigem Futter würde ich das einsehen. Aber bei teurem Futter wäre das gar nicht zu bezahlen. Da kommt es dann wohl auf die Marke an.

Dogma: Ich glaube ich verstehe langsam, was du meinst. Bei deinen genannten würde ich jetzt mal glatt behaupten, dass man das Wort "Bio" im letzteren mitbezahlt (ob nun Bio wirklich drin ist oder nicht, sei mal dahingestellt). Dass der Preis so teuer ist, könnte auch Strategie sein: Ich gehe zwar nie davon aus, dass teuer = billig ist, aber ich bin ein Kunde, der sich fragt, inwiefern da auch "gutes" vom Tier drin sein kann, wenn sie Dose nur 2 Euro im Kg kostet. Fleisch hat ja seinen Preis, egal ob für Mensch oder Tier.
Der Preis bei vielen Marken wird oft angegeben wegen a) Bio im Namen b) dem weitverbreiteten Irrtum, dass teuer = gut ist c) eine Mischung auf beidem "Das Futter ist Bio, das ist ja viel teurer für die Bauern/Hersteller etc., dafür haben wir dann gutes Fleisch ohne Hormone und AB" d) oft zahlt man einfach den Markennamen.

Also wenn man es so nimmt, wertet das teure das billigere mit einem "besseren Auftreten" ab.

Für mich wird das "billige" dadurch abgewertet, dass mich die Deklaration im Dunkeln lässt. Da dürfen gerne in Maßen Hufe/Haare/Haut enthalten sein, ich will nur grob wissen, was eben drin ist. Da muss ja nichtmal zwangsweise Muskelfleisch enthalten sein, es kann auch dieses Schabefleisch sein und ruckzuck hat man Knochensplitter. Das wäre dann eben die Sache, wie ich mir den Preis erkläre, denn das ist billiger und kann so ohne weiteres nicht mehr anders verwendet werden, im Gegensatz zu Muskelfiesch, daher kann man das auch "billig" hergeben.

Stimmt schon, auch hier im Forum werden Hufe/Kämme etc, oft als "pfui" dargestellt, aber in Maßen ist es ok. Aber bei den nicht aufgeschlüsselten Dosen, wissen wir nicht wieviel drin ist (Fleisch/Nebenerzeugnisse wird ja nun auch oft aus anderen Ländern importiert, ich weiß nicht, wie sie es da genau halten, aber es gibt oft nicht so strenge Kontrollen wie in Deutschland) und von der Qualität des Fleisches weiß man dort oft auch nicht.

Also relativ kurz zusammengefasst würde ich sagen: Die teuren Sorten sind in dem Sinne besser, weil man relativ genau weiß, was drin steckt, in etwa von der Qualität des Fleisches bescheid weiß und auch oft kein Mist wie Zucker, Lockstoffe oder Konservierungsstoffe drin sind.
Die billigen Sorten müssen nicht zwangsweise schlecht sein, aber sie befördern sich für mich ins Aus, weil ich so gut wie gar nicht bescheid weiß (wer weiß, ob die Hersteller nicht eine Lücke haben, auch wenn wir unseren Menschenverstand benutzen). Auch der Preis macht micht einfach stutzig, ich frage mich ehrlich, wie die das hinkriegen, wenn die Qualität nun doch gut sein soll. Bei dem normalen Rinti habe ich mich eine Zeit drauf eingelassen, aber wenn die ganze Dose undefinierbar aussieht und auch die Hunde es nicht mehr anrührten, dann zweifel ich doch.

Aber wenn du letztendlich nur NaFu fütterst, spricht ja auch gar nichts dagegen, verschiedene Sorten von billig bis teuer zu kaufen. Wir wissen ja alle, dass man gegen Mangelerscheinungen am besten mit Abwechslung vorbeugen kann. Bei einem Boxer kann ich es auch durchaus verstehen, wenn man der Frage nachgeht. Allerdings muss man sich auch überlegen, was letztendlich billiger ist. Ich müsste zum Beispiel vom Rewe NaFu mehr füttern, als vom Best nature und bin damit letztendlich teurer dran, obwohl der kg Preis bei Rewe an sich günstiger ist. Das trifft aber nur bei manchen Billigsorten zu, das muss man eben auch genau überprüfen.
 
  • Nassfutter für meine Hunde? Niemals... aber niemals ist genau jetzt! Beitrag #17
Hi Dogma, hab grad mal deinen ganzen Thread gelesen...

Was du über NassFu und die immer beschimpften Nebenerzeugnisse sagst - da sprichst du mir aus dem Herzen, auch wenn ich dafür jetzt Kloppe krieg ;)

Ich fütter meinen Dicken auch nur noch hauptsächlich mit Dosen - WB hat er ja garnicht angenommen und seitdem bekommt er viel Dosen, vermengt mit ab und an mal TroFu, Gemüse usw.

Rocco is wirklich nicht schlecht - auch wenn das die Gesundheitsapostel jetzt anders sehen ;) Gran Carno übrigens auch nicht... Bei Fressnapf gibts z.B.noch BestMeat zu erschwinglichen Preisen, hauptsache kein Zucker, keine künstl.Geschmacksverstärker oder sonst so Chemiekram drin, denn Rest kann man aufwerten!!! Aber meiner Meinung nach muß man sichs auch noch leisten können, und wenn ne Dose mal 4 Euronen o.ä. kostet is dann auch zu viel, Mittelmaß sollte schon drin sein aber auch nicht die Luxusversion...

Wichtig is das "Madame Verwöhnt" jetzt wieder was aufdie Rippen kriegt und Du danach noch Haare aufm Kopf hast... und siehste dann bringt das ganze super WB nix, wenn die Süße nur noch auf Dosen steht ;) *nein, find ich nicht lustig hihi*

Dann hoff ich, dass sie bald wieder gut im Futter steht und nicht noch dünner wird! Kannst ja mal ne Zwischenmeldung abgeben, was jetzt fütterst und für was dich entschieden hast ;)
 
  • Nassfutter für meine Hunde? Niemals... aber niemals ist genau jetzt! Beitrag #18
das best meat hatte ich auch... fands auch gut...

was natürlich der absolute krache ist, ist Petfit oder anifit... aber unbezahlbar ;)
 
  • Nassfutter für meine Hunde? Niemals... aber niemals ist genau jetzt! Beitrag #19
Die Frage, wie viel "Gutes" in billigem Hundefutter noch sein kann, habe ich mir auch schon gestellt und habe mich mal für den Einkaufspreis der allgemeinen "Tiernebenprodukte" interessiert. Will man sowas als Privatmann kaufen, schwanken die Preise ja oft so erheblich, dass man nicht einmal einen Richtwert nennen kann. Aber bei Großabnehmern scheint das ganz anders auszusehen, denn auf 3sat.de fand ich einen Artikel im Rahmen des damaligen BSE-Skandals, der diesbezüglich sehr aufschlussreich war. Hier mal der relevante Auszug:

"Die meisten Verbraucher wissen zu wenig über die Verhältnisse im Schlachthof. So werden Schlachtabfälle zum Beispiel in drei Kategorien eingeteilt: Risikomaterialien, wie Gehirn oder Tiere mit BSE-Verdacht werden verbrannt oder deponiert. Magen-Darm-Inhalte von nichtkranken Tieren der Kategorie 2 können für chemische Industrie und Dünger verwendet werden. "Genusstaugliche Tierkörperteile" der Kategorie 3 sind für Haustierfutter geeignet - nicht aber für Nutztiere. Schlachtabfälle sind für 15 Cent pro Kilo zu kaufen."

Vom Arbeits- und Kostenaufwand hält sich die Herstellung von Dosenfutter in Grenzen. Schreddern, Abfüllen in Dosen, Erhitzen, Etikettieren - fertig. Der Preis dafür dürfte pro Dose bei ein paar Cent liegen. Packt man dann noch ein paar Gramm leckeres Frischfleisch hinzu, das ebenfalls für Großabnehmer recht günstig zu bekommen ist, liegt der Herstellungspreis einer 800g-Dose vielleicht 30 - 40 cent, ohne das wirklich nur der letzte Schrott drin ist.

Rein wirtschaftlich gesehen, ist es also locker möglich, Nassfutter herzustellen, das hochwertig ist und bei einem VK-Preis von 1,50/Dose liegt, selbst wenn in kleinen Anteilen sogar noch teurere Fleischsorten wie Wild oder Geflügel enthalten sind. Die Gewinnspanne liegt trotzdem noch bei 200 bis 400%.
 
  • Nassfutter für meine Hunde? Niemals... aber niemals ist genau jetzt! Beitrag #20
Finde ich echt interessant.
Wäre der Preis immer noch so niedrig zu halten, wenn die Tiere aus dem Ausland kommen? Ich kenne zwar die Fleischpreise auch dort nicht, aber ich denke mal die Transportkosten sind recht enorm. Leider ist ja nicht bei jedem angegeben, woher das Fleisch bezogen wird (auch gerade wegen den Hormonen, die in eigen Ländern zugefüttert werden).

Dennoch stellt sich mir die Frage, wieso wenig deklariert wird. Das machen die Hersteller doch nicht aus Faulheit, das muss doch irgendeinen Grund haben :eusa_think: Und ich bin ja eigentlich nicht der Verschwörungstheoretiker :lol:
Ich höre dann manchmal hier von Usern, die über Billigfutter x sprechen und das der Hund dadurch wohl einen Eiweismangel bekam und fast gestorben wäre (wie kann so ein Futter auf dem Markt bleiben?!). Es ging dort zwar um TroFu, aber wie soll ich jetzt sicher sein, dass das NaFu besser ist? Deine Rechnung klingt zwar plausibel, aber scheinbar setzt es nicht jeder Hersteller so um und wieso dann in vielen noch Getreide (selbst da wird nichtmal angegeben, ob wir von Mais oder Reis sprechen) und Zucker (oft als Füllstoff) reingehauen wird, ist ja dann auch fragwürdig.


Ich finde das lässt dadurch immer einen bitteren Beigeschmack, selbst wenn wir jetzt mal keinem unterstellen, dass sie nur Schlachabfälle in die Dose packen.

Finde es dennoch gut, dass das mal näher besprochen wird. Habe manchmal den Eindruck, dass man sich nicht richtig traut, es so auf den Tisch zu legen. Es lässt sich alles diskutieren und wir gehen uns sogar nicht an die Gurgel, trotz halbwegs verschiedener Meinungen ;)
 
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