Zucht - Gegner

Diskutiere Zucht - Gegner im Hunderassen Forum im Bereich Hunde Forum; Da kann ich dir nur zustimmen Pewee. Ich könnte manchmal echt die Hände überm Kopf zusammenschlagen, wenn ich solch ünnützen optischen Dinge in...
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  • Zucht - Gegner Beitrag #21
Da kann ich dir nur zustimmen Pewee. Ich könnte manchmal echt die Hände überm Kopf zusammenschlagen, wenn ich solch ünnützen optischen Dinge in Rasseportraits lese :104:
Ich würde mich auch nicht allein auf ein VDH Siegel verlassen. Ich wünschte wirklich, dass Züchter ihr ganzes Engagement für die Optik lieber noch mehr der Gesundheit zukommen ließen.
 
  • Zucht - Gegner

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  • Zucht - Gegner Beitrag #22
Dass finde ich auch einen wichtigen Aspekt:
Wieviele reinrassige Hunde aus seriöser Zucht sitzen im TH. Genau: so gut wie keine.

Allein aus dem Tierheim Braunschweig, was ja noch relativ klein ist:

DSH


Parson-Jack Russel


DSH


Rauhaardackel


Rottweiler


DSH


American Staff


Jack Russel

Okay, man weiß jetzt nicht, ob diese Hunde aus seriöser Zucht stammen.
Aber reinrassig sind sie laut TH-Angaben alle.

Man wird eine Zucht von egal welchen Tieren nicht unterbinden können.
Zucht ist mMn auch nicht das Problem, sondern die bereits angesprochene Vermehrung.

Andererseits würde es ohne diese Vermehrung viele Tiere wohl kaum noch geben. Ich spiele hierbei auf Kleintiere wie Ratten, Mäuse, Hamster, etc. an.

Ohne die ganzen Unfallwürfe gäbe es diese Tiere kaum noch.

Back to topic:
Ich persönlich finde eine Zucht, wenn sie verantwortungsvoll betrieben wird (entsprechende Partner, Gesundheitskontrolle, gute Sozialisierung, kontrollierte Abgabe, etc.) in Ordnung.
Vermehrung hingegen gehört verboten und bestraft.
 
  • Zucht - Gegner Beitrag #23
Ich kann Pewee nur zustimmen.

Auch ich finde es schwierig heutzutage einen seriösen Züchter zu finden und verstehe gewisse Schönheitsideale nicht.
Vllt erinnern sich manche noch an den Mops einer Bekannten von mir. Der war nun beim Tierarzt und es stellte sich heraus, dass er nicht richtig atmen kann, seine Gehörgänge verengt sind, Vorhaut entzündet, Augen entzündet usw.
Und ihr wollt gar nicht wissen wieee teuer der war... und wie viel er jetzt kostet. ;) Und das "Lustige" (oder eher traurige): Eigentlich wurde er abgegeben, weil er nicht als Deckrüde verwendet werden konnte, sein Fell leuchtet in der Sonne manchmal braun. :eusa_eh:
Wenn's meine Entscheidung gewesen wäre, ich hätte keinen Mops aus einer Schönheitszucht adoptiert, der nur abgegeben werden sollte weil er nicht mehr zur Zucht verwendet werden konnte... und dann noch genauso viel gekostet hätte wie ein "Zuchtmops".

Das ist natürlich jetzt das typische "Mopsbeispiel" ;D.

Was ich eigentlich sagen wollte: Solange alle Beteiligten zum Wohle des Tieres handeln, steht einer Zucht nichts im Wege.
Ich möchte bloß nicht, dass der Hund nachher "leidet" un beispielsweise sein Leben lang nicht richtig atmen kann, nur weil es schön aussieht.
In wie weit die Zucht heutzutage nötig ist, puuh... das ist so ne andere Frage.
 
  • Zucht - Gegner Beitrag #24
Wie Pewee bereits vorweg sagte war das Wir aufs Forum bezogen und Zucht auf Vermehrung da ein Richtiger Züchter so eine Frage wissen sollte.

Ich hätte mehr Schreiben können stimmt bzw Ausführlicher gebe ich zu. Aber mit einem Kranken Kind(Husten u. Fieber) und wenn man selbst noch nicht ganz auf der Höhre ist(Magen verdorben), geht sowas schonmal unter das manche hier alles bis ins Kleinste auseinander nehmen was man schreibt. *kopfschüttel*
 
  • Zucht - Gegner Beitrag #25
Ich glaube, bei Hunden, wie dem Mops fällt es mir sowieso schwer zu sagen, ob es da seriöse Züchter gibt/gab. JETZT nach so vielen Jahren, wo das Tier aus Schönheitsidealen leiden musste, versuchen sie einen Jacky reinzumixen, damit die Schnauze wieder realistisch wird. Was war denn mit den Generationen davor, wo der Hund so missgestaltet wurde? Da fällt es mir leider schwer von seriöser und durchdachter Zucht zu sprechen.
Kann auch nicht verstehen, wieso oft ein Jacky herhalten muss. Bis da mal Generationen kommen, wo die Hunde durchweg gut atmen können, dauert es vermutlich noch, wieso mixen wir also jetzt schon Jagttrieb ein?

Leider haben es die Züchter unter Verbänden dann auch nicht so leicht. Ich möchte gar nicht bestreiten, dass einige sagen, sie würden lieber einen optisch nicht perfekten Hunden zur Zucht nehmen, der aber gesund ist, als die kleinere Auswahl zu nehmen, wo eben Gesundheit und Aussehen "perfekt" ist. Aber die Möglichkeiten haben sie ja dann nicht.
 
  • Zucht - Gegner Beitrag #26
Warum? Wozu will man eine Hunderasse erhalten, wenn sie vielleicht heutzutage gar keinen Nutzen mehr hat? Ihr Aussterben wäre näher betrachtet nur ein sentimentaler Verlust für den Menschen, für die Species Hund würde es kaum einen Unterschied machen.

ganz wenige rassen haben auf unserem planeten einen nutzen.
ganz wenige rassen dürfen ihrem ursprung heute noch nachgehen...
deshalb die rassen aussterben lassen?

es gibt rasse in unseren breitengrade, wo meiner meinung nach, hier nichts verloren haben...

es ist ja so, nachfrage bestimmt den markt, um es mal beim namen zu nennen. ich bin niemand, der auf teufel komm raus den leuten das züchten nahe legt und es muss auch nicht jeder im standard und gesunde hund in die zucht- auch das liegt mir fern, aber wirklich gute hunde, sollten auch dazu beitragen, gute nachkommen zu bringen...wenn diese schon in die zucht gehen. nicht ohne verstand den hund auf alles draufspringen lassen und denken, wird schon....

Nehmen wir mal den Ridgeback als Beispiel (bitte nimm es nicht persönlich Babsi), der Ridge (also der Streifen auf dem Rücken der Hunderasse) hat für den Hund überhaupt keinen Sinn, er ist nur da, weil der Mensch es eben schön findet.
Der Ridge bringt eher gesundheitliche Nachteile als Vorteile mit sich, dennoch werden in den Vereinen (wie dem VDH) Welpen ohne Ridge von der Zucht ausgeschlossen.....warum?
Man schließt also völlig gesunde Tiere aus der Zucht aus und hält damit den Genpool klein, was wiederum Erbkrankheiten bzw einen genetischen Flaschenhals begünstigt.
Genau solche Vorgehensweisen (die viel zu viel Wert auf Optik legen) finden sich überall in den Zuchtvereinen und lassen zumindest mich die Rassezucht unter Vereinsnamen mehr und mehr ablehnen.

nein, ich nehme es nicht persönlich, nur dieses thema hatten wir schon..;)
ja, der ridge hat werden vorteile noch nacheile und es stimmt nicht, das durch den ridge der RR krankheiten mit sich bringt...
rottweiler, windhunde, DSK, dackel ...sogar menschen haben DS, falls du auf das hinaus willst

es gab sogar eine verpaarung zwischen einem ridgelosen hund und einem ridgeträger - der komplette wurf war gesund und hatte einen ridge.

ridgeless hinde können genauso DS haben wie ridgeträger. gibt leider auch hier fällte der ridgelesshunden...

NEIN, nur weil hunde ohne ridge ausgeschlossen werden,
wird der genpol nicht automatisch verkleinert. ein RR wirft bis zu 14 welpen. es kann vorkommen das ridgeless in diesem wurf fallen. aber muss nicht. wenn doch sind das 1 oder 2 welpen. die ridgeträger gehen, wenn alles in ordnung ist, und der besitzer es möchte, in die zucht.

Ds kann theoretisch bei allen lebewesen vorkommen, die in ihrer
embryonalentwicklung eine neurulation durchmachen.
also von wirbeltieren bis hin zum menschen, wo Ds leider
gelegentlich auftritt. ( unter dem namen kongenitaler dermal sinuns).

ich verstehe, was du mir sagen willst, und ich gehe mit, wenn du sagst- man gehe viel nach der optik.
ja, bin ich auch gegangen. mir gefällt der RR sehr gut, danach hab ich mich weiter eingelesen,
infos bei züchtern geholt, RRs live erlebt....
( gut ich kann der RR schon seit zig jahrenl da meine schwester einen
RR rüden bei sich hatte)

verwerflich an zuchten, finde ich, wenn es um qualzucht geht, zB.mops-
aber das ist ein anderes thema.

der RR ist im großen und ganzen eine gesunde rasse und gehört gott sei dank nicht zu den qualzuchten. denn sowas würde ich persönlich nicht unterstützen!

lg
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Zucht - Gegner Beitrag #27
Ich befürworte die seriöse Zucht, wie schon einige Vorredner. Gesundheit und Wesen sind bei meiner persönlichen Rassewahl genauso wichtig wie die Optik. Für welche Rasse man sich letztendlich entscheidet, ist doch jedem selbst überlassen. Wobei ICH z.B. keinen Sinn sehe, mir diesen und jenen Arbeitshund zu holen wenn ich ihm nicht die nötige Auslastung bieten kann (Border Collie, Weimaraner z.B...). Und wenn man sich in den Mops "verliebt" hat, dann ist es eben so. Auch beim Mops gibt es durchaus gesunde, nicht schnaufende Verteter - genau aus diesem Grund ein Hund aus SERIÖSER Zucht.

Alles was ich absolut nicht nachvollziehen kann, sind die sog. Ups-Würfe bzw. Hündinnen, die einmal Welpen bekommen sollen, von gezielt produzierten Mischlingen ohne Sinn und Zweck bzw Hinterhofvermehrern mal ganz zu schweigen.. für mich ist sowas unterste Schublade. Eben mit der Begründung: Es gibt genügend (kranke) Hunde! Was mir auch auffällt, wieviele Leute sind auch gegen solche Vermehrer-Welpen und woher haben diese meist ihren Sprössling? Vom Nachbarn!

@Mille: Woher willst du wissen dass diese Tiere reinrassig sind? Alle Hunde, die du gezeigt hast sehen optisch zwar nach einer Rasse aus, aber haben alle auch einen nachvollziehbaren Ahnennachweis sprich Papiere? Wenn nicht, woher willst du wissen das diese aus einer SERIÖSEN Zucht stammen? Wie bereits schon mehrmals geschrieben, nimmt ein guter Züchter seine Tiere zurück, obwohl das auch manchmal bei bester Kontrolle einfach nicht möglich ist..
 
  • Zucht - Gegner Beitrag #28
@Mille: Ich denke auch, so einfach ist das mit den Rassehunden nicht.
Ich denke nicht, dass es sich dabei um Hunde aus seriöser Zucht handelt. Der erste Grund wurde ja schon mehrfach genannt: Die Züchter nehmen ihre Hunde zurück. Der zweite Grund ist, dass ich davon überzeugt bin, wer soviel Geld für einen Rassehund zahlt (und Zuchthunde sind nunmal ein ganzes Ende teurer als Mischlinge oder Privataufzuchten) der hat sich i.d.R gut überlegt, was er sich für einen Begleiter ins Haus holt. Damit reduziert sich die Gefahr, das es nachträglich zum bösen Erwachen kommt noch weiter...

Ausserdem sind es immer wieder die gleichen Rassen die im Tierheim sitzen und die meisten von ihnen sind angeblich irgendwann auffällig geworden oder haben gebissen. Sowas kommt aber meines Erachtens nur dann vor, wenn man sich bei der Anschaffung keinerlei Gedanken über den Neuzugang gemacht hat oder aus falschen Prestigegründen (und das ist bei den Listenhunden ja garnichtmal selten) für einen Staff, Rotti oder Co entschieden hat.

Und nun nochmal zum Rassethema:
Einen Vorteil haben Rassehunde auf jeden Fall... Sie werden immerhin nicht nur auf Optik, sondern auch auf Charakter gezüchtet und man weiß daher von vorne herein, was auf einen zukommt. Wir haben uns z.B auch für einen Leo interessiert, weil wir die Rasse optisch so toll fanden, allerdings fiel die endgültige Entscheidung erst, als wir mehr über die Rasse und ihr Wesen herausgefunde haben. Für uns war der Leo einfach der ideale Hund und ich finde es daher auch nicht unbedingt verwerflich, sich für einen Rassehund zu entscheiden, wobei Diego ja trotzdem nicht ganz reinrassig ist.

Liebe Grüße
 
  • Zucht - Gegner Beitrag #29
Und nun nochmal zum Rassethema:
Einen Vorteil haben Rassehunde auf jeden Fall... Sie werden immerhin nicht nur auf Optik, sondern auch auf Charakter gezüchtet und man weiß daher von vorne herein, was auf einen zukommt. Wir haben uns z.B auch für einen Leo interessiert, weil wir die Rasse optisch so toll fanden, allerdings fiel die endgültige Entscheidung erst, als wir mehr über die Rasse und ihr Wesen herausgefunde haben. Für uns war der Leo einfach der ideale Hund und ich finde es daher auch nicht unbedingt verwerflich, sich für einen Rassehund zu entscheiden, wobei Diego ja trotzdem nicht ganz reinrassig ist.

Liebe Grüße

sowas ist natürlich immer schwierig. auch " charakter " zu züchten.
der mensch am anderen ende formt und leitet seinen hund schlußentlich.

meiner ist zB typisch RR in gewisser hinsicht.
jedoch weicht er zB bei seinem arbeitseifer und wasserbegeisterung völlig von der rassebeschreibung ab.
er hat einen sehr starken charakter, wobei das als welpe nicht vorhersehbar war!
ich glaube nicht, das man immer schon im vorhnein weiss, was auf einen zukommt..

ganz wichtig...
die hündin die einen wurf bekommen sollte muss einwandfrei sein, sowohl gesundheitlich als auch im wesen und charakter..
schlußentlich zieht sie die welpen!
 
  • Zucht - Gegner Beitrag #30
Ich denke es hat bereits ein großes Umdenken in der Rassehundezucht gegeben. Es wird viel mehr wert auf gesundheit und fitness gelegt als noch vor einigen jahren.

So ist beim VK (Verband deutscher Kleinhundezüchter; VDH) bereits seit langem ein Fitnesstest für angehende Zucht Möpse Pflicht. Wer diesen Test zb wegen Atemproblemen nicht betsteht, wird NICHT zur zucht zugelassen, und das ist auch gut so.

Momentan ist die einkreuzung des JRT nicht erlaubt, und das zu recht wie ich finde. Ich bin weiß gott kein gegener von Fremdrasseneinkreuzung, aber dann sollte es doch charakterlich passen und dass kann man bei JR und Mops nun wirklich nicht behaupten.
Trotzdem gibt es langnasige und hochbeinige Möpse beim Züchter. Man muss nur suchen und wird dann recht schnell fündig.

Das große Problem: Viele Leute wollen gar keine solchen Hunde.
Warum? Sie sehen einfach nicht mehr süß genug aus und grunzen nicht so witzig:roll:




Und eigendlich muss ich meinen Vorrednern widersprechen: Ich finde es gut und auch noch wichtig, dass es strenge phänotypische richtlinien gibt. Deswegen sind die Hunde, die nicht diesem Anspruch genügen keine schlechterer Hunde oder sehen gar hässlich aus. Sie sind trotzdem tolle begleiter nur, dass sie eben nicht in die zucht eingesetzt werden.
Ein Zuchthund hat nunmal dem Standard so nahe wie möglich zu sein und wenn plötzlich alle Hunde zur zucht zugelassen werden, weil es nicht mehr wichtig ist wie sie aussehen, verändert sich die Rasse schnell sohingehend, das es keinen einheitlichen Phänotyp mehr gibt (was überhaupt grundvorraussetzung für eine eingetragene Rasse ist).

Gleiches gilt für den Charakter. Ein Border Collie ohne Hütetrieb sollte meiner meinung genausowenig zur zucht zugelassen werden wie ein Mops mir braunschimmerndem Fell (nur mal als beispiel).

Man muss eben schauen, wo die Grenze gezogen wird... manchmal wahrscheinlich zu übertrieben, doch meistens gibt es doch einen sinn hinter diesen Regelungen.
 
  • Zucht - Gegner Beitrag #31
Natürlich übernimmt man als Halter einen großen Teil der Verantwortung darüber, wie ein Hund später wird. Trotzdem lassen sich gewisse Eigenschaften schon von vorne herein zuschreiben. Ausnahmen gibt es natürlich überall, aber genauso wie man weiß, das ein Viszlar z.B ein Energiebündel mit meist ausgeprägtem Jagdinstinkt ist, genauso weiß man auch, dass ein Leo z.B ein eher ruhiger und gemütlicher Zeitgenosse ist, mit Sturkopf aber guter Bindung an den Menschen. Es gibt einfach gewisse Wesenszüge, die bei bestimmten Rassen recht häufig sind, bei anderen nicht und für die Anschaffung eines Familienhundes, ist das eine gute Vorraussetzung.

Versteht mich nicht falsch, wir haben selbst überlegt ob es ein Leo oder doch ein Tierheimhund werden sollte. Dort sitzen mit Sicherheit genausoviele tolle Hunde und in meiner Familie wäre es auch nicht der erste Hund von dort gewesen, aber die Entscheidung fiel wegen der oben genannten Gründe eben doch auf den "Rassehund".
Und wir sind super glücklich damit, weil es genau der Hund ist, den wir uns gewünscht haben.

Ich kann also nicht abstreiten, dass ich in gewisser Weise für den Rasseerhalt bin.
Das einzige wogegen ich mich wehement wehre sind Qualzuchten, Vermehrer und ständig neu kreierte Rassen. So langsam muss es doch wirklich für jeden Menschen den passenden Hund geben.

Liebe Grüße
 
  • Zucht - Gegner Beitrag #32
Also ich hab jetzt auch nichts gegen eine Seriöse Zucht.
Aber werft doch mal einen Blick in Ebay-Kleinanzeigen oder dhd24... Lauter "Züchterwelpen" für nen Knopf und nen Klicker, also praktisch für nichts als paar Euro. Und dann liest man, vorallem in letzter Zeit finde ich, immer öfter von "Edelmixwelpen" (Goldi+Aussi; Malteser + Shitzu; Chihauhau+Minimops (was auch immer ein Minimops ist); nur um paar "Edelmixe" zu nennen) :silence:

Solang die Zucht gut ist, ist es ja ok.

Off-Topic
Aber grade Kleintierzüchter finde ich nicht so dolle... Es gibt gute, aber alle die bei uns hier im Kleintierzuchtverein sind halten ihre mehr schlecht als recht. Und vorallem an Kleintieren findet man immer was passendes im Tierschutz, bei Hunden und Katzen ist das wieder anders, selbst wenn viele im Tierheim sind, muss es nicht unbedingt passen.
 
  • Zucht - Gegner Beitrag #33
Das Problem ist, dass viele Vermehrer sich gerne als das Einzig wahre darstellen.
Meiner Überzeugung nach benötigt ein anständiger Züchter keine Werbung auf Dhd und Co. Ein seriöser Züchter hat seine Interessenten bevor er seine Hündin decken lässt, sucht max. für 1-2 Einzelwelpen noch ein Zuhause und die werden dann normalerweise auch eher auf der eigenen Homepage, bzw. auf der Seite des Dachverbandes ausgeschrieben.

Züchter ist also wirklich nicht gleich züchter...
 
  • Zucht - Gegner Beitrag #34
"Kurz" was zu Zuchthunden in Tierheimen:
Leider kommen doch (wenn auch wirklich nicht häufig) Hunde aus (meiner Einschätzung nach) seriösen Zuchten in die Tierheime. Natürlich nehmen die Züchter sich anfangs vor, den Hund im Zweifelsfalle zurückzukaufen und bei vielen (meist jungen, noch vermittelbaren) Hunden klappt das ja GsD auch. Auch die Rassespezifischen Vereine (* in Not / *nothilfe/ etc) leisten echt gute Arbeit. Aber leider gibt es ja auch die Fälle, in denen ein Zuchthund erst nach vielen Jahren sein Zuhause verliert. Teilweise gibt es den Züchter dann nicht mehr, weil er in Rente gegangen ist o.ä. Oder ein Hund muss sein Zuhause räumen und ist zum Beispiel aggressiv gegen Artgenossen (kann auch bei Zuchthunden vorkommen ;)) Da hat kaum ein Züchter die Möglichkeit, ihn zurückzunehmen. Auch wenn alte Hunde (14 und älter) ihr Zuhause verlieren, "verzichten" manche Züchter ganz gern mal auf ihr Rückkaufrecht. Aber ich stimme euch schon zu, dass das eher wenige Fälle sind und viele seriöse Züchter sich echt noch lange um "ihre" Hundis kümmern.

Gegenbeispiel:
Letztes Jahr rief unser TA uns an, ob wir zwei sehbehinderte CKC-Welpen nehmen könnten. Der Züchter (Mitglied im VDH) sah keine Chance, sie zu verkaufen und hat dem TA zu verstehen gegeben, dass sie nicht erwachsen werden sollten... Die beiden süßen haben sich prächtig gemacht und haben über uns Familien gefunden, die kein Problem mit ihrer kleinen Behinderung haben.

Insgesamt habe ich insofern nichts gegen "seriöse Zucht" als da den Hunden kein Leid zugefügt wird. Und wer unbedingt einen Welpen haben möchte, soll um Himmels Willen lieber zu so einem Züchter gehen, als mit einem Mitleid- oder Geiz-gesteuerten Kauf irgendwelche Hallodris zu unterstützen!

Ansonsten sehe ich es aber ähnlich wie Kompassqualle. Ich kann nur wenig Sinn in den ganzen unterschiedlichen Rassen finden, die herausgelöst aus ihrer ursprünglichen Aufgabe und (oftmals) ihrem natürlichen Verbeitungsgebiet weiter produziert werden, nur damit die Rasse nicht ausstirbt. Egal ob Neu- oder Rückzüchtung... Für mich ist es immer etwas befremdlich, wenn von den ganzen Rassen die Rede ist... Wir Menschen mischen uns doch auch mehr und mehr ohne dass es für Charakter, Aussehen und Gesundheit von Nachteil ist...
*Ironiemodus an* Ich stelle mir immer vor, ich würde mir einen neuen Freund nach Rasse und den Talenten seiner Eltern aussuchen und ihn dann als Baby ins Haus holen, um ihn von Anfang an auf mich zu prägen *Ironiemodus aus*

Dass der Tierschutz-Gedanke, würde er konsequent zu Ende gedacht werden, letztlich zum Aussterben des Hundes führen würde, stimmt natürlich. In einer idealen Welt gäbe es dann nur noch kastrierte Hunde und Zucht wäre verboten. Und binnen 10-14 Jahren gäbe es demnach praktisch keine Hunde mehr. Wir leben aber nicht in einer idealen Welt - leider (?)
 
  • Zucht - Gegner Beitrag #35
Die Richtlinien die da sind, finde ich aber höchst übertrieben. Lieber hat der Dalmatiner 3 Punkte mehr (um es mal überspitzt auszudrücken, aber die Richtlinien sind auch oft überspitzt), er ist dafür aber gesund.
Klar ist das Aussehen wichtig, aber ich sehe ja alle paar Monate Hunde, die teils nicht zur Zucht zugelassen werden, weil die weiße Farbe der Pfoten zu stark ins Bein verläuft. Klar ist es nicht sinnvoll 2 verschiedenfarbige Hunde zu verpaaren, wenn letztendlch nur die Farbe des einen Hundes herauskommen soll, hier geht es aber um Haarspalterei bei vielen, gerade bunten, Hunden.

Niemand außer der Jury einer Ausstellung würde es wirklich schlimm finden, wenn das Weiße der Pfoten ein wenig ins Bein überlaufen würde. Es hat keinerlei Nachteil und ändert an und für sich auch nicht das äußerliche Erscheinungsbild des Hundes.

Michelis: Ist dann aber die Frage, wie seriös dieser Züchter in dem Fall wirklich war. "Zu verstehen geben, dass sie nicht erwachsen werden sollen". Finde, dass dürfte nie von einem seriösen Züchter kommen. Wenn ich sehe, wie abgöttisch mein Bekannter seine Hunde liebt und selbst die nicht perfekten auf Platz 1 einer jeden Ausstellung sieht. Ein perfekter Züchter muss für mich nicht das beste Futter füttern und er kann auch gerne andere (gewaltfreie) Erziehungsmethoden an den Tagen legen, aber er muss seine Hunde lieben. Nur dann kann ich doch irgendwie sicher sein, dass er mir auch in 5-10 Jahren noch zur Seite steht, wenn es Ärger gibt.

Ich will nicht ausschließen, dass es auch Rassehunde in Tierheimen aus seriöser Zucht gibt. Ich will nicht wissen, wieviele vielleicht auch Scham oder "Feigheit" den Hund ins Tierheim bringen und sich nicht beim Züchter melden. Ich kann es nicht gut einschätzen, da ich nicht weiß, inwiefern die Züchter ihre Lieblinge ausmachen können.
 
  • Zucht - Gegner Beitrag #36
@Pewee: Das Thema hatten wir gerade gestern am Kaffeetisch und ich gebe dir da völlig recht. Für mich muss ein Zuchtrüde vorallem gesund sein. Er darf keine vererbaren Krankheiten in der Familie haben und muss Wesensfest sein. Ob er nun einen Knick im Ohr hat, einen Punkt zuviel oder durch einen Unfall ein Bein weniger, das ist doch völlig unwichtig. An diesem Punkt kollidiert mein Verständnis auch immer wieder mit den Zuchtvereinen und vorallem Richtlinien und Standarts...

@Michelis: Ich verstehe was du meinst, denke allerdings, wenn ein Züchter seine Welpen aufgrund einer so simplen Behinderung nicht erwachsen lassen werden will, dann kann es mit der Seriösität auch nicht weit her sein.

Vielleicht lege ich den falschen Maßstab an, aber ich wäre (wenn cih züchten würde) wohl ein etwas anderes Kaliber. Abgesehen davon, dass mir die oben genannten Dinge wichtig sind, würde ich auch sehr penibel darauf achten, wo meine Schäfchen unterkommen. Tierversand oder dergeleichen würde es nicht geben und generell würden die Hunde auch sowieso nur dorthin kommen, wo ich zuvor selbst einen Kontrollbesuch veranstaltet habe. *denk*
 
  • Zucht - Gegner Beitrag #37
Der CKC-Züchter war meiner Meinung nach alles andere als seriös. Habe mich erschrocken, dass auch so einer unter dem VDH züchtet.

Bei den anderen mir bekannten Fällen, kann ich wie gasagt nur aus dem schließen, was die Menschen bei der Einlieferung erzählt haben. Also "normaler" Züchterpreis, nur ein bis zwei Hündinnen, Aufzucht in der Familie, Vorsorgeuntersuchungen, Vor- und Nachberteuung der neuen Besitzer, etc. Sicherlich waren das auch alles keine "idealen Züchter". Will nur sagen, dass die Aussage, dass es so gut wie keine Hunde aus gescheiter Zucht in den Tierheimen gibt, so nicht ganz richtig ist. Und sicherlich hast du Recht, dass längst nicht jeder, der seinen Hund im TH angibt, sich wirklich vorher mit dem Züchter in Verbindung gestzt hat.
 
  • Zucht - Gegner Beitrag #38
Einen Dachverband sollte man niemals als garant für eine seriöse zucht ansehen.
Er ist allenfalls eine Stütze, aber ob ein Züchter seriös ist oder nicht, ist ein ganz anderes Thema.

Pewee, mit den Flecken gebe ich dir in gewisser weise schon recht. Aber es ist eben wirklich die Frage, wo man die grenze zieht. Deswegen wird eben ein bestimmter punkt festgemacht, über den die weißfärbung der beine nicht gehen darf, damit es am schluss kein reinweißer hund wird (überpitz, natürlich).

Für das einzelindividuum spielt es keine rolle, aber die Färbung wird nunmal vererbt, und das ist der springende punkt.

Mit knick im Ohr sieht das ganze wieder anders aus. Wenn der knick angeboren ist, ist es ein zuchtausschließender Fehler (zu recht, wie ich finde), denn die wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass das vererbt wird.

Gleiches gilt für 3-beinigkeit. Muss einem Hund wegen einem Unfall ein Bein abgenommen werden, ist die kein Zuchtkriterium. Ist der hund sonst charakterlich und phänotypisch dem standard entsprechend kann er weiterhin zur zucht eingesetzt werden.
 
  • Zucht - Gegner Beitrag #39
@Nudl, das es so gehandhabt wird, ist schon klar. Und natürlich muss man irgendwo auch die Grenze ziehen, denn um eine bestimmte Rasse zu erhalten ist auch die Optik von Bedeutung. Die Frage ist nur ganz einfach, wie wichtig sind bestimmte Aspekte.
Warum ist der Knick im Ohr denn ein Drama? Der Hund ist dadurch weder behindert, noch wäre es schlimm, wenn auch ein Nachkomme mit dem gleichen Merkmal ausgestattet wäre.

Von Züchterseiten ist sowas ein Kriterium um einen Hund aus der Zucht auszuschließen, aber ist das notwendig? Warum reicht es nicht, wenn die Hunde gesund und wesensfest sind und im Großen und Ganzen als Rassevertreter zu erkennen sind?

Liebe Grüße
 
  • Zucht - Gegner Beitrag #40
@ Kasary und Chianti

Ich zitiere mich mal selbst:


Okay, man weiß jetzt nicht, ob diese Hunde aus seriöser Zucht stammen.
Aber reinrassig sind sie laut TH-Angaben alle.
 
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