Zucht - Gegner

Diskutiere Zucht - Gegner im Hunderassen Forum im Bereich Hunde Forum; Danke. Ich persönlich finde den Begriff "Rassenerhalt" voll daneben. Erinnert mich irgendwie an Designerbabies und auch noch an was anderes. Aber...
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  • Zucht - Gegner Beitrag #41
Für mich ist es immer etwas befremdlich, wenn von den ganzen Rassen die Rede ist... Wir Menschen mischen uns doch auch mehr und mehr ohne dass es für Charakter, Aussehen und Gesundheit von Nachteil ist...
*Ironiemodus an* Ich stelle mir immer vor, ich würde mir einen neuen Freund nach Rasse und den Talenten seiner Eltern aussuchen und ihn dann als Baby ins Haus holen, um ihn von Anfang an auf mich zu prägen *Ironiemodus aus*
Danke. Ich persönlich finde den Begriff "Rassenerhalt" voll daneben. Erinnert mich irgendwie an Designerbabies und auch noch an was anderes. Aber der Mensch meint schon immer, überall seine regulierende Hand drüberhalten zu müssen.

Ist meine persönliche Meinung, wie gesagt. Was hat der einzelne Hund davon, dass seine Rasse erhalten bleibt? Promenadenmischungen widerstreben doch nur dem (bzw. manchem) Menschen. Ich finde Mischlinge toll, egal um welche Spezies es sich handelt. ;)
 
  • Zucht - Gegner Beitrag #42
Also ich liebe ja meine nicht- perfekten Hunde. Ich persönlich kann mit rein perfekten Hunden nichts anfangen (zumindest hier spreche ich gerade nur vom Äußerlichen). Das ist aber meine Meinung allein und reine Geschmackssacke. Wenn ich später mal einen Rassehund haben sollte, darf er gerne ein Knick- Ohr haben, oder einen zu groß geratenen Fleck auf der Brust, ist mir Latte, da ich weder züchten noch auf Ausstellungen gehen möchte. Höchstwahrscheinlich suche ich mir sogar genau den, mit der äußerlichen Macke aus, nur um ein Unikat zu haben ;)

Ich kann die Leute aber verstehen, die gerne viel Geld für den "perfekten" Hund ausgeben, um mit ihm auf Ausstellungen zu gehen und auch einen Sinn für die Schönheit (innerlich und äußerlich) der Rasse x haben. Dafür haben sie den Hund geholt, in der Hinsicht ist er für mich dann irgendwie auch ein Gebrauchshund. Damit sagt ja keiner, dass sie andere Hunde hässlich finden. Aber für ihre Ausstellungen muss der Hund eben "gut" aussehen, ist auch ok. Dafür ist es einem Jäger wahrscheinlich egal, wenn der Irish Setter einen weißen Fleck auf der Brust hat der zu groß ist. Solange der Hund ordentlich jagen kann, ist es geritzt, er will damit ja weder auf Ausstellungen noch selber züchten.

Ich kann Nudl verstehen, es gibt da eben diese Grenze. Es ist wie bei uns im Forum, mit der Babybilder- Regel. Welpen dürfen hier ab 8 Wochen gezeigt werden. Klar, wäre es an sich nicht schlimm, wenn hier ein 7 Wochen alter Welpe gezeigt wird. Aber wenn wir es einem erlauben, dann jedem. Dann sagt der nächste "Aber 7 Wochen sind doch erlaubt, dann kann ich doch auch den 6 Wochen alten Welpen zeigen". So würden die Grenzen immer weiter nach unten gesetzt und irgendwann wäre es in der Zucht erlaubt, diverse Farben miteinander zu mischen und das kann es ja auch nicht sein.
Ist nur eben die Frage, ob man das auf Kosten der schnelleren Gesundheit wirklich ausreizen möchte und da fängt dann bei mir eben das Zwiegespaltene an. Ich wünschte mir in Sachen Äußerlichkeiten mehr Freiräume für die Züchter.
 
  • Zucht - Gegner Beitrag #43
Ich denke mal, dass jeder Hund der im Tierheim sitzt, von einem Rassehund abstammt, der irgendwann mal von einem seriösen Züchter gezüchtet wurde. Vielleicht sind dazwischen einige Generationen vergangen, aber irgendwann war dabei auch ein seriöser Züchter involviert.
Das ist alles ein weites Feld und alles gehört irgendwie zusammen und ist nur schwer in richtige Bahnen zu lenken.
Das Hundeelend können nur wir " Verbraucher" eindämmen, indem wir erst mal einem herrenlosem Tier ein Zuhause geben. Das ist für mich wahre Hundeliebe und da spielt für mich die Erhaltung der Rasse überhaupt keine Rolle.
Seriöse Züchter produzieren bestimmt jährlich in Deutschland viele, viele Welpen.
Gibt es dort irgendwelche Statistiken zu? Mich würde diese Anzahl der Hunde interessieren, das mußte doch irgendwo dokumentiert zusammengefaßt sein.
Weiß da jemand irgend welche genaueren Zahlen? Mich würde das genaue Verhältnis zum übrigen Hundebestand in Deutschland interessieren.
LG Anja
 
  • Zucht - Gegner Beitrag #44
Das ist alles ein weites Feld und alles gehört irgendwie zusammen und ist nur schwer in richtige Bahnen zu lenken.
Das Hundeelend können nur wir " Verbraucher" eindämmen, indem wir erst mal einem herrenlosem Tier ein Zuhause geben. Das ist für mich wahre Hundeliebe und da spielt für mich die Erhaltung der Rasse überhaupt keine Rolle.
Danke, der Meinung bin ich auch.
Man braucht hier überhaupt nicht von aussterbenden Hunden zu reden, denn soweit wird es NIE kommen, weil immer irgendein Witzbold meinen wird, Hunde vermehren zu müssen. Außerdem kann man immernoch anständig Hunde züchten, WENN es mal weniger werden sollten und es keiner Notfalltiere mehr gibt.
 
  • Zucht - Gegner Beitrag #45
Also, ich finde meine Hunde beispielsweise mehr als perfekt. :) Loulou ist wunderschön und Henry auch.
Henry fehlt eine Wolfskralle, er hat 2 - 3 Stellen am Bauch an denen keine Haare wachsen wollten, seine Zähnchen sind unten etwas schief und seine Rute wurde von seiner Mutter leider mir der Nabelschnur verwechselt, sodass ein Stückchen fehlt. :eusa_eh:
Wohingegen Loulou optisch keinen einzigen Makel hat, ich sie fantastisch finde und gerne eine Rasse hätte die Loulouhund heißt, sodass ich sie immer und immer wieder haben könnte. :(

Das A und O sollte einfach bei allem was wir tun die Gesundheit sein. Das wichtigste überhaupt.

In gewisser Weise finde ich auch, dass Nudl recht hat. Aber, man konnte es beim züchten ja auch "andersrum" machen.
Also: Ein gesunder Hund mit einem Schlappohr, ist mir lieber als ein kranker Hund, dessen Nase nun so kurz ist, dass er kaum noch atmen kann, er dafür aber typisch "mopsig" aussieht.
Irgendwie sind bei der Schönheitszucht die Grenzen doch auch verschwommen. Letztens habe ich einen Schäferhund gesehen, der hinten kaum höher war als meine Loulou!
Dann doch lieber dort Regeln brechen wo es sinnvoll ist.
Man hat ja nicht gesagt: Mops bleibt Mops, sondern hat ihn immer "schöner" machen wollen.
Dan finde ich es besser zu sagen: Der Schäferhund kriegt ein Schlappohr, ist dafür aber nun kerngesund.
(Ich hoffe man versteht wie ich das meine. Irgendwie liest es sich etwas wirr. :/)
 
  • Zucht - Gegner Beitrag #46
Ich denke mal, dass jeder Hund der im Tierheim sitzt, von einem Rassehund abstammt, der irgendwann mal von einem seriösen Züchter gezüchtet wurde.

das ist aber schon sehr weit hergeholt.
weisst du wie lange es schon hunde gibt. du kannst nicht sagen, jeder hund der im TH sitzt..*kopfschüttl*

I
Das Hundeelend können nur wir " Verbraucher" eindämmen, indem wir erst mal einem herrenlosem Tier ein Zuhause geben. Das ist für mich wahre Hundeliebe und da spielt für mich die Erhaltung der Rasse überhaupt keine Rolle.

somit sprichst du jedem halter, der einen rassehund von einem züchter hat,
seine hundeliebe ab. na danke, bei solchen aussagen muss ich nicht weiter disskutieren und finde solche unterstellungen mehr als ******

Gibt es dort irgendwelche Statistiken zu? Mich würde diese Anzahl der Hunde interessieren, das mußte doch irgendwo dokumentiert zusammengefaßt sein.
Weiß da jemand irgend welche genaueren Zahlen? Mich würde das genaue Verhältnis zum übrigen Hundebestand in Deutschland interessieren.
LG Anja

ja, die gibt es. guck auf die seite vom vdh!
 
  • Zucht - Gegner Beitrag #47
somit sprichst du jedem halter, der einen rassehund von einem züchter hat,
seine hundeliebe ab. na danke, bei solchen aussagen muss ich nicht weiter disskutieren und finde solche unterstellungen mehr als ******
Dann müsstest du das aber bitte doch etwas genauer erläutern...

ich würde nciht sagen, die Hundeliebe absprechen, sondern eher ein Verantwortungsbewusstsein. Sicher kann man seinen Rassenhund lieben, er war ja auch bestimmt nicht billig, aber man hat es sich halt "gegönnt". Aber die Frage ist trotzdem, ob es sein musste... Warum kann man nicht stattdessen einem Tierheimhund ein Zuhause geben. Ich sehe einfach KEINEN einzigen Grund, der gegen einen Tierheimhund spricht...
Dafür spricht hingegen, dass auch diese Hund endlich ein gescheites Zuhause verdient haben. Warum also noch mehr Hunde in die Welt setzen lassen, wenn man noch nicht mal die, die es gibt, anständig halten kann?
 
  • Zucht - Gegner Beitrag #48
also ich muss zugeben,

mischlinge sind definitiv nicht weniger wert als rassehunde. der schlechter, oder sonst was.

aber ich würde mir genau nur einen mix holen wenn die elterntiere noch reinrassig waren.

sorry, ich bin kein freund von Ü-Eiern, und hab auch keinen bedarf an einem Ü-Hund.

wenn ich mir einen hund hole dann einen der zu mir und meinen lebensumständen passt. denn war bringt es dem hund wenns dann nicht passt? und ich ihn wieder weggeben muss?

wenn ich etwas nicht allzu aktives suche, dann ist ein mix aus JR und Border nun mal das falsche für mich. bei einem mix aus dem TH weiß aber nur der liebe gott was da WIRKLICH mitgemischt hat.

genauso bei der größe- wenn ich was mittelgroßes suche, und der liebe hund hatte aber ne dogge als vorfahre. klasse, aber nix für mich. und wenn ich dann einen junghund oder welpen nehme, und der wächst mir auch ein 70-80cm hohes "hundskalb" heran kann ich den in einer 60qm wohnung nun mal nimmer richtig halten.


ich finde, gerade wenn man etwas bestimmtes sucht (sei es eine charakterliche eigenschaft, oder die größe, oder auch von mir aus die färbung), dann ist man mit einem rassehund nun mal besser bedient. und ich sehe absolut nicht ein was daran falsch sein soll.

ich mein, es gibt auch "rassen" auf die die welt verzichten kann (mops und co), aber auch diese haben eine daseinsberechtigung. und wie viele mops-mixe werden wohl ähnlich aussehen wie ein echter mops? selbst wenn man davon ausgeht dass die nicht vorhandene schnauze rezessiv vererbt wird liegen die chancen bei 25%. (bei dominant sogar bei 75%)

ein hund aus dem TH kommt erst für mich in frage wenn ich mir ein älteres tier nehmen würde, das bereits ausgewachsen ist und der charakter (und etwaige eigenschaften wie extremer jagdtrieb) bereits festgestellt wurden.





zum abschluss:

ich denke, zuchttipps gehören wirklich nicht in dieses forum. das sollte sich aber auf absolut ALLE tierarten erstrecken, nicht nur auf bestimmte (also auch fische und co). gegen die zucht selber ist aber denke ich der größte teil der mitglieder hier nicht.

wer sich einen hund aus dem TH holt- bitte sehr.
wer einen aus dem auslad holt- macht ruhig

aber bitte, pampt niemanden an, der sich kein Ü-Ei holen will oder kann.
 
  • Zucht - Gegner Beitrag #49
Was spricht dagegen, einen ausgewachsenen Hund aus dem Tierheim zu nehmen?
Bei dem weiß man, was auf einen zu kommt. Und auch ein reinrassiger Welpe von einem Züchter kann überraschende Eigenschaften mit sich bringen ;). Da ist man mit einem ausgewachsenen Tierheimhund eigentlich sicherer, was charakterliche Eigenheiten betrifft.
Ich habe noch keinen Hund, aber ich würde mir als Ersthund keinen Welpen holen. Ich würde mir einen etwas älteren Tierheimhund holen, der vielleihct sogar schon Grundkommandos kann. Ich habe durchaus schon Erfahrung mit Hunden, aber wenn ich einen ausgewachsenen habe bin ich einfach auf der sicheren Seite.
Ü-Eier Hunde (wie du sie so schön nennst =D) sind da wieder eine ganz andere Kategorie. Da sage ich ganz einfahc, die sollen Leute nehmen, die reichlich Erfahrung mit Hunden haben, weil es keinen Sinn macht, so einen Hund, wo man keine Ahnung hat, was auf einen zukommt, einem Anfänger in die Hand zu drücken, da wird ja keiner glücklich. Aber es gibt im Tierheim ja schließlich auch mehr als genug Hunde, wo man weiß, wie die so sind, ob sie mit Kindern verträglich sind, ob sie sehr aktiv oder eher ruhig sind und auch die Größe ist kein Geheimnis mehr ;).
Aber mal anders rum: Woher will ich wissen, dass ein Welpe vom Züchter z.B. kinderfreundlich ist? Die Rasse ist schließlich nicht alles bei einem Hund und er wird trotzdem noch seinen eigenen Charakter ausbildern ;).
 
  • Zucht - Gegner Beitrag #50
Auch ein Rassehundhalter ist verantwortungsbewusst. Der Rassehund braucht auch Liebe, Erziehung, Futter, Spielzeug und eine Unterkunft.

Ich persönlich sehe genug Gründe wieso man keinen Tierheimhund holen MUSS, obwohl ich selber nur Tierheim/Tierhilfen- Hunde habe. Du weißt letztendlich nicht immer, was in dem Hund steckt und Tierheime erzählen auch gerne mal Unwahrheiten, damit der Hund da raus kommt, nicht jeder kann damit umgehen. Einem Hundeanfänger würde ich niemals zu einem Tierheimhund mit unbekannter Herkunft und Geschichte raten, das geht schnell schief und der Hund sitzt wieder im Tierheim.
Tierliebe hin oder her, es ist für mich kein Verantwortungsbewusstsein sich einen Hund aus dem Tierheim zu holen, wenn man letztendlich nicht sicher ist, was auf einen zukommt bzw. nicht weiß, ob man sich darauf einstellen kann.

Rein rational gefragt: Wieso sollte man die Verantwortlungslosigkeit eines anderen Menschen ausbügeln, indem man sein Tier aufnimmt? Der Fehler ist doch nicht beim Rassehundhalter zu suchen, weil er einen Rassehund aufnimmt, sondern bei dem, der den Hund ins Tierheim gebracht hat. Auch wenn der Halter nichts dafür kann und der Hund leider aus bestimmten unüberwindbaren Gründen weg musste, ist es doch nicht der Fehler des Rassehundhalters.
Wie gesagt, rein rational gefragt, ohne jegliche Emotionen. Daher bitte auch nur so zu bewerten.

Mir tut es auch jedesmal weh, viele Hunde im Tierheim zu sehen, aber ich habe Jerry auch nicht aus einem deutschen Tierheim. Damals sind wir in 3 Tierheime gegangen und es hat nirgends "klick" gemacht, wir sind dann auf die Auslandsorganisation übergegangen. Je nach deiner Einstellung wirst du sagen "toll, einer hat ein Zuhause", die Auslandsorga- Gegner werden aber mit mir schimpfen, denn hier ist ja schon genug elend und ich habe nichts besseres zu tun, als einen Hund von der Straße zu holen.
Letztendlich findet man immer einen, der dagegen ist, wieso ist man nicht tolerant und überlässt es jedem, wie er will?

Hunde sind im Übrigen kinderfreundlich durch Erziehung, das hat wenig mit ihrem Wesen zu tun ;)
Entgegen vieler Meinungen sage ich auch, dass wir zumindest in unseren Tierheimen (also Koblenz und Umgebung) mehr Ü-eier oder Hunde mit schweren Macken haben, als "normale".
 
  • Zucht - Gegner Beitrag #51
naja,

andererseits: MUSS sich denn nun jeder einen ausgewachsenen hund nehmen nur weil er kein Ü-Ei haben will?

auch diese können (müssen natürlich nicht) unberechenbar sein, da kann sooo viel an der erziehung verpfuscht worden sein.

ich kenne jemanden, der hat sich einen hund aus dem TH geholt. laut pflegern ein absolut freundliches, ruhiges tier, ohne größere ängste oder gar aggressionen.

was ist aber? die hündin hat panische angst vor zeitungen, vor teppichen, kochlöffeln, schuhen in der hand,... und sie geht vor angst aber nach vorn. schnappt auch mal richtig zu...

klasse, oder? so wünscht sich doch jeder seinen hund *ironie aus*.

ICH hätte diesen hund wieder ins heim gebracht, ich würde damit nicht zurechtkommen und könnte dem hund kein gutes leben bieten.

verstehst du was ich meine?


bei einem rassehund wirst du dagegen sicher sein können, wenn du dir z.b einen viszla kaufst hast du mit 99% wahrscheinlichkeit einen hnd mit massig jadtrieb. bei einem chihuahua dagegen zu 99% nicht.

klar sind auch das Ü-Eier, wie jedes tier. die wahrscheinlichkeit dass der hund aber "aus dem rahmen fällt" ist bei einem rassehund nun mal geringer.
 
  • Zucht - Gegner Beitrag #52
Hm also ich persönlich halte nichts von Zucht, einfach aus dem Grund weil jedes gewollte Zuchttier einem Tierheimtier einen Platz wegnimmt. Und in Tierheimen warten genügend Hunde auf ein schönes Zuhause. Und solange das so ist, sehe ich persönlich keinen Grund, warum man züchten sollte. Der Rasseerhalt ist ein egoistischer Vorwand und hat überhaupt nichts mit dem Wohl eines Hundes zu tun...

Prinzipiell hast Du damit recht, aber ich sehe da ein Problem. Ich ziehs mal kantianisch auf. Kann man wollen, dass ein Zuchtaufhören allgemein gültig werde? (KI einfach formuliert)
Überlegen wir mal die Folgen. Es werden keine Tiere mehr gezüchtet und auch nicht vermehrt. Die TH-Tiere haben alle ein zu Hause, sterben irgendwann, und dann gibts keine Hunde mehr. Also, ein allg. Zuchtaufhören kann nicht Ziel sein!
Man könnte aufhören, bis die TH-Tiere alle vermittelt sind, aber "womit" willst Du dann züchten? Bis dahin hast Du keine Tiere mit Stammbaum udn co, udn würdest dann mit Notfalltieren weiterzüchten, wogegen wir ja absolut sind.

Konsequenz ist der Mittelweg, Aufklärung, für TH-Tiere und sein lassen der Vermehrung, neben kontrollierter Zucht, die sich als Ergänzung und nicht als Konkurenz sehen sollten!

Hachja, ich liebe Kant, damit kann man so schön spielen.
(Nein, ich verkneife es mir jetzt, das ganze Utilitaristisch auszulegen, oder nach der nikomachschen Ethik. ^^)

jedem seine meinung! vergiss jedoch nicht, das die armen TH nasen oftmals aus vermehrerwürfen stammt und somit jedem vermehrer eine plattform bieten....

Das ist mal ein interessanter Gedanke. Vielleicht sollte man sich einigen, private Nothilfen zu unterstützen, denn die achtne ja darauf, entweder alle Tiere zu nehmen, oder keine. Wenn die Vermehrer drauf sitzen bleiben, dann kapieren sie es im Normalfall, dass es ne dumme Idee war. ;)

Auch wenn ich mich damit jetzt vielleicht nicht unbedingt beliebt mache, muss ich doch sagen, dass ich nicht unbedingt ein Fan der Rassezucht bin.
Natürlich der Mensch hat sich schon immer Tiere nach seinen Wünschen gezüchtet und daran wird sich jetzt auch nichts ändern, und ich möchte den Grundsatz der Zucht auch nicht kritisieren, aber wenn ich mir ansehe, was Vereine und Zuchtstandarts einigen Rassen angetan haben, dann kann ich das einfach nicht mehr gutheißen.

Stimmt, wobei dann die Frage ist, ob es eine seriöse Zucht ist, Chiuahas (glaub die warens) müssen oft operiert werden, weil der Kopf zu klein fürs Gehrin etc. ist. Der krumme Rücken von DSH ist schrecklich - und hässlich!, wäre ich ein seriöser DSH-Züchter, würd ich genau entgegengesetzt diesen Standarts züchten, und eine neue gesunde DSH Linie ziehen wollen, um den DSH zu erhalten!

Ich habe meine eigenen Vorstellungen von einer guten Zucht und das fördern von [...] Inzucht gehört für mich nicht dazu!

Dazu eine Frage: Was hast Du gegen Inzucht? Es ist ein großer Irrglaube, das Inzucht an sich was schlimmes ist, es passiert in gewissem Rahmen auch in der Natur. Inzucht ist eine menschliche Erfindung, in der Tierwelt gibts das nicht.
Inzucht mit gesunden Tieren ist auch gar kein Problem, bei Gendefekten ists natürlich gefährlich.
Ein seriöser Züchter züchtet nicht mit Tieren, die ienen Gendefekt haben. Ich finde das allgemeine Ablehnen der Gesellschaft Inzucht gegenüber nicht richtig. Was stört Dich genau an Inzucht?

Andererseits würde es ohne diese Vermehrung viele Tiere wohl kaum noch geben. Ich spiele hierbei auf Kleintiere wie Ratten, Mäuse, Hamster, etc. an.

Ohne die ganzen Unfallwürfe gäbe es diese Tiere kaum noch.
Und was wäre daran schlimm? Dann könnte man endlich die Haltungsstandarts hochschrauben, z.B. beim Hamster auf die mind. 1qm, man könnte sich auf ein-zwei Tiere konzentrieren, vllt. würden mehr seriöse Züchter entstehen, die sich halt jetzt "Notgedrungen" im TS einsetzen. Ich find das kein Argument, "für" Notfälle/Vermehrer.

LG

Kathrin
 
  • Zucht - Gegner Beitrag #53
Auch ein Rassehundhalter ist verantwortungsbewusst. Der Rassehund braucht auch Liebe, Erziehung, Futter, Spielzeug und eine Unterkunft.

Ich persönlich sehe genug Gründe wieso man keinen Tierheimhund holen MUSS, obwohl ich selber nur Tierheim/Tierhilfen- Hunde habe. Du weißt letztendlich nicht immer, was in dem Hund steckt und Tierheime erzählen auch gerne mal Unwahrheiten, damit der Hund da raus kommt, nicht jeder kann damit umgehen. Einem Hundeanfänger würde ich niemals zu einem Tierheimhund mit unbekannter Herkunft und Geschichte raten, das geht schnell schief und der Hund sitzt wieder im Tierheim.
Tierliebe hin oder her, es ist für mich kein Verantwortungsbewusstsein sich einen Hund aus dem Tierheim zu holen, wenn man letztendlich nicht sicher ist, was auf einen zukommt bzw. nicht weiß, ob man sich darauf einstellen kann.

Rein rational gefragt: Wieso sollte man die Verantwortlungslosigkeit eines anderen Menschen ausbügeln, indem man sein Tier aufnimmt? Der Fehler ist doch nicht beim Rassehundhalter zu suchen, weil er einen Rassehund aufnimmt, sondern bei dem, der den Hund ins Tierheim gebracht hat. Auch wenn der Halter nichts dafür kann und der Hund leider aus bestimmten unüberwindbaren Gründen weg musste, ist es doch nicht der Fehler des Rassehundhalters.
Wie gesagt, rein rational gefragt, ohne jegliche Emotionen. Daher bitte auch nur so zu bewerten.

Mir tut es auch jedesmal weh, viele Hunde im Tierheim zu sehen, aber ich habe Jerry auch nicht aus einem deutschen Tierheim. Damals sind wir in 3 Tierheime gegangen und es hat nirgends "klick" gemacht, wir sind dann auf die Auslandsorganisation übergegangen. Je nach deiner Einstellung wirst du sagen "toll, einer hat ein Zuhause", die Auslandsorga- Gegner werden aber mit mir schimpfen, denn hier ist ja schon genug elend und ich habe nichts besseres zu tun, als einen Hund von der Straße zu holen.
Letztendlich findet man immer einen, der dagegen ist, wieso ist man nicht tolerant und überlässt es jedem, wie er will?

Hunde sind im Übrigen kinderfreundlich durch Erziehung, das hat wenig mit ihrem Wesen zu tun ;)
Entgegen vieler Meinungen sage ich auch, dass wir zumindest in unseren Tierheimen (also Koblenz und Umgebung) mehr Ü-eier oder Hunde mit schweren Macken haben, als "normale".

Sehe ich genauso !
 
  • Zucht - Gegner Beitrag #54
Calimero, ich finde deine ansicht ziemlich engstirnig und auch daneben.

Pewee hat nämlich recht: es sind nicht die schuld, die keinen Hund aus dem Tierheim nehmen, sondern die, die sie dort hingebracht haben. Und das sind die Vermehrer.

Ich bin selbst rassehundebesitzer und für mich kam auch nie ein Mischling in Frage. Wieso? Weil ich ganz bestimmte anforderungen und Ansprüche habe, auf die ich mich bei Rassehund einstellen kann und beim mix eben nicht. Ein Ü-Hund hätte überhaupt nicht gepasst und es hätte somit böse in die Hose gehen können.


Ich kann auch jeden verstehen, der keinen erwachsenen Hund aus dem TH will, der vll eine schlimme Vorgeschichte hat, schlecht sozialisiert ist o.ä.

Ich finde es toll, wenn man einem TH Welpen ein neues zu hause geben KANN, weil man genug hundeerfahrung hat und offen für alle charaktere und größen ist, aber das ist weiß gott nicht allen möglich.


Die Rassehundezucht ist m.E. wichtig, denn dadurch werden die individuellen Rassen erhalten. Wenn wir die Zucht verbieten, und es wird nur noch fröhlich vermehrt und verpaart, was einem gerade über den weg läuft, ohne kontrollen und Richtlinien, dann kan ich mir gut vorstellen, wie sich das ganze entwickeln würde.


Ich verstehe nicht, wie man sagen kann, dass das alles nicht "natürlich" sei, denn Hunde sind nicht natürlich!
Es sind domestizierte Wölfe. Vom Menschen so geformt, wie sie gebraucht wurden/werden und keine natürliche erscheinung...

Es wude schon immer mehr oder weniger streg selektiert. Zu Anfang nur darauf, wer am zahmsten ist, später dann für den gebrauch und mittlerweile hauptsächlich auf Wesen, Gesundheit und Aussehen.



Nochmal zum Thema gesundheit:
Ich finde, man sollte sich nicht beschweren. Die Nachfrage reguliert den Markt! Wenn niemand einen Schäferhund mit abfallendem Rücken oder einen mini kleinen chihuahua kauft, wird er auch nicht produziert. Da müssen wir uns doch nichts vormachen!
Man bekommt ohne weiteren geradrückige Schäfis, normalgroße Chihuahuas, freiatmende Möpse und co. Auch FCI anerkannt, die ja scheinbar standards festlegt, die die Zucht gesunder Hunde nicht zulässt:roll:
---
EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

Stimmt, wobei dann die Frage ist, ob es eine seriöse Zucht ist, Chiuahas (glaub die warens) müssen oft operiert werden, weil der Kopf zu klein fürs Gehrin etc. ist.

Chihuahuas haben gewiss kein problem mit zu kleinen köpfen (eher mit zu großen) ;)

Diese Problematik zeigte sich beim Cavalier King Charles Spaniel recht häufig.

Aber da fehlt es wieder an hintergrundinformationen.

Der CKC wird schon seit langer zeit auf syringomyelie selektiert und das zeigt duetliche erfolge! Mittlerweile ist das problem selten geworden, denn das war wieder einmal das ziel, strengerer Richtlinien und Zuchtkriterien;)


Man muss isch nur mal ein bisschen in die einzelnen VDH eángeschlossenen vereine einlesen. Ich kenn mich zwar hauptsächlich mit den kleinsthunden aus, aber da hat in jedem Fall ein deutliches Umdenken schon vor ein paar jahren eingesetzt. Momentan werden die Zuchtfehler der letzten Jahre ausgebügelt.
Nicht nur beim CKC sondern auch beim mops (nase und körperbau/Fitness), beim Chihuahua (Fontanelle, Pl), beim DSH der Rücken, usw.
Und da wären wir auch schon wieder bei angebot und nachfrage...
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Zucht - Gegner Beitrag #55
@Calimero und Anja: Die Aussagen bezüglich Verantwortungsbewusstsein und Hundeliebe sind jetzt aber schon ein bisschen sehr weit hergeholt. ;)
Diese Eigenschaften definieren sich ganz sicher nicht darüber, ob man den Hund nun vom Züchter holt oder nicht.

Selbstverständlich ist es für jeden Tierheimhund schön und wichtig, das er ein neues Zuhause findet und man sollte sich auch bei der Anschaffung die Option Tierheim immer vor Augen führen, aber Gründe sich dennoch dagegen zu entscheiden gibt es nunmal. Das heißt deswegen noch lange nicht, das die Hunde deshalb weniger wert sind oder die Rassehunde toller und schöner sind. Es heißt nur, dass manchmal die Umstände eben so sind, das eine bestimmte Entscheidung sinnvoller ist.

Bei uns z.B war ein ganz entscheidendes Kriterium, dass wir Frettchen haben.
Einen Jagdhund oder einen Mix mit besonders ausgeprägtem Jagdverhalten wäre bei uns undenkbar. Meine Frettchen leben in der Wohnung, in einem eigenen Zimmer mit einer Absperrung von einem halben Meter. Alcatraz wollte ich hier nicht errichten...

Ausserdem haben wir einen Hund gesucht, der ruhig und gelassen ist, der i.d.R sehr verträglich mit anderen Hunde ist, da wir in der Familie auch andere Hunde haben und der auch irgendwann ein Begleiter für unsere Kinder sein wird.
Der Leo hat uns optisch schon lange begeistert und bringt charakterlich all diese Eigenschaften mit. Mit einem Welpen konnte ich zeitgleich auch mein Frettchenproblem lösen. Was ist daran jetzt verkehrt?

Und trotzdem ist Diego nichtmal ein reiner Rassehund, sondern ein Bernhardinermischling. Warum? Weil ich keine Papiere für meinen Hund brauch. Ich liebe meinen Wuschel auch mit Knick im Ohr oder falscher Farbe, viel wichtiger ist mir, das er gesund ist und charakterlich zu uns passt.

Natürlich hätte ich auch im Tierheim Glück haben können und ich schließe ja auch garnicht aus, das der nächste Hund vielleicht von dort kommt, aber aktuell war unser Diego eben für uns die beste Lösung. Deshalb liebe ich meinen Hund aber ganz sicher nicht weniger oder bin nicht verantwortungsbewusst.

Liebe Grüße
 
  • Zucht - Gegner Beitrag #56
Ich bin auch kein Zucht gegener wie einige hier. Ich bin aber gegen Züchter die es nur wegen dem Geld machen das sind ja eigentlich auch Vermehrer.

Aber ich verstehe hier was nicht es gibt hier welche die sagen das man durch die Zucht die chance nach einem neuen Zuhause einem Tierheim Tier wegnimmt. ABER warum sehe ich dann hier im forum so viele die ein Rassehund von einem Züchter holen hier gibt es einige die selbst welpen oder auch schon ältere Rassehunde haben und dann sagen wegen der Zucht warten noch viele Hunde im Tierheim auf ein zuhause. Warum habt ihr euch dann nicht für ein Tierheim Hund entschieden sondern für einen vom Züchter??
 
  • Zucht - Gegner Beitrag #57
ayloo,

ich glaube kaum das jemand der einen rassehund aus seriöser zucht hat hier gegen Züchter wettert;)

Es muss ja nicht das gesamte Forum einer Meinung sein, oder? Jeder hat seine eigene Ansicht...
 
  • Zucht - Gegner Beitrag #58
Ja genau das finde ich aber sehr komisch ich kenne wirklich viele die haben einen Rassehund und wenn ich dann sage das ich mir SPÄTER vielleicht einen Rottweiler holen will wenn ich der meinung in das ich ihn dann gerecht werden kann dann fragen mich viele aber vom Tierheim und wenn ich dann sage das weis ich noch nicht es ist ja noch lange hin bis ich mir dann einen hole und ob ich mir einen hole steht ja auch nicht fest vielleicht will ich auch einen welpen haben und wenn es keine im Tierheim gibt dann hol ich ein vom Züchter und dann ist das geschreie groß aber im tierheim gibts doch soviele hunde usw aber selber haben sie sich auch gegen ein tierheim hund entschieden. Diese ganzen wiedersprechungen verwirren mich langsam.
 
  • Zucht - Gegner Beitrag #59
hmm das ist dann wirklich seltsam.

Wie gesagt: für mich spricht rein gar nichts gegen einen Züchter hund aber ich finde es natürlich auch schön, wenn man einen TH Hund aufnimmt.

Welpen aus Unfallwürfen gehen auch in Ordnung, wobei man da auch nie 100% sagen kann, dass es wirklich ein Unfall war.

Was ich allerdings nicht verstehe und auch nie verstehen werde ist, wieso man sich einen Hund von Vermehrern (und das schließt für mich auch privatleute, die mal einen wurf wollten, mit ein) holen kann.
 
  • Zucht - Gegner Beitrag #60
Ich denke mal, dass jeder Hund der im Tierheim sitzt, von einem Rassehund abstammt, der irgendwann mal von einem seriösen Züchter gezüchtet wurde. Vielleicht sind dazwischen einige Generationen vergangen, aber irgendwann war dabei auch ein seriöser Züchter involviert.
Das ist alles ein weites

Ich denke, es ist genau andersrum. Irgendein *piep* hat ein paar Wolf´junge gefangen, die sinnlos vermehrt, und die Jungen verteilt. Durhc sinnlose Weitervermehrung entstand der Hund, irgendwann kam aus diesem wirrwarr ein paar besondere Farben, erst dann etablierten sich einige vernünftige Züchter, was dann immer so weiterging, aber eben nicht für alle der am Anfang sinnlosen Nachkommen, sodass man nciht sagen kann, dass auf alle Hunde Zuchttiere zurückgehen!

LG

Kathrin
 
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