Ja, vor allem ist doch die Masche "nette Familienaufzucht" bereits bei den osteuropäischen Massenvermehrern sehr beliebt. Deutsche als Zwischenhändler für diese Welpen, die den gutgläubigen und NULL informierten Menschen vorgaukeln, dass die Hündin nur mal einen Wurf hatte. Dabei gab es diesen Wurf nie und die Welpen kommen alle aus ausländischen Massenzuchtanlagen. Kann mir niemand erzählen, dass ZooZajac merkt woher die Welpen kommen. Für die Zwischenhändler (die die Welpen selbst sonst für nur 300-500 Euro verkaufen) sollte sich das Geschäft bei den Zajac-Preisen wohl sogar noch lohnen..
In dem Interview wurde behauptet man will sich die Hundemutter zeigen lassen und kontrollieren, ob alles in Ordnung ist. Zwei Tierärztinnen arbeiten mit ZZ zusammen, die auch dieses Interview gegeben haben.
Das würde dem lieben Herrn Zajac noch gefallen, wenn er sich mit einer Zusammenarbeit mit dem Tierschutz brüsten könnte, und damit ein weiteres "Unbedenklichkeitsindiz" für seine Machenschaften hätte.
Nein, das geht m.M.n. nicht. Das ganze Zajac-Konzept widerspricht dem Tierschutz. Solange dort ein Lebendtierverkauf stattfindet ist für mich jede Zusammenarbeit undenkbar und wäre inkonsequent.
Außerdem könnten die Tierheime dann direkt in die Verkaufsräume von Zajac umziehen, denn bei den Katzen und Kleintieren sieht es genauso aus.
In besagtem Interview sagten die beiden Tierärztinnen auch, dass man sich mit den Tierschutzvereinen in der Umgebung in Verbindung gesetzt habe und ihnen angeboten hätte in den Verkaufsräumen auch Tierschutztiere anzubieten. Ob ein Tierschutzverein darauf eingegangen ist, wurde nicht gesagt.
Es wären auch extra Tierpfleger für die Hunde da, die vom Fach seien, also z.B. Hundetrainer. Diese beginnen ihren Dienst bereits um 6 Uhr. Wann der Spätdienst endet wurde wiederum nicht gesagt, so dass man nicht nachvollziehen kann, wie lange die Welpen nachts alleine bleiben.
Man versucht bei ZZ also, das Ganze möglichst wenig angreifbar zu machen. Aber selbst wenn die ganze Unterbringung so positiv wie möglich gestaltet wird, bleiben für mich doch zwei Punkte, die einfach nicht zu überwinden sind, und das ist erst einmal der Effekt der Nachahmung - jedes kleine Zoogeschäft, das nicht über die finanziellen Möglichkeiten eines ZZ verfügt, wird es nachahmen und Hunde und Katzen wieder in sein "Verkaufssortiment" aufnehmen - wie abscheulich über Tiere als Ware schreiben zu müssen!
Und zweitens die Aufforderung an alle Ahnungslosen, Tiere nach Lust und Laune zu vermehren!
So ganz verständlich ist es sowieso nicht. Nachdem nun geklärt ist, wie der Bezug der Welpen aussehen soll, ist klar, dass es keine Welpen mit Papieren sein werden, jedenfalls zum großen Teil sicher nicht.
Für diese Welpen verlangt er dann aber doch einen stolzen Preis. Die kann jeder, der einen Hund möchte und dabei nur auf den Preis achtet, aber um die Hälfte oder vielleicht sogar nur für ein Drittel des Preises im Internet beziehen.
Also worauf sein Konzept hinausläuft ist nicht so ganz klar. Oder er wartet ein paar Monate ab, bis sich die ganze Aufregung gelegt hat und schränkt dann die Betreuung ein um die Preise senken zu können.
Ach, es ist einfach abscheulich.
Sagt Zajac eigentlich auch was dazu, ob sie irgendwie kontrollieren o.ä. wo die Welpen hinkommen?
Ich finde es auch enorm enttäuschend von unserem Staat, dass er das nicht verbietet.
Ja, es soll eine freiwillige Kontrolle geben. Wer möchte kann nach dem Kauf betreut werden. Diese Aufgabe soll ein Tierschutzverein übernehmen.