Hallo Roccito,
habe mit einem leichten Schmunzeln alle vorigen Beiträge gelesen.
Mit einem Schmunzeln, weil fast alle Bedenken, die in deiner Frage zwischen den Zeilen stehen bei unseren Überlegungen ob Hund ja oder nein, auch diskutiert wurden, obwohl unsere Ausgangslage etwas anders war.
Er also ich-voll berufstätig, Sie also meine Frau, zwar zu Hause aber mit 2 Kindern voll ausgelastet
Anfangsmeinung: sie ja, aber gewisse Größe sollte sein
er nein und wenn überhaupt recht klein und bitteschön aus dem
Tierheim.
Kinder unbedingt sofort,egal wie wo was bitte,bitte, bitte
Es wird kein wirklicher Konsens erzielt.
1 Jahr später: Nacbarn haben Appenzeller-Sennhund-Welpen
Ernsthafte Beschäftigung mit Thema Hund, welche Konsequenzen,
Einschräkungen kommen auf uns zu.Können wir in unser Leben einen
Hund einbauen und ihm gerecht werden?
Theoretisch ja, aber praktisch ?
Also haben wir uns einen "Probehund" geliehen.
Aber o Schreck, unser recht großes Wohnzimmer war mit Hund gar nicht mehr so groß,o Schreck o Schreck, er brachte auch noch mehr Haare und Dreck ins Haus als gedacht und GANZ GROSSER SCHRECK eines unserer Kinder zeigte auf einmal allergische Reaktionen.
Also erstmals nein zum Hund.
Kinder verständnisvoll aber todtraurig.
Weiteres Jahr später: Tierhaarallergie bei einem Kind latent vorhanden.
evtl. anderes Tier oder nicht haarenden Hund als Alternative?
Heiße Diskussionen.
6 Monate später.
Nach vielen Diskussionen Überlegungen und Testkontakten mit Hunden verschiedener Rassen sind wir dann auch auf eine sog. Modehundrasse, sprich Labradoodle gestoßen.
Wir hatten das Glück jemanden zu finden wo wir richtig "maßnehmen" konnten,
d.h. wir konnten nicht nur die Welpen anschauen sondern auch Mama (Pudel) und Papa (Labradoodle) kennenlernen konnten.
Und siehe da Mutter und Welpen riefen keine allergische Reaktionen hervor.
Also wurde relativ viel Geld für einen Mischling gezahlt, das Grundstück eingezäunt
(Hecke reichte nicht) - war teurer als der Hund - und Zubehör für zu Hause und Auto angeschafft- kostete fast nochmal die Hälfte des Hundes.
Die erste Nacht war kein Problem, die zweite und dritte schon.
Auch wenn er nicht haart ist mindestens einmal -je nach Witterung auch mehrmals pro Tag zumindest Saugen angesagt.
Außerdem sind neben intensiver Beschäftigung jeden Tag ca. 3Stunden Ausgang plus Training plus Fellpflege zu rechnen.
Alles viel intensiver als - anfangs - geplant.
Auch die Urlaubsplanung für dieses Jahr hat sich dank Hund problematischer gestaltet.
Also unser Plan war ursprünglich ein kleiner bis mittlerer pflegeleichter Hund, mgl. aus dem Tierheim.
Wir haben jetzt einen 8 monatigen ca. 57cm(Schulter)großen und 27 kg schweren Racker einer "Rasse" zu Hause, die bei manchen Mitbürgern "Naserümpfen" hervoruft und der viel mehr Aufwand,Kosten und Umstellungen für unser Leben bedeutet, als wir uns jemals hätten träumen lassen.
Aber die ganze Familie liebt ihn und genießt jede Minute mit ihm-mit anderen Worten füruns der beste Hund der Welt.
Ich glaube ich habe dich jetzt ganz schön zugetextet, was ich eigentlich damit sagen will, wenn die Rahmenbedingungen wie bei euch einigermaßen stimmen, dann hängt die Entscheidung Hund ja oder nein nur davon ab, ob ihr BEIDE bereit seid,euer Leben auf einen Hund einzustellen. Und wenn ihr sicher seit, dass ein Puggle der richtige für euch ist, warum nicht?
Wir geben unserer "Designer-Mischling"jedenfalls nicht mehr her.
LG Knox