Hallo, Ihr LIEBEN-
bin ganz neu hier- und hab mir dieses Thema hochgeholt, weil es mir ganz besonders am Herzen liegt.
Denn am 21.08. 2009 hab ich meine süßen, damals 13Jahre alten Labradorhündin EMMA am Totenbett geschworen, dass ich Zeit meines Lebens
dafür eintreten werde, dass anderen Hündinnen ihr Schicksal erspart bleibt.
Ende September 2008 bemerkte ich, dass Emma vermehrt Durst hatte- ansonsten war sie völlig"normal"- aber ich weiß nicht, ob Ihr es nachvollziehen könnt- ich hatte das Gefühl, als würde ein Dimmer gaanz langsam 'runtergedreht- in meinem Herzen wurde es immer dunkler...
Also, am nächsten Tag zum TA- Geriartrie-Check-
die Emma stand schwanzwedelnd fröhlich auf dem Behandlungstisch- bekam Leckerlies, weil sie die Blutentnahme so tapfer über sich hat ergehen lassen.
Die Blutentnahme wurde wiederholt- denn die Leukos waren unglaublich hoch.
Ergebnis: dasselbe...
Ultraschall ergab eine deutlich vergrößerte Gebärmutter-
Not-OP- Emma hätte die Nacht nicht überlebt- die mit Eiter gefüllte Gebärmutter füllte ein ganzes Handwaschbecken...
Emma, ansonsten kerngesund, hat sich toll von ihrer Kastration erholt- nicht mal die "Tüte" brauchte sie, und bis zum Fädenziehen konnte ich ihr kaum klarmachen, dass Spielen und Toben nun erst mal nicht geht.
Im Mai 2009 dann der große Schock- ich tastete in der rechten Gesäugeleiste direkt am Hinterlauf eine Verhärtung.
Unsere TÄ sah mich nach der Untersuchung mit Tränen in den Augen an und sagte:" DAS IST NICHTS GUTES..."
Eine OP war nicht möglich, weil gerade in dieser Region die großen Gefäße in den Hinterlauf verlaufen.
Der Kampf begann: Terantulla-Injektionen wöchentlich, Cortison wegen beginnender Atemnot-
wir haben gekämpft, wie die Löwen und Emma-Dear mit uns- die verschiedensten Maßnahmen wurden ergriffen- es sah zunächst aus, als würden wir gewinnen.
Blutergebnis SUPER- CRP-Wert im Normalbereich- das war am 19.08.-
wir lagen uns in den Armen- der Tumor in der Milchleiste hatte sich zurückgebildet.
Am 20.08. bekam Emma Durchfall- trotzdem hat sie mir abends im Garten noch mit der Nase ihren Ball zugeschoben- da hab ich sie nur traurig in den Arm genommen und bin mit ihr und ihrer Freundin Betty 'reingegangen.
Emma hat sich dann auf den Teppich im Wohnzimmer gelegt- wo sie dann liegen blieb- ihr Körper wurde immer schlaffer und sie immer kälter.
Am nächsten Tag haben wir ihr dann noch ein Röntgen der Lunge angetan-
keine Chance...
Metastasen, Metastasen- innerhalb von Stunden kaum noch intaktes Lungengewebe vorhanden.
Als Emma in meinen Armen einschlief, hab ich geschworen, dass ich ihre Geschichte weitererzähle und hoffe, dass möglichst vielen Hündinnen dieses Schicksal erspart bleibt, indem sie in möglichst jungen Jahren kastriert werden.
Ihre Freundin Betty, die notgedrungen sehr früh kastriert wurde, erfreut sich mit 16 Jahren einem fröhlichen Omadasein und die kleine Pointermaus- Goldie- aus Mallorca, die 2010 bei uns eingezogen ist, ist ebenfalls kastriert, denkt nicht dran, dick zu werden, dafür hat sie viel zu viel zu tun- naja- wie das mit 2 Jahren so ist-
man hat ja auch viel nachzuholen, wenn einem die Kindheit so schmerzhaft weggenommen wurde...
Liebe Grüße
in ewigen Gedenken an die zauberhafte, tapfere Emma
bettyundgoldie