Katze alleine halten

Diskutiere Katze alleine halten im Katzen Haltung Forum im Bereich Katzen Forum; Komisch, irgendwie bin ich dann wohl immer an die "falschen" Tierärzte geraten.:eusa_think: Schon vor ca. 20 Jahren hat mir ein TA gesagt, Katzen...
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  • Katze alleine halten Beitrag #41
Komisch, irgendwie bin ich dann wohl immer an die "falschen" Tierärzte geraten.:eusa_think: Schon vor ca. 20 Jahren hat mir ein TA gesagt, Katzen wären entgegen der landläufigen Meinung, KEINE Einzelgänger.;) Und seitdem ca. 3-4 andere Tierärzte auch noch.
 
  • Katze alleine halten Beitrag #42
Hallo Zusammen,

ich habe im Internet jetzt schon sehr oft gelesen, dass man eine Katze nicht alleine halten sollte. Ich wohne in einer 80 m² großen Wohnung mit einer Freundin zusammen, die kleine darf in jedes Zimmer, hat viel zu entdecken, sehr viel Spielzeug, einen Kratzbaum und wir versuchen uns so oft es geht mit der kleinen zu beschäftigen. Sie benimmt sich auch total super, schnurrt fast den ganzen Tag und will immer kuscheln. Kann es denn trotzdem sein, dass sie traurig ist? Ich kann mir leider keine 2. Katze holen, da meine Mitbewohnerin das nicht möchte. Die Katze ist aber total selten alleine, da ich gucke, dass immer jemand da ist.

Was meint ihr, sollte ich sie jetzt abgeben:( nur weil ich keine 2. Katze holen kann?

....Katzen schnurren auch wenn es ihnen nicht so gut geht. Mein Merlin z.B. schnurrt auf dem TA-Tisch um sich zu beruhigen.
Was heißt
schnurren bedeutet nicht zwangsläufig dass Katze ruhig und ausgeglichen ist
 
  • Katze alleine halten Beitrag #43
Hallo zusammen,

ich nehme mir schon lange vor, mich mal in einem Forum anzumelden, in dem Menschen, die Katzen in Einzelhaltung in der Wohnung halten, als Tierquäler dargestellt werden. Ich möchte da einfach noch ein paar (fundierte) Informationen dazu haben und der Thread schien mir dafür passend... Da bin ich also! :D

Zu erst die Vorgeschichte: Seit fast einem Jahr haben wir nun unsere Kätzin in einer 70 m² großen Wohnung mit gesichertem Balkon (Freigang wegen Straße vor der Tür nicht möglich) in Einzelhaltung. Sie ist mit 6 Monaten kastriert worden und kerngesund. Wir haben sie mit 8 Wochen zu uns genommen und bisher hat sie sich prächtig entwickelt. Natürlich hatte sie auch ihre Macken und war als Kitten ziemlich wild, aber ich denke, dass das die meisten kennen. Mittlerweile ist sie sehr ausgeglichen und sehr viel ruhiger, nie aggressiv, außer in ihren 5 Minuten vergisst sie ihre Manieren manchmal... Sie ist wochentags je nach der Schicht meiner Freundin (ich bin die Woche kaum zu Hause) für ein paar Stunden alleine (meist am Nachmittag, da schläft sie sowieso, auch wenn wir da sind). Sollte es länger werden, geht meine Mutter zu ihr hoch (sie wohnt im gleichen Haus)... Sie hat 5 Kratzbäume in verschiedenste Formen und Arten, Tunnel, ein eigenes "Haus", viel Spielzeug und Kuschelmöglichkeiten... Soviel zur Vorgeschichte, nun zum eigentlichen Thema:

Ich will hier einfach mal ein paar Argumente reinwerfen, die mich irritieren und die ich anders sehe. Ich habe viele Foren gelesen und lese immer die sinngemäß gleichen Thesen ohne jegliche Quellen oder wissenschaftliche Studien. Ich habe eher den Eindruck, dass man gerne Thesen übernimmt... Wie gesagt, nur mein Eindruck, der auch falsch sein kann!

1. "Katze sind Rudel-/Gesellschaftstiere und alles andere als Einzelgänger" -> Ehrlich gesagt, habe ich in unseren Breiten (selbst in ländlichen Gegenden) so gut wie noch nie zwei oder mehr Katzen zusammen gesehen. Immer alleine... Ein Grund warum ich diese These nicht verstehe. Hält man 2 und mehr Katzen müssen sie sich sicherlich arrangieren, aber draußen konnte ich diese Drang zur Zweisamkeit nicht ausmachen...

2. "Vergesellschaftung funktioniert in der Regel problemlos" -> mag oft der Fall sein, aber wenn ich nicht zwei Kitten aus einem Wurf erwische und es später versuche oder auch sehr früh mit sich fremden Kitten, kann es oft nach hinten los gehen. Ist es fairer der hinzugezogenen Katze gegenüber, sie wieder ins Tierheim zu stecken, weil es nicht geklappt hat? Wenn sie sich nicht mögen, ist eine triste Zweisamkeit angenehmer als eine zufriedene Einzelkatze?

3. "Katzen mit Artgenosse sind ausgeglichener. Einzelkatzen neigen zu Verhaltensstörungen." -> Hier konnte ich bisher nur das Gegenteil kennenlernen. Jegliche Bekannte, die ein Tier alleine halten, haben eine ausgegeglichene, verschmuste und verspielte (dem Anschein nach) glückliche Katze. Sind mehrere Katzen im Spiel, wird zum Teil eine von mehreren Anderen dauerhaft attackiert. Die Katzen sind trotzdem (oder gerade deswegen?) wilder und zerstören mehr Einrichtungsgegenstände als unsere Katze... Lassen sich diese Störungen bei Einzeltieren irgendwie belegen?

4. "Züchter geben Katzen i.d.R. nur mindestens paarweise ab" -> Sind das die Züchter, die auf Katzenausstellungen 2 und mehr Katzen den ganzen Tag lang unter Flutlicht in 1 m² große Käfige sperren? Ist das artgerecht? Was ich so über Züchter gehört und gelesen habe, lässt mich an deren Interesse am Tier zweifeln... Da vertraue ich eher auf unsere Tierärztin, welche eine Einzelhaltung befürwortet.

5. "Wo Platz für eine Katze ist, ist auch Platz für eine Zweite" -> Eine der fragwürdigsten Thesen für mich. Bei etwa 50 m² Freiraum soll ein ursprünglich wildes Tier, das eigentlich mehrere Hektar nutzt, mit einem Artgenossen friedlich leben? Die Tiere können sich ja kaum vernünftig aus dem Weg gehen, wenn sie mal ihre Ruhe brauchen?! Man bräuchte mehrere Katzenklos, Wasser- und Futtermöglichkeiten und und und... Ich wüsste nicht, wo ich das alles hinstellen sollte, es sei denn alle Tiere nutzen die gleichen (durch sich selbst markierten) Kratzmöglichkeiten, Klos und Futternäpfe...

6. Wer sich eine Katze leisten kann, kann sich auch eine zweite leisten." -> Wer über die finanziellen Mittel anderer so urteilen kann, hat meinen höchsten Respekt verdient... Diese Gabe ich einzigartig. Im Ernst: Eine Katze kostet viel Geld. Wenn man von 40,- Futter + Streu + Spielzeug etc. ausgeht, dazu die horrenden Tierarztkosten für entwurmen, impfen, kastrieren usw. nimmt und das gleich mal verdoppelt, ist das nicht einfach so aus dem Ärmel zu schütteln. Zumindest nicht für uns. Wir wollen an der Katze nicht sparen... im Gegenteil, wir verwöhnen sie sehr. Aber eine zweite wäre für uns nicht erschwinglich...

Ich könnte noch mehr aufzählen, aber ich denke es reicht erstmal... Respekt und Danke, wer es überhaupt bis hier durchgehalten hat... ;-)

Ich weiß, dass die meisten meine Fragen nicht tolerieren können/wollen und meine Ansichten auf Widerstand stoßen werden, aber ich hoffe, Ihr könnt mir wirklich klar und deutlich darlegen, dass eine Einzelhaltung tatsächlich eine solche Quälerei ist. Ich lese nur immer in Foren darüber, Live habe ich es noch nie erlebt...

Liebe Grüße, Basti!
 
  • Katze alleine halten Beitrag #44
Basti, jetzt hast Du aber einen langen Text geschrieben, um Einzelhaltung zu rechtfertigen.

Meine "Einzelgänger" können dem aber leider so überhaupt nicht zustimmen:p



Bitte bitte gönne Deiner Katze einen Artgenossen!!!
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Katze alleine halten Beitrag #45
Sollte keine Rechtfertigung sein! Eher die Suche nach Antworten auf meine Fragen... ;-)
 
  • Katze alleine halten Beitrag #46
Welche Fragen denn? Ausser provokanten Thesen, dass Katzen eigentlich lieber Einzelgänger sind, lese ich hier leider nichts..:?

Also um es mal genauso provokant zu beantworten: Deine Katze tut mir leid in ihrer Einzelhaft ohne kätzischen Artgenossen. Reicht das?;)
 
  • Katze alleine halten Beitrag #47
Zu 1.
Wenn Katzen auf einem Bauernhof leben, und sich selber überlassen werden, ebenso bei unkastrierten Straßenkatzen, bilden sich immer Gruppen. Da bleiben ein oder zwei Töchter bei der Mutter und helfen zukünftig bei der Aufzucht weiterer Geschwister (einer bleibt da zum Babysitten während die anderen Futter organisieren), an Futterplätzen trifft man sich, klar, die unkastrierten Kater sind oft etwas außen vor, respektieren aber die Weibchen in derselben Scheune und suchen keinerlei Streit solange Reviergrenzen geachtet werden und keine Weibchen im Spiel sind. Das beobachtet jeder Tierschützer an öffentlichen Futterstellen, jeder Bauer mit unkastrierten Katzen. Nur wenn der Mensch eingreift, kastrieren lässt und abgibt bleiben Einzelne Tiere.

Katzen jagen zwar alleine, aber den Rest ihrer Zeit verbringen sie gerne zusammen, helfen sich gegenseitig. Auch die Angewohnheit, dem Menschen Mäuse mitzubringen wird anderen Katzen gegenüber gepflegt - man kümmert sich umeinander, und wenn die Jagd gut läuft kann man auch mal für jemand anderen was mitbringen.

zu 2.
Dauerhaft erfolglose Zusammenführungen liegen in 99% der Fälle an einer denkbar ungünstigen Auswahl der Tiere. Wenn ich der zierlichen Kätzin "Prinzesschen" den 6-Kilo-Kater "Rambo" vorsetze, dessen liebste Hobbies Raufen, Artgenossen verkloppen und drauf hauen sind, dann darf ich mich nun kaum wundern. Auch wenn die beiden noch so süß zusammen aussehen würden, oder ich mir schon immer einen riesigen roten kater gewünscht habe, muss ich eben auch mein Gehirn bei der Auswahl benutzen. Noch dazu ist die Frage, wie kaputt das Sozialverhalten der eigenen Katze durch zu frühe Trennung von der Mutter und Jahrelange Einzelhaltung schon ist - das ist aber IMMER von Menschen gemacht, nicht naturgegeben.
Wobei sogar KAtzen die schon etliche Jahre alleine waren oft keine hoffnungslosen Fälle sind.

zu 3.
Du hast offenbar glück, das trifft aber bei weitem nicht auf alle zu. Wobei man sich durchaus auch fragen darf, ob ein gar so ruhiges, unauffälliges Leben noch katzentypisch ist. Nur ab und an mal 5 Minuten sind eben auch nicht völlig normal.

zu 4.
Es gibt auch Züchter die auf keine Ausstellungen gehen, und auch Katzenhilfen geben nur in Ausnahmefällen Einzeltiere ab. Auch im Tierheim leben die Meisten katzen in Gruppen,trotz der Extremsituation, dem Platzmangel und dem Stress.
Tierärzte studieren Krankheiten, kein Verhalten, und viel zu oft werden die eben nur mit Bisswunden und Verhaltensproblemen konfrontiert - wer eht schon zum Tierarzt und erzählt dem, wie toll seine vier Katzen sich verstehen? Geht man da nicht eher hin, wenn es Probleme gibt? Wer frisch von der Uni ist und in den Fächern zum Verhalten aufgepasst hat weiß, wie wichtig Artgenossen sind.

zu 5.
die meisten katzen teilen sich Kratzbäume, Futterschüsseln etc. Nur bei Klos ist ein zusätzliches durchaus sinnvoll. Das hat aber sehr viel mit der mehrbenutzung zu tun. Durch das MEHR an Bewegung durch Artgenossen kommen aber Katzen in Gruppenhaltung mit dem beschränkten Platzangebot einer Wohnung trotz allem oft zu deutlich mehr Bewegung als eine Einzelkatze, die vom futter zum Klo zum Sofa spaziert, aber nur ab und an mal ihre 5 Minuten hat.

zu 6.
wer sich gründlich informiert stellt fest, das jährliche Auffrischungen der Impfungen nicht unbedingt notwendig sind, insbesondere in Wohnungshaltung, auch Prophylaktisches Entwurmen kann man sich als Wohnungshalter guten gewissens sparen - man sieht ja täglich was im Katzenklo landet, und wenn da was auffälliges ist kann man immer noch zum Tierarzt gehen. Wer jetzt keine Rohfütterung praktiziert, regelmäßig Mäuse vom nächsten Acker verfüttert, und schuhe mit denen er draußen wo rein getreten ist in die Wohnung bringt oder Kinder im Krabbelalter hat, muss nach der Kittenzeit keine wohungskatze mehr regelmäßig entwurmen. Klar, Kastrationen kosten geld, aber das ist eine einmalige Sache, und wer gleich bereits kastrierte Katzen vom Tierschutz nimmt spart viel Geld und tut was gutes.
Futterkosten sind bei zwei Katzen nicht wesentlich teurer. Wo man für eine Katze eher Beutelchen und Portionsschälchen kauft, nimmt man für zwei eben 400g-Dosen etc., die oft im Verhältnis deutlich billiger sind. Auch der Futterneid erhöht die akzeptanz, man wirft eher selten Reste weg.


So, und wo sind nun Deine Argumente? dass Du Dich bisher einfach noch nicht getraut hast zu vergesellschaften? Die Wohnung ist groß genug, Karatzbäume hast Du auch genug, und ein paar Wochen Gefauche in der Zusammenführung sind ja nun kein großes Drama. Im Tierheim findet sich sicher auch eine nette, charakterlich passende Kätzin im richtigen Alter, schon kastriert und grundimmunisiert. Fass Dir ein Herz, versuche es, und in einem halben Jahr klingst Du auch ganz anders.
 
  • Katze alleine halten Beitrag #48
Willkommen im Forum, Basti. ;) So sehr ich deine Mühe schätze, die du dir bei deiner Argumentation gemacht hast, so unendlich müde bin ich leider auch, immer wieder darauf eingehen zu müssen.
Du bist nicht der Erste, der diese Meinungen oder Eindrücke vertritt, du findest im Forum zahllose Diskussionen dazu und daher beschränke ich mich in aller Kürze auf:
Wer bei seiner Katze (seiner eigenen, nicht Mutters, Tantes oder die der Nachbarn) einmal den Unterschied gesehen hat, der wird es verstehen.

Entschuldige die direkten Worte, aber ich finde es entsetzlich, dass zu jung von Mutter und Geschwistern entfernte Katzen unaufhörlich mit "prächtig entwickelt" gerechtfertigt werden. Das mag sein und da mögt ihr Glück gehabt haben, aber ich sehe nicht, warum es dieses Handeln dennoch positiv zu bewerten sein soll. Es macht mich lediglich wütend, wenn ich sehe, wie viele Menschen sowas bewusst tun. Wem tut es denn weh, wenn das Tier noch vier Wochen bei seiner kätzischen Familie haben darf? Ich rede hier vom Normalfall und menschlichem Egoismus, nicht von Kätzchen, deren Mutter tot ist oder von einer gesundheitlich unterversorgten Katzenfamilie, wo die Kitten so schnell es geht aufgepäppelt werden müssen. Bis zur zwölften Woche erlernen Katzen in ihrem natürlichen Umfeld das Sozialverhalten. Mir kann niemand erzählen, dass es folgenlos bliebe, sie dessen zu berauben. Eine Verhaltensstörung kann auch das sein, was manche Menschen in ihrer Blindheit als Liebe und Anhänglichkeit interpretieren.

Man kann sich alles schönreden, wenn man will. Das gilt für die Haltung eines "Nicht-Dream-Teams" ebenso wie für ewige Einzelhaltung. Wir haben kein Dream-Team, aber ich habe gesehen, wie es unserer Katze ging, als sie alleine war und was sich verändert hat, seit sie es nicht mehr ist. Das lässt für mich nur einen Schluss zu: Nie wieder Einzelhaltung für ein kleines Kätzchen! Bei adulten Tieren, die es nicht anders kennen, kann man darüber streiten, wobei sogar die sich noch (erfolgreich!) vergesellschaften lassen können. Und eben diese Resultate sprechen für mich dafür, dass es sich um soziale Tiere handelt, denen man den Kontakt zu Artgenossen nicht dauerhaft verwehren sollte.
 
  • Katze alleine halten Beitrag #49
wer sich gründlich informiert stellt fest, das jährliche Auffrischungen der Impfungen nicht unbedingt notwendig sind, insbesondere in Wohnungshaltung,

Meine TÄ sagt sogar, dass für Wohnungskatzen die Grundimmunisierung absolut ausreicht und man gar nicht mehr impfen muss.

Ich war ja erst am Dienstag mir Mogli bei ihr, weil er eine Atemwegs-Infektion hatte. Sie kannte ihn noch nicht und hat deshalb auch gefragt, ob er auch ein Stubenkater ist, was ich auch bejahte. Nach kurzer Durchsicht des Impfpasses meinte sie dann: er hat ja alles, da brauchen wir ja auch nicht weiter impfen...

Und dabei könnte sie sich eigentlich ne goldene Nase verdienen, wenn sie mir zu jährlichen Impfungen meiner Katzen raten würde..:eusa_shhh:
 
  • Katze alleine halten Beitrag #50
7M`s, so ähnlich halte ich es auch. Die Stubentiger haben ja nun wirklich keinen häufigen Kontakt zu fremden Katzen, wenn ich in einer Gegend war, wo es auf der Straße von Schnupfenkatzen nur so wimmelt desinfiziere ich meine Schuhe und ziehe sie vor der Wohnung aus, wie sollen sie sich da schon groß anstecken?

Und bei Würmern sehe ich es ähnlich - und im Zweifelsfalle würde es mir dann am Inhalt des Katzenklos auch nach sehr kurzer Zeit auffallen, wenn da was wäre.
 
  • Katze alleine halten Beitrag #51
@Susi

Danke für Deine umfangreiche Antwort. Auf so ein paar vernünftige Argumente habe ich gehofft... ;-)

zu 1.) Das ist eben genau das, was ich noch nie gesehen habe. Aber gut zu wissen... Man lernt nie aus.

zu 2.) Mein Problem ist einfach, dass ich nicht das Risiko eingehen möchte, dass sich bei der Vergesellschaftung die beiden die Köpfe einschlagen, sie nicht miteinander können/wollen und man eine Weggeben muss NACHDEM die Wohnung zerlegt wurde! ^^ Ich kenne mein Glück... Und klar kann man grob drauf achten, dass man nicht besagten "Rambo" auswählt, aber man kann ja vorher nicht in die Tiere reinschauen und hat keine großartige Zeit um sie vorher zu studieren. Ich gebe auch zu, dass ich mir oft sehr viele Sorgen um unser Hab und Gut mache. Wenn ich mir vorstelle, dass hier zwei Wahnsinnige sich bekriegen, ist das ne mulmige Vorstellung...

zu 3.) Da hab ich mich falsch ausgedrückt: Sie ist erheblich ruhigER geworden, sicher auch durch die Kastration. Die 5 Minuten treten durchaus öfter auf (manchmal zu oft ;-))... Also es ist keineswegs so, dass sie nur rumliegt und sich langweilt. Sie hält uns schon mitunter auf Trab, der extreme Spieltrieb ist eben nicht mehr so da, wie als Kitten.

zu 4.) Auf den Tierarzt habe ich einfach mal vertraut, weil ich voraussetze, dass er nicht nur weiß, wie eine Wunde zu flicken geht, sondern generelles Wissen haben sollte. Klar, ist das nicht immer der Fall, aber wen soll man sonst ansprechen, wenn nman kompetenten Rat sucht? Tierheime wollen zum Teil wegen Überfüllung jedes Tier loswerden (mag nicht die Regel sein) und Züchter... Naja, da hab ich ja die gespaltene Meinung!

zu 5.) Das wusste ich auch so nicht... Ich habe mitunter für unsere eine Katze oft ein schlechtes Gewissen wegen der Wohnungsgröße und dann zwei?!

zu 6.) Das mit den Impfungen hab ich auch schon so gelesen, wie du geschrieben hast. Aber da bin ich glaube ich tatsächlich zu übervorsichtig... Mal schauen, in welchen Intervallen wir sie Entwurmen/Impfen lassen... Rohfütterung ja, aber in Form von nach dem Kauf eingefrosteten Hähnchenherzen. Ich denke, da sollte Keime tot sein...


Das wichtigste Problem für uns habe ich ganz unterschlagen: Meine Freundin ist schwanger (was an sich natürlich kein Problem ist ;-))... Wir machen uns jetzt schon Gedanken, wie die Katze reagieren wird (eifersüchtig, aggressiv, vielleicht auch (hoffentlich) friedlich). Diese "Gefahr" verdoppelt sich dann noch. Selbstverständlich muss man immer Obacht geben und beide im Auge behalten. Aber das ist bei zwei Katzen gleich viel schwieriger.

Es mag sicher viel dafür sprechen, dass man 2 Katzen und mehr hält. Aber es fällt mir schwer mich mit dem Gedanken zu arrangieren, dass das bei unseren Gegebenheiten funktionieren soll und ich konnte wie gesagt bisher selbst und im Freundeskreis nur gute Erfahrungen machen. Und da ich wirklich das Gefühl habe, dass sie sich wohlfühlt, wie sie lebt, habe ich Angst, dass ich das kaputt mache. Sie ist auch eine ziemliche Diva, war sie schon immer. Und ich denke, dass sie richtig rumzickt, wenn hier jemand dazukommt. Definitiv sagen kann ich es natürlich nicht, aber ich könnte es mir gut vorstellen. Gerade weil sie schon fast ein Jahr alleine die Herrin im Haus ist (was wieder für Deine Argumentation spricht)...

@Morastbiene:

Danke für's Willkommenheißen. :) Das mit den 12 Wochen weiß ich mittlerweile auch. Damals wusste ich es nicht besser und kannte es so, dass sie mit 8 Wochen von der Mutter weg dürfen... Aber wie du schon sagst, da scheinen wir Glück gehabt zu haben. Irgendwelches abnormes Verhalten gibt's nicht bei ihr!
 
  • Katze alleine halten Beitrag #52
5. "Wo Platz für eine Katze ist, ist auch Platz für eine Zweite" -> Eine der fragwürdigsten Thesen für mich. Bei etwa 50 m² Freiraum soll ein ursprünglich wildes Tier, das eigentlich mehrere Hektar nutzt, mit einem Artgenossen friedlich leben? Die Tiere können sich ja kaum vernünftig aus dem Weg gehen, wenn sie mal ihre Ruhe brauchen?! Man bräuchte mehrere Katzenklos, Wasser- und Futtermöglichkeiten und und und... Ich wüsste nicht, wo ich das alles hinstellen sollte, es sei denn alle Tiere nutzen die gleichen (durch sich selbst markierten) Kratzmöglichkeiten, Klos und Futternäpfe...


Dem musss ich wiedersprechen

Sicherlich ist es nicht günstig und es war auch absolut nicht geplant, aber ich lebe mit drei Kazten auf 33 qm Dachgeschoss

Die Vergesellschaftung der ursprünglichen Zwei mit der dritten Katze ist gerade durch (eben gabs das erste gemeinsame Spielen zu Dritt *freu*) und selbst während der Vergesellschaftungsphase, die etwa einen Monat gedauert hat, gabs hier keine Probleme darin, sich aus dem Weg zu gehen. Im gegenteil, öffters lauf ich durch die Wohnung und denke "hatt ich nicht mal drei Katzen?"

Wenn die Kazten halbwegs zusammen passen (dreamteam sind meine drei nun wirklich nicht), dann reichen zur Not auch mal wenig qm, wenn man es eben dementsprächend einrichtet.

Bei mir dürfen die Kazten überall hin, Schränke hab ich ihnen zugänglich gemacht, drei Kratzbäume haben sie, genauso wie einige Regale zum Catwalk umfunktioniert wurden, der am Montag noch erweitert werden soll.


Und genrell find ich deine These einfach sehr provokant, vor allem in einem Forum in dem 99% ihre Kazten nicht allein halten und wo auhc viele, viele Leute erstaunt waren, wie aufgeweckt ihre Kazten it Gesellschaft plötzlich waren.

Mein Kater war auch erst allein, aus falscher Vorsicht hab ich auch etwas lange gebraucht, bis er gesellschaft bekam.

Freudig Miaen ging er auf meeine Kätzin zu, als sie schließlich einzog und es dauerte auch nicht lange, bis die beiden sich gut verstanden und zusammen spielten.

Das das Spiel manchmal recht grob aussieht ist für uns Menschen vielleicht beunruhigend, für Katzen aber nur naürlich.

Genauso ist es natürlich, dass Katzen den Kontakt zu Artgenossen suchen.

Meinen Kater hab ich, da ich es damals nicht besser wusste, von einem Bauenerhof. Dort wird sich um die Katzen nicht großartig gekümmert, sie bekommen keine Aufmerksamkeit, lediglich Futter und auch das wohl eher nicht ausreichend. Dennoch leben dort viele Kazten zusammen, immer wieder kommen neue dazu.

Das ist eben das Bild der Katze, dass man besonders auf Baunerhöfen beobachten kann.

Katzen sind absolut keine Einzelgänger, sondern soziale Tiere die miteinandern spielen, kuscheln, sich gegenseitig Putzen und bei der Kittenaufzucht helfen


erst heute hab ich hier zu dem Thema was geschrieben:

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Das wichtigste Problem für uns habe ich ganz unterschlagen: Meine Freundin ist schwanger (was an sich natürlich kein Problem ist ;-))... Wir machen uns jetzt schon Gedanken, wie die Katze reagieren wird (eifersüchtig, aggressiv, vielleicht auch (hoffentlich) friedlich). Diese "Gefahr" verdoppelt sich dann noch. Selbstverständlich muss man immer Obacht geben und beide im Auge behalten. Aber das ist bei zwei Katzen gleich viel schwieriger.


Meine Cousine hatte zum damaligen Zeitpunkt drei Katzen als sie schwanger wurde. Keine der Katzen hat sich im Verhalnten geändert, weder während der Schwangerschaft noch danach. Auch heute schnuppern die Mietzen interessiert an dem Baby, lassen es aber meist doch in Ruhe

Natürlich kann es immer sein, dass eine Kazte auf eine Schwangerschaft anders reagiert, dasss hat einfach damit zu tun, dass die schwangere Frau durch die Hormone anders riecht und Kazt nicht dumm ist.
Aber wnen deine MIetze jetzt schon kein anders Verhalten an den Tag legt, w+rd ich mir darüber keine Gedanken machen
 
  • Katze alleine halten Beitrag #53
Ich möchte mich zu den Thesen auch einmal äußern, es geht ja um den Meinungsaustausch ;).

1) Wenn du meinen Katzen mal auf der Strasse begegnest, wird dir auffallen, dass sie sehr wohl zu zweit unterwegs sind. Die Katzen, welche du siehst, scheinen alles Einzelkatzen zu sein, die folglich auch alleine draußen umherlaufen. Da wären wir auch schon beim Hauptargument, warum eine Katze einen Artgenossen im Haus braucht: Katzen treffen sich draußen nicht zum spielen, suchen keine Katzenwiesen auf und tollen miteinander umher. Wenn eine Katze ein Revier hat, verteidigt sie dieses auch gegen Eindringlinge, seien es Igel, Marder oder andere Katzen. Das tut meine Katzendame ebenso, auch mit 18 Jahren noch. Sie hasst andere Katzen wie die Pest, wehe sie kommen ihrem Grundstück zu nahe. Aber sie schmust unheimlich gerne mit unserem Kater, die beiden schlafen zu zweit in einer viel zu engen Kiste und wehe einer kommt ins Haus und der andere bleibt draußen, dann ist das Geschrei groß.

2) Wenn du dich hier etwas umsiehst wirst du feststellen, dass die meisten User eine Vergesellschaftungszeit einplanen, die von ein paar Tagen/Wochen bis hin zu über einem halben Jahr gehen kann. Nicht selten erlebt man Gefauche und sogar Gekratze. Daher ist es für mich aber auch entscheidend, die Tiere gleich zusammen anzuschaffen, und nicht etwa einer 15 Jahre alten Katze ein Kitten vor die Nase zu setzen. Sollte mein Kater (16) nicht mehr sein, werde ich wahrscheinlich zu meiner Dame (18) auch keine neue Katze holen. Ich habe mich in letzter Zeit aus gegebenem Anlass viel damit beschäftigt und glaube, es wäre nur Stress für sie. Aber sie ist auch keine paar Wochen alt...

3) Das Beispiel habe ich schon einmal angebracht: Meine Katze war 2 Jahre, als sie Gesellschaft bekam. Sie war scheu, kratzbürstig und verschreckt, richtig introvertiert. Kaum waren die beiden Kater da kam sie aufs Sofa, lies sich streicheln, erfreute sich an der Kuschelgesellschaft der anderen Katzen. Sie war wie ausgewechselt.

4) Wir reden hier immer von verantwortungsbewussten Züchtern, nicht von Vermehrern, die ein paar Euro verdienen wollen.

5) Katzen reicht eine Rückzugsmöglichkeit in Form einer Kiste oder eines eigenen kleinen Katzenbaumes. Wenn du sowieso vier Stück in der Wohnung stehen hast, wirst du für eine zweite Katze nicht noch einen brauchen, die beiden werden sich das aufteilen bzw. das meiste gemeinsam nutzen. Meine Katzen nutzen alles gemeinsam, jede Schlafmöglichkeit und sogar das Katzenklo :roll:.

6) Wenn man sich eine Katze holt, sollte man eben gleich einberechnen, dass diese Gesellschaft braucht. So gesehen kannst du zu ca. 50 Euro im Monat für Versorgung noch 50 Euro für den Spielkammeraden berechnen. Macht man sich solche Gedanken vor der Anschaffung, braucht man nachher nicht sagen, man hätte nun aber für eine zweite kein Geld. Das wäre, als würde man sagen "die Kosten für Katzenklo und -streu brauche ich nicht rechnen, die löst sich schon irgendwo".

Übrigens möchte ich auch mal anmerken, wenn du dich so gut auskennst, wieso holst du dir ein Kitten mit 8 Wochen? Das ist viel zu jung. Und auch um das an dieser Stelle mal für den Hund anzubringen: Der kann mit 8 Wochen vermittelt werden, aber auch diesem Tier tut es gut, 10-12 Wochen bei Mutter und Geschwistern zu bleiben.

LG
 
  • Katze alleine halten Beitrag #54
@lucian

Genau das ist aber leider schon passiert. Direkt zu Beginn der Schwangerschaft hat die Katze meine Freundin öfter mal versucht zu kratzen bzw. hat sie sie auch gemieden. Zu mir war sie wie immer... Ist aktuell etwas besser, abersie hat es tatsächlich gemerkt und war seltsam zu ihr. Ich glaube auch, dass ich jetzt zur Bezugsperson geworden bin.
 
  • Katze alleine halten Beitrag #55
Naja, natürlich kann es bei der Zusammenführung heiß her gehen, aber das ist in der Regel nur eine kurze Phase von wenigen Wochen. Und auch da ist das meiste eben gefauche, geknurre und Drohgebärden - ernste Gewalt ist eher selten. Und ihr müsst ja nun nicht die Erstbeste Katze nehmen. Ich würde eher in einer Katzenhilfe suchen, wo die Tiere schon eine Weile in einer Pflegefamilie zuhause leben - da ist bekannt, wie sie dort mit anderen Katzen, Kindern etc. zurecht kommen.

Wenn man zu oft impfen lässt riskiert man leider auch Impfsarkome - oft tödliche, bösartige Tumore, die direkt von der Impfung gefördert werden. katzenschnupfen und Katzensauche sind bei ausgewachsenen Katzen nur selten wirklich problematisch, die sind eigentlich in erster Linie bei Kitten tödlich, aber Impfsarkome sind eben doch recht häufig.

Klar, eine schwangere Frau ist eine spezielle Sache, aber auch da kann eine zweite Katze auch helfen - gerade wenn die Zusammenführung bis dahin gut gelaufen ist, die beiden ein wirklich gutes team sind, gibt das auch ein Stück weit Sicherheit gegenüber den großen Veränderungen. Und vielleicht ist es euch dann auch ganz recht, wenn die ersten anstrengenden Monate mit Kind die Katzen sich auch miteinander beschäftigen, und ihr dann nicht gleichzeitig von baby und Katze gut auf trab gehalten werdet. Deiner Frau reicht es wahrscheinlich schon, im Stundentakt jeweils als Milchkuh missbraucht zu werden (und alle Stunde ne halbe Stunde lang stillen heißt, dass dazwischen nicht wirklich viel Zeit über bleibt, die man dann auch mit Windeln, unglaublichen Wäschebergen etc. verbringt). Wenn da dann auch noch eine Katze das vorher übliche MAß an bespaßung ung Beschäftigung vehement einfordert ist das dann sicher doch zu viel.

Ich verstehe Deine Sorge voll und ganz, aber ich weiß, wie Einzelkatzen einen fordern - während Katzen mit artgenossen oft das Spiel untereinander genießen, und beim Menschen dann schon glücklich sind, sich nur ran zu schmusen. Schmusen geht auch mit Baby an der Brust, aber spielen sicher nicht.
 
  • Katze alleine halten Beitrag #56
Damals wusste ich es nicht besser und kannte es so, dass sie mit 8 Wochen von der Mutter weg dürfen... Aber wie du schon sagst, da scheinen wir Glück gehabt zu haben. Irgendwelches abnormes Verhalten gibt's nicht bei ihr!
Das freut mich für euer Kätzchen. Bei meiner Familie war es damals ebenso - Man kannte es nicht anders. Ich will mich nicht für eine genaue Zahl verbürgen, aber ihre Katze war damals vermutlich noch keine acht Wochen. Die hat sich leider nicht so normal entwickelt. Darum bin ich heute sehr sensibel bzw. leicht zu verärgern, wenn ich höre, dass sowas teilweise billigend in Kauf genommen wird. :|

Was ich gern noch zum Thema "Tierarzt und Rat" sagen wollte:
Natürlich ist man geneigt, seinem TA zu vertrauen. Daran ist grundsätzlich nichts falsch. Es gilt bloß wie bei allem, dass man kritisch hinterfragen sollte. Viele machen den Fehler, einen TA für allwissend zu halten. Da werden Fragen gestellt, die nichts mit Tiermedizin zu tun haben, aber der Tierarzt muss es wissen, er hat ja schließlich mit Tieren zu tun. Dabei kommen oft allerlei zweifelhafte Ratschläge heraus, die nicht selten daher rühren, dass man seine Kundschaft schließlich nicht mit unliebsamen Antworten vergraulen möchte. Dann hört man statt "Lassen Sie das doch bitte, die Tierheime sind zum Bersten voll!" vielleicht "Der beste Zeitpunkt zum Decken ist, wenn..."

Soweit ich das sehe, "hapert" es bei euch in erster Linie an den gewissen Ängsten, die wohl jeder schon durchgestanden hat, wenn es um die Frage geht, ob man den Schritt zur Zweitkatze tun will. ;) Wir haben selbst eine Weile gebraucht und mussten dann, als wir uns endlich überwunden hatten, zwangsweise noch warten. Heute würde ich nicht mehr großartig zaudern, weil eine Zusammenführung ihren Schrecken verliert, wenn man sie hinter sich hat. Ich werde euch nicht drängen oder nötigen, denn letztendlich bleibt es eure Entscheidung. Vielleicht lasst ihr euch von den zahlreichen Meinungen beeinflussen oder auch nicht.

Ich gebe nur zu bedenken: Auf nichts im Leben gibt es eine Garantie. Wer kann einem schon sagen, dass alles perfekt gelingt?
Das funktioniert nirgendwo, nicht einmal bei den eigenen Kindern. Man kann sich bemühen, es gut zu machen und wird durch die Erfahrung reicher.
Man kann Pech haben, das kann man in allen Dingen, aber wenn es nicht eintritt, ist der Lohn umso größer. :001:
 
  • Katze alleine halten Beitrag #57
@lucian

Genau das ist aber leider schon passiert. Direkt zu Beginn der Schwangerschaft hat die Katze meine Freundin öfter mal versucht zu kratzen bzw. hat sie sie auch gemieden. Zu mir war sie wie immer... Ist aktuell etwas besser, abersie hat es tatsächlich gemerkt und war seltsam zu ihr. Ich glaube auch, dass ich jetzt zur Bezugsperson geworden bin.

Doch selbst solches Verhalten legt sich nach der Geburt meist wieder, wenn sich der Hormonhaushalt der Frau wieder eingepegelt hat

Das hat nichts mit Eifersucht zu tun, sondern nur etwas mit dem veränderten Geruch der Frau durch die Hormone

Deswegen muss man sich nicht gleich Sorgen machen, ob die Katze den Säugling angreift. Ich bin generell auch davon überzeugt, dass die Ängste des Besitzers auch viel mit beeinflussen. Ihr habt ja sicherlich vorher schon über das Verhalten eurer Katze bei der Schwangerschaft nachgedacht, ecuh schlimme Szenarien mehr oder weniger ausgemalt, wenn nicht bewusst, dann zumindest unbewusst. UNd das spüren Klatzen nun mal.

Je Gelassener der Mensch ist, desto gelassener ist auch sind auch die Katzen. Das gilt übrigens genauso bei einer Vergesellschaftung


Die ersten zwei Tage hat sich KArli nicht aus dem Schlafzimmer getraut, aber dann hat sie die Wohnung für sich erobert.
Es gab Gefauche, Gehaue, Geknurre, aber auch das hat sich gelegt. Kazten müssen sich bei Vergesellschaftung meisten zusammenraufen, dass ist völlig normal. In den seltensten Fällen funktioniert es gar nicht.

Einzelkatzen gibt es nicht viele, von natur aus Einzelkatzen ganz ganz wenig. Die meisten Einzelkatzen werden von Menschen dazu gemacht oder dazu ernannt. Zu früh Abgebrochene Vergesellschaftung, Einmischen in Vergesellschaftungen und schwubs, klappt es nicht in 5 Minuten und Morle ist eben Einzelkatze. Das so was Zeit und Geduld braucht, wird leider oft nicht gesehen. Und Tatsache ist nun mal, je länger die KAzte allein gehalten wurde, desto schwieriger wird es. Aber ich denke mit Geduld, ein paar kleine Tricks und viel Liebe lassen sich selbst jahrelang allein gehalten Katzen mi andern Katzen vergesellschaften.



Die Frage ist doch schlicht und ergreifend die:

Bin ich bereit, ein kleines Risiko einzugehen, es zu versuchen und damit meine Kazte glücklich machen?

Oder stütz ich mich auf das kleine Risiko das es nicht klappen könnte und lasse alles wie es ist, wohl wissend, dass meine Kazte vielleicht glücklicher sein könnte?

Das mag jetzt auf dich sehr provokant wirken, aber letztentlich läuft es in deinem Fall darauf hinaus.

Du hast nachgelesen, informationen gesammelt und sicherlich auch Erfahrungsberichte gelesen, von denen viele positiv ausgingen, wenn nicht sogar alle. Du weißt, dass viele Leute mit mehrern KAzten bei sich leben. Sie dir allein 7 M´s mit ihren 9 schmusenden Kazten an. Dazu kenn ich aus anderen Foren noch Leute mit 11 oder 7 Katzen.
Du weißt also, dass es absolut geht, Katzen mindestens zu zweit zu halten, hast sicherlich schon bilder von schmusenden und spielenden Samtpfoten gesehen.

Was spricht also dagegen, es zu versuchen?
Abgesehen von deiner Angst um dein Inventar
 
  • Katze alleine halten Beitrag #58
Mein Problem ist einfach, dass ich nicht das Risiko eingehen möchte, dass sich bei der Vergesellschaftung die beiden die Köpfe einschlagen, sie nicht miteinander können/wollen und man eine Weggeben muss NACHDEM die Wohnung zerlegt wurde!

Also ich hab jetzt seit 26 Jahren Katzen und in der Zeit 14 Vergesellschaftungen hinter mir. Nur ein einziges mal hat es tatsächlich nicht geklappt, weil sich 2 Katzen einfach nicht "riechen" konnten. Und ich war tatsächlich damals soweit, eine der Katzen wieder abzugeben....Das ganze Drama ist hier nachzulesen, falls es von Interesse ist:


Aber ich denke, sowas ist nicht die Regel, sondern die berühmte Ausnahme! Und meine Bude wurde nie zerlegt!;)
 
  • Katze alleine halten Beitrag #59
Oh Gott ist das ein aktives Forum... Ich komme ja gar nicht hinterher! :D

@Mina

Bei Facebook hätteste jetzt ein "Gefällt Mir" bekommen... Da hast du tatsächlich Recht. Zumal ich ein Vorzeigepessimist bin und vom schlimmsten ausgehe... Leider ist es auch oft so! :D Ich denke meine Freundin hätte noch mehr etwas gegen eine zweite Katze als ich, weil sie wirklich in ihrer "Kindheit" wirklich manchmal ein kleines A****l*** war (also die Katze ^^). Aber sie liebt sie auch wie verrückt...

@Susi

Vom aktuellen Verhalten der Katze betrachtet, mache ich mir weniger Sorgen bezüglich des Babys. Und ich denke auch, dass das Zeitmanagemant, wenn die Katze sich so verhält wie jetzt aufgehen wird, da die Spieleinheiten drastisch zurückgegangen sind (von Seiten der Katze). Mein Angst liegt nur dort, dass sie das Kind als (extrem formuliert) "Feind" ansieht...

@lucian

Ich hoffe du hast Recht bezüglich des Babys... :-/

Dass meine Aussagen provokant klingen, gebe ich zu. Wobei das auch bissl gewollt war... ;-) Gerade weil ich in der Regel nur oberflächliche Beleidigungen à la "Einzelhaltung ist Tierquälerei" oder nur eingeworfene Behauptungen in vielen Foren gelesen habe. Deswegen wollte ich es mal genauer wissen. Und ich war auch vorher nicht der Meinung, dass Katzen grundsätzlich alleine leben sollen... Klar gebe ich euch Recht und bei vielen funktioniert es. Aber ich habe es eben so kennengelernt wie ich es oben geschrieben habe und es hat mich schon gewundert, dass viele Halter so extrem dagegen sind. Mal sehen, was bei uns noch passieren wird...
Aber vor der Geburt von unserem Knirps wird es definitiv nichts mehr. Da haben wir gerade anderes um die Ohren...
 
  • Katze alleine halten Beitrag #60
Es kann dir eben besonders bei einer Einzelkatze passieren, dass sie das Baby als Sparringspartner ansieht. Immerhin ist dann etwas in ihrer Größe da, das sich schön tapsig bewegt und auch mal mit den Ärmchen schlägt. Hat die Katze eine Kumpeline zum Toben, wird das Kind in Ruhe gelassen.

Ich bin damals auch mit einem Kater angefangen, der sich in seiner Sturm- und Drangzeit reichlich an mir ausgetobt hat. Dann hatte ich endlich ein passendes Pendant gefunden (zur Erklärung: mein Kater hat eine Behinderung, weshalb ich nach einem Kumpel Ausschau halten musste, der im Behinderungsgrad passt), was über ein halbes Jahr gedauert hat. Und kaum war die zweite Katze da, hatte ich nicht einen Kratzer mehr am Arm - weder von meinem inzwischen fast ein Jahr alten Kater, noch von der jungen Katze, die sich nun ihrerseits in der wilden Phase befand. Die beiden toben sich miteinander und aneinander aus... und Frauchen kann sich in Ruhe das Schauspiel ansehen, ohne selbst leiden zu müssen. Katzenhaltung kann wirklich entspannend sein bei zwei oder mehr Katzen.
 
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