Hallo Nadine,
die Sache mit deinem Kater tut mir sehr leid. Habe das Thema vor etwa zwei Wochen gelesen.
Zum Thema Freigang oder nicht gibt es immer sehr geteilte Meinungen. Ich selbst habe einen Freigänger, den ich niemals zu einer Wohnungskatze „umfunktionieren“ könnte. Weiterhin habe ich jedoch auch zwei Wohnungskatzen, die aufgrund ihrer Behinderung keinen Freigang bekommen. Die beiden haben sich im Mutterleib mit Katzenschnupfen infiziert und auf dem Bauernhof, von dem sie stammen, hat sich niemand darum gekümmert. Durch meine damalige Arbeit im Tierschutzverein habe ich die beiden im Alter von ca. 3 Wochen zum Aufpäppeln bekommen. Eine Störung des Gleichgewichtssinns haben sie jedoch zurückbehalten. Bei schönem Wetter können sie aber auf die eingezäunte Terrasse mit Rasenfläche. Es gibt auch kein Theater, wenn sie wieder rein müssen bzw. wenn’s im Winter gar nicht geht.
Negative Erfahrungen habe ich aber leider auch mit Freigang gemacht. 2004 kam meine Mieze mit einem halb abgerissenen Schwanz nach Hause. Zwischenzeitlich musste ich sie wegen Erkrankung einschläfern lassen.
Mein kleiner Tigerkater verschwand im Sommer 2005 spurlos. Alle Suchaktionen haben nichts gebracht. Ich vermisse ihn auch heute noch, zumal ich nicht weiß, was passiert ist. Um es erträglicher zu machen, stelle ich mir einfach vor, dass andere nette Menschen den so zutraulichen Burschen einfach mitgenommen haben...
Natürlich habe ich dadurch Angst um meinen Felix, aber ihm würde ich mit meiner Angst das nehmen, was er am meisten liebt.
Egal ob Freigänger oder Wohnungskatze, ich finde beides okay. Es gibt Katzen, die nichts vermissen, wenn sie den Freigang nicht kennen. Es gibt auch Freigänger, die es akzeptieren, zur Wohnungskatze zu werden, genauso wie die, bei denen das auf gar keinen Fall funktioniert. Katzen sind eben individuell.
Ich wünsche dir viel Spaß in England und dann viel Glück bei der Auswahl deiner neuen Lieblinge.
Lg
eifelbiene