Ich war die letzten Tage pausenlos unterwegs, deswegen war eigentlich bis Samstag morgen noch nicht klar, ob ich überhaupt zu der Messe fahr. Heute morgen hatte ich dann aber doch richtig Lust und bin spontan doch noch los. Im Großen und Ganzen fand ich es echt toll, hab aber ein paar Pros und Contras ^^
Großes Pro: Das Gelände.
Ruhrgebiet ist halt Heimat, und gerade im Zollverein fühlt unsereins sich gleich wohl. Und dann das Gebäude, wow! Normalerweise steh ich nicht so auf Beton, aber das Ding fand ich wirklich total beeindruckend. Alles ganz schlicht und großzügig, aber durch die großen Fenster wahnsinnig hell und dadurch, dass das Innere so reduziert ist, hat mich der unglaubliche Ausblick übers Ruhrgebiet so richtig umgehauen.
Hier, Infos:
http://de.wikipedia.org/wiki/Zollverein-Kubus
http://www.folkwang-uni.de/fileadmi...lder/Standorte/SANAA/folkwang_sanaa_flyer.pdf
(Nebenbei gab es auch mehr als genug Parkplätze. Dass einige Idioten ihre Autos
in der Kurve am Straßenrand parken war echt nicht nötig. Hauptsache, die Welt retten, aber mal nicht 10 Meter laufen können...)
Contra: Organsation ^^
Gefühlte Stunden, geschätzt ca. eine halbe vorm Eingang gewartet, weil es nur eine Kasse gab, wo erstmal ein Gespräch geführt werden musste und dann ein Kärtchen mit Namen ausgefüllt wurde, welches dann einen halben Meter weiter kontrolliert und eingerissen wurde. Direkt nach dem Eingang im Weg der Willmersburger "Käse"-Stand, also war es da auch gleich rappelvoll.
In der untersten Etage war tatsächlich die meiste Zeit richtig was los, zum Glück hatte ich es nicht eilig. An Fressbuden gab es Eis, HotDogs, Döner und
Eat without Meat, die hatten unter anderem Hamburger, Gyros und Currywurst. Letztere hab ich dann auch gefuttert und war schwer begeistert. Falls ich in absehbarer Zeit zu Geld komm und ne große Party schmeiß, weiß ich, wer da kochen darf *gg*
Ich fand die Stände auch irgendwie schlecht angeordnet, oder die Besucher waren zu doof, die Treppe zu finden :mrgreen:
Außerdem gab es viel zu wenig Mülleimer, was bei den ganzen Probenbecherchen echt dämlich war.
Gefuttert hab ich jede Menge, es war toll, dass es überall was zum Probieren gab, und das meiste war auch lecker.
Allerdings, jeder einzelne Stand war im Endeffekt ein Verkaufsstand und die Aussteller zahlen auch nochmal. Von daher fand ich den Eintrittspreis von 12 Euro echt richtig heftig und viel zu viel.
Im zweiten Stock gab es eine "Kunst"-Ausstellung, über die wir lieber den Mantel des Schweigens breiten. Einen dicken, dunklen Mantel...
Die AUF-DIE-FRESSE-Methode, Leute "zum nachdenken" anzuregen (oder einfach zu schocken) find ich nach wie vor total bescheuert.
Mein liebster Slogan war der vom
Hof Butenland, der simpel sagt "Tiere sind keine Maschinen" - das regt mich mehr zum Nachdenken und Zustimmen an, als Bilder von gequälten toten Tieren. Davon musste ich auch gleich nen Button mitnehmen.
Und vor allem, wie wir ja hier schon oft genug festgestellt haben: Mit leckerem Essen erreicht man mehr Menschen als mit ekligen Bildern...
Zum Glück hab ich gar nicht so viel Geld mitgenommen, und ich hab alles ausgegeben :mrgreen:
Neben ein paar Schnetzeln, etwas Worst, einem ganzen
Haufen Riegeln noch
Kirschbomben und
Schokocreme.
Zum Glück hatte ich nicht mehr Geld mit, sonst hätte ich vor allem noch mehr Kochbücher gekauft.
In der näheren Auswahl waren:
1.
Vegan kochen - enthält nicht nur Rezepte, sondern auch Erklärungen, welche Zutat man in welchem ("normalen") Rezept wodurch ersetzen kann.
2.
Vegan kochen für alle - weil es ganz leckere, aber einfache Rezepte enthielt, mir ist sofort das Wasser im Mund zusammengelaufen.
3.
Tofu vegan - hat letztendlich gewonnen und durfte mitkommen, weil es eine detaillierte Anleitung enthält, wie man aus Sojabohnen Sojamilch macht und aus dieser wiederum entweder Tofu oder Yofu - und aus dem dann Quark, Frischkäse, Schmand etc... jetzt muss ich nur noch irgendwo Sojabohnen auftreiben und wieder zuhause in meiner Küche sein.
Also, Fazit:
Eintritt zu teuer, Organisation mäßig, aber sonst hat es mir sehr, sehr gut gefallen und ich würde wenn es sich ergibt gerne auf die nächste vegane Messe gehen. Zum Beispiel zum
Veganen Weihnachtsmarkt 