Konzentrationsleistung steigern?

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DyingDream

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Habt ihr Ideen, Vorschläge, Tipps, ... wie sich die Konzentrationsleistung vom Hund steigern lässt?

Der Hund soll sich ja keine 5 Stunden am Stück auf mich konzentrieren, aber es währe toll, wenn das für 5-10 Minuten klappen würde.

Problem-Punkte:
Wir spielen unterwegs z.B. mit dem Ball. - Der Hund läuft begeistert hinterher und irgendwann bekommt sie mal 2 Meter vor erreichen des Balls etwas in die Nase und schnüffelt.
Ich kann sie dann ohne Probleme noch mal auffordern den Ball zu holen, was sie auch macht und wir dann weiter spielen. - Aber nerven tut's mich schon... *zugeb*

- Der Hund soll sein 'großes Geschäft' erledigen. - So hat Madam also auch endlich mal eine Stelle gefunden, fängt an sich zu drehen, bekommt wieder was in die Nase und vergisst dabei, was sie grade machen wollte. Oder aber sie sieht, wie der andere Hund an anderer Stelle irgendwo dran schnüffelt - oder ganz schlimm, wenn sie irgendwer beobachtet oder wenn ich einfach weiter gehe.

- Summ, summ, summ, ... es braucht nur irgendwo eine Biene in der Nähe sein und der Hund ist zu 80% bei dem Insekt, statt bei mir... *seufz*

- Wenn wir zusammen 'arbeiten' (Unterodnung, Tricks, etc.). Ist sie ja voll bei der Sache... Solange nicht grade irgendwo um uns rum etwas neues (Mensch, Hund, sonstwas) auftaucht, wenn irgendwo ein Geräusch herkommt oder ach...

Im Grunde genommen sind das alles immer nur Kleinigkeiten, wo andere vermutlich noch drüber lachen, dass ich das als Problem sehe. *seufz*

Ich bins von meiner anderen Hündin gewöhnt, dass die sich ewiglange auf mich konzentrieren kann, ganz egal was um uns rum passiert.
Das ist eine ganz schöne Umstellung jetzt mit einem unsicheren, geräuschempfindlichen Hund. *seufz*

Wobei wir die Konzentrationsprobleme ja auch nicht immer haben. Ich kann also auch unter größerer Ablenkung (z.B. vorm Supermarkteingang) mit ihr 'arbeiten' und es klappt wunderbar. Ein anderes Mal geht es unter weniger Ablenkung gar nicht.

Ihre Unsicherheit treibt mich schon manchmal an den Rand des Wahnsinns. ><
Das es dann mich frustriert, merkt Madam natürlich auch sofort und es klappt verständlicher weise alles noch schlechter. -.-

--
Ich mache zu viel 'Theater' (also sprech den Hund von mir aus zu häufig an) und ich würde zu häufig 'clickern' (also richtiges Verhalten vom Hund bestärken) wurde mir erzählt...
Kann da was dran sein? Mache ich dadurch selbst die Konzentration vom Hund kaputt? :eusa_think:

Wir arbeiten halt viel mit dem Clicker. - Es wird seit anbeginn nur geklickt, wenn der Hund auch schon aufmerksam ist, um dieses zu bestärken.
Die Hälfte des Futters gibt es nur per Handfütterung unterwegs beim Training oder für Suchspiele. Abends - klar ist und bleibt dann aber das Futter-Highlight mit dem rohen Fleisch, Gemüse, etc. - aber dieses mitzunehmen und zu verfüttern ist natürlich so eine Sache. Und komplett auf das 'Frische' verzichten und nur noch Trockenfutter möchte ich eigentlich nicht mehr.

Beim Spielzeug halten wir es so, dass ich einige Sachen habe, die den Hunden nicht zur freien Verfügung stehen, anderes steht hier rum, wird aber nicht ohne Aufforderung genommen, bzw. selten. (Sollte ich wohl doch komplett alles Spielzeug wegräumen, um den Hund über Spielzeug mehr motivieren zu können?)

Ach... Im Grunde genommen klappt ja alles gut...
Aber Angst und Unsicherheit erscheint es unmöglich zu machen, sich auf etwas anderes zu konzentrieren.

Also muss ich dem Hund noch mehr Sicherheit vermitteln und noch häufiger auch unter Ablenkung positive ganz kleine Mini-Trainingseinheiten schaffen.
Dazu dann noch die 'Motivation' steigern.

Ach Mensch... ...die Leute denken immer, dass das alles mit mir und meinen Hunden so unkompliziert und einfach wäre. Die Hunde hören ja und können auch viel.
Aber die Unsicherheit von Tacka und die damit verbundene Konzentrations'schwäche' lässt mich häufiger mal verzweifeln.

Wobei die Schnüffellei ja wiederum nicht unbedingt zur Unsicherheit passt, oder? Nein...

Tut mir leid, dass hier so ein langer Text schon wieder steht und das ich mir vermutlich viele Fragen selbst beantworte oder man vermutlich kaum etwas zu meinem Geschreibsel schreiben kann. ><

Ich weiß einfach nicht, wie ich dem Hund noch mehr Sicherheit vermitteln kann als ich es nicht jetzt schon tue.
Unser einziger 'Knackpunkt' ist hier, dass ich noch geduldiger werden muss. Oder auch mal etwas strenger werd, wenn sie irgendwo einen alten Keks gefunden hat und fressen will oder ach...

Ich würde dem Hund so gerne erklären können, dass nicht alles Fremde und Neue etwas Schlechtes bedeutet. ...


Ach... Nun habe ich vermutlich gleich mehre verschiedene Themen hier drin. *seufz*

Aber vielleicht mag ja doch jemand was schreiben? ..ich würde mich jedenfalls freuen, weil dieser Punkt auch mich an meine Grenzen grade bringt. :/
~§~
 
  • Konzentrationsleistung steigern? Beitrag #2
Huhu,

gehst du vielleicht davon aus, dass jeder Hund immer 100% volle Aufmerksamkeit auf seinen Halter haben muss, wie Pepsi? ;)

Wenn man bedenkt, dass Tacka ein unsicherer und auch leicht (?) ängstlicher Hund ist, läuft es sehr gut, denke ich. Klar, ich kann euch nicht sehen, aber allein, dass sie dennoch immer abrufbar ist - das muss man erstmal hinkriegen.

Das Problem könnte vielleicht dein "Geplapper" sein. Du meintest, du neigst dann dazu, öfter zu rufen und zu schnell zu clickern etc. Klar, das kann den Hund dazu verleiten, nur das hören zu wollen, was man hören will "die ruft ja eh nochmal". Das ist für Hunde, die sich schnell ablenken lassen eigentlich ein No Go. Ich kenne das. Absolut. Wenn ich etwas unbedingt von meinen Hunden will, muss es kurz und knapp sein. Ich neige auch dazu, mehr und schneller zu reden, wenn ich denke, dass ich bei den Hunden nicht die erste Geige spiele. Das ist aber eigentlich völliger Blödsinn.

Ich persönlich würde nicht das komplette Spielzeug wegräumen, weil ich nicht den Eindruck habe, dass Tacka von dir motiviert werden muss. Ich denke sie hat bock, aber manche Individuen lassen sich schnell ablenken und da kann man vielleicht auch nur bedingt etwas tun. Bei Menschen ist es ja oft nicht anders. Tacka ist von Grundauf etwas unsicherer und etwas ängstlicher - ich würde das akzeptieren. Auch das ist einfach etwas grundsätzliches, ihr Wesen, das man nicht durch Training komplett abändern kann. So lange Tacka, du, euer Training und auch kein Außenstehender darunter leidet, wäre ich persönlich mit dem zufrieden, was ihr alles geleistet habt.

Schnüfflei könnte auch die Unsicherheit sein, z.B. als Übersprungshandlung. Vielleicht ist es auch einfach eine Reizüberflutung, manche Hunde sind einfach empfänglicher als andere. Ich denke, am besten vermittelst du die Sicherheit wirklich nur durch kurze knappe Kommandos. Wenn sie eh schon abgelenkt ist, ist jedes Wort zu viel auch wirklich zu viel.

Heee, du musst vor allem Tackas Alter bedenken. Mit 2-3 Jahren sind viele Hunde noch gar nicht fertig. Bis mal ein gesetzeres Alter kommt, vergehen noch mindestens 5-6 Jahre, wenn nicht noch mehr. Schau dir mal die Jungspunde hier im Forum an. Angefangen bei meiner Hanna. Sie ist immer noch ein kleiner hysterischer Wirbelwind. Sie wird jetzt erst zwei und ist mit der geistigen Reife noch längst nicht durch. Aber auch sie ist einfach ein unsicherer Typ. Kein Problem, dann stellt man sich auf den Hund ein. Nicht jeder Hund kann so vorbildlich normal selbstbewusst sein, wie Pepsi oder Jerry :) Zumal die beiden ein ganz anderes Alter haben als Tacka.

Gib Tacka noch ein paar Jahre, dann wird sie bestimmt etwas ruhiger, auch wenn sie die Unsicherheit vielleicht nie vollständig ablegt. Aber mal ehrlich, es läuft wirklich gut bei euch und du bist eine unglaublich tolle Hundehalterin, die für ihre Hunde alles macht!
 
  • Konzentrationsleistung steigern? Beitrag #3
Puh, das ist ganz schön viel auf einmal... *Gedanken sortier*. Ich schreibe mal wahllos und stichpunktartig auf, was mir so beim Lesen durch den Kopf geschossen ist:

1. Dein Hund ist völlig normal, wenn er sich auch ab und zu durch ein Bienchen ablenken lässt. Wenn ein Hund 24/7 bei "der Sache" und somit bei seinem Herrchen/Frauchen und dessen Kommandos ist, dann ist das die absolute Ausnahme. Solche Hunde muss man wirklich suchen (z.B. als working dogs) und es gibt sie bestimmt nicht an jeder Straßenecke. Sei froh, dass du ein kariertes Maiglöckchen gefunden hast, aber erwarte nicht, dass auch dein zweiter Hund eins wird, denn dazu gibt es sie einfach zu selten.

2. Mich würde es wahnsinnig machen, wenn ich einen Hund hätte, der eigentlich nur darauf wartet, von mir das nächste Kommando zu kriegen und, wenn ich sage "spring", dann auch noch freudig fragt "wie hoch darfs denn sein?" Es ist doch toll, wenn ein Hund neben mir auch noch seine Umgebung wahrnimmt und ein Bienchen so unglaublich spannend findet, dass er es unbedingt beobachten muss. Solange er trotzdem abrufbar ist, ist alles im absolut grünen Bereich.

3. Ein Hund hat nicht nur einen Sinn, dem er folgen kann. Ist er also mit Nase und Augen zu 100% beim Bienchen, so können trotzdem noch die Ohren zu 100% bei dir sein. Im Prinzip macht er also zwei Dinge gleichzeitig: Er verfolgt das Bienchen total interessiert und dennoch reicht ein Rufen/Pfiff oder nur Zungeschnalzen von dir und er registriert sofort, dass du etwas von ihm willst.

4. Ja, ich glaube auch, dass du zuviel "sabbels" und clickerst. Was dein einer Hund vielleicht braucht (geistige Auslastung, Teamarbeit im Rudel), damit kann der andere schon überfordert sein bzw. er hat da schlichtweg keine Lust drauf. Wir Menschen haben ja auch nicht alle Spaß am selben Hobby.

5. Du hast offensichtlich zwei Hunde mit völlig unterschiedlichen Charakteren. Darüber solltest du dir weder großartig Gedanken noch Sorgen machen und dich "beschweren" schon gleich gar nicht. Genieße die Andersartigkeit und Einzigartigkeit deiner beiden. Du hast einen Top-Dienstleister und einen etwas zerstreuten Proffessor. Und in meinen Augen ist das eine total lustige und spannende Kombination.
 
  • Konzentrationsleistung steigern? Beitrag #4
Ja... *seufz* ...ich weiß ja, dass nicht jeder Hund gleich ist und dass ich von Tacka nicht das selbe erwarten kann wie von Pepsi.
Die zwei sind sich zwar auf der einen Seite sehr ähnlich aber auf der anderen so verschieden wie Feuer und Wasser. ><

Dennoch will ich es im Moment noch nicht so ganz hinnehmen, dass Tacka so unsicher und unkonzentriert bleibt. ...ich denke, dass man das Verhalten zwar nie komplett raus bekommt - aber das es sich zumindest noch etwas besser lässt.
Die Frage ist nur, wie ich das am besten anstelle. ><

Was das 'Quasseln' betrifft empfinde ich mich da selbst nicht mal als sooo... schlimm...
Ich spreche Tacka an, falls sie langsamer wird oder zu sehr in der Gegend rumschaut.
Würde ich gar nichts sagen, würde sie vermutlich im 5-Meter-Radius um mich rumschnüffeln, statt das kleine Stück im Fuß zu gehen. ...und grade, wenn der Hund dann noch ab und an ein verlorenes Leckerlie von anderen auf dem Hundeplatz findet hat Tacka natürlich ihr Erfolgserlebnis und ich häng da.
Ist die Leine dran merkt Tacka das sofort und kommt gar nicht auf solche Gedanken. Vor einer Schleppleine oder das eine andere Person die Leine nimmt macht ihr Angst. -.-

Was bisher noch ganz gut funktioniert ist, wenn ich rein gar nichts sage (außer jetzt einmal Fuß oder Sitz, Platz, Steh und Komm) und sonst schweigsam mit vielen Wendungen über das Gras maschiere und immer dann klickere, wenn Tacka bei mir ist und mich anschaut. Anfangs klickere ich noch recht häufig und dehne es dann immer mehr aus.
Aber das klappt eben auch noch nicht immer.

Dogma - was die Bienchen betrifft ist es so, dass Tacka die Dinger einfach 'irre' machen und sie versucht sie zu fangen oder sich davor versteckt. Und grade, wenn sie eine Wespe fangen will ist mir das einfach zu risikoreich um ihr Verhalten zu ignorieren und ihr Aufmerksamkeit bei Bienen-Anwesenheit zu bekommen ist fast schwieriger als wenn 10 knurrende Hund um uns rum stehen. ><
~§~
 
  • Konzentrationsleistung steigern? Beitrag #5
Ach Dying ;)
Tacka ist nicht Pepsi.. leider in mancher hinsicht was?
Und Nero leider auch nicht :D
Er ist denk ich noch unkonzentrierter als Tacka. Ein kleinstes Geräusch kann störend sein und er will wissen was es ist und horcht in der Gegend rum >.<

So viel kann ich grad nicht dazu sagen, aber manchmal habe ich auch das Gefühl, dass du zu viel redest :D hört sich komisch an, aber vielleicht fängt Tacka an das einfach zu überhören und gewöhnt sich zu sehr daran, dass im Hintergrund wer quaselt ;)
Ich muss da immer an ein Video denken von euch.. Frag mich jetzt nicht welches genau, aber ich weiß, dass ich solche Gedanken bei einem Video hatte :
Tacke sollte irgendwas machen, was sie anfangs sehr gut gemacht hat und bei den nächsten malen (glaub sie sollte was bringen :eusa_think:)
klappte es nicht so ganz und es schien so als würde sie es nicht so verstehen. Du hast ihr dann viele verschiedene Kommandos gegeben (frag mich da auch nicht welche :D ist mir nur sehr stark aufgefallen)
Ich erwische mich auch oft, dass ich was von Nero will, er es nicht auf Anhieb macht und ich ihn mit Kommandos bombadiere.. nicht zich verschiedene aber halt schon nicht eigentlich DAS Kommando, was es sein sollte.

Okee ich hoffe du verstehst was ich meine und bist mir nicht Böse :silence:
Mir ist das nur mal aufgefallen. Ansonsten finde ich, das was du machst ist Spitze ;) Und deine Hunde sind super : )
Mach dir nicht zu große Sorgen wegen der etwas fehlenden Konzentration, aber denke Tacka will nun mal alles mit kriegen :D *zu Nero schiel*
 
  • Konzentrationsleistung steigern? Beitrag #6
Aber wie reagiere ich am besten, wenn der Hund ohne Leine nicht beim ersten mal auf das Kommando reagiert, was er wirklich kennt?
Irgendwie muss ich mein Kommando ja auch durchsetzen... *find*

Der Hund kennt die Bedeutung der Kommandos ja, wenn er auch zuhören würde.

Ich sprech sie schon immer erst mit Namen an, um ihre Aufmerksamkeit zu haben. Dann kommt das Kommando, ich warte in paar Sekunden.
Im Grunde genommen gebe ich das Kommando dann höchstens noch ein zweites Mal (zumindest nehme ich es mir immer vor). Passiert dann nichts helfe ich noch mal wieder mit Körpersprache/Handzeichen nach.
Merke ich, dass meine Laune kippt oder die Ablenkung einfach zu groß ist gibt es nur noch ein ganz einfaches anderes Komando, damit wir mit nem 'Erfolg' das ganze erst mal abbrechen können.

Aber vermutlich bin ich einfach etwas zu schnell und sollte die Ablenkung wieder etwas langsamer steigern.
Vielleicht wäre es auch sinnvoll mal Futter auf dem Boden zu verteilen auf dem wir dann Training machen.

Ach... Ich muss geduldiger werden...

Und ja - ab und an mehr meinen Mund halten.
Aber dann stehen die Hunde beide da und schauen mich fragend an, was sie nun eigentlich machen sollten, ich erinnere zeigs notfalls noch mal...


Aber was mache ich z.B. beim Ball spielen? Wenn Tacka wirklich in das Spiel vertieft ist und man denkt es könnte sonst was um sie passieren und sie würde weiter spielen... ..was ist... es taucht irgendein Geruch oder ein Geräusch auf und Madam steht da, riecht/hört/schaut erst mal und kommt dann ohne Ball zu mir, weil sie vergessen hat das wir grade am spielen waren.
Ansich fange ich das Spiel an und beende es auch -wenn möglich- dann, wenn Tacka grade den größten Spaß dran hat und nicht vor mir die Lust verlieren könnte...


Nun waren letztens am Strand irgendwo Kilometer weit entfernt irgendwelche Leute die einen Drachen in der Luft hatten. Man sah das Teil nicht aber hörte es ganz leise... Tacka hatte Panik und in solchen Momenten groß etwas zu fordern bringt rein gar nichts. -.-

Ich weiß - sie ist nicht Pepsi und sie ist eben empfindlicher was die Ablenkung betrifft... Aber ach... ...irgendwie würde ich es schon gerne verbessern können, damit sie weniger unsicher sein muss...
~§~
 
  • Konzentrationsleistung steigern? Beitrag #7
Aber wie reagiere ich am besten, wenn der Hund ohne Leine nicht beim ersten mal auf das Kommando reagiert, was er wirklich kennt?
Irgendwie muss ich mein Kommando ja auch durchsetzen... *find*

Also ich gehe dann weiter. Ich rufe einmal (gut manchmal auch zweimal ;)) und gehe, wenn sie nicht auf Anhieb kommen. Tacka ist in der Beziehung wie viele Hunde. Man will ja aufs Frauchen hören, aber dann ist da diese Ablenkung und ach - schwierig. ;) Wenn Frauchen aber weitergeht, ist der Geruch meist gar nicht mehr so interessant, denn man könnte ja Frauchen verlieren und die beschützt einen ja in der Regel.

Aber dann stehen die Hunde beide da und schauen mich fragend an, was sie nun eigentlich machen sollten, ich erinnere zeigs notfalls noch mal...

Das finde ich auch völlig ok. Wir verstehen ja manche Sachen auch nicht auf Anhieb. Vielleicht haben sie dich akkustisch nicht verstanden oder sie mussten gerade doch noch einmal überlegen was es war. Wir Menschen sind da ja auch so. Dann kann man m.E. auch noch ein zweites Mal das Kommando nennen. Es geht ja nur darum, wenn Tacka gerade extrem abgelenkt war, das Kommando an sich aber sicherlich gehört hat.

Madam steht da, riecht/hört/schaut erst mal und kommt dann ohne Ball zu mir, weil sie vergessen hat das wir grade am spielen waren.

In so Situationen sage ich immer "Wo ist der Ball?" dann erinnern sich die Hunde, dass da ja was war, suchen ihn, ich werfe noch einmal und beende das Spiel. Denk dran, dass Tacka erst zwei und geistig mit Sicherheit noch nicht ganz fertig ist. Kinder sind da auch nicht anders, manchmal muss man sie daran erinnern. Da sehe ich nichts schlimmes bei.

Nun waren letztens am Strand irgendwo Kilometer weit entfernt irgendwelche Leute die einen Drachen in der Luft hatten. Man sah das Teil nicht aber hörte es ganz leise... Tacka hatte Panik und in solchen Momenten groß etwas zu fordern bringt rein gar nichts. -.-

Dann hol sie einfach nur aus der Situation raus. Manche Hunde sind ohnehin geräuschempfindlich, entweder durch Erfahrung oder Gemüt. Da kann man dann wirklich nicht viel machen, außer es zu akzeptieren und versuchen Sicherheit zu geben. Wenn ich merke, dass Hanna angst hat, hole ich sie aus der Situation mit einem "auf Maus" und wenn ich merke, dass sie entspannter ist, dann mache ich eine kleine Trainingseinheit mit ihr. Wichtig ist eben, dabei ruhig zu bleiben.

Erinner dich manchmal an Tackas Alter. In 3-4 Jahren wird es sicherlich besser aber ein wirklich sicherer Hund wird sie vermutlich nie werden. Manche Hunde sind einfach so. Andere wiederum strotzen vor Selbstbewusstsein und machen sich damit erst recht keine Freunde. Dann gibt es noch die ruhigen 6er im Lotto wie Pepsi, die darfst du aber keinesfalls als Vorbild für andere nehmen. Das schafft trotz Training kaum ein Hund.
 
  • Konzentrationsleistung steigern? Beitrag #8
Also ich gehe dann weiter. Ich rufe einmal (gut manchmal auch zweimal ;)) und gehe, wenn sie nicht auf Anhieb kommen. Tacka ist in der Beziehung wie viele Hunde. Man will ja aufs Frauchen hören, aber dann ist da diese Ablenkung und ach - schwierig. ;) Wenn Frauchen aber weitergeht, ist der Geruch meist gar nicht mehr so interessant, denn man könnte ja Frauchen verlieren und die beschützt einen ja in der Regel.
Ja - das mache ich auf Spaziergängen auch so... Oder wenn der Hund 'frei' laufen kann. Tacka bleibt da eh in meiner Nähe und wenn ich weiter gehe kommt sie auch recht schnell hinterher, um mich nicht zu verlieren. Das ist nicht unser Problem.
Wenn sie nur ohne Leine 'Fuß' (also direkt am Bein) gehen soll und dann meint das ist langweilig kommt es natürlich nicht so gut. Oder aber wenn wir auf dem Hundeplatz am Training sind und Madam die Leckerlis auf dem Boden in die Nase bekommt, die von anderen Besitzern in der Vorstunde verloren wurden. -.-
Ich weiß - ich fordere in dem Moment auch viel, wenn der Hund aufmerksam bei mir bleiben soll, obwohl es viel leichter ist mit der Nase übern Boden Futter und Gerüche von anderen Hunden aufzusammeln.

In so Situationen sage ich immer "Wo ist der Ball?" dann erinnern sich die Hunde, dass da ja was war, suchen ihn, ich werfe noch einmal und beende das Spiel. Denk dran, dass Tacka erst zwei und geistig mit Sicherheit noch nicht ganz fertig ist. Kinder sind da auch nicht anders, manchmal muss man sie daran erinnern. Da sehe ich nichts schlimmes bei.
Ja - das mache ich auch genauso! Die Frage 'wo der Ball ist' wird bei uns auch ganz gut verstanden. Nur mitunter habe ich so blöde geworfen, dass weder ich noch der Hund wissen wo der Ball ist und dann suchen und suchen und suchen wir und irgendwann wird das auch zu viel. *seufz* Also erinnere ich Tacka häufiger mal daran, dass wir den Ball suchen und irgendwann findet sie (oder Pepsi) ihn dann auch und es gibt nen Jackpot für den Finder.

Aber auf der anderen Seite... *ah* ...würde da ein Hase vor Madam herrennen und ihr würde irgendein Geruch auf dem Boden in die Nase kommen würde sie sicherlich nicht zum schnuppern stoppen. Ein Hase ist also durchaus interessanter als nen Ball-Spiel.
(Aus Hundesicht natürlich verständlich für mich.)


Dann hol sie einfach nur aus der Situation raus. Manche Hunde sind ohnehin geräuschempfindlich, entweder durch Erfahrung oder Gemüt. Da kann man dann wirklich nicht viel machen, außer es zu akzeptieren und versuchen Sicherheit zu geben. Wenn ich merke, dass Hanna angst hat, hole ich sie aus der Situation mit einem "auf Maus" und wenn ich merke, dass sie entspannter ist, dann mache ich eine kleine Trainingseinheit mit ihr. Wichtig ist eben, dabei ruhig zu bleiben.
Geräuschempfindlich ist gut...
Frau Tacka hört, riecht, sieht und spürt alles in ihrer weitläufigen Umgebung.
Da ist es einfach für mich mitunter schwer zu akzeptieren, dass sie eben so ist wie sie ist. Das uns eben das erste halbe Jahr in ihrem Leben fehlte und sie in dieser wichtigen Zeit nur schlechte oder gar keine Erfahrungen sammeln konnte. Das macht sich natürlich bemerkbar... *seufz*

Aber es irritiert mich dann, dass sie ja auch nicht immer so unsicher reagiert. Wie gesagt können wir mitunter auch auf nem vollen Parkplatz oder fremden Hundeplatz mit fremden Menschen+Hunden gut trainieren. Und ein anderes mal klappt unter weniger Ablenkung gar nichts.

Wenn sie sich sichtbar unwohl fühlt hole ich sie natürlich auch aus der Situation raus oder wir gehen einfach selbstbewusst (also ich und Pepsi) weiter.


Erinner dich manchmal an Tackas Alter. In 3-4 Jahren wird es sicherlich besser aber ein wirklich sicherer Hund wird sie vermutlich nie werden. Manche Hunde sind einfach so. Andere wiederum strotzen vor Selbstbewusstsein und machen sich damit erst recht keine Freunde. Dann gibt es noch die ruhigen 6er im Lotto wie Pepsi, die darfst du aber keinesfalls als Vorbild für andere nehmen. Das schafft trotz Training kaum ein Hund.
Ach... Ja... *seufz*
Ich sehe was Tacka alles schon gelernt hat und wie schnell das alles ging. Sie lernt so unheimlich schnell und kann schon mehr als die meisten Hunde in ihrem Leben lernen dürfen.
Nur damit hat sie eben auch schnell die negativen Sachen gelernt gehabt und die wieder raus zu bekommen würde vermutlich an ein Wunder grenzen. *seufz*

Das schlimme ist, dass ich auch immer wieder an mir selbst zweifel. Ich suche die Fehler einfach bei mir.
Warum schaffe ich es nicht dem Hund mehr Sicherheit zu vermitteln? Warum schaffe ich es nicht sie auch unter Ablenkung aufmerksamer zu bekommen? Was mache ich falsch? Was kann ich anders machen? ... *seufz*
~§~
 
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