Die Kleinen fangen mit knapp 3 Wochen an mit zu essen. Mit dem Öffnen der Augen geht meist das knabbern los mit 3 Wochen fangen sie dann richtig an zu essen.
Die ersten 3 Tage sind ausschlaggebend, da hier die meisten Jungtiere verstoßen werden oder sich letale Faktoren zeigen (z.B. Zwergfaktor) oder die schwächsten in großen Würfen sozusagen unter gehen.
Der nächste kritische Punkt liegt bei 3-4 Wochen, da hier die Jungtiere anfangen feste Nahrung zu sich zu nehmen und langsam von der Muttermilch entwöhnt werden. Wenn von Anfang an Grünes gefüttert wird geht diese Phase problemlos rum, plötzliche Futterumstellungen können zu Durchfall mit Todesfolge führen. Durchfälle in diesem Alter führen meist zu einer Wachstumsstörung, die Tiere entwickeln sich "normal" weiter bleiben aber bei der aktuellen Körpergröße stehen oder wachsen nur minimal. Sie leben allerdings meist nicht sehr lange, die meisten schaffen es gerade bis zur 12. oder 25. Lebenswoche. Sie sind sehr krankheitsanfällig. Der älteste den ich kannte wurde 2 Jahre, hatte immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu tun.
Der letzte kritische Punkt ist die 8.-9. Woche. Was hier für die kritischen Punkt genau verantwortlich ist, kann ich nur vermuten. Auf jeden Fall sind die Kaninchen hier sehr anfällig. Durchfall ist genauso gefährlich wie oben mit den gleichen Problemen. Fakt ist Stress spielt eine große Rolle, sowie das Tier selbst. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass bei Handaufzuchten gerade der Übergang (warum auch immer) von 8. zu 9. Woche kritisch ist. Hier habe ich die meisten verluste erlebt. Angefangen von plötzlichen Dürchfällen, zu Koliken, Blähbäuchen, plötzlichen Tod ohne einen wirklichen Auslöser zu finden. Einmal sind mir in dieser Zeit 5 von 8 Handaufzuchten verstorben, alle mit Unterschiedlichen Symptomen.