Vestibularsyndrom, Gleichgewichtsstörung - ein Bericht über Pepsi und mich

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  • Vestibularsyndrom, Gleichgewichtsstörung - ein Bericht über Pepsi und mich Beitrag #81
na, das liest sich ja super, das freut mich :)
 
  • Vestibularsyndrom, Gleichgewichtsstörung - ein Bericht über Pepsi und mich Beitrag #82
Hey, das sind doch mal gute Nachrichten! *freu* :D

"Aber letzlich bin ich ehrlich und sage mir, dass ich lieber möchte dass Pepsi so lange wie möglich alles macht, was ihr Spaß und Lebensfreude bereitet als das sie jetzt bis zum geht nicht mehr geschont wird und dann vielleicht nen halbes Jahr länger leben würde."


So sehe ich das ehrlich gesagt auch! Natürlich muss man immer ein Auge auf die "alten Herr- und Damschaften" haben, aber ein geforderter, geförderter alter Hund ist sicher glücklicher, als einer, der nur noch mit Samthandschuhen angefasst wird! Wie schon mal gesagt, ich seh das immer bei meiner Arbeit beim TA, da sind Leute die tragen ihre alten Hunde von A nach B, gehen nur noch in den Garten und der Hund liegt zu Hause nur auf dem Sofa...diese Hunde sind auch im Kopf schon ganz träge und manche davon sind erst 10 oder so. Und dann sehe ich eben die anderen Hunde, die können vielleicht nicht mehr ganz so schnell, habens an den Ohren, brauchen viele Tabletten und trotzdem dürfen sie noch im Matsch spielen, Tricks machen und lange Gassi gehen - und diese Hunde sind trotz Zipperlein fitter als manch gesunder Hund...:roll:

Ich bin jedenfalls froh, dass es euch beiden besser geht und dass die kleine Pepsimaus wieder auf dem Dampfer ist, und sicher wird es auch nochmal einen Ticken besser, langsam aber stetig! *sicher bin* Fühlt euch mal wieder gegrüßt von mir und meiner Fellnasenbande! :D
 
  • Vestibularsyndrom, Gleichgewichtsstörung - ein Bericht über Pepsi und mich Beitrag #83
Mal ne Frage am Rande... Seit dem Vorfall, mag Pepsi bestimmte Lebensmittel nicht mehr, obwohl sie die früher wirklich geliebt hat. .................................. Sie mag absolut keine Bananen mehr und erst recht keinen Fisch. Auch Brokkolie höchsten püriert und in winzigen Mengen................. ................. dafür findet sie jetzt Orangen klasse und wenn das Futter nur in Fett schwimmt... >< ..................................................................... Ich weiß ja, dass sie als letzte Mahlzeit 'Fisch' hatte und sie diesen auch dann erbrochen hatte. (Welches Obst/Gemüse sie an dem Tag noch hatte, weiß ich dagegen leider nicht mehr) ................................... Aber meint ihr, dass sie den Geschmack vom Fisch mit dieser schrecklichen Überlkeit die sie hatte in Verbindung bringt und deswegen keinen Fisch mehr frisst? Kann so was sein? ??? .................................... ~§~
 
  • Vestibularsyndrom, Gleichgewichtsstörung - ein Bericht über Pepsi und mich Beitrag #84
Ja, das kann durchaus sein.
 
  • Vestibularsyndrom, Gleichgewichtsstörung - ein Bericht über Pepsi und mich Beitrag #85
Huhu!
Ich denke auch dass das möglich ist.
Es gibt ja auch Hunde die Angst vor der Auotransportkiste haben weil sie sich im Auto haben erbrechen müssen.
Ich denke das ist gut möglich das sie den Fisch mit der Übelkeit assoziiert.

LG
 
  • Vestibularsyndrom, Gleichgewichtsstörung - ein Bericht über Pepsi und mich Beitrag #86
ja, ich könnte mir dies durchaus auch vorstellen, dass sie dies miteinander verbindet. Also für mich als Menschen, macht dies Sinn. Warum also nicht auch bei einem Hund?
 
  • Vestibularsyndrom, Gleichgewichtsstörung - ein Bericht über Pepsi und mich Beitrag #87
Hm...
Ich finde es trotzdem seltsam...

Und ich glaube eigentlich nicht, dass sie an dem Tag auch Kartoffeln und Brokkolie hatte - aber das mag sie -seitdem- auch nicht mehr, obwohl sie es ja sonst immer gerne gefressen hat. Hm...

--
Meint ihr denn, dass sich das irgendwann wieder ändert?
Oder habt ihr Ideen, wie ich Pepsi dazu bringen kann wieder gerne Fisch, Banane & Co. zu fressen?!
~§~
 
  • Vestibularsyndrom, Gleichgewichtsstörung - ein Bericht über Pepsi und mich Beitrag #88
Huhu,

vielleicht hat sich das Ganze auch iwie auf ihren Geschmackssinn ausgewirkt?
Und sie schmeckt jetzt anders... *ratlos guck*
(ja, ich weiß man schmeckt nicht mit den Ohren...;))

Oder es kommt durch die Medikamente? Meine Oma bekam auch mal über längere Zeit Cortison und was anderes und sie meinte dann, dass ihr Äpfel nicht mehr schmecken und ein paar andere Sachen auch nicht, als sie die Medis dann ne Weile abgesetzt hatte, ging's wieder...wer weiß wie sich da was im Hundekörper auswirkt? Ist jetzt aber nur ne haarsträubende Vermutung und sonst nichts...:roll:

Also Fisch essen meine Wuffs auch nur, wenn ich es mit anderem Fleisch mische und auch nur, wenn sie wirklich Hunger haben...ich versuche seit ich sie habe ihnen Fisch schmackhaft zu machen, wirklich geglückt ist es mir noch nicht...nur mein allesfressender gieriger Opi putzt den Fisch weg, egal ob gemischt oder nicht...:D

Und Gemüse/Obst fressen meine das Meiste auch nur gut durch püriert und mit Fleisch gemischt. Tom hat ab und an mal Anwandlungen den Meeris/Nines das Fressen zu klauen und er ist auch der Einzige von den Drei, der viele Sachen unpüriert und in großen Mengen vertilgt...er wollte wohl eigentlich ein Pferd oder sowas werden...:lol: Also ich muss immer gut mischen und iwas "unterheben", was gut schmeckt (Petersilie, Paprika oder so...) damit es alle drei gut fressen! Opi rührt Gemüse/Obst in "Normalzustand" nicht an, er guckt dann immer ganz entsetzt und dreht sich weg...aber als Brei im Fleisch geht's immer...;)

Vielleicht kannst du iwas was sie sehr gerne frisst zusammen mit etwas was sie nicht mehr frisst in einem 2:1/3:1 Verhältnis pürieren oder so?
Dann dominiert der gemochte Geschmack und sie frisst es eventuell? Oder hast du das schon probiert?
Ansonsten hab ich da auch keine Ahnung...bei meinen funktioniert der Gruppenzwang auch noch ganz gut, Pina frisst manche Sachen nur damit die Jungs sie nicht bekommen...:roll:
 
  • Vestibularsyndrom, Gleichgewichtsstörung - ein Bericht über Pepsi und mich Beitrag #89
...

Update

So ganz ohne Nebenwirkungen sind wir nun leider nicht davon gekommen... :/

Vieles hat sich nach dem Vorfall im November verändert.
Es ist als wäre der Hund mit einem Schlag viel, viel älter geworden.

Pepsi hört jetzt nur noch ganz, ganz schlecht. Ich vermute mal, dass sie max. noch zu 10% etwas hören kann.
Sie hat auch kräftemäßig abgebaut und kann jetzt nicht mehr so locker überall hochspringen, wie sie es gewohnt war.
Mitunter schätzt sie Entfernungen auch ganz falsch ein.
Männchen machen oder solche Sachen, die einen guten Gleichgewichtssinn verlangen, funktionieren nur noch kurz.
Sie ist anhänglicher geworden und schläft viel mehr. Tief und fest dann, weil sie ja auch nichts mehr hört...

Zumindest den Fisch ist sie inzwischen aber wieder.
Und sie hat auch durchaus fast tägliche ihre kleinen Ausraster, wo sie rumrennt und spielt und hüpft und einfach wie ein junger Hund wirkt.

Aber gut...
So ganz ohne Grund, schreibe ich hier heute ja auch nicht. :(

Gestern waren wir beim Tierarzt, weil Pepsi seit Montag immer mal wieder ganz seltsam zuckt und für mich sieht es dann auch für kleine Schwächeanfälle aus. (Das Ganze dauert nur eine Sekunde und tritt auch nur auf, wenn Pepsi -steht-.)
Dazu raste ihr Herz dann noch so und ich bin lieber zum Tierarzt gefahren.

Beim Tierarzt wurde sie dann noch mal gründlich untersucht.
Herz und Lunge und Augen und alles machen einen guten (also für unsere Verhältnisse) Eindruck und es konnte erst mal nichts festgestellt werden.
Verdacht vom Tierarzt war, dass es wohl mit dem Vestibulärsyndrom zusammen hängen könnte. Das diese Zuckungen also eher vom Gehirn kommen würden. ...zudem wäre auch ihre Wirbelsäule nicht mehr die Beste.

Nun beobachten wir das Ganze, Freitag telefoniere ich noch mal mit dem Tierarzt und wir schonen uns noch etwas mehr. *seufz*

Wisst ihr...
Ich verstehe bei dem Ganzen nur einfach nicht, warum sie beim ruhigen Stehen solche Probleme hat, aber wenn ich dann nicht aufpasse wie nen junger Hund hinter dem Ball herjagd, von sich aus 'riesige' Sprünge macht und alles.
Sind wir also in Bewegung geht es ihr super und ist nichts los macht sie mir solche Sorgen. :(

Und ja...
Tierärzte sind lustig, wenn sie einem erklären, dass man nicht in Panik geraten soll und den Hund auch nicht durchgehend beobachten soll und alles wie immer laufen soll, nur eben etwas mehr Schonung. -.-

Nun ja... Ich hatte im Internet versucht auch noch etwas zu finden, und auch hier kamen solche Zuckungen im Zusammenhang mit dem Vestibulärsyndrom vor. (Deswegen landet dieser Bericht also auch heute von uns hier in diesem Thread.)

In ein paar Wochen haben wir dann noch mal einen Termin in der Tierklinik für unseren jährlichen Rundum-Check.

Aber ach...
Es ist so schwer damit umzugehen, wenn der Hund auf einmal -alt- wird. :(
~§~
 
  • Vestibularsyndrom, Gleichgewichtsstörung - ein Bericht über Pepsi und mich Beitrag #90
ach ja, woher kenne ich das alles nur... :silence:

Aber es macht schon Sinn, dass sie im Stehen mehr Mühe hat, als in der Bewegung. Ich selbst habe ab und an Schwindel. Das habe ich aber auch nur, wenn ich irgendwo stehe oder sitze, selten in der Bewegung. :eusa_think:

Aber ja, es ist so, unsere lieben Tierchen werden älter, ich merke das auch bei Kylja tagtäglich. Und sie ist ja "erst" 11. Und dennoch denke ich, wenn sie noch auf lange Touren mitkommt, da staunen viele Leute, wenn ich denen sage, das sie 11 ist. Letztens auch wieder, als wir abends noch eine kleine Fahrradtour zum MC Donalds (ca. 4 km --> ein Weg) gemacht hatten. :silence:
Andere Hunde sehen mit 8 jährig schon aus, als wären sie mindestens 15. :?

Nun hoffen wir, dass es bei Pepsi nichts schlimmeres ist und sie dennoch noch einige Jährchen bei Dir verbringen darf. ;)
 
  • Vestibularsyndrom, Gleichgewichtsstörung - ein Bericht über Pepsi und mich Beitrag #91
Ja, das Stehen ist ja auch wirklich anstrengender als anderes.
Nur blöd, dass Pepsi so ein Typ Hund ist, der lieber Stundenlang steht als sich hin zu legen.
Bei Tacka brauche ich nur stehen bleiben und die liegt innerhalb von ner Minute, wenn sie merkt, dass es nicht weiter geht. Pepsi steht und steht und steht... -.-

Ach... Manchmal habe ich bei ihr das Gefühl sie würde die nächsten Stunden nicht überleben und eine Stunde später tobt sie dann so rum, dass ich das Gefühl habe, sie würde noch mindestens 10 Jahre leben.

Und dann freue ich mich immer so, wenn sie sich so jung und lebendig benimmt, dass ich schon meine Probleme habe, das Ganze dann wieder auszubremsen, weil sie sich schonen soll.. :/

Dann gehen wir spazieren, ich übe mit Tacka etwas und Pepsi braucht nur nebenher laufen. ..alles gut, solange ich dabei ruhig bleibe. Sobald ich mich dann aber 'zur Belohnung' etwas freue dreht Pepsi schon auf.
Ich leg den Hund im Platz ab, damit sie sich ausruht und sie steht vor mir.

Die einzigen Orte, wo Pepsi wirklich zur Ruhe kommt ist hier im Haus auf ihren Plätzen, im Auto oder auf meinem Schoß. Dort kann sie dann aber auch sehr gut abschalten.

Im Grunde genommen ist sie also noch fast -zu- aktiv.

Aber kann sich dieser Hund denn nicht einfach hinlegen, wenn er merkt, dass das Stehen grade zu anstrengend ist?

In wie weit weiß ein Hund was ihm gut tut und was nicht?
~§~
 
  • Vestibularsyndrom, Gleichgewichtsstörung - ein Bericht über Pepsi und mich Beitrag #92
Ich denke mal das Pepsi dieses stehen garnichtmal so anstrengend empfindet wie es für dich ausschaut.

Ich kenne das von Cindy. Sie stand und ihre Vorderbeine zitterten, es sah schrecklich aus, aber Madame wollte stehen, also ließ ich sie.

Es sah auch furchtbar aus wenn sie stolperte. Sie fand das wohl nicht so denn sie lief gleich weiter als sei nichts geschehen.

Ich glaube zwischen dem was wir sehen und dem was die Hunde dabei empfinden liegen Welten.
 
  • Vestibularsyndrom, Gleichgewichtsstörung - ein Bericht über Pepsi und mich Beitrag #93
Ja, und vermutlich passt sich der Hund unseren Sorgen auch nur ein gutes Stück an.
Ich meine, Pepsi ist ja auch nicht doof, dass sie merkt, dass irgendwas ist, wenn da drei Leute um sie rumstehen und sie angucken und sie dann immer mitleidsvoll gestreichelt wird. :roll:

Ich muss wohl mehr an mir arbeiten als mit dem Hund irgendwas zu machen. *seufz*

Doch es gibt vermutlich kaum etwas schwierigeres sich -keine Sorgen- zu machen, wenn einem etwas so wichtig ist. *seufz*
~§~
 
  • Vestibularsyndrom, Gleichgewichtsstörung - ein Bericht über Pepsi und mich Beitrag #94
Pepsi kann ja auch gut wieder aufstehen, wenn sie lag, oder? Nicht, dass sie "Angst" hat sich hinzulegen, weil sie denkt, sie kommt nicht mehr hoch? Gut, klingt jetzt blöd, ich kenne das bisher nur von Pferden, aber da ist es ja öfter der Fall, dass alte Pferde sich nicht mehr gerne hinlegen. Andere Säugetiere (Elefanten...) genauso. :eusa_shhh:

Kylja steht manchmal auch minutenlang in der Gegend rum. Träumt dann vor sich her, ist nicht wirklich ansprechbar. :? Aber hinlegen? Nöööö...

Und klar, was das Schonen betrifft, da kennst Du meine Einstellung.. :silence: :mrgreen:
 
  • Vestibularsyndrom, Gleichgewichtsstörung - ein Bericht über Pepsi und mich Beitrag #95
Nee, dass sie ewig stehen bleibt macht sie schon von Anfang an.

Gut hochkommen tut sie je nach Liegedauer und nach Motivation.
Leg ich sie ab und wir 'arbeiten', springt sie sofort auf. Liegt sie länger und ich wink mit Futter, springt sie sofort auf.
Hat sie Zeit, nimmt sie sich auch die Zeit und kommt nur schwer hoch.

--
Na ja... Heute hat sie dann noch leichte Verdauungsschwierigkeiten und frisst grade fröhlich Gras.

--
Ja... Und was das Schonen betrifft, sehe ich das ja genaus wie du kleiner Falke.
Dennoch will ich mal versuchen sie bis Freitag auf Schongang zu setzen.
~§~
 
  • Vestibularsyndrom, Gleichgewichtsstörung - ein Bericht über Pepsi und mich Beitrag #96
...

Von Freitag auf Samstag hatten wir einen Rückfall.
- Vestibularsyndrom -
Tierklinik, hoffen, bangen, ... :/

--
Es fing am Samstag um 4 Uhr Nachts an, als ich Pepsi neben mir im Bett bemerkte. Sie lag neben mir und 'fiel' immer wieder in meine Richtung. Drückte sich unheimlich an mich ran und wirkte unruhig.
Ich schaltete das Licht an und sah mit erschrockener Miene was los war. :(
Pepsi Kopf hing schief, die Augen routierten hin- und her und sie kam nicht hoch. Kippte immer wieder in meine Richtung, wenn sie versuchte sich zu bewegen.

Und dann sitzt man mitten in der Nacht neben seinem Hund und weiß nicht, was man tun kann. :(
Ich wollte nochmals im Internet schauen, ob da irgendwo was von 'erste Hilfe Maßnahmen' bei so etwas stand. ...nichts, was ich finden oder aufnehmen konnte.
Einmal runter in das Wohnzimmer. Hilflos gefühlt als ich sah, dass Pepsi nicht mal stehen konnte ohne umzukippen.
So stand ich dann um 4:15 Uhr vor dem Schlafzimmer meiner Eltern und weckte sie... :/

Allgemeine Beratung und weitere Informationssammlung im Internet, inkl. dem Film hier:


Beruhigung? Ich? Nein...
Aber wir konnten zu dem Zeitpunkt nichts machen und die Symptome waren recht eindeutig (also in dem Moment auch nicht lebensgefährlich).
Pepsi trank etwas.

Am frühen Morgen musste sie sich dann übergeben.
Ich hatte ein Handtuch neben dem Bett. ...war sehr schön, wie sich der kleine Hund 3 Mal nacheinander in das Handtuch, was ich hielt dann übergeben hatte.

Noch ein paar Stunden später...
Mein Vater und ich telefonierten bei den Tierärzten rum.
Tierarzt A war nicht da und zu den anderen in der Praxis habe ich kein Vertrauen mehr nach der Zahngeschichte. Tierarzt B war grade an dem Wochenende auch nicht da. Tierarzt C hatte am Wochenende generell keinen Dienst.
Die Tierklinik die 'nur' 40 Minuten entfernt ist - da mochte ich auch nicht hin.

Also blieb noch Norderstedt oder Lüneburg.
Anruf in Lüneburg (dort waren wir schließlich auch schon letztes Jahr).
Wir konnten kommen und fuhren sofort los.
1,5 Stunden später waren wir angekommen. 15 Minuten Wartezimmer.

Der Arzt dort war toll.
Pepsi sollte erst mal ohne Leine in dem Zimmer sich bewegen, damit er es sich anschauen konnte..
Ah... Ich muss zugeben, dass ich damit gewisse Probleme hatte, weil Pepsi eben wirklich sehr unsicher auf den Beinen war und ich Angst hatte, dass sie hinfallen würde.
Dann beantworten wir die gestellten Fragen.
Hui, und sie hatten im letzten Jahr in Pepsi's Akte sogar vermerkt, dass sie einen Maulkorb gebraucht hatte... xX
Dieser Tierarzt traute sich aber zum Glück ohne ran und Pepsi war auch artig.

Erst mal musste Pepsi auch nicht auf den Tisch und der Tierarzt hockte sich zu ihr runter für die ersten Untersuchungen.

Nach den Fragen und der ersten Untersuchung sind wir nach draußen gegangen, wo einige Test's direkt am Hund durchgeführt wurden.
Ich hielt Pepsi und der Tierarzt lies den Hund dann auf drei Beinen nach links und nach rechts hüpfen. Vorwärts, zurück, etc.

Wieder drinnen musste Pepsi dann doch noch auf den Tisch. Die Ohren und Augen wurden sich angeschaut.
Danach wurde nach Blut abgenommen.

Blutuntersuchen würde 20-30 Minuten dauern... ...also warteten wir im Wartezimmer und wogen Pepsi auf der Waage schon mal aus.
Ein schreckliches Warten...

Dann holte uns der Tierarzt wieder ab und es gab noch ein Gespräch und eine böse Spritze gegen die Übelkeit.

Das Gespräch war ernüchternd... *seufz*
Es würde zwar einiges auf das altersbedingte Vestibularsyndrom hindeuten (also wie im letzten Jahr). Allerdings gab es auch ein paar Unstimmigkeiten, die den Verdacht gaben, dass auch etwas mit dem Kleinhirn nicht stimmen könnte.
Die Nierenwerte waren erhöht. Alle anderen Blutwerte, samt Schilddrüse waren gut.
Pepsi's Herz hörte sich (wie ja schon immer) schrecklich an.

Ein neuer, aktueller Ultraschall von Herz und Bauchraum wurde uns angeraten.

Da Pepsi noch gut trank und auch gefressen hatte, durfte sie wieder mit nach Hause.

Und ich sag noch mal: Dieser Tierarzt war wirklich ein Traum!
Er sagte uns noch, dass er das ganze Wochenende in der Klinik wäre und wir jederzeit anrufen könnten, falls was wäre.
Er erklärte alles ganz toll und selbst Pepsi hat sich bei ihm gut benommen.

Wir bezahlten die 200,- Euro, bekamen noch 4 weitere Tabletten gegen Übelkeit mit und stimmten einen neuen Termin für Ultraschall und Nachuntersuchung an.
Hier wäre der Tierarzt sogar an seinem freien Tag -kurz für uns- an dem Freitag in die Klinik gekommen.
...aber es passte dann auch am Donnerstag mit einem Termin. (Es musste ja auch ein Arzt der sich speziell mit dem Herz auskennt so kurzfristig Zeit haben.)

Dann kam noch ein Notfall rein... Ein Weimaraner, der sich wohl vergiftet hatte und Blut spuckte, etc. ...
Während die 'Sprechstundenhilfe' sich noch nach den Daten der Frau erkundigte sprang der Tierarzt dann dazwischen und ging erst mal sofort mit der Frau zum Auto, wo der Hund noch drinnen war. :clap:

Na ja...
Wir fuhren dann nach Hause und seitdem hat Pepsi sehr viel Ruhe verordnet bekommen. Dazu muss sie viel trinken und genug Essen, damit sie nicht doch noch stationär aufgenommen werden muss.

Trinken und Essen klappt soweit auch sehr gut.
Man merkt auch, dass sie vieles will und auch vieles um sie rum mitbekommt.

Die Augen routieren aber leider auch jetzt noch und sie hat noch große Probleme bei der Bewegung. :/

Jetzt schläft sie und hat dabei auch endlich mal die Augen komplett zu. (Meistens bekommt sie die Augen nicht richtig geschlossen wegen dem Nystagmus (Augen-Bewegung).

Alleine lassen kann ich sie nicht, weil sie dann hinter mir her will.
Da bekommt sie im Moment schnell Panik.

Zwischendurch kommt sie trotzdem in die große Box, die ganz weich ausgepolstert ist. Nach einer Weile kommt sie dann auch dort zur Ruhe.

Wasser biete ich ihr immer wieder zwischendurch an.
Futter gibt es Brocken für Brocken, bzw. das wässrige Kartoffel-Kohlrabi-Möhren-Mus dann vom Löffel gefüttert.

Draußen im dunkeln hat sie ganz starke Probleme, weil sie dann ja auch nichts mehr sieht, nichts hört und ihr Gleichgewichtssinn grade auch noch verloren ist. *seufz*


Und ich hoffe so sehr, dass es auch dieses Mal 'nur' altersbedingt ist und alles wieder gut wird.

...
Panik, dass es mit dem Kleinhirn, dem Herzen oder Nieren zusammen hängen kann. Das am Ende ein böser Tumor der Auslöser ist.
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...
Warten...
Geduld haben...
Ruhe bewahren...

Nein, für so etwas bin ich nicht geschaffen. *seufz*

...
Wenn ich doch wenigstens irgendeine Besserung erkennen könnte...
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Doch wahrscheinlich merke ich die Kleinigkeiten grade nicht mal genau... *seufz*

...
Donnerstag geht es für weitere Untersuchungen wieder in die Tierklinik und ich habe schon jetzt so riesige Angst vor schlechten Nachrichten.
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Und wisst ihr was so schlimm an dem Ganzen ist?
Das es Pepsi nach all dem Chaos mit Zahnwurzelentzündung, gebrochener Zehe, etc. nun die letzten Wochen endlich wieder richtig gut ging.
Sie rannte und sprang und war so gut drauf...

Und dann... ...mit einem Schlag...
...es ist furchtbar!

Es tut so weh, meine kleine Pepsi in so einem Zustand sehen zu müssen.
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Ihr beim fressen und trinken und pinkeln und laufen helfen zu müssen.
Geduld...
Geduld? Keine Sorgen? ...wie soll das gehen?
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~§~
 
  • Vestibularsyndrom, Gleichgewichtsstörung - ein Bericht über Pepsi und mich Beitrag #97
hach DiyngDream ich versteh dich so gut ich drück euch alle daumen das es auch diesmal wieder weggeht
 
  • Vestibularsyndrom, Gleichgewichtsstörung - ein Bericht über Pepsi und mich Beitrag #98
oh nein :( arme Pepsi-Maus... knuddel sie mal lieb von mir und fühl dich selbst auch geknuddelt... ich drück auch ganz doll die Daumen das es schnell wieder besser wird!
 
  • Vestibularsyndrom, Gleichgewichtsstörung - ein Bericht über Pepsi und mich Beitrag #99
mensch, dyingdream ich kann richtig mitfühlen... :(
ich drücke ganz feste die Daumen, dass ihr die kleine pepsi schnell wieder hinkriegt!

fühl dich gedrückt, wenn du magst... :(
 
  • Vestibularsyndrom, Gleichgewichtsstörung - ein Bericht über Pepsi und mich Beitrag #100
Oh man! Ich verstehe dich ganz gut! Wär kann denn da schon in Ruhe warten und ruhig bleiben... Aber versuch es so gut du kannst! Mach dich bloß nicht verrückt, das würde euch ja doch nur mehr schaden als nutzen. Ich drücke der kleinen Pepsi ganz doll die Daumen und hoffe auf eine nicht so schlimme Diagnose!
Bleibt tapfer! Ihr packt das schon!
 
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