Nur ganze Futtertiere füttern.

Diskutiere Nur ganze Futtertiere füttern. im Katzen Ernährung Forum im Bereich Katzen Forum; Da kann man ganz wunderbar streiten ;). Vollgepackt mit diesen Nebenerzeugnissen ist sicher nicht wünschenswert, aber in der freien Wildbahn...
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  • Nur ganze Futtertiere füttern. Beitrag #81
Über den Inhalt von Dosenfutter kann man sich sehr wohl streiten. Es gibt genug Sorten, die zwar getreide- und zuckerfei sind, aber dennoch mit fiesen Resten vollgepackt sind...Hahnenkämme, Krallen, Federn....Hilfe!
Da kann man ganz wunderbar streiten ;). Vollgepackt mit diesen Nebenerzeugnissen ist sicher nicht wünschenswert, aber in der freien Wildbahn gibt´s die Beutetiere auch nicht fertig filetiert - meine bescheidene Erfahrung bei der Fütterung von Eintagsküken hat mir gezeigt, dass gerade die ganzen Köpfe der Küken meist als erstes verschwunden sind
:silence:.

Off-Topic
wir haben oftmals die Möglichkeit, einen Rehbraten, Wildschwein zu kaufen...Viele, die nicht wissend sind, finden das "ihhhh"; ich denke, das ist noch die natürlichste Art, Fleisch zu konsumieren
Und auch da hast du wohl Recht; aber ich denke dann leider automatisch "das arme Bambi :( ".

 
  • Nur ganze Futtertiere füttern. Beitrag #82
also ich muss sagen in geringen mengen (!) finde ich krallen und schnäbel im futter ok- wenn sie nen spatz oder ein küken fressen, fressen sies ja auch mit...wenns natürlich den großteil des futters ausmacht, ist es natürlich nicht so doll...

*an den leckeren wildschweinbraten von weihnachten denk* :roll:

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

zu langsam ^^
 
  • Nur ganze Futtertiere füttern. Beitrag #83
@ sumo: ALLE sogenannten Nebenprodukte beinhalten nur diese Nebenprodukte.Krallen, Schnäbel, Federn, etc....
Das sind leider keine geringen Mengen, sondern das macht fast das Futter aus...
Natürlich ist das Jagen der Katze das Natürlichste was es gibt, keine Frage...
@Ina: genau das war meine erste Erfahrung mit dem "Bambi". Ich konnte es nicht essen, weil vor meinem Auge dieser Film "Bambi" ablief.
Aber wollen wir doch mal ehrlich sein: diese Tiere, egal ob Reh, Wildschwein, Hase(ok, das esse ich nicht mehr, weil wir Kaninchen haben) haben ein viel, viel besseres leben als alle Tiere, die gehalten werden, um sie zu schlachten. Das Töten von Tieren hat eine jahrtausende Geschichte. Dennoch denke ich, sollte soviel des getöteten Tieres verwertet werden. Und inzwischen halten wir Haustiere(egal, ob Freigänger oder nicht). Aber um nochmal auf das eigentliche Thema zurückzukommen: es ist für mich nicht vertretbar, Tiere anzufüttern, um sie weiter an meine Tiere zu verfüttern. Dafür gibt es genug "Reste"; man sollte nur wissen, woher sie kommen. Das können wir alle nicht kontrollieren, fängt aber mit einem Einkauf mit saisonalen Produkten an
( nicht nur für uns, sondern auch für unsere Tiere)
 
  • Nur ganze Futtertiere füttern. Beitrag #84
ich bin ja auch nicht der große fleischfan. Eigentlich ess ich nur geflügel, rind und schwei mag ich nicht.
Als ich zum barfen angefangen hab, dachte ich mir eh schon dass ich mich da eckeln werd. Aber das war erstaunlicher weise nicht so. Ich fand bzw finde das eigentlich ganz witzig, weil ich ziemlich in der anatomie der tiere interessiert bin. Neulich hab ich einen ganzen hasen gekauft. Der war aus freilandhaltung, aber ich konnte ihn dann selber zerlegen!!! Ich hab schon gedacht, ob ich wen anderen frag der das machen könnte. Aber ich habs dann ausprobiert und fand das voll interessant die ganzen Innereien zu bestimmen, Sehen und knochen, die verschiedenen hautschichten.... das war super!

und meine tiger haben dann eine ganze keule bekommen:silence:
 
  • Nur ganze Futtertiere füttern. Beitrag #85
Das Töten von Tieren hat eine jahrtausende Geschichte.
Was genau willst du damit sagen?

Aber um nochmal auf das eigentliche Thema zurückzukommen: es ist für mich nicht vertretbar, Tiere anzufüttern, um sie weiter an meine Tiere zu verfüttern. Dafür gibt es genug "Reste"; man sollte nur wissen, woher sie kommen. Das können wir alle nicht kontrollieren, fängt aber mit einem Einkauf mit saisonalen Produkten an
Da gebe ich dir absolut Recht und versuche mich auch, soweit es mir möglich ist, daran zu halten.

@Dobby+Leni: Okay, so schmerzfrei wäre ich dann wohl doch nicht :silence:.
 
  • Nur ganze Futtertiere füttern. Beitrag #86
Huhu,

ich weiß ja nicht, ob da als Vegetarier die Ausnahme bin, aber ich finde das Töten von Tieren nicht das Problem. Wie gesagt, würde es mir schmecken und hätte meine Verdauung erstmal wieder an den Verzehr von Fleisch gewöhnt, könnte ich problemlos eigen gezüchtetes Fleisch essen. Beim Schlachen wäre mir besonders aus dem Grund mulmig, da ich Angst hätte etwas falsch zu machen und dass das Tier dann leiden muss.

Mein Problem ist der Massenkonsum von Fleisch zu jeder Mahlzeit und dass Tiere dadurch ihren Stellenwert als Lebewesen verlieren und stattdessen zum Produkt gemacht werden.

Im Großen und ganzen finde ich, Nutztiere sind nunmal Nutztiere und das macht einen Unterschied zu den Haustieren, die wir haben. Und solange man Tiere artgerecht als Nutztiere hält, finde ich das Schlachten und den Verzehr vollkommen legitim. Und bei dem Unterschied zwischen Haustieren und Nutztieren unterscheide ich gar nicht zwischen Arten, sondern zwischen der Art der Haltung.
Eine Milchkuh mag ein Nutztier sein, aber wenn ich sie privat im Garten halte, sie einen Namen hat und ich regelmäßig mit ihr schmuse (wie man das mit einem Haustier so macht) würde ich sie nie als Nutztier benutzeh.
Oder Kaninchen mögen (in den Augen vieler hier ;) ) Haustiere sein, aber sie können auch genau so gut als Nutztiere gehalten werden.

Und zu dem Dosenfutter:
Da mögen vielleicht Reste drin sein, aber meinen Katzen schmeckt es und es hat alle Nährstoffe, die sie brauchen. Klar starb ein Tier, woher sollte das Fleisch sonst kommen, aber nicht speziell für diesen Abfall. Der Abfall wird dann halt aufgehoben statt weg geschmissen, entstehen tut er so oder so.

Off-Topic
Ich ernähre mich jetzt auch zum Großteil vegan. Allerdings nicht aus überzeugung, sondern weil ich keine Laktose vertrage. Ei esse ich schon, aber seit ich mich mal sehr intensiv mit der Embryonalentwicklung im Ei beschäftigt habe geht das auch nur noch ganz durchgebraten/gekocht ;)
Wenn ich Milchprodukte einkaufe achte ich sehr darauf, dass es bio oder wenigstens Gentechnik frei ist. (bzw die Packung dies bahauptet). Seit ich mal einen Bericht über die Auswirkungen vom Dünger für genmanipuliertes Soja (was unsere Milchkühe fressen) gesehen habe, bin ich da sehr pingelig. Ich sage nur: Unfruchtbarkeit bei jungen Frauen und Hirnschäden bei Kindern.
 
  • Nur ganze Futtertiere füttern. Beitrag #87
Dann gebe ich auch mal noch meinen Senf dazu ab ;)

Für mich ist das Töten an sich auch schon ein Problem. Ich persönlich möchte jedenfalls nicht, dass irgendein Tier für mich sterben muss, wenn es nicht unbedingt sein muss. Und da ich als Mensch auch auf Fleisch und tierische Produkte verzichten kann, tue ich das auch. Deswegen sehe ich das Töten auch als unnötig und sinnlos an und bin auch bei toller, artgerechter Haltung dagegen. Anders sieht das allerdings für die Katzen aus, denn die können eben nicht auf Fleisch verzichten und sich anderweitig ernähren.
Ich muss auch ehrlich zugeben, dass mir das Thema immer noch ziemliche Bauchschmerzen bereitet. Freiwillig und bewusst hätte ich mir deswegen auch niemals Katzen angeschafft, um eben genau diesem Dilemma zu entgehen.
Jetzt ist es aber so gekommen und ich muss damit irgendwie umgehen können. Solange die Katzen draußen ihr Fressen selbst fangen, ist es mir eigentlich relativ egal und es ist ok für mich. Das ist natürlich und schließlich auch so ziemlich die gesündeste Ernährung für sie. Sobald ich ihnen aber etwas vorsetze muss ich eben Richter und Henker spielen, welches Tier für sie sterben muss und damit habe ich eigentlich ein Problem. Das Füttern von Eintagsküken finde ich ist da aber z.B. eine gute Lösung, da diese eben wirklich nur Abfallprodukt sind und so oder so getötet werden. Damit kurble ich nicht direkt die Nachfrage nach mehr toten Tieren an, auch wenn ich die Industrie die dahinter steckt trotzdem noch unterstütze. Im Dosenfutter sind zwar auch viele Nebenerzeugnisse enthalten, aber trotzdem auch immer noch Muskelfleisch - Dosenfutter besteht eben nicht nur aus Abfallprodukten. Und je hochwertiger das Futter, desto weniger Nebenerzeugnisse sind ja auch meist enthalten. Da finde ich es ehrlich gesagt vertretbarer, Eintagsküken zu verfüttern - nur würde das alleine eben auch zu einseitig werden.

Ich finde, da muss man eben auch einfach zwischen Futtertieren und Futtertieren unterscheiden - zwischen denen, die es so oder so gibt, weil sie Abfallprodukte sind (siehe Eintagsküken) und denen, die extra zum Verfüttern produziert werden (siehe Frostmäuse). Letzeres sowie selbst irgendwelche Tiere zu halten, um sie dann komplett zu verfüttern, davon halte ich auch nicht viel. Ob es jetzt aber generell so viel schlimmer ist als Dosenfutter vermag ich nicht zu beurteilen, das sollen andere beuteilen. Da die kaufbaren Futtertiere aber meist unter widrigsten Umständen produziert und getötet werden und ich selbst kein Tier selbst halten und dann töten kann und will, lasse ich es und greife eben doch zum Dosenfutter.

Inwiefern ich das jetzt als Veganer vertreten kann - keine Ahnung. Ich habe aber schlicht und ergreifend gar keine andere Wahl. Ich habe es mir nicht ausgesucht Katzen zu halten, aber jetzt trage ich nun mal die Verantwortung für sie. Ob mein Gewissen jetzt rebelliert, weil ich Fleisch unklarer Herkunft und Haltungsbedingungen verfüttere oder deswegen, weil ich mich um die streundenen Katzen nicht kümmere und sie nicht aufnehme ist eigentlich egal. Nur bei zweiterem müsste ich es immerhin noch jeden Tag mitanschauen. 1-2 Mal die Woche wird das Dosenfutter eben noch durch rohes Fleisch ersetzt, da weiß ich dann immerhin woher das Fleisch kommt. Entweder kommt das dann direkt hier vom Hof oder aus einem der umliegenden Höfe oder ich kaufe zumindest Bio.



Ich persönlich kann auch nicht zwischen Haus- und Nutztieren unterscheiden. Ich kann keine Tierart einmal als Haustier und ein anderes Mal nur als bloßen Fleischlieferanten (bzw. Milch/Eier/Leder/Pelz/etc-Lieferant) sehen. Da bin ich wohl einfach zu gefühlsduselig dafür, aber wenn ich eine Kuh sehe, sehe ich auch automatisch das Sanfte, Sensible in ihren Augen; ihren Gemütszustand, ihren Lebenswillen. All das kann ich dann nicht mehr einfach ausblenden und das Tier als ein "Ding" ohne Gefühle oder Leidensfähigkeit sehen. Vielleicht hatte ich dafür auch einfach schon zu viel mit sogenannten "Nutztieren" zu tun und habe dafür nicht den nötigen Abstand zu ihnen gewahrt und denke nun eben auch jedes Mal daran, dass das da auch meine Marie sein könnte. Spezies ist gleich Spezies, da ist kein Tier mehr oder weniger wert, nur weil es zu einem anderen Zweck gehalten wurde :eusa_eh:
 
  • Nur ganze Futtertiere füttern. Beitrag #88
Off-Topic
Ich persönlich kann auch nicht zwischen Haus- und Nutztieren unterscheiden. Ich kann keine Tierart einmal als Haustier und ein anderes Mal nur als bloßen Fleischlieferanten (bzw. Milch/Eier/Leder/Pelz/etc-Lieferant) sehen. Da bin ich wohl einfach zu gefühlsduselig dafür, aber wenn ich eine Kuh sehe, sehe ich auch automatisch das Sanfte, Sensible in ihren Augen; ihren Gemütszustand, ihren Lebenswillen. All das kann ich dann nicht mehr einfach ausblenden und das Tier als ein "Ding" ohne Gefühle oder Leidensfähigkeit sehen. Vielleicht hatte ich dafür auch einfach schon zu viel mit sogenannten "Nutztieren" zu tun und habe dafür nicht den nötigen Abstand zu ihnen gewahrt und denke nun eben auch jedes Mal daran, dass das da auch meine Marie sein könnte. Spezies ist gleich Spezies, da ist kein Tier mehr oder weniger wert, nur weil es zu einem anderen Zweck gehalten wurde :eusa_eh:
Das hast du ehrlich schön beschrieben, danke dafür - genauso geht es mir auch und ich glaube nicht, dass das was mit "gefühlsduselig" zu tun hat.
 
  • Nur ganze Futtertiere füttern. Beitrag #89
Hallo,
als ich den ersten Beitrag von blackdobermann gelesen habe, dachte ich, der Beitrag sei ein Witz/Spaß..
Ich wusste bisher nicht, dass einige Leute ihre Katze z.B. mit Eintagsküken etc füttert. Liegt vielleicht auch daran, dass ich immer Freigänger hatte, die sich ihre Maus ab und zu selber erjagen.
@ Ina: meine Katze frisst den Kopf der Maus auch als erstes....
Ich finde eure Beiträge sehr interessant.
Wir Fleischesser verschließen oft die Augen vor der "Wahrheit"..ich beziehe unser Rindfleisch vom Bauern, könnte aber nie vorher das Tier sehen( womöglich streicheln), wenn ich wüsste, ich habe das bald auf meinem Teller:(
Sollte ich die Tiere halten und anschließend schlachten oder schlachten lassen, wäre ich mit Sicherheit Vegetarier.
@ Fuexle: kenne mich mit Eintagsküken nicht aus...Warum sind das Abfallprodukte???
 
  • Nur ganze Futtertiere füttern. Beitrag #90
@ Fuexle: kenne mich mit Eintagsküken nicht aus...Warum sind das Abfallprodukte???
Das sind die männlichen Küken, die schlicht und ergreifend nicht benötigt werden. Also werden sie auf diese Art und Weise z.B. verwertet.
 
  • Nur ganze Futtertiere füttern. Beitrag #91
könnte aber nie vorher das Tier sehen( womöglich streicheln), wenn ich wüsste, ich habe das bald auf meinem Teller:(
Sollte ich die Tiere halten und anschließend schlachten oder schlachten lassen, wäre ich mit Sicherheit Vegetarier.

Da sind wir endlich mal einer Meinung ;) Klar, die Art wie ich Fleisch esse ist Augenwischerei, ich seh das Fleischstück vor mir, das eben nicht nach Tier ausschaut, dann kann ich's essen. Spanferkel aber z.B. kann ich echt nicht essen - ich sag ja, Augenwischerei, aber ich steh wenigstens dazu. Genau so ist's mit dem "Bambi-Effekt": im Supermarkt gab's ein ganzes Kaninchen, relativ günstig -und meine Katzen lieeeben Kaninchen. Aber es war eben ein ganzes - mit Ohren. Ich hab die Ohren gesehen - und nein, das konnte ich nicht. Einzelne Kaninchenstücke kann ich aber schon kaufen und verfüttern. Total bescheuert, das ist mir bewußt. Halt genau wie die Augenwischerei was meinen eigenen Fleischkonsum angeht (ach ja, und ich muß quasi Fleisch essen, weil ich gekochtes Gemüse einfach nicht mag - und nur von Nudeln und Salat kann man auch nicht leben ;))
 
  • Nur ganze Futtertiere füttern. Beitrag #92
Also ich muss sagen, ich unterscheide auch nicht umbedingt zwischen nutztier und haustier und wenn ich ein Schnitzel seh, seh ich auch nicht das Tier dahinter, sondern lediglich ein schnitzel. Das ist vielleicht ein bisschen naiv, aber sonst könnt ichs ehrlichgesagt vermutlich auch nicht mehr essen.
Wie Christina könnte ich auch nicht essen, was ich vorher schon lebendig gesehen habe- auch keinen Fisch (obwohl es mich nicht stört, wenn bei der Forelle oder ner Räuchermarkrele noch der Kopf dran ist oder ich das Tier noch ausnehmen muss) wenn mir ein lebendiges tier in die finger kommt und es heißt: Töte es selbst um es zu essen, würd ich eher auf ein paar wurzeln und blätter umsteigen...
Indirekt zwinge ich durch meinen Konsum vielleicht andere Menschen, das Tier für mich zu töten wenn ich drüber nachdenke, das ist auch nicht ganz ok...ich werde auf jeden Fall ab sofort versuchen meinen Fleischkonsum auf ein minimum zu beschränken!
 
  • Nur ganze Futtertiere füttern. Beitrag #93
Hallo,
ich gehe auch angeln im Sommer, kann aber auch den Fisch nicht töten. Das müssen andere für mich erledigen.
Essen tue ich ihn trotzdem......:(
 
  • Nur ganze Futtertiere füttern. Beitrag #94
Ich finde, da muss man eben auch einfach zwischen Futtertieren und Futtertieren unterscheiden - zwischen denen, die es so oder so gibt, weil sie Abfallprodukte sind (siehe Eintagsküken)

Auch Huhn und Rind koennen "Abfallprodukte" sein.
Wenn die Huehner keine Eier mehr legen, werden auch sie getoetet und so gewinnbringend wie nur moeglich vermarktet.
Wenn Kuehe keine Milch mehr geben oder sich die Beine brechen, die Kaelber der Milchkuehe, die sie gebaeren muessen, um ueberhaupt Milch zu geben und die sich eh kaum zur Mast eignen, auch die werden gewinnbringend vermarktet und getoetet.
Leider kommt man sicher schwieriger an das Fleisch dieser Tiere fuer die Heimtierfuetterung heran, wobei man da womoeglich ein wenig besseres Gewissen hat, weil sie nicht nur zur Fleischproduktion produziert werden ..
 
  • Nur ganze Futtertiere füttern. Beitrag #95
Hallo,
wir waren in letzter Zeit unterwegs, um Katzenfutter und Hamsterutensilien zu kaufen. Es gibt bei uns in Bergedorf einen Futterladen, in dem auch lebende Tiere verkauft werden. Die billigsten Mäuse kosten 1,90 Euro......Wenn ich mir überlege, sie meinem Tier(welchem auch immer) zum Fraß vorzuwerfen, ich könnte es nicht.
Nach wie vor denke ich: alles, was "normal" ist, esse ich und meine Tiere auch. Mäuse zu züchten um sie dann, an wen auch immer, zu verfüttern, geht gar nicht...
Eintagsküken...speziell...Habe mal eine Sendung im TV darüber gesehen...Die werden auf einem Laufband aussortiert und in einem Eimer geworfen...Nur die Hühner dürfen weiterleben, weil die Männchen keine Eier legen können?!
Wir sollten versuchen, möglichst natürlich zu essen, einzukaufen...
Was mir in dieser Diskussion wichtig war ist, dass trotz der vielen Fleischangebote nicht zusätzlich ein Tier sterben muss, damit mein Haustier sich "gesund und natürlich" ernährt. Dafür gibt es zu viele und vielfältige Angebote...
 
  • Nur ganze Futtertiere füttern. Beitrag #96
Eintagsküken...speziell...Habe mal eine Sendung im TV darüber gesehen...Die werden auf einem Laufband aussortiert und in einem Eimer geworfen...Nur die Hühner dürfen weiterleben, weil die Männchen keine Eier legen können?!
Genauso ist das leider. Entweder werden die Küken dann als Frostfutter beispielsweise verkauft oder aber direkt geschreddert.

Off-Topic
Insgesamt möchte ich übrigens mal anmerken, dass ich das toll finde, dass das Thema hier so sachlich und vernünftig diskutiert wird :clap:. Das ist ja leider nicht selbstverständlich.
 
  • Nur ganze Futtertiere füttern. Beitrag #97
Auch Huhn und Rind koennen "Abfallprodukte" sein.
Wenn die Huehner keine Eier mehr legen, werden auch sie getoetet und so gewinnbringend wie nur moeglich vermarktet.
Wenn Kuehe keine Milch mehr geben oder sich die Beine brechen, die Kaelber der Milchkuehe, die sie gebaeren muessen, um ueberhaupt Milch zu geben und die sich eh kaum zur Mast eignen, auch die werden gewinnbringend vermarktet und getoetet.
Leider kommt man sicher schwieriger an das Fleisch dieser Tiere fuer die Heimtierfuetterung heran, wobei man da womoeglich ein wenig besseres Gewissen hat, weil sie nicht nur zur Fleischproduktion produziert werden ..

Das ist natürlich richtig, dass speziell auch Kälber, sowie Kühe und Hühner Abfallprodukte eines anderen Landwirtschaftszweigs sind. Allerdings besteht eben noch ein großer Unterschied zwischen den Küken als Abfallprodukt und den anderen: Die Küken werden so oder so nicht vom Menschen gegessen, würden also auch nicht in den Verkauf wandern, wenn man keine Eintagsküken verfüttern würde. Kälber und ausrangierte Kühe allerdings werden ganz regulär geschlachtet und kommen dann auch in den Verkauf oder eben ins Katzenfutter. Verwendet man das Fleisch dieser Tiere für den menschlichen Verzehr, werden dafür dann weniger Fleischrinder getötet, weil die Nachfrage schon etwas gesättigt ist. Gerade das Kalbsfleisch ist definitiv nicht nur ein Abfallprodukt, dass man eben verwertet, weil man sonst nichts damit anfangen könnte. Gäbe es die vielen Kälber aus der Milchproduktion nicht, würden eben mehr Kälber aus den Fleischrindrassen geschlachtet werden, da die Nachfrage nach Kalbsfleisch recht hoch ist.

Küken sind eben komplette Abfallprodukte, da diese nicht weiter für den menschlichen Verzehr verwertet werden können, im Gegensatz zu Kälber und Hühnern. Wer Eintagsküken kauft, kurbelt keine Nachfrage an aufgrund welcher mehr Küken getötet werden würden. Beim Kauf von Kalbs- und Rindfleisch oder von Suppenhühnern aus der Milch- und Eierproduktion dagegen schon.






Was mir in dieser Diskussion wichtig war ist, dass trotz der vielen Fleischangebote nicht zusätzlich ein Tier sterben muss, damit mein Haustier sich "gesund und natürlich" ernährt. Dafür gibt es zu viele und vielfältige Angebote...


Das verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Es gibt doch eben nicht viele Möglichkeiten, sein Haustier zu ernähren, ohne dass dafür – direkt oder indirekt – ein anderen Tier zusätzlich sterben muss. Da gibt es nur die Möglichkeit Eintagsküken oder eben nur Nebenprodukte bzw. Schlachtabfälle, was eben beides nicht gerade ideal ist.




Und nochmal eine etwas ausführlichere Erklärung zu Eintagsküken:
Es gibt bei Hühnern generell zwei Zuchtrassen: Einmal die Eierlegenden, die darauf gezüchtet sind, möglichst viele Eier zu legen und ihre komplette Energie in die Eierproduktion zu stecken und einmal die Masthähnchen, die möglichst schnell an Gewicht zunehmen sollen.
Wenn Nachwuchs für die Masthähnchen benötigt wird, ist das kein Problem, da sowohl die männlichen als auch die weiblichen Küken gemästet werden können und durch ihre Züchtung schnell an Gewicht zunehmen. Wird Nachwuchs für die Eierproduktion benötigt, können allerdings nur die weiblichen Küken verwendet werden, da die Männchen logischerweise keine Eier legen. Da diese allerdings auch aus der Zuchtrichtung „Eier“ stammen, also darauf gezüchtet wurden, nicht viel Speck anzusetzen, weil die komplette Energie ja in die Produktion der Eier gesteckt werden soll, werden die Küken aussortiert. Die Küken zu mästen würde sich wirtschaftlich absolut nicht lohnen, da sie ja kaum an Gewicht zunehmen würden. Deswegen werden die Küken direkt nach dem Schlüpfen gesext, d.h. alle männlichen Küken sowie die Küken, bei denen nicht sofort erkenntlich ist, ob sie weiblich oder männlich sind, werden aussortiert. Diese werden dann entweder vergast und dann eben als Eintagsküken an Zoos oder Katzen- und Frettchenhalter verkauft oder aber zerschreddert und zu Tiermehl verarbeitet. Das Tiermehl wird dann wiederum z.B. in der Hähnchenmast als Futter verwendet.


Bei Puten wird soweit ich weiß sogar in der Mast gesext.
 
  • Nur ganze Futtertiere füttern. Beitrag #98
  • Nur ganze Futtertiere füttern. Beitrag #99
Hallo,
gibt es auch auf einem Biohof diese "Abfallprodukte"(fürchterliches Wort!) von Küken auch?
Mag ja sein, dass diese Tiere ideal zum Verfüttern geeignet sind. Mein Ziel, Gedanke ist eher, dass dieses übermäßig produzierte Fleisch einfach eingedämmt wird.
Bin wirtschaftlich nicht so wissend; ich finde es aber furchtbar, solche Überproduktionen einfach hinzunehmen. :eusa_think:
 
  • Nur ganze Futtertiere füttern. Beitrag #100
Huhu,

Ich versteh ja schon, dass du das ganze schrecklich schlimm findest aber im Endeffekt gibts die Küken doch trotzdem als "Nebenprodukt" und ich finde es besser, wenn se nicht ganz um sonst gestorben sind und im Magen einer Katze,Frettchens etc pp landen anstatt im Müll.
Irgend ein Max Mustermann will ja sein Ei am Sonntag haben.


Ich bin bei BIO mitlerweile sehr skeptisch geworden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass n Bauer alle Hähne behält :eusa_think: is doch auch nicht rentabel

LG
 
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