Unser Schäferhund, unsere Probleme

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Sommerhund

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Hallo alle zusammen...

nun melde ich mich auch einmal mit einem eigenen Problem zu Wort. Wir haben einen 10 Monate alten Schäferhundrüden aus der Leistungszucht. Vom Wesen her ist er das was man unerschrocken, wachsam, vorsichtig gegenüber Hunden (aber dominantgewollt auftretend), menschenliebend und kontrollierend nennt.
Er hat eigentlich kaum Respekt gegenüber fremden Menschen, freut sich aber trotzdem immer sehr, wenn Besuch kommt oder uns Leute ansprechen. Dabei legt er auch die Ohren an wie bei der aktiven Unterwerfung. Manchmal kann es aber passieren, dass er die Hand dieses Menschen im Maul herumtragen will. Er beißt nicht zu, nein, sondern umfässt sie nur, freut sich und legt die Ohren an. Nun ist es aber nicht besonders schön, wenn ein dunkelgrauer Schäferhund einen ins Maul nimmt. Auch kann es passieren, dass wenn ein anderer Hundebesitzer ihn von einem Hund wegscheuchen will, unser Kleiner aus Protest die Hand schnappt (und derjenige denkt, er hätte ihn beißen wollen). Ich sehe das allerdings nicht als richtigen Schnapper an, denn meist ist das mit einem unwilligen Aufjaulen(kann das nicht richtig beschreiben) verbunden und er legt auch nur die Lippen über die Hand. Trotzdem nicht besonders toll.
Ich sehe auch, dass es da ein grundlegendes Beziehungsproblem zwischen uns gibt, denn manchmal klappt alles wie am Schnürchen, er ist der entspannteste Hund der Welt und dann wirds wieder schlimmer und er wird unwillig. Ein Problem ist auch, dass er bei anderen Hunden zuerst unsicher ist, sich aber in unserer Gegenwart aufspielt. Das Fell ist dabei gesträubt, die Rute hoch erhoben - das ganze Imponierverhalten eben :roll: Zu den Menschen: Nun denkt um Gottes Willen nicht, er würde beißen. Er hat bereits als Welpe gern an der Hand geknabbert und die meisten Leute haben das leider auch zugelassen, es hat sich zwar gebessert, doch er tuts immer noch manchmal(Kauzeug kriegt er genug).
Wenn wir versuchen ihn zu disziplinieren (Körperblocken, anderer Tonfall, Knurren, ect.) versteht er das meist als Spiel und springt dann wild im Haus herum mit Spielaufforderung.

Leider ist es so, dass wir in seiner Welpenzeit schon in vielen Hundeschulen und auch bei Hundepsychologen waren, von denen zwar einige wenige sehr hilfreich waren, andere widerum haben ihn teils auch zu dem gemacht was er heute ist. Da wäre beispielsweise das Zwicken (ich zitiere: so fest bis er aufhört). Ich habs ein- zwei Mal probiert, mir sind die Tränen gekommen und der kleinen Pflaume hats nichts im geringsten was ausgemacht.

Nun sind wir (bzw. meine Familie) an eine Hundeschule gegangen, die mir inzwischen überhaupt nicht mehr gefällt. Seitdem haben die grundlegenden Probleme auch erst angefangen. An der Leine verhält er sich meist normal. Inzwischen rennt er bei manchen Hunden (die er kennt) aber weg wenn er sie sieht und läuft die ganze Zeit mit hocherhobenem Schwanz durch die Gegend, kontrolliert uns so massiv, läuft nur Bögen um uns und schaut durch die Gegend. Als ich das der Hundetrainerin gesagt habe, meinte sie nur, das wäre normal, da er sich ja vom Training an der Leine beruhigen muss.

Das Training an der Leine sah folgendermaßen aus: Immer wieder Wendungen machen und wenn der Hund nicht aufgepasst hat mit der Leine schleudern, sodass er die Augen schließen musste, um nicht getroffen zu werden. Ich muss weinen, wenn ich dran denk wie er sich da geduckt hat. Natürlich ging das ganze dann auch mit einem ordentlichen Geschrei und Donnerwetter vonstatten. Ich mag gar nicht mehr dran denken. Die Leine ist aber kein Problem, ich wollte nur einmal verdeutlichen was unser Kerl auch schon über sich hat ergehen lassen müssen und wie er uns nun sieht.

Es sind einige kleine Probleme die wir haben, die aber allesamt mit der Beziehung zu tun haben und langsam hab ich keine Ahnung mehr wie ich ihm begreiflich machen soll, dass ICH die Sache übernehmen kann :(

Ich hoffe es gibt hier einen Engel, der sich diesen Roman hier durchgelesen hat und mir helfen kann oder einen guten Hundetrainer in Baden-Württemberg kennt, an den ich mich wenden kann.

mit vielen Grüßen,
der Sommerhund
 
  • Unser Schäferhund, unsere Probleme

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  • Unser Schäferhund, unsere Probleme Beitrag #2
Hey du, ich hab jetzt nicht viel Zeit und schreib später noch etwas genauer, der ein oder andere wird sich sicher auch noch melden :)

Wie lange seit ihr denn bereits in der jetzigen HuSchu?

Bis nachher :)
 
  • Unser Schäferhund, unsere Probleme Beitrag #3
hallo sommerhund,

wir haben uns auch schon 2-3 hundeschulen angeschaut und waren auch nicht so glücklich.
ich weiß luna ist erst 11 wochen aber wir wollten schon früh schauen welche hundeschule die beste für uns und luna ist.
von einer freundin habe ich erfahren das ihre schwester hundetrainerin ist.
schau doch einfach mal bei ihr auf der hp vorbei und schreib sie einfach mal an.

vielleicht kann sie euch ja bei eurem problem helfen.
 
  • Unser Schäferhund, unsere Probleme Beitrag #4
Da sind wir jetzt etwa seit 2-3 Monaten. Ist eine Hundeschule, in der wir im Gruppenkurs sind, und haben auch schon paar Einzelstunden genommen, in denen eben diese Methoden vermittelt werden. Natürlich kam in dieser Zeit auch noch die Pubertät dazwischen, aber im Grunde glaube ich, dass diese ganzen Methoden noch mehr Stress in ihm ausgelöst haben.

Dankeschön, hab die Seite grad mal überflogen und das Konzepot hört sich schon mal nicht schlecht an. Leider wohnt sie doch ein Stück weg, hab aber gesehen, dass sie demnächst ein Seminar in Stuttgart gibt :) Selbst warst du aber nicht bei ihr, oder?
 
  • Unser Schäferhund, unsere Probleme Beitrag #5
Kann mir keiner helfen?
 
  • Unser Schäferhund, unsere Probleme Beitrag #6



Die beiden Threads solltest du dir vielleicht erstmal durchlesen, kann auf jeden Fall nicht schaden.
So wie ich das sehe, will dich der Hund kontrollieren, oder? In diesem Fall muss man ihm deutlich machen, dass der Mensch der Chef ist und der Hund sich keinen Stress machen muss, da er ja nichts zu sagen hat.
Und es ist selbstverständlich, dass dies ohne jegliche Gewalteinwirkung gehen muss - bei deiner Hundeschule bzw. den Trainern kann ich da echt nur mit dem Kopf schütteln.
Allerdings kann sich mittlerweile jeder "Hundetrainer" nennen, es gibt da leider keine richtige Ausbildung bzw. Zertifizierung, von daher kann es sein, dass du dabei einfach verdammt viel Pech gehabt hast.

Das Schnappen kann natürlich auch mal zur Gefahr werden - sobald er das macht, solltet ihr am besten ganz laut "Aua" schreien und sofort das Spiel abbrechen.
Wie wird der Hund eigentlich ausgelastet? Machst du nur Spaziergänge oder auch Sport und Übungen, die das Denken anregen? Es ist wichtig, dass der Hund richtig ausgepowert wird.
Für das Dominanz-und Kontrollverhalten müsstest du eigentlich eine GUTE Hundeschule vor Ort finden, die dir da ein wenig hilft - vielleicht können dir aber andere hier auch noch ein paar Tipps geben.
 
  • Unser Schäferhund, unsere Probleme Beitrag #7
nein wir haben am samstag einen termin mit ihr dann wollen wir sie uns mal anschauen...
 
  • Unser Schäferhund, unsere Probleme Beitrag #8
Die Threads hab ich mir schon durchgelesen, aber im Grunde wusste ich diese Dinge schon im Vorfeld und hab sie von klein auf so angewandt.

Wir gehen mehrmals am Tag Spazieren, bauen dort Übungen, Spiele ect. ein. Natürlich können wir nur eingeschränkt mit ihm sportlich aktiv werden, da er derzeit noch die Sache mit der Knochenentzündung hat und nach längerem Laufen stark humpelt. Wir clickern daheim auch, ich lass mir immer neue Sachen einfallen, um ihn zu beschäftigen. Daheim ist er auch sehr lieb, wufft zwar manchmal kurz, wenn draußen ungewöhnliche Geräusche sind, aber man kann es sofort unterbinden. Ich sehs hauptsächlich beim Spazieren gehen, wobei das auch ortsabhängig ist. Kurz bevor wir Zuhause ankommen, wird er viel ruhiger und läuft total entspannt neben einem her. Anders wird es, wenn wir ege erkunden, auf denen wir nicht so oft laufen. Da geht das komplette Kontrollverhalten wieder los (mega wachsam, nur rumgerenne, wenn ich einen lesen schreckenslaut von mir gebe schrillen bei ihm die alarmglocken und er flitzt um mich rum, als müsste er mich vor irgendetwas verteidigen). Ansonsten gehen wir derzeit in besagter Hundeschule zwei Mal die Woche in die Begleithundegruppe (in der solche Praktiken wie oben beschrieben aber nicht angewandt werden, nur in den Einzelstunden).

Ja, deshalb hab ich mich auch hier erkundigt, ob jemand eine gute Schule kennt. Doch die meisten Hundetrainer packen das Problm am Symptom und nur das RUmgerenne zu unterbinden hilft uns nicht weiter. Dazu muss gesagt sein, dass er schon als Welpe sehr dominant veranlagt war und keine Angst kannte. Wenn man ihn blockiert hat, fing er an uns anzubellen, um nur ein Beispiel zu nennen :roll: Wenn wir ernst wurden und beispielsweise drohend zu ihm hinzuckten oder knurrten war bei ihm Spiel angesagt.

Ich weiß langsam echt nicht mehr weiter und sehr gute Hundetrainer von denen ich schon vil Gutes gehört habe sind zu weit weg... :(
 
  • Unser Schäferhund, unsere Probleme Beitrag #9
Zurzeit fängt es auch an, dass er ziemlich grob zu anderen Hunden wird. Sprich: Er begrenzt sie massiv, springt ihnen beim Rennen in die Seite, knurrt (ob spielerisches Knurren oder nicht kann ich nicht erkennen), bellt immer wieder, hat aber scheinbar Angst wenn der größere Hund ihn dann beim Spielen verfolgt. Erst wenn er wieder bei der Menschengruppe ist, dreht er sich um und begrenzt den anderen Hund wieder. :|

Wenn man ,,Schluss" sagt, lenkt er zwar kurz ein und schnuppert seines Weges, aber sobald der andere Hund ihm hinterher läuft wehrt er ihn wieder ab und verfolgt ihn. Vor kurzem wars mit einer jungen Dogge, die seine Signale vielleicht auch nicht so verstanden hat? Und er wollte sie nur ,,loshaben", kann das sein?

Wem noch etwas zum eigentlichen Problem (oben) einfällt, melde sich bitte :silence:
 
  • Unser Schäferhund, unsere Probleme Beitrag #10
Darf ich mal fragen, was die Hundepsychologen gesagt haben?
Mir kommt dein Hund ziemlich unsicher vor. Wenigstens würde ich es so sehen, da mir einige Dinge deiner Beschreibung von meiner weißen Schäferhündin her bekannt vorkommen.
Wie kommst du darauf, dass er Angst hat wenn er von größeren Hunden verfolgt wird? Wie macht sich das bemerkbar?
Wie sieht es ganau aus, wenn ihr einen unbekannten Weg geht? Mit und ohne Leine?
Wie verhält er sich, wenn ihr alleine unterwegs seid? Läuft er vor oder bleibt er zurück? Hat er dich und dein Tun immer im Auge?
 
  • Unser Schäferhund, unsere Probleme Beitrag #11
Huhu Sommerhund.

Das klingt ja alles andere als schön.

Mich würde interessieren, was machst du Speziell um eure Beziehung zustärken?
Was machst du,wie verhälst du dich, wenn du in solchen Situationen bist, wie oben?
Wie behandelst du ihn dann?
Wie lenkst du ihn um?

Z.b.mit dem Verhalten, mit der Hand.
Wie reagierst du in dem moment darauf?
Bist du dann damit beschäftigt, deinen Hund zu ermahnen oder dich beim anderen Halter zu entschuldigen?
Wie bestrafst du deinen Hund?

Lg, Sanni.
 
  • Unser Schäferhund, unsere Probleme Beitrag #12
Welche Hundepsychologenmeinst du denn jetzt?

Ja, in gewissen Situationen kommt mir das auch so vor. Ich kann mir allerdings nicht wirklich erklären an was das liegt. Früher haben wir ihn oft mit unserer Nachbarshündin spielen lassen (die auch manchmal sehr seltsam im Umgang mit Hunden ist, sprich: lauernd, unterdrückte Vicco oft als Welpe und wirkte sehr dominant). Gewisse Verhaltenszüge erinnern mich nun an sie und ich frage mich, ob er sich da was abgeschaut hat. Wir sind früher fast jeden Tag zum See gegangen wo er auch in größeren Hundegruppen mitmischen konnte.

Wenn er von größeren verfolgt wird legt er die Ohren an, der Schwanz ist unten, die Augen geweitet und er rennt was das Zeug hält. Soobald er wie gesagt wieder bei uns ist, dreht er um und wehrt den Verfolger ab.

Das mit den Wegen ist auch so eine Sache. Die Straßen vor dem Haus und am Anfang des Feldes legt er sehr gelassen zurück (vor allem wenn es an den Heimweg geht). Sobald wir aber in unbekannteres Terrain kommen fängt das volle Kontrollverhalten an. Jede Bewegung wird argwöhnisch beobachtet, wenn wir laut Rufen würden, würde er Kreise um uns ziehen, um uns vor potentiellen Angreifern abzuschirmen. Bei solchen Rufen rennt er auch schonmal straight on los, obwohl da nichts ist. Er ist also im kompletten ,,Herdenschutz" drin :( Meist laufen wir ohne Leine. An der Leine ist er vieel ruhiger, das ist auch mein Problem. Da ich ohne Leine schlecht auf ihn einwirken kann.

Er läuft vor. Drehe ich um, rennt er in vollem Karacho an mir vorbei und läuft wieder vorne. An der Leine ist er meist hinten und manchmal auch bei meinen Füßen.
Ja, er beobachtet uns schon sehr viel, hört auch beim kleinsten Ruf sogesehen. Ich interpretiere sein Beobachten aber eher als Aufpassen. Klar, ab uns zu wirft er auch prüfende Blicke zu, ob wir was von ihm wollen, ob alles klar ist.

Zuerst einmal sollte man vielleicht wissen, dass ich nur an 4 Tagen die Woche etwa da bin. Hauptbezugsperson ist die Freundin meines Vaters, die meist den ganzen Tag mit ihm zusammen ist. Wenn ich da bin, ist aber meistens was los. Heißt ich clicker mit ihm, lass mir alle möglichen Tricks einfallen, kuschle abends (Körperkontakt kriegt er denke ich genug), gehe Spazieren und spiele.

Meinst du jetzt die Situation beim anderen Hund oder die Situation, wenn er um mich/uns herumrennt?

Ich komm grad irgendwie nicht ganz mit :uups: Welches Verhalten mit der Hand meinst du denn genau?

Generell bin ich ein großer Gegner was Strafen angeht. In meinen Augen nicht sehr rudelführertauglich. Die einzigen ,,Strafen" die ich anwende sind Körperblocker, ein warnendes Geräusch (,,Ssss") oder einmal einen Schritt auf ihn zugehen. Würde ich gewalttätig werden oder hektisch, würde Vicco das entweder als Spiel verstehen oder seinen Unwillen kundtun. (Taten wir auf Anraten eines Hunde,,trainers" gelegentlich in seiner Welpen- und Junghundezeit). Bei dem ,,Sss" lenkt er meist ein, beschwichtigt - allerdings nur, solange die Ablenkung nicht zu groß ist. Das ,,Sss" verknüpft er allerdings nur mit den Körperblockern oder einem Zurückschieben (wobei ich lieber schiebe, da er auch manchmal meine Hand ins Maul nimmt) Und seeehr selten wende ich auch ein leichtes Zwicken an, aber niemals zweimal. Sondern einmal zackig reingepiekst. Dazu muss ich aber sagen, dass er darauf nicht unwillig reagiert, sondern eher aufzuwachen scheint.
 
  • Unser Schäferhund, unsere Probleme Beitrag #13
Das hier meinte ich:
Manchmal kann es aber passieren, dass er die Hand dieses Menschen im Maul herumtragen will. Er beißt nicht zu, nein, sondern umfässt sie nur, freut sich und legt die Ohren an.
 
  • Unser Schäferhund, unsere Probleme Beitrag #14
Bei uns nimmt er die Hand nur noch selten ins Maul. Er machts eigentlich nur noch, wenn er gerade in ,,Spiel"laune ist und ich ihn dann streicheln will. Dann halt ich still und zische kurz. Meist schaut er mich dann an und lässt die Hand auch los. Wenn ich vorher reagiere, schnips ich auch mal kurz gegen die Schnauze, hilft aber nicht immer. Manchmal sieht er das als Spielaufforderung.

Wenn er es bei anderen Leuten macht kann ich oft nicht rechtzeitig reagieren, weil alles so schnell geht. Er läuft schwanzwedelnd um den Besucher herum, hat das Maul freundlich geöffnet und wenn die Hand herunterhänft ,,greift" er schonmal zu ;) Sobald er gestreichelt wird, tut ers aber immer. Beim Ignorieren schafft ers normalerweise (was wir selbst machen). Nur sieht grundsätzlich jeder Besucher Vicco an und sagt irgendwas zu ihm. Ich hab auch das Gefühl, er glaubt, der Besuch käme seinetwegen.
Zum Beispiel hatte ich mal Besuch von Freundinnen, wir haben an der Spielekonsole herumgealbert und saßen dabei auf dem Boden. Vicco ist die ganze Zeit hergekommen, über uns drübergestiegen, hat meine Freunde bedrängt und - da wir ja auf dem Boden saßen - immer die Hand ins Maul genommen. Sobald wir laut gelacht haben oder rumgefuchtelt haben war er total angespannt, kam hergerannt und hat bei jedem gecheckt, ob noch alles dran ist o.ô Ich hab ihn dann jedes Mal auf die Decke geschickt, aber er robbte dann beim nächsten Lachen wieder her.
 
  • Unser Schäferhund, unsere Probleme Beitrag #15
Ich hab auch das Gefühl, er glaubt, der Besuch käme seinetwegen.
Das was du da beschreibst, mit dem gucken kommen ob alles ok ist, etc.
Das musst du absofort wirklich unterbinden.
Geb ihm nen Knochen, wenn der Besuch da ist.schick ihn auf seine decke und vorallem lass ihn da!!!
Dein Hund kontrolliert dich und das gibt es nicht.
Du musst also wirklich jetzt dran bleiben, das der Hund auf der Decke bleibt.
Und nichts anderes.

Warum darf euer Hund um euren Besuch rumschlawänzeln?
Gibts nicht, Hund auf die Decke und eurem Besuch sagen, das er euren Hund auf gar keinen fall ansprechen oder beachten soll.
Irgendwann wird er anfangen, zu bellen, wenn der Besuch kommt.

Das müsst ihr jetzt wirklich intensiv Unterbinden.

Ich habe das so gemacht, wenn Besuch kam, durfte der Hund sich neben die Tür setzen.
Ansonsten nix, kein begrüssen, null.
Wenn der Besuch da ist.Habe ich ihn immer und immer wieder auf seinen Platz geschickt.
Du musst in diesem Fall einen längeren Atem haben, sonst hast du Verloren. ;)
 
  • Unser Schäferhund, unsere Probleme Beitrag #16
Das mit dem Besuch und dann auf die Decke schicken mach ich zwar immer mal wieder, aber ich bin froh, dass du das jetzt auch so siehst. Wenn man sich selbst so nen ,,Plan" zusammenstellt kriegt man irgendwann auch Zweifel. Das einzige Problem ist dann noch meine Familie, denn hier erzieht jeder den Hund anders, ich versuch das jetzt bei allen durchzusetzen :)

Bei einer Sache weiß ich aber noch nicht wirklich was ich da machen soll. Wenn irgendjemand aus der Familie nach Hause kommt, springt er schon blitzschnell zur Tür, wufft manchmal auch kurz und begrüßt sie dann. Schicke ich ihn da auch auf die Decke?

Bei meinen Freunden hab ich ihn auch immer auf die Decke geschickt, aber er ist wirklich beim nächsten Rumgewurschtel wieder aufgestanden und hergekommen. Ich mein, wenn er das 4 Stunden lang macht ist das schon nervig und ich bin wirklich seehr geduldig. Bei ihm ist es dann nur manchmal so, dass wenn es IHM zu bunt wird, er dann protestmäßig an meinen Füßen knabbert (wenn ich ihn mit dem Körper zurückschiebe), bzw. an den Händen (wenn ich ihn entweder am Halsband führ oder mit den Händen zurückschieb). Meistens ignorier ich das einfach, oder was würdest du sagen?
 
  • Unser Schäferhund, unsere Probleme Beitrag #17
Das einzige Problem ist dann noch meine Familie, denn hier erzieht jeder den Hund anders, ich versuch das jetzt bei allen durchzusetzen
Was bei euch jetzt zu aller erstmal geklärt werden muss, wer euren Hund erzieht.
Wenn 4 Leute in der Familie leben und jeder Erzieht diesen Hund anders, weiss der Hund am ende garnicht, was richtig und was falsch ist.
Da kommen auch eure ganzen Probleme her. ;)

Wenn irgendjemand aus der Familie nach Hause kommt, springt er schon blitzschnell zur Tür, wufft manchmal auch kurz und begrüßt sie dann. Schicke ich ihn da auch auf die Decke?
Auf jeden fall. Komm deinem Hund zuvor, schick ihn auf die Decke und wenn das Familienmitglied kommt, darf er ihn begrüssen.
Aber erst, wenn dieser sich ausgezogen hat.
Was auch ganz wichtig ist, das deine Familienmitglieder ihn auf keinen fall beachten, wenn sie in die Tür kommen.
Absolut missachten, als wenn es was ganz normales ist, kein Ansprechen, kein streicheln, absolut nix.
Das bellen Zeigt ja schon, das er hier Zeigt"hey, da kommt wer für MICH, da kommt MEIN mitglied." ;)

Wenn er ausprotest an deinen Füssen anfängt zuknabbern, ignorier ihn.Zieh die füsse ein, am besten stehst du dann auf, machst was anderes und beachtest ihn dann nicht.
Dann würde ich wirklich abwarten, bis er sich hinlegt und dann Loben.
Bestärke das, was er richtig macht.

Was machst du z.b. wenn der Besuch da ist?
Lenkst du ihn mit irgendwas ab?Nen Knochen? Schweineohr? Irgendwas zum knabbern?
Hast du das schon probiert?

Clickerst du? Ich habs grade nicht im Kopf und wollte deinen Langen Text von neulich noch durchlesen und dir darauf antworten.Habs aber bisher nicht geschafft.:uups:
 
  • Unser Schäferhund, unsere Probleme Beitrag #18
Ja, das stimmt. Mein Vater beispielsweise zählt noch zur alten Sorte, der es gefällt, wenn der Hund anschlägt und rumkläfft und was weiß ich noch :uups: (Damit hats auch eigentlich angefangen... als mein Dad mit Vic auf ,,Fuchsjagd" ist, sprich nen Fuchs abends gesehen und dem durchs Dickicht hinterher, um ein kleines Abenteuer zu erleben. Vic ist auch immer ganz aufgeregt, sobald er nach Hause kommt, rennt gleich zur Terasse und wufft raus) Ich werd trotzdem versuchen jetzt bisschen Einheit zu schaffen.

Nein, mit dem Knabberzeug hab ichs noch nicht probiert, ich weiß aber mit ziemlicher Sicherheit, dass wenn er fertig ist, er dann wieder ablenkbar ist und aufsteht. Das Problem ist auch, er bleibt im Grunde sehr zuverlässig auf der Decke. Ein Wort, er rennt hin und bleibt dort auch. Ich hab ihn sogar mal drauf vergessen und als ich später wiederkam war er immernoch drauf. ABER... sobald ein komisches Geräusch ist, das er nicht zuordnen kann, ein Familienmitglied nach Hause kommt, jemand rumalbert, ich mit meinem Bruder rumalbere und ihn knuffe, springt er auf und will die Situation regeln.
Einmal hab ich mit ihm geübt und der Rest der Familie kam nach Hause. Bevor sie ins Zimmer kamen war noch alles einigermaßen ok, aber dann ließ er sich nicht halten, hat mich trotz Leine quer über den Boden gezogen. Ich hab ihn dann zwar wieder zurückgebracht, aber ein Erfolgserlebnis wars trotzdem. :/

Ja, ich clickere, aber nicht bei allem. Hauptsächlich in der Hundeschule, bei Tricks und ab und an beim Spazieren gehen.

Und noch etwas: Vor kurzem waren wir wieder in besagter Hundeschule, wo Vicco außer Rand und Band war. Wir kamen etwas später, alle hatten ihre spielenden Hunde wieder angeleint und auch für Vicco gings ohne Spiel ans Üben. Er war im Grunde völlig außer Kontrolle, hat auf kein Kommando mehr geachtet und nur rumgezogen und rumgeschaut. Das ging soweit, dass wir ihn dann (beim gemeinsamen Gassigehen mit den anderen Hunden) an einen Pfahl binden mussten, da er sonst an die Sitze der Gruppe gelaufen wäre (mit uns an der Leine :() Irgendwann beruhigte er sich wieder und wir konnten uns vorarbeiten. Die Gruppe übte unterdessen. Irgendwann waren wir fast angekommen, die Lehrerin wollte aber, dass wir die Übung nun machten und damits schneller ging, nahm sie Vicco, der auch bei ihr zog. Sie wand wieder dieses Leinenpeitschen an, wodurch er zwar etwas besser lief, aber ihr trotzdem noch Anlass gab das Peitschen anzuwenden. Bei der Hundegruppe angekommen, wollte er dann zu einem Hund und zog sie mit. Sie wieder Leinepeitschen was ihn nun aber nicht beeindruckte. Daraufhin warf sie ihn zu Boden, drückte ihn runter und unser sonst so schmerzstarker Vicco schrie los. Ich hab geheult wie sonst was und sie meinte, das muss sein, sonst kriegt man ihn nie klein. Als ich gesagt habe, ich möchte das nicht mit dem Leinenpeitschen hat sie gemeint, dass wir das sonst nie hinkriegen würden und sich nix ändern würde. Was soll ich denn tun? Hast du eine Erklärung dafür wieso er auf einmal so out of control war? Ich weiß nicht was ich das nächte Mal machen soll.
 
  • Unser Schäferhund, unsere Probleme Beitrag #19
Ich sage es nochmal: Was deine Trainerin da mit dem Hund macht, ist Gewaltanwendung und fällt bei mir unter Tierquälerei - deshalb würde ich da nicht noch einmal hingehen und schleunigst eine andere Hundeschule suchen, denn so wird dir da nicht geholfen. Wenn der Hund ständig so behandelt wird, ist es ja kein Wunder, wenn er verstört ist oder auch mal total abschaltet.

Ansonsten brauchst du natürlich klare Erziehungsregeln, da solltest du nochmal mit deiner Familie reden.
 
  • Unser Schäferhund, unsere Probleme Beitrag #20
Oh je...hab das Thema völlig aus den Augen verloren. Ihr hab da echt einiges an Problemen, bzw einige Dinge die zu unschönen Problemen werden können.
Sanni hat dir ja schon viele gute Sachen geschrieben und ja, ihr solltet euch erstmal einigen, wer und wie ihr den Hund erzieht und euch dann alle, konsequent daran halten.
Vicco wirkt auf mich alles, aber weder dominant noch selbstsicher, sondern viel mehr unsicher und mit der Situation überfordert.
Er hat keine klaren Vorgaben von euch, weiß nicht wirklich wer nun das sagen hat, ist selbst noch mitten in der Entwicklung, hat in sensiblen Phasen ungeschickte Erfahrungen sammeln müssen und muss zu allem Übel auch noch auf euch aufpassen (zumindest glaubt er das zwangsweise) und "Chef" sein.
Dazu kommt eine relativ geringe Auslastung für einen LZ DSH, die -hoffentlich- nur durch die Knochenhautentzündung bedingt ist und auch bald ausgeheilt sein sollte.

Versuch mit deiner Familie in Ruhe eine gemeinsame, klare Linie zu finden, an die sich jeder hält. Besprecht was für ein Verhalten ihr euch eigentlich alle gemeinsam wünscht, was euch momentan stört und womit ihr euch arangieren könnt (jeder in der Familie hat sicher bestimmte Wünsche). Wenn das klar ist, kann man weiter sehen und dem Hund ein klares Bild bieten in dem er Sicherheit und Führung findet.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Warum er zu Beginn der Stunde so aufgedreht war? Er hat gelernt, nach dem Spiel kommt das Training, Vicco ist noch ein sehr junger Hund, einer sehr aktiven Rasse.
Sein bisher erlerntes Bild des HuSchu Tages wurde durch das direkte Training durcheinander gebracht und er war im Kopf einfach noch nicht auf das Training eingestellt und wollte den gewohnten Ablauf (Gewohnter Ablauf bietet wieder Sicherheit), hinzu kommt die Energie, die er sonst im Spiel mit den anderen vor dem Training abbauen kann und eine recht geringe Frustrationstoleranz.
Das aufgeputschte Verhalten ist schlicht selbsterzeugt und war nur ein Ventil, dass die Trainerin dann bei einem so jungen Hund mit Zwangseinwirkungen reagiert, finde ich recht ungeschickt. Ich bin niemand, der mit Einwirkungen ein Problem hat, sie müssen aber fair und für den Hund absolut verständlich, mit dem unerwünschten Verhalten in Zusammenhang gebracht und in der Intensität angemessen sein, war in deinem Fall aber leider nicht so...
Das ist aber einer der Gründe, warum meine Hunde vor dem Training nicht mit den anderen spielen dürfen, weder vor noch auf dem Platz. Sie sind gar nicht in "mit anderen Spiel-Laune", sondern direkt im Arbeitsmodus, konzentriert, auf mich bezogen und aufnahmefähig. Danach ist es mir relativ egal und sie können meinetwegen toben, wenn es denn unbedingt sein muss, aber das ist bei mir mehr als selten, auf dem Platz bin ich zum Training, fürs spielen gehe ich Gassi im Hundegebiet.
 
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