Es ging mir bei meinem Doodle nicht um das Aussehen!!!
Es ging mir um das Wesen des Berner Sennenhundes!
(Und antiallergisch ist der nunmal nur in Verbindung mit Pudel.)
Leider muss ich dir berichten, dass du einer Fehlinformation aufgesessen bist.
Hunde mit drahtigem oder gelocktem Fell gelten zwar als "antiallergen", weil der Haarverlust oft nur gering vorhanden ist, deswegen sind sie es aber noch lange nicht.
Die "Tierhaarallergie" ist ein im Volksmund gebräuchlicher Begriff, der irreführend ist.
Man reagiert auf Hautschuppen und/oder Speichel des Tieres die an den Haaren hängen, nur ein sehr geringer Prozentsatz (unter 1%) reagiert tatsächlich auf Haare, die meisten der Haar-Betroffenen haben allerdings noch mindestens eine andere Autoimmunerkrankung vorzuweisen.
Dementsprechend war eure Wahl (ohne euch angreifen zu wollen) eines Mischlings mit einem Hund, der für übermäßiges Haaren und Sabbern bekannt ist und für den ihr sicher eine Summe von 500€ bis in den vierstelligen Bereich bezahlt habt, an den kalten medizinschen und wirtschaftlichen Fakten gemessen eine Fehlinvestition.
Man testet nicht auf die
Rasse, sondern auf das
Individuum.
Meine Freundin hat trotz Allergie das haarigste, schuppigste (Chronische Hautkrankheit), und sabberndste Etwas an der Leine, das das TH zu bieten hatte, ohne Reaktion -
warum?
Weil Haut- und Speichelproben der für sie in Frage kommenden Hunde im TH entnommen und zu ihrem Allergologen zum (von der Krankenkasse bezahlten) Test gebracht wurden, der, wie oben erwähnt, negativ ausfiel.
Ihr hättet euch also "bloß" besser informieren und ein paar mal zum Alergologen eures Vertrauens fahren müssen (meistens genügen 3 Besuche) und die Wahrscheinlichkeit, dass ihr an Jemanden geraten wärt, der einfach auf alles seinen Königspudel draufsetzt und dann mit dem Wort "antiallergen" seinen Nebenverdienst sichert, wäre sehr gering gewesen, da ihr von Anfang an nach einem "ganzen" Berner gesucht hättet, wo ihr natürlich auch auf schwarze Schafe treffen könnt, die man aber durch informieren umgehen kann.
Sorry, helfe im örtlichen TH aus und sehe so manchen "antiallergen-doodle", der abgegeben wird, weil er nicht "funktioniert", zu groß wird, nicht mehr süß ist (wurde schon 3x angegeben) oder die Halter merken, dass auch ein "halber" Pudel mehr braucht als eine Stunde langsam um den Block getrottet, weshalb ich dem "Gedoodle" skeptisch gegenüber stehe.
Auch das Argument "Blindenhund für Allergiker" zieht nicht, schließlich sind Pudel, Portugiesische Wasserhunde, Lagottos, Kurzhaarcollies, Dobermänner, Airedales, und noch viele mehr seit Jahrzehnten auch im Ausbildungsprogramm beteiligt und ganz ehrlich: als Blinder würde ich nicht nach dem Aussehen gehen, dem Grund, warum sich viele gegen einen Pudel, den man auch als Blinder körperlich und geistig auslasten kann, entscheiden.